In dieser Arbeit wurden fünf verschiedene Leistungsarten der Rehabilitation anhand eines fiktiven Beispiels beschrieben. Ebenso wurden die gesetzlichen Aufgaben der Kostenträger in jedem Fall erklärt.
Im Anschluss wurden Gesundheits- und Krankheitskonzepte von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden aufgezeigt und das Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung von Bandura vorgestellt. Die Quellen der Selbstwirksamkeit wurden als Ansatz zur Förderung des Bewegungsverhaltens bei Rehabilitanden in der kardiologischen Rehabilitation erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Textteil zu Aufgabe C1
1.1 Medizinische Leistungen zur Rehabilitation
1.2 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
1.3 Ergänzende Leistungen zur Rehabilitation
1.4 Leistungen zur Teilhabe an Bildung
1.5 Leistungen zur sozialen Teilhabe
2 Textteil zu Aufgabe C2
2.1 Subjektive Theorien von Gesundheit
2.2 Subjektive Theorien von Krankheit
2.3 Nutzen für die Intervention in der Rehabilitation
3 Textteil zu Aufgabe C3
3.1 Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura
3.2 Quellen der Selbstwirksamkeitserwartung
3.3 Förderung des Bewegungsverhaltens in der kardiologischen Rehabilitation
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Einblick in zentrale Konzepte der Rehabilitationspsychologie, wobei der Fokus auf den Leistungen der Teilhabe, den subjektiven Theorien von Gesundheit und Krankheit sowie der Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung für den Rehabilitationserfolg liegt.
- Strukturen und Formen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation
- Bedeutung subjektiver Gesundheits- und Krankheitskonzepte laienhafter Theoriebildung
- Psychologische Grundlagen der Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura
- Interventionen zur Bewegungsförderung in der kardiologischen Rehabilitation
- Einfluss von Erfahrung und Feedback auf das Gesundheitsverhalten
Auszug aus dem Buch
3.1 Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura
Mit dem Begriff Selbstwirksamkeitserwartung wird die subjektive Gewissheit definiert, neue oder schwierige Anforderungssituationen anhand eigener Kompetenzen meistern zu können. In diesem Kontext ist von Aufgaben die Rede, die nicht durch Routine lösbar sind, sondern Aufgaben, die durch ihren Schwierigkeitsgrad Handlungsprozesse der Anstrengung und Ausdauer erfordern (Schwarzer & Jerusalem, 2002, S. 35). Die Selbstwirksamkeit bzw. das Phänomen der Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) ist im Forschungsfeld der kognitiven Psychologie angesiedelt. Die kognitive Psychologie befasst sich mit allen Prozessen, die mit dem menschlichen Denken zu tun haben (Hautzinger, 1994, S. 86, zitiert nach Egger, 2015, S. 44). Die Frage, wie es von einer Handlungsoption zu einer konkreten zielgerichteten Handlung kommt, wurde von Albert Bandura (1977) aufgegriffen. Sein Ansatz, die sozial kognitive Lerntheorie, wurde überaus erfolgreich. Er war der Erste, der die Selbstwirksamkeit als kognitive Quelle der Motivation, die zwischen Person und Handlung steht, benannt hat (Bandura, 1977, zitiert nach Egger, 2015, S. 45 44). In seinem Konzept geht er davon aus, dass kognitive, motivationale, emotionale und aktionale Prozesse anhand subjektiver Überzeugungen gesteuert werden. Zu den subjektiven Überzeugungen zählen die Handlungs-Ergebnis-Erwartung (Konsequenzerwartung) und die Selbstwirksamkeitserwartung (Kompetenzüberzeugung); (zitiert nach Schwarzer & Jerusalem, 2002, S. 35-36).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Textteil zu Aufgabe C1: In diesem Kapitel werden die verschiedenen Leistungsbereiche der medizinischen und beruflichen Rehabilitation erläutert, die dazu dienen, die Erwerbsfähigkeit zu sichern und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
2 Textteil zu Aufgabe C2: Dieser Abschnitt analysiert die subjektiven Theorien von „Gesundheit“ und „Krankheit“, die Menschen im Alltag bilden, und diskutiert deren Nutzen für die therapeutische Kommunikation in der Rehabilitation.
3 Textteil zu Aufgabe C3: Hier werden das psychologische Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura sowie dessen praktische Relevanz für die Bewegungsförderung bei kardiologischen Patienten dargelegt.
Schlüsselwörter
Rehabilitationspsychologie, Medizinische Rehabilitation, Teilhabe am Arbeitsleben, Subjektive Krankheitstheorien, Gesundheit, Selbstwirksamkeitserwartung, Bandura, Bewegungsforschung, Psychoedukation, Leistungsfähigkeit, Chronische Erkrankungen, Interventionsplanung, Compliance, Eigenverantwortung, Gesundheitsverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Ziel dieser Arbeit?
Die Arbeit beleuchtet die psychologischen Grundlagen der Rehabilitation, um zu zeigen, wie individuelle Theorien und die Überzeugung von der eigenen Handlungskompetenz den Rehabilitationserfolg beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den gesetzlichen Rehabilitationsleistungen, der Bedeutung laienhafter Krankheitsvorstellungen und der wissenschaftlichen Einbettung der Selbstwirksamkeitserwartung in die kardiologische Rehabilitation.
Welches Ziel verfolgt die Untersuchung der Selbstwirksamkeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Stärkung des Glaubens an die eigene Kompetenz (SWE) dazu beitragen kann, gesundheitsförderliches Verhalten trotz schwieriger Ausgangslagen dauerhaft zu etablieren.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer Theorien, Studien und Versorgungsmodelle im Bereich der Rehabilitationspsychologie.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Reha-Leistungen, die Analyse subjektiver Theorien über Gesundheit und Krankheit sowie eine detaillierte Erläuterung der Quellen der Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura.
Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?
Zentrale Begriffe sind neben der Rehabilitation selbst die Selbstwirksamkeitserwartung (SWE), subjektive Krankheitstheorien und die verschiedenen Ebenen der Teilhabe.
Warum ist das Verständnis subjektiver Krankheitstheorien für Therapeuten wichtig?
Weil das Verständnis der patienteneigenen Überzeugungen hilft, die Kommunikation zu verbessern, die Compliance zu erhöhen und die Therapie besser an die Bedürfnisse des Individuums anzupassen.
Wie spielt die „eigene Erfahrung“ bei der Selbstwirksamkeit hinein?
Die eigenen Erfahrungen gelten als die stärkste Quelle der SWE; positive und erfolgreiche Handlungsabläufe sind essenziell, um die Zuversicht in die eigene Leistungsfähigkeit nachhaltig zu stärken.
Warum ist die Stärke der SWE bei kardiologischen Patienten kritisch?
Die Studie zeigt, dass Patienten, die während einer Reha-Maßnahme die Teilnahme abbrechen oder durch negative Erfahrungen scheitern, oft eine Verschlechterung ihrer SWE erleiden, was weitere Heilungserfolge gefährdet.
Wie kann eine Bewegungsförderung laut Text erfolgreich gestartet werden?
Es wird empfohlen, mit geringer Intensität und leichter Schwierigkeit zu beginnen, um dem Patienten ein rasches Erfolgserlebnis zu ermöglichen, welches dann als Basis für komplexere Aufgaben dient.
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- Anonym (Author), 2020, Rehabilitationspsychologie. Leistungsarten und Gesundheits- und Krankheitskonzepte, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1271770