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Der fünfte Weg. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem teleologischen Gottesbeweis des Thomas von Aquin

Title: Der fünfte Weg. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem teleologischen Gottesbeweis des Thomas von Aquin

Seminar Paper , 2022 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan Caspers (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

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Summary Excerpt Details

Gottesbeweise beziehungsweise Argumente für die Existenz Gottes sind seit der Antike ein Phänomen der westlichen Philosophie. Zu unterscheiden sind erfahrungsunabhängige (auch ontologische) Gottesbeweise und erfahrungsabhängige Argumente, die aus der Beobachtung der Wirklichkeit abgeleitet sind: kosmologische und teleologische Gottesbeweise. Nachdem teleologische Gottesbeweise im neunzehnten Jahrhundert vermehrt als vergebliches Unterfangen betrachtet wurden, werden sie heutzutage als die erfolgreichsten Argumente für die Existenz Gottes gehandelt.

In einem seiner Hauptwerke, der "Summa theologiae", formuliert der italienische Philosoph und Theologe Thomas von Aquin einen solchen teleologischen Gottesbeweis. Dieses Argument ist auch bekannt als der fünfte Weg, da es im Zusammenhang mit vier weiteren Argumenten für die Existenz Gottes vorgestellt wird. Im Folgenden soll untersucht werden, ob Thomas‘ teleologischer Gottesbeweis aus moderner Perspektive ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes abgibt.

Dazu werden im ersten Schritt verschiedene Varianten des teleologischen Gottesbeweises sowie deren historische Entwicklung vorgestellt, um aufzuzeigen, welche Kriterien ein überzeugender Beweis dieser Gattung erfüllen sollte. Anschließend wird Thomas‘ Argumentation für die Existenz Gottes im Rahmen der sogenannten fünf Wege mit Schwerpunkt auf dem fünften Weg rekonstruiert, um diesen dann zu den im ersten Teil dargestellten Varianten zu positionieren. Ziel dieser Einordnung ist es, aufzuzeigen, dass Thomas‘ Argument tatsächlich die Kriterien eines überzeugenden teleologischen Gottesbeweises erfüllt. Im vierten Abschnitt werden verschiedene Einwände präsentiert, die sich gegen den fünften Weg einbringen lassen. Zwei Einwände, die sich unmittelbar auf Prämissen und Konklusion beziehen, werden dabei kritisch diskutiert, um sie auf ihre Rechtfertigung hin zu prüfen. Abschließend wird in einem zusammenfassenden Überblick gezeigt, ob Thomas‘ teleologischer Gottesbeweis aus heutiger Sicht ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Teleologische Argumente für die Existenz Gottes

2.1 Varianten des teleologischen Gottesbeweises

2.2 Zur historischen Entwicklung des teleologischen Gottesbeweises

3. Thomas‘ teleologisches Argument für die Existenz Gottes

3.1 Die fünf Wege

3.2 Der fünfte Weg

3.3 Eine Einordnung des fünften Weges

4. Einwände gegen den fünften Weg

4.1 Vorbemerkungen

4.2 Zur Zwecktätigkeit in der Natur (P1)

4.3 Zur Gleichsetzung des Planers mit dem christlichen Gott (K2)

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob Thomas von Aquins teleologischer Gottesbeweis, bekannt als der fünfte Weg, aus moderner philosophischer Perspektive als überzeugendes Argument für die Existenz Gottes bestehen kann. Dabei wird die Argumentation rekonstruiert, in den Kontext teleologischer Beweise eingeordnet und durch die Analyse zentraler Einwände kritisch hinterfragt.

  • Historische Entwicklung teleologischer Gottesbeweise
  • Rekonstruktion des fünften Weges nach Thomas von Aquin
  • Klassifizierung als Schluss auf die beste Erklärung
  • Kritische Diskussion der Prämissen und Konklusion
  • Vereinbarkeit des Arguments mit modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen

Auszug aus dem Buch

3.2 Der fünfte Weg

„(a) Wir sehen […], daß einige (Dinge), die des Denkens entbehren, nämlich die natürlichen Körper(dinge) [corpora naturalia; J.C.], wegen eines Zieles […] tätig sind: was daraus deutlich wird, daß sie immer oder meistens auf dieselbe Weise tätig sind, um das zu erreichen, was (jeweils) das Beste ist. (b) Diejenigen (Dinge) aber, die kein Denken haben, streben nicht zu ihrem Ziel, außer weil sie geleitet sind von einem Denkenden und vernünftig Erkennenden, wie der Pfeil vom Bogenschützen geleitet wird. (c) Also gibt es etwas vernünftig Erkennendes, von dem alle Naturdinge auf ein Ziel hin geordnet werden. Und dies nennen wir Gott.“

Die Beobachtung, von der dieser Weg ausgeht, ist die, dass sich in der Natur viele Prozesse immer wieder auf die gleiche Weise ereignen und zum gleichen Ergebnis führen. Diese gleichförmigen Ereignisse deuten für Thomas auf ein Ziel hin, auf das sie ausgerichtet sind; reiner Zufall scheint für ihn keine Möglichkeit zu sein. Da Thomas sich auf natürliche Körper ohne die Fähigkeit zu denken bezieht, schließt er aus, dass diese selbsttätig nach einem Ziel streben. Folglich müssen sie von einem vernünftigen Wesen zielgerichtet gestaltet sein. Dieses Wesen setzt Thomas schlussendlich mit Gott gleich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Gottesbeweise ein und definiert das Ziel der Arbeit, den fünften Weg des Thomas von Aquin kritisch zu hinterfragen.

2. Teleologische Argumente für die Existenz Gottes: Hier werden verschiedene Formen teleologischer Beweise sowie deren historische Entwicklung und moderne Relevanz dargelegt.

3. Thomas‘ teleologisches Argument für die Existenz Gottes: Dieses Kapitel rekonstruiert die fünf Wege des Thomas und konzentriert sich detailliert auf die Struktur und Einordnung des fünften Weges.

4. Einwände gegen den fünften Weg: Es werden zentrale philosophische Einwände gegen die Prämissen und die Identitätsaussage des Arguments präsentiert und diskutiert.

5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass der fünfte Weg zwar philosophisch interessant bleibt, jedoch an den eigenen Ansprüchen einer zwingenden Konklusion zur Existenz des christlichen Gottes scheitert.

Schlüsselwörter

Thomas von Aquin, fünfter Weg, Gottesbeweis, Teleologie, Design Argument, natürliche Körper, Zweckgerichtetheit, Schluss auf die beste Erklärung, Kausalität, christlicher Gott, Weltordnung, Evolutionstheorie, Intelligent Design, Religionsphilosophie, analytische Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Auseinandersetzung des teleologischen Gottesbeweises, den Thomas von Aquin als „fünften Weg“ in seinem Werk Summa theologiae formuliert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung teleologischer Argumente, die Struktur des fünften Weges und die Auseinandersetzung mit philosophischer Kritik an diesem Beweisgang.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob Thomas von Aquins Argument aus heutiger Sicht ein überzeugendes Argument für die Existenz Gottes darstellt und ob es den logischen Anforderungen eines „Schlusses auf die beste Erklärung“ genügt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philosophisch-analytische Methode angewandt, die auf der Analyse von Originaltexten, deren logischer Rekonstruktion mittels Prämissen und Konklusionen sowie dem Vergleich mit moderner Kritik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung teleologischer Argumente, die detaillierte Analyse des fünften Weges und die kritische Behandlung prominenter Einwände gegen die Zwecktätigkeit in der Natur und die Gleichsetzung des Schöpfers mit dem christlichen Gott.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich insbesondere auf Termini wie „teleologische Argumente“, „Zweckgerichtetheit“, „Schema des Schlusses auf die beste Erklärung“ und die „Kritik an der Identitätsaussage“.

Warum hält Thomas von Aquin den Weg für überzeugend?

Für Thomas ist Gott die beste und einzig plausible Erklärung für die beobachtbare Zweckmäßigkeit und gleichförmige Ordnung natürlicher Abläufe, da diese ohne ein intelligentes Wesen zufällig erscheinen würden.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Evolutionstheorie in Bezug auf den fünften Weg?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass evolutionäre Prozesse, sofern sie als Teil einer universalen Teleologie betrachtet werden, nicht zwingend im Widerspruch zu Thomas‘ Argument stehen müssen, da Evolution lediglich einen Aspekt der Naturordnung beschreibt.

Warum wird die Konklusion des Arguments als „zu stark“ kritisiert?

Kritiker führen an, dass Thomas von der beobachteten Zweckmäßigkeit zwar auf eine ordnende Ursache schließen mag, dies jedoch nicht zwangsläufig die Identifizierung dieser Ursache mit dem spezifischen christlichen Gott erlaubt.

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Details

Title
Der fünfte Weg. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem teleologischen Gottesbeweis des Thomas von Aquin
College
University of Münster  (Philosophisches Seminar der Universität Münster)
Course
Gottesbeweise
Grade
1,0
Author
Jan Caspers (Author)
Publication Year
2022
Pages
21
Catalog Number
V1266272
ISBN (eBook)
9783346705020
ISBN (Book)
9783346705037
Language
German
Tags
Thomas Thomas von Aquin Teleologie Gottesbeweis Fünf Wege Fünfter Weg Teleologisch Argument from design Religionsphilosophie quinque viae
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Caspers (Author), 2022, Der fünfte Weg. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem teleologischen Gottesbeweis des Thomas von Aquin, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1266272
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