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Raskolnikows Mord in Dostojewskis "Schuld und Sühne". Ein Wandel vom scheinbar "Guten" zum vermeintlich "Bösen"?

Titel: Raskolnikows Mord in Dostojewskis "Schuld und Sühne". Ein Wandel vom scheinbar "Guten" zum vermeintlich "Bösen"?

Facharbeit (Schule) , 2021 , 18 Seiten , Note: 15

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die fesselnde Kriminalhandlung sowie die psychologische Komplexität der Charaktere machen Dostojewskis "Schuld und Sühne" zu einem Glanzlicht realistischer Erzählkunst. Was treibt jemanden wie Raskolnikow dazu, kaltblütig zu morden und hinzu seine Tat gewissenlos zu rechtfertigen? Ist sein anschließend geistiger Verfall die einzige menschliche Reaktion im Anbetracht seiner Bluttat? Dostojewski porträtiert das Mordmotiv in seiner Vielschichtigkeit und fordert den Leser heraus, sein moralisches Urteil zu hinterfragen. Die Empathie, die ich dabei für den Protagonisten zu empfinden imstande war, beunruhigte mich, machte mich letztlich gar zum Komplizen. Wie kann es sein, dass eine scheinbar ordinäre Person zum Mörder mutiert? Um dieser Konsternierung nachzugehen, beschloss ich, in der vorliegenden Seminararbeit genau diesen Wandel des scheinbar „Guten“ zum vermeintlich „Bösen“ in Anlehnung an Dostojewskis "Schuld und Sühne" zu untersuchen. Hierbei ist mein Ziel, die Grenzen des Gut-Böse-Konstruktes spezifisch hinsichtlich des Mordes in der Kriminalliteratur zu ergründen und mich somit auf die kritische Seite der Empathie zu begeben. Aufgrund der kritischen Thematik, werden psychologische, biologische, ethisch-moralische und gesellschaftliche Gesichtspunkte stets in Wechselwirkung zueinander analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Polarisierung von Gut und Böse

2.1 Das Konzept von „Gut“ und „Böse“ in der Psychologie

2.1.1 Definitionsansätze des „Bösen“ und des „Guten“

2.2 Dostojewskis Auffassung des „Bösen“

3 Auswirkung ideologischer Konzepte auf Raskolnikows Tat

3.1 Das Verbrechen unter ethisch-moralischer Betrachtung

3.2 Das Paradox des Helden im gesellschaftlichen Kontext

4 Raskolnikows Täterprofil als Spiegel der menschlichen Psyche

4.1 Die Allgegenwart von Mordfantasien

4.2 Raskolnikows Mordfantasien

4.3 Die Metamorphose zum „Bösen“ aus neurowissenschaftlicher Sicht

5 Reflexion: Die Macht der Worte

6 Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel vom scheinbar „Guten“ zum „Bösen“ am Beispiel von Raskolnikow in Fjodor Dostojewskis Roman „Schuld und Sühne“. Ziel ist es, die Grenzen des Gut-Böse-Konstruktes im Kontext von Mord in der Kriminalliteratur zu ergründen und die psychologischen, biologischen sowie gesellschaftlichen Motive des Protagonisten durch die Analyse seiner Ideologie und Handlungen zu entschlüsseln.

  • Analyse des Dualismus von Gut und Böse in der Psychologie und bei Dostojewski
  • Untersuchung utilitaristischer und nihilistischer Ideologien als Mordmotive
  • Betrachtung von Raskolnikows Selbstbild und seinem Wunsch nach Heldenstatus
  • Psychologische und neurowissenschaftliche Einordnung von Gewalt und Täterprofilen
  • Diskussion über Deindividuation und Dehumanisierung als Mechanismen menschlicher Grausamkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Verbrechen unter ethisch-moralischer Betrachtung

Der Autor gestattet Raskolnikow das erlaubte Verbrechen; einen Mord, begangen zwar mit Tötungsabsicht, aber mit moralischer Rechtfertigung. Um jedoch den Mord begehen zu können, muss der Verbrecher zunächst sein verkümmertes Gemeinschaftsgefühl (vgl. Dostojewski, 2019, S. 79) erst erschöpfen. Dieses hebelt er aus, indem er sich vormacht, wie viel Gutes er mit dem Geld der wucherischen Pfandleiherin, das eh nur in einer Truhe bewahrt wird, vollbringen könnte: Seine Schwester Awdotja wäre von der Notwendigkeit einer lieblosen Ehe befreit und er selbst könnte sein Jurastudium beenden, um mit der Bildung auf großer Skala Gutes in der Gesellschaft zu bewirken. (vgl. Dostojewski, S. 604f.)

Aber reicht denn da nicht ein Raubüberfall aus? In einer Kneipe wird Raskolnikow Zeuge folgender Worte eines Studenten: [E]in dummes, verdrehtes, wertloses, boshaftes, krankes, altes Weib, das niemandem nützt, sondern im Gegenteil allen Leuten nur schadet [.][…]Auf der anderen Seite stehen junge, frische Kräfte, die, ohne der Welt nutzen zu können, zugrunde gehen, weil sie keine Unterstützung finden[.][…]Hundert, tausend gute Taten und Unternehmungen könnte man für das Geld der Alten […] ausführen und befördern. […] Was meinst du, wird dann nicht ein einziges kleines Verbrechen durch Tausende von guten Taten aufgewogen?[…] Ja, und was bedeutet auf der großen Weltwaage das Leben dieses schwindsüchtigen, dummen, boshaften alten Weibes?( Dostojewski, 2019, S.99f.)

Das veranschaulicht das Grundkonstrukt einer utilitaristischen Ideologie, die in diesem Kontext meint, dass ein Mord moralisch zu rechtfertigen ist, weil dessen Auswirkung schließlich dem höheren Zweck der Gerechtigkeit und dem Gemeinwohl aller dienen würde. Dostojewski kritisiert diese Doktrin, die von vielen zeitgenössischen Intellektuellen seiner Zeit vertreten wurde (vgl. Dostojewski, 1997, S. 731).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Mordmotivs bei Raskolnikow ein und legt das Ziel der Arbeit fest, psychologische, ethische und gesellschaftliche Aspekte des „Bösen“ zu untersuchen.

2 Die Polarisierung von Gut und Böse: Dieses Kapitel erläutert psychologische Definitionen von Gut und Böse sowie Dostojewskis spezifische Herangehensweise an die Thematik im Roman.

3 Auswirkung ideologischer Konzepte auf Raskolnikows Tat: Es wird analysiert, wie Raskolnikow sein Verbrechen durch utilitaristische Ideologien rechtfertigt und in welcher Beziehung sein Täterbild zum gesellschaftlichen Kontext steht.

4 Raskolnikows Täterprofil als Spiegel der menschlichen Psyche: Das Kapitel betrachtet die Natur von Mordfantasien, Raskolnikows individuelle psychische Verfassung und die neurowissenschaftliche Sicht auf seine Tat.

5 Reflexion: Die Macht der Worte: Eine Reflexion über die Gefahr der Dehumanisierung durch Sprache und gesellschaftliche Kategorisierung.

6 Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz über das komplexe Zusammenspiel von menschlicher Fehlbarkeit und dem Potenzial zum Bösen.

Schlüsselwörter

Schuld und Sühne, Raskolnikow, Dostojewski, Mordmotiv, Gut und Böse, Psychologie, Kriminalliteratur, Utilitarismus, Nihilismus, Dehumanisierung, Deindividuation, Moral, Menschenbild, Neurobiologie, Sozialpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die psychologischen und ideologischen Hintergründe der Doppelmörder-Figur Raskolnikow aus Dostojewskis Roman „Schuld und Sühne“, um den Wandel eines Menschen zum „Bösen“ zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Gut und Böse, die philosophische und moralische Rechtfertigung von Gewalt, die Rolle des sozialen Umfelds sowie psychologische Mechanismen wie Dehumanisierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Grenzen des Gut-Böse-Konstruktes im Kontext der Kriminalliteratur zu ergründen und die Beweggründe für Raskolnikows Tat über eine rein eindimensionale moralische Bewertung hinaus zu differenzieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine interdisziplinäre Analyse, die psychologische, biologische, ethisch-moralische und soziologische Gesichtspunkte in Wechselwirkung zueinander betrachtet.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Raskolnikows Ideologie, der utilitaristischen Rechtfertigung seines Mordes, seinem Selbstbild als vermeintlicher Übermensch und der neurowissenschaftlichen Interpretation seiner Täterpsyche.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Schuld und Sühne, Raskolnikow, Moral, Dehumanisierung, Utilitarismus und das menschliche Potenzial zur Grenzüberschreitung.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen dem „gewöhnlichen“ Menschen und dem „Übermenschen“ für Raskolnikow eine solche Rolle?

Raskolnikow möchte sich durch sein Vorhaben von der Masse abheben und seine individuelle Bedeutung beweisen, um seiner inneren Ohnmacht und dem Gefühl ein Niemand zu sein zu entfliehen.

Inwiefern beeinflussen Träume Raskolnikows Handeln?

Seine Träume dienen als Simulation der Realität und konfrontieren ihn mit der Natur seiner Fantasien, wodurch sie eine entscheidende Rolle in seiner Entscheidungsspirale und der Vorbereitung auf die Tat spielen.

Spielt Raskolnikows soziales Milieu eine tragende Rolle bei seiner Tat?

Ja, sein Leben in bitterer Armut und das empfundene Unrecht der Gesellschaft bilden den Nährboden für seine Frustration und Ideologie, was ihn dazu treibt, Kontrolle durch den Mord zu erzwingen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Raskolnikows Mord in Dostojewskis "Schuld und Sühne". Ein Wandel vom scheinbar "Guten" zum vermeintlich "Bösen"?
Note
15
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1268323
ISBN (eBook)
9783346712875
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dostojewski Schuld und Sühne Verbrechen und Strafe Raskolnikow Mord Kriminalliteratur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Raskolnikows Mord in Dostojewskis "Schuld und Sühne". Ein Wandel vom scheinbar "Guten" zum vermeintlich "Bösen"?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1268323
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Leseprobe aus  18  Seiten
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