Diese Arbeit fokussiert sich ausschließlich auf das (kunden)nutzenbasierte Preismodell und die Fragebogenerstellung zur Ermittlung der Zahlungsbereitschaft für das digitale Produkt. Die Untersuchung wird in Rahmen dieser Arbeit nicht durchgeführt.
Die GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, ihr bisheriges (physisches) Produktangebot um ein digitales Produkt zu erweitern. Das Unternehmen möchte den, durch die Pandemie im Jahr 2020, entstandenen Aufschwung und die Weiterentwicklung der Digitalisierung aktiv mitgestalten. Dazu wurde bereits ein E-Commerce-Shop für ihre Heimtrainer und ihr Trainingszubehör um-gesetzt. Der Digitalbereich des Unternehmens soll nun in diesem Jahr mit einem innovativen Geschäftsmodell und mithilfe einer Applikations-Anwendung weiterentwickelt werden. Im Moment stellt sich das Management die Frage, wie hoch die Zahlungsbereitschaft der Kunden für ein digitales Produkt wäre. Die geplante Entwicklung einer Fitness-Applikation soll sich vor allem durch die Vielfalt an Kursen und Gesundheitsangeboten und einem professionellem Trainer-/Coaching-Netzwerk von der Konkurrenz abheben und am Markt ein einzigartiges An-gebot schaffen. Dabei stehen On-Demand-Videos, Live-Sessions und eine Chat-Funktion im Mittelpunkt, wodurch die Nutzer das Gefühl bekommen sollen, in einem Fitnessstudio oder Kurs vor Ort zu sein und beispielsweise mit den Trainern und Coaches direkt in Kontakt treten zu können. Das Ziel der App ist es außerdem, für alle Kundengruppen, unabhängig von ihrem Alter und ihrer Lebenssituation, einen Mehrwert zu schaffen und den allgemeinen Gesundheitszustand sowie das Wohlbefinden der App-Nutzer zu steigern. Dabei soll eine ortsunabhängige und freie Gerätewahl der App dazu führen, dass es in jeder Lebenssituation eine Möglichkeit gibt, die Anwendungen durchzuführen. Es ist für die App ein sehr umfangreiches und aufwendiges Konzept geplant und da zusätzliche externe Ressourcen für die Entwicklung entscheidend sind, muss die GmbH einen Eindruck über die tatsächliche Zahlungsbereitschaft ihrer Kunden für die App erhalten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ausgangslage
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Digitalisierung und Internetökonomie
2.1 Eigenschaften materieller und digitaler Güter
2.2 Kosten- und Preisstrukturen von digitalen Gütern
2.3 Kostenbasierte Preisbildung vs. (Kunden)nutzenbasierte Preisbildung
2.3.1 (Kunden)nutzenbasierte Zahlungsbereitschaft
2.3.2 Einflussfaktoren des Kundennutzens - Kundenwerttreiber
2.3.3 Instrumente zur Erhebung von Zahlungsbereitschaften
2.4 Ableitung der Forschungsfrage
3 Methodischer Teil
3.1 Vorstellung der Organisation und Problemstellung
3.2 Operationalisierung
3.3 Auswahl des Messinstruments
3.4 Umsetzung der Online-Befragung
4 Kurzdarstellung des Messinstruments
5 Kritische Würdigung des Messinstruments
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie eine nutzenbasierte Preisstrategie für eine neue Fitness-App der Home-Bikes GmbH entwickelt werden kann, indem sie die Zahlungsbereitschaft potenzieller Kunden in Abhängigkeit vom wahrgenommenen Kundennutzen empirisch beleuchtet.
- Digitalisierung und Internetökonomie
- Kostenbasis vs. Kundennutzen
- Zahlungsbereitschaft für digitale Produkte
- Methodik der Online-Befragung
- Einflussfaktoren und Bewertungskriterien
Auszug aus dem Buch
2.3.1 (Kunden)nutzenbasierte Zahlungsbereitschaft
Die Grundannahme des (Kunden)nutzenbasierten Preismodells basiert darauf, dass der Preis nicht abhängig von den Anforderungen des IT-Anbieters ist, sondern durch die Wertanforderung des Kunden bestimmt wird. „Buyers make judgements about benefits and prices, and choose those products and services that maximize their perceived value. The goal of value-based pricing is to enable long-term profits by capturing more value.” (ebd. S. 2) Dieser Ansatz basiert auf der Annahme, dass Kunden durch Produkt- und Dienstleistungsangebote einen Leistungsvorteil wahrnehmen und anhand dieser Bewertung eine definierte Bereitschaft haben, einen bestimmten Preis zu zahlen. Diese Preisbereitschaft muss ermittelt werden, um eine optimale Preisbildung vorzunehmen. Dabei gilt es jedoch, verschiedene Aspekte des Wertes aus Kundensicht in den Fokus zu rücken.
Für die digitale Branche ist ein beliebtes nutzungsunabhängiges Preismodell die Flatrate (Pauschaltarif). Dabei entrichten die Nutzer einen Einheitspreis und können das Produkt oder die Dienstleistung so oft in Anspruch nehmen, wie sie möchten. Die Bemessungsgrundlage des Flatrate Preismodells unterliegt den Varianten „Preis pro Produkt“ oder „Preis pro Service“ (z.B. für Streaming-Plattformen wie Spotify oder Netflix). Für den Kunden hat dieses Preismodell den Vorteil, dass der Durchschnittspreis pro Einheit mit der Zunahme der Nutzung sinkt. Außerdem ist ein Vorteil dieses Preismodell auf Anbieterseite, dass die Möglichkeit der unbegrenzten Nutzung des digitalen Guts eher zu einer höheren Zahlungsbereitschaft der Kunden führt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Problemstellung der GmbH ein, die durch ein neues, digitales Fitness-Produkt ihr Portfolio erweitern möchte und dazu die Zahlungsbereitschaft ihrer Kunden eruieren muss.
2 Digitalisierung und Internetökonomie: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten digitaler Güter sowie theoretische Ansätze zur nutzenbasierten Preisbildung und leitet daraus die Forschungsfrage der Arbeit ab.
3 Methodischer Teil: Es wird das methodische Vorgehen zur Untersuchung der Zahlungsbereitschaft erläutert, angefangen bei der Unternehmensvorstellung bis hin zur Operationalisierung der Einflussfaktoren und der Wahl der Online-Befragung.
4 Kurzdarstellung des Messinstruments: Der Aufbau der Online-Befragung, inklusive der Strukturierung der Fragen in Themenblöcke und der Gestaltung der Antwortskalen zur Validierung, wird hier präzisiert.
5 Kritische Würdigung des Messinstruments: Dieses Kapitel hinterfragt methodisch kritisch die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität der gewählten Online-Befragung zur Ermittlung der Zahlungsbereitschaft.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird die Bedeutung des Kundennutzens für die Preisstrategie betont und Empfehlungen für das Management zur langfristigen Kundenbindung mittels kontinuierlicher Analysedaten gegeben.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Internetökonomie, Zahlungsbereitschaft, Kundennutzen, Preismodell, Fitness-App, Online-Befragung, Preisstrategie, Marketing, digitale Güter, Kundenwerttreiber, Operationalisierung, Dienstleistung, Validität, Reliabilität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung einer nutzenbasierten Preisstrategie für eine neue, digitale Fitness-Anwendung, mit der ein Unternehmen seine Kundenbasis erweitern möchte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verknüpft Themen der Internetökonomie mit spezifischen Ansätzen zur Preisbildung, Methoden der empirischen Marktforschung sowie der Analyse von Kundennutzen und Zahlungsbereitschaft.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch die Ermittlung der Zahlungsbereitschaft der Kunden mittels einer Online-Umfrage dem Management Basisdaten für die strategische Preisentwicklung bereitzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine quantitative Forschungsmethode in Form einer strukturierten Online-Befragung eingesetzt, um kausalanalytische Zusammenhänge zwischen Kundennutzen und Zahlungsbereitschaft zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu digitalen Märkten, die methodische Operationalisierung der konstruierten Variablen und eine kritische Reflexion des gewählten Messinstruments.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind unter anderem Digitalisierung, Zahlungsbereitschaft, Kundennutzen, Online-Befragung, Preismodell und digitale Güter.
Warum wurde gerade eine Online-Befragung als Methode gewählt?
Die Online-Befragung wurde aufgrund ihrer Kosteneffizienz, der orts- und zeitunabhängigen Durchführbarkeit sowie der Möglichkeit, direkt die gewünschte digitale Nutzerzielgruppe zu erreichen, als vorteilhaft erachtet.
Welche Limitationen sieht der Autor bei der Untersuchung?
Der Autor weist darauf hin, dass eine hypothetische Abfrage der Zahlungsbereitschaft ohne ein konkretes Produkt-Mock-Up nur begrenzt valide Ergebnisse liefert und schlägt zur Verbesserung weiterführende Befragungen vor.
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- Anonym (Author), 2021, Wirtschaften in der digitalen Ökonomie. Ermittlung der nutzenbasierten Zahlungsbereitschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1267785