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Judendarstellung im Frankfurter Passionsspiel. Antijudaismus im 15. Jahrhundert unter der Aufführung von den Frankfurter Passionsspielen

Titel: Judendarstellung im Frankfurter Passionsspiel. Antijudaismus im 15. Jahrhundert unter der Aufführung von den Frankfurter Passionsspielen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 12 Seiten , Note: 10 Punkte

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Judendarstellung im Frankfurter Passionsspiel“, die im Jahre 1493 editiert wurde . Grundlagen hierfür war das Passionsspiel von Johannes Janota (Band 1) und die Analyse des Passionsspiels.
Kernpunkt der Hausarbeit stellt die Beschreibung der Juden in dem Passionsspiel dar, wobei die Rolle und die Funktion der Juden herausgearbeitet werden. Die Fragestellung der Arbeitet lautet: Benötigten die Menschen des Mittelalters immer einen Schuldigen, um sich Missgünste zu erklären?
Zunächst werden auf den Ursprung der Passionsspiele und die Geschichte dessen eingegangen, um die Passionsspiele zu verstehen und im weiteren Verlauf zu deuten. Der darauffolgende Teil beschäftigt sich mit einer kurzen Wiedergabe des Inhalts des Frankfurter Passionsspiels, sodass auf den Inhalt eingegangen werden kann. Überleitend dazu steht im letzten Abschnitt die Darstellung der Juden im Passionsspiel im Mittelpunkt.
Abgeschlossen wird die Arbeit mit einem Fazit und rückfolgernd wird auf die wichtigsten Punkte der These eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geistliche Spiele

2.1 Passionsspiel

2.2 Frankfurter Passionsspiel

3. Ursprung

4. Frankfurter Passionsspiel

4.1 äußere Form

4.2 Zusammenfassung

5. Judendarstellung im Frankfurter Passionsspiel

5.1 Hintergrund der Judenhetze

5.2 Analyse des Frankfurter Passionsspiels

5.2.1 Das Prophetenvorspiel

5.2.2 Klimax der Auseinandersetzungen

5.2.3 Schlussszene

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung von Juden im Frankfurter Passionsspiel von 1492, um die Rolle und Funktion dieses antijudaistischen Narrativs in der spätmittelalterlichen Gesellschaft zu analysieren und der Frage nachzugehen, ob die Bevölkerung damals ein Feindbild zur Erklärung eigener Missstände benötigte.

  • Historischer Kontext der Passionsspiele und ihre Funktion im Mittelalter
  • Analyse der Judendarstellung und der antijudaistischen Propaganda
  • Die Bedeutung von Sündenböcken für die Bewältigung gesellschaftlicher Krisen
  • Untersuchung der strukturellen Diffamierung jüdischer Akteure in den Schlussszenen

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Das Prophetenvorspiel

Das Frankfurter Passionsspiel beginnt mit der Spieleröffnung durch Augustinus und dem jeweiligen Prophetenauftritt. In diesen Szenen wird das Kommen des Menschensohns angekündigt: „ir hait lange wol vernommen, das vnser herre wolde komen vnd geborn werden menschlich hie vff erden“ (FP, V. 4-6)22. Augustinus beteuert, dass der Messias auf die Welt gekommen ist und fordert die Juden auf, sich zu bekehren. Im weiteren Verlauf wird die Auseinandersetzung noch einmal ersichtlich, da Augustinus die Gegenpartei ein zweites Mal auffordert, sich bekehren zu lassen: Ir Judden, ir hait wole gehort, alleyn ir doch sit so verdort, das ir die warheit nit enthort[…]“ (FP, V. 312- 332). Nach der Spieleröffnung wird die Aussage, dass die Juden von Boshaftigkeit aber auch von Respektlosigkeit erfüllt sind dadurch unterstrichen, dass Sandir rabi den Kirchenvater mit: du wilt vsn sagen von gotte vnd bist doch selbes ein dufelsbotte“ (FP, V. 129- 130)23 beleidigt. Die Aussagen des Propheten werden nicht sachlich wiederlegt. Stattdessen wird der Prophet runtergemacht und beleidigt. Die Antwort des Rabi bezieht sich ebenfalls auf Salomon, dem er Vielweiberei vorwirft: „du hast nach men dan tzwentzig wibe“ (FP, V. 128- 129). Die Juden wirken durch die beleidigenden Ausdrücke taktlos und in den weiteren Gesprächen unterlegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der Fragestellung bezüglich des mittelalterlichen Schuldigen-Prinzips sowie ein Überblick über den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Geistliche Spiele: Definition und Zweck der geistlichen Spiele als Medium zur Verbreitung christlicher Lehren sowie die Einordnung der Frankfurter Passionsspiele.

3. Ursprung: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Passionsspiele seit dem 10. Jahrhundert bis zur Entstehung des spezifischen Frankfurter Werkes.

4. Frankfurter Passionsspiel: Detaillierte Betrachtung der formalen Struktur und eine inhaltliche Zusammenfassung der Spieltage unter Berücksichtigung der Rolle der antijudaistischen Propaganda.

5. Judendarstellung im Frankfurter Passionsspiel: Tiefgehende Analyse der Judenhetze, unterteilt in den historischen Hintergrund, das Prophetenvorspiel, die inhaltliche Klimax und die Schlussszene.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die bestätigt, dass die Passionsspiele zur systematischen Ausgrenzung der Juden beitrugen und als Sündenbock-Mechanismus fungierten.

Schlüsselwörter

Frankfurter Passionsspiel, Mittelalter, Judendarstellung, Antijudaismus, Sündenbock, Propaganda, Passionsspiele, Christentum, Religionsgesellschaft, Stigmatisierung, Sozialordnung, Rene Girard, Judenhetze, Schuldfrage, Theatergeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Juden im Frankfurter Passionsspiel von 1492 und untersucht, wie diese Stücke als antijudaistische Propaganda innerhalb der mittelalterlichen Gesellschaft instrumentalisiert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Geschichte der Passionsspiele, die soziologische Funktion von Sündenböcken in Krisenzeiten, die spezifischen antijudaistischen Elemente im Frankfurter Spiel und die Rolle der Kirche als Vermittler.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie das Passionsspiel dazu diente, Juden als Sündenböcke darzustellen und ob dieses Feindbild dazu genutzt wurde, um gesellschaftliche Missstände und Ängste der mittelalterlichen Bevölkerung zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse des Passionsspiels von Johannes Janota sowie auf eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Sündenbock-Konzept nach Rene Girard.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Analyse des Werkes, die Untersuchung des historischen Hintergrunds der Judenhetze und eine textnahe Analyse von Schlüsselszenen wie dem Prophetenvorspiel und der Schlussszene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Antijudaismus, Frankfurter Passionsspiel, Sündenbock-Mechanismus, religiöse Propaganda und mittelalterliche Sozialordnung charakterisiert.

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Wie fungiert der Kirchenvater Augustinus im Passionsspiel?

Augustinus fungiert während des gesamten Spielverlaufs als Erzähler und Anleiter der Handlungen, der die Ereignisse kommentiert und die antijudaistische Tendenz des Stücks aktiv unterstützt.

Welche Rolle spielt die Geldgier in der Darstellung der Juden?

Die Geldgier wird als stereotypes Attribut genutzt, um die jüdischen Charaktere als moralisch unterlegen und primitiv darzustellen, wobei dies durch Synagogus im Text explizit bestärkt wird.

Warum spielt die Auferstehung im Frankfurter Passionsspiel keine Rolle?

Die Auferstehung wird im Frankfurter Passionsspiel ausgelassen, da sich die Inszenierung primär auf die Passion, das Leiden Jesu und die antijudaistische Abgrenzung konzentriert und nicht auf die christliche Hoffnungsbotschaft der Auferstehung.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Judendarstellung im Frankfurter Passionsspiel. Antijudaismus im 15. Jahrhundert unter der Aufführung von den Frankfurter Passionsspielen
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
10 Punkte
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
12
Katalognummer
V1273332
ISBN (eBook)
9783346717009
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Passionsspiel Frankfurt Frankfurter Passionsspiel 15. Jahhrundert Judendarstellung Antijudaismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Judendarstellung im Frankfurter Passionsspiel. Antijudaismus im 15. Jahrhundert unter der Aufführung von den Frankfurter Passionsspielen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1273332
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Leseprobe aus  12  Seiten
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