In diesem Portfolio sind "Übersetzungen" von Standardtexten in Leichte und Einfache Sprache zusammengestellt; zuvor werden beide Sprachkonzepte vorgestellt. Es handelt sich nicht um eine klassische Hausarbeit im Fließtextformat!
Wer Einfache oder gar Leichte Sprache mit Didaktik verbinden will, findet hier Anregungen. In der Mitte wird ein Fachaufsatz zu diesem Thema auf Folien vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1 – ConceptMap zu Leichter und Einfacher Sprache
Aufgabe 2 – Über die Regeln für Leichte Sprache
Inclusion Europe
Netzwerk Leichte Sprache
Aufgabe 3 – Übersetzung eines Klimawandeltextes in Leichte Sprache
Aufgabe 4 – Folien zu Schmellentin (Gestaltung von Verfassertexten)
Aufgabe 5 – Ergebnis der Gruppendiskussion bzgl. Einer Regeladaption
Aufgabe 6 – Übersetzung eines Schulbuchtextes in Einfache Sprache
Aufgabe 7 – Selbstgewählter Text in Einfache Sprache übersetzt
Zielsetzung & Themen
Das Portfolio dokumentiert die Auseinandersetzung mit den Konzepten Leichte und Einfache Sprache sowie deren didaktische Anwendung im Kontext historischer und politischer Bildung. Ziel ist die kritische Reflexion sprachdidaktischer Gestaltungsmöglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen.
- Regelwerke und Gütekriterien für Leichte sowie Einfache Sprache
- Übersetzungspraxis am Beispiel von Sachtexten und Schulbuchinhalten
- Kritische Analyse von Verfassertexten in Geschichtsschulbüchern
- Entwicklung von Strategien zur Förderung der Lesekompetenz im Fachunterricht
- Umgang mit Verschwörungstheorien in der Erwachsenenbildung
Auszug aus dem Buch
Gestaltung von Verfassertexten in Geschichtsschulbüchern. Desiderate, Möglichkeiten und Grenzen aus sprachdidaktischer Perspektive.
Trotz der fortschreitenden Digitalisierung bleibt die textbasierte Wissensvermittlung zentral. Lernende müssen bestimmte literale Voraussetzungen mitbringen; Lehrmittel müssen an Lernende angepasst werden (Prinzip: Passung). Insbesondere Geschichte ist ein „Lesefach“: wesentliche fachliche Kompetenzen verlangen Textverstehen; literale und historische Kompetenzen bedingen einander.
Es besteht eine Diskrepanz zwischen geforderter und vorhandener Lesekompetenz, die überwunden werden muss, aber wie? Sollen Texte an den Verstehenshorizont angepasst werden oder sollen Lernende in allen Fächern durch Spracharbeit und Sprachtraining gefördert werden?
Schulische Texte haben zwei Aufgaben: fachliches Wissen vermitteln und den Wissensstand der SuS aufgreifen. Sie müssen fach- und gegenstandsgerecht formuliert sein und den Aufbau einer fachspezifischen Literalität unterstützen. Texte dürfen nicht „ent-fachsprachlicht“ werden, da inhaltliche Komplexität auch sprachliche Komplexität bedeutet.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1 – ConceptMap zu Leichter und Einfacher Sprache: Darstellung der begrifflichen Abgrenzungen und funktionalen Unterschiede zwischen Leichter und Einfacher Sprache.
Aufgabe 2 – Über die Regeln für Leichte Sprache: Kritische Evaluation der Regelwerke von Inclusion Europe und dem Netzwerk Leichte Sprache hinsichtlich Praxistauglichkeit und Zielgruppenorientierung.
Aufgabe 3 – Übersetzung eines Klimawandeltextes in Leichte Sprache: Praktische Anwendung der Regeln zur Vereinfachung eines wissenschaftlichen Informationstextes über den Klimawandel.
Aufgabe 4 – Folien zu Schmellentin (Gestaltung von Verfassertexten): Theoretische Auseinandersetzung mit den sprachdidaktischen Anforderungen an historische Verfassertexte in Schulbüchern.
Aufgabe 5 – Ergebnis der Gruppendiskussion bzgl. Einer Regeladaption: Synthese einer Gruppendiskussion zur Anpassung bzw. Flexibilisierung strenger Regeln der Leichten Sprache.
Aufgabe 6 – Übersetzung eines Schulbuchtextes in Einfache Sprache: Vergleich und Übersetzung eines historischen Textes über Konzentrationslager in Einfache Sprache zur Erhöhung der Verständlichkeit.
Aufgabe 7 – Selbstgewählter Text in Einfache Sprache übersetzt: Anwendung der Prinzipien der Einfachen Sprache auf das aktuelle Thema Verschwörungstheorien im Projekt TEACH.
Schlüsselwörter
Leichte Sprache, Einfache Sprache, Geschichtsdidaktik, Lesekompetenz, Verfassertexte, Sprachdidaktik, Barrierefreiheit, Historisches Lernen, Verschwörungstheorien, Textverständnis, Schulbuchentwicklung, Fachsprache, Textkohärenz, Zielgruppenorientierung, Politische Bildung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das übergeordnete Ziel des Portfolios?
Das Portfolio zielt darauf ab, die Eignung und Anwendung von Leichter und Einfacher Sprache in verschiedenen Bildungskontexten zu untersuchen und deren didaktischen Mehrwert kritisch zu hinterfragen.
Welche zentrale Rolle spielt die Lesekompetenz in diesem Dokument?
Historische Bildung wird als „Lesefach“ definiert, bei dem der Umgang mit fachsprachlicen Texten entscheidend für den historisch-kognitiven Erkenntnisgewinn ist.
Was zeichnet eine gelungene Textgestaltung in Geschichtsschulbüchern laut der Arbeit aus?
Eine gelungene Gestaltung wahrt die fachliche Komplexität und den Gegenstandsbezug, während sie gleichzeitig die literalen Voraussetzungen der Lernenden berücksichtigt.
Welche Rolle spielt die Vereinfachung von Quellentexten?
Die Arbeit diskutiert, inwiefern eine sprachliche Vereinfachung unter Beibehaltung des Originals möglich ist, um auch leseschwachen Lernenden Zugang zu historischen Quellen zu ermöglichen.
Wie wird das Verhältnis von inhaltlicher und sprachlicher Komplexität bewertet?
Die Arbeit warnt vor einer vollständigen Entfachsprachlichung, da inhaltliche Komplexität untrennbar mit einer entsprechenden sprachlichen Komplexität verknüpft bleibt.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Es wird eine Kombination aus Textanalysen, kritischen Regelfeinsichtungen und dem praktischen Transfer von Fachtexten in Leichte bzw. Einfache Sprache angewandt.
Wie geht das Beispiel TEACH mit komplexen politischen Inhalten um?
Das Projekt TEACH zeigt, wie komplexe Themen wie Verschwörungstheorien durch strukturierte didaktische Module und aufbereitete Materialien für die Erwachsenenbildung zugänglich gemacht werden können.
Warum ist die Analyse von Verschwörungstheorien im Portfolio relevant?
Die Auseinandersetzung damit dient als praktisches Beispiel, wie man über die Spracheingriffe hinaus auch eine kritische Reflexionskompetenz zu gesellschaftlich relevanten Themen aufbauen kann.
- Arbeit zitieren
- Jonas Daniel Gehring (Autor:in), 2022, Leichte und Einfache Sprache im Geschichtsunterricht. Regeln für die Sprachkonzepte und Beispiele, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1268725