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Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie

Rien ne va plus? Zum Verhältnis von Globalisierung und Nationalstaat

Titel: Rien ne va plus? Zum Verhältnis von Globalisierung und Nationalstaat

Hausarbeit , 2005 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nicholas Williams (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Kaum eine Debatte über den wirtschaftlichen Zustand Deutschlands kommt mehr ohne den Begriff Globalisierung aus. In den Wahlprogrammen von CDU und SPD zur Bundestagswahl im September diesen Jahres wird der Begriff jeweils in den ersten paar Zeilen verwendet: Bei der SPD auf Seite vier und bei der CDU schon auf Seite drei. Beide Parteien verwenden den Begriff dabei als Synonym für die wirtschaftlichen und damit einhergehenden wirtschaftspolitischen Herausforderungen, denen sich die Bundesrepublik, je nach Sichtweise, gestellt hat oder noch stellen muss.
Genauso wenig wie der Begriff Globalisierung aus der politischen Terminologie wegzudenken ist, herrscht darüber Konsens, was die richtigen politischen Schlussfolgerungen aus den mit dem Begriff Globalisierung bezeichneten Prozessen sind. Der Begriff Globalisierung ist dabei zunächst recht leicht zu definieren: „Ausdruck der politischen und der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Sprache für die weltweite Ausweitung gesellschaftlicher Interaktionen, insbesondere der Waren-, Kapital-, und Informationsströme über die Grenzen des Nationalstaats hinaus.“ Auch der zweite Teil der Definition, wonach die Globalisierung die Souveränität und Handlungsspielräume der Nationalstaaten gefährden kann, wird einen breiten Konsens finden. Anders aber sieht es mit der Frage aus, wie das genaue Verhältnis zwischen Globalisierung und Nationalstaat aussieht. Diese Arbeit versucht in die Frage eben dieses Verhältnisses einzuführen, wobei es insbesondere im letzten Teil der Arbeit im Vordergrund steht. Es finden sich dabei sowohl globalisierungskritische Haltungen als auch rein deskriptive Positionen in der Bearbeitung der Leitfrage wider. Der letzte Teil gibt die besonders kritische Position Winfried Wolfs wider, der die Existenz einer Globalisierung nach gängiger Lehrmeinung überhaupt bestreitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Rien ne va plus? Globalisierung und Nationalstaat

2. Rauschzustand der Besoffenheit über den Sieg der Marktwirtschaft

3. Globalisierung des Welthandels

4. Welthandel: Öffnungsgrad und Hegemonialstellungen

5. Globalisierung und Nationalstaat: Grenzen der Globalisierung

5.1 Die (Markt)revolution wird von ihren Kindern gefressen

5.2 Globalisierung: Die Verschärfung der Konkurrenz mit anderen Mitteln

6. Schluss: Globalisierung, ein Mythos?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Hausarbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Globalisierung und Nationalstaat, mit dem Ziel zu ergründen, inwiefern die zunehmende weltweite wirtschaftliche Vernetzung die staatliche Souveränität und Handlungsfähigkeit herausfordert oder verändert.

  • Definition und politische Relevanz des Globalisierungsbegriffs
  • Die Auswirkungen der Deregulierung der Finanzmärkte auf staatliches Handeln
  • Diskussion theoretischer Ansätze zur Globalisierung (u.a. Elmar Altvater, Winfried Wolf)
  • Zusammenhang zwischen Handelsöffnung, Wirtschaftswachstum und Machtkonzentration
  • Kritische Analyse des Demokratiedefizits im Kontext globaler wirtschaftlicher Interessen

Auszug aus dem Buch

5.1 Die (Markt)revolution wird von ihren Kindern gefressen

Für Altvater besteht das grundsätzlich neue Moment der Globalisierung (im Unterschied etwa zum Imperialismus früherer Jahrhunderte) darin, dass das Kapital den Nationalstaat eben nicht stärkt, um ihn sich zunutze zu machen, sondern ihn im Gegenteil dereguliert.20 Da eine Abgabe politischer Steuerungsmöglichkeit aus den Händen des Staates in diejenigen des Marktes sicher kein Prozess ist, der seinen willentlichen Ursprung auf staatlicher Seite hat, bedeutet die Globalisierung, dass sich Märkte gegenüber Staaten durchgesetzt haben. Damit entfällt die häufig gezogene Trennung zwischen Globalisierung und jener Freihandelsideologie, die von ihren Gegnern als neoliberal bezeichnet wird. Der Neoliberalismus wiederum bedeutet per Definition die Reduktion staatlicher Eingriffe in die Wirtschaft auf ein Minimum, sowie eine weitgehende Selbststeuerung der Marktwirtschaft. Nicht nur basieren dementsprechend die meisten westlichen Ökonomien auf den Prinzipien des Neoliberalismus,21 auch sind damit weitere Handelsliberalisierungen im Zuge der Globalisierung ein im wesentlichen neoliberales Projekt. Der Begriff sei nicht zum Brandmarken, sondern zur Kenntlichmachung dessen verwendet, was an der Globalisierung nach Altvaters These neu ist. Das von ihm diagnostizierte neue Moment, die Abgabe staatlicher Souveränität in die Hände des Marktes (statt der Nutzung nationalstaatlicher Handlungsmöglichkeiten in dessen Interesse), folgt dem Kern der neoliberalen Ideologie.

Es wäre, so Altvater, jedoch falsch anzunehmen, dass die Marktliberalisierung nur als Einbahnstraße verläuft nach dem Prinzip: Industrieländer zwingen den Entwicklungsländern ihre Wirtschaftsweise auf. Die durch den Kolonialismus geschaffenen Infrastrukturen und Anbindungen entfernter Wirtschaftsräume an die Industrieländer haben Kanäle gebildet, durch welche der Kapitalismus in verschärfter Konkurrenz in den Westen zurückfedert. Die Zeiten, in denen zivilisierte Europäer unterentwickelten Völkern die Modernisierung lehrten, wie etwa in Kinderromanen à la Robinson Crusoe beschrieben, sind vorbei. Kein Europäer muss mehr anderen das Wettlaufen zum Selbstzweck beibringen: „Die Bedrohung besteht darin, dass Freitag nicht nur im Konditional schneller laufen könnte als Robinson, sondern dies auch tatsächlich – im Indikativ – tut.“22

Zusammenfassung der Kapitel

1. Rien ne va plus? Globalisierung und Nationalstaat: Einführung in die Problematik der Globalisierung als politisch-wirtschaftliches Phänomen und Darlegung der zentralen Fragestellung bezüglich der staatlichen Souveränität.

2. Rauschzustand der Besoffenheit über den Sieg der Marktwirtschaft: Analyse der Liberalisierungswelle der 90er Jahre und der daraus resultierenden Herausforderungen für die staatliche Regulierung der Finanzmärkte.

3. Globalisierung des Welthandels: Gegenüberstellung verschiedener theoretischer Thesen zur Ausweitung des Welthandels und der Rolle von Nationalstaaten im globalen Wirtschaftssystem.

4. Welthandel: Öffnungsgrad und Hegemonialstellungen: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Handelsöffnung, wirtschaftlichem Wachstum und der Stärkung hegemonialer Machtpositionen.

5. Globalisierung und Nationalstaat: Grenzen der Globalisierung: Vertiefende theoretische Auseinandersetzung mit den Grenzen der Globalisierung und den Machtverhältnissen zwischen Politik und Wirtschaft.

5.1 Die (Markt)revolution wird von ihren Kindern gefressen: Diskussion des neoliberalen Charakters der Globalisierung und der Abgabe staatlicher Steuerungsmöglichkeiten an den Markt.

5.2 Globalisierung: Die Verschärfung der Konkurrenz mit anderen Mitteln: Analyse der These, dass Globalisierung eine verschärfte Konkurrenz unter Nationalstaaten und Konzernen darstellt, die zu zwischenstaatlichen Konflikten führen kann.

6. Schluss: Globalisierung, ein Mythos?: Synthese der Ergebnisse mit der Feststellung, dass Globalisierung neue Anforderungen an die Demokratie stellt und nach einer Neudefinition des Verhältnisses zum Nationalstaat verlangt.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Nationalstaat, Welthandel, Finanzmärkte, Neoliberalismus, Kapitalakkumulation, Souveränität, Handelsliberalisierung, Wirtschaftspolitik, Demokratiedefizit, Weltmarktintegration, Marktregulierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Untersuchung des Verhältnisses zwischen der zunehmenden globalen wirtschaftlichen Vernetzung und dem Nationalstaat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Finanzmarktliberalisierung, die Dynamiken des Welthandels, die Macht von Konzernen und die Frage, ob der Nationalstaat durch Globalisierung geschwächt oder als Ausgangsbasis weiter gestärkt wird.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, in das komplexe Verhältnis zwischen Globalisierung und Nationalstaat einzuführen und zu hinterfragen, ob die Globalisierung zwangsläufig zum Souveränitätsverlust der Staaten führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene globalisierungskritische und deskriptive Positionen aus der politik- und wirtschaftswissenschaftlichen Forschung (insb. Elmar Altvater und Winfried Wolf) gegenübergestellt und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Zunahme des internationalen Finanzverkehrs, den Welthandel sowie spezifische Theorien über die Grenzen der Globalisierung und die Konkurrenzsituation zwischen nationalstaatlich verankerten Akteuren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Globalisierung, Nationalstaat, Neoliberalismus, Finanzmärkte, Souveränität und das Demokratiedefizit.

Wie bewerten die Autoren die Rolle der großen Konzerne?

Insbesondere Winfried Wolf argumentiert, dass Konzerne nach wie vor nationalstaatlich verankert sind und die Globalisierung lediglich eine verschärfte Konkurrenz dieser Akteure darstellt.

Welche Bedeutung hat das Internet in der Argumentation des Autors?

Das Internet wird als Instrument der Kommunikation betrachtet, das zwar einen höheren Vernetzungsgrad ermöglicht, aber die bestehenden Ungleichheiten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern nicht aufhebt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rien ne va plus? Zum Verhältnis von Globalisierung und Nationalstaat
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Einführung in die internationale Wirtschaftspolitik
Note
2,0
Autor
Nicholas Williams (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
15
Katalognummer
V127212
ISBN (Buch)
9783640338849
ISBN (eBook)
9783640339594
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rien Verhältnis Globalisierung Nationalstaat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicholas Williams (Autor:in), 2005, Rien ne va plus? Zum Verhältnis von Globalisierung und Nationalstaat, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/127212
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Leseprobe aus  15  Seiten
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