Diese Arbeit untersucht die Marktchancen von FlixBus. Anhand des Segments im Markt für Personenverkehr wird aufgezeigt, wie das Unternehmen FlixBus sich im Markt für Fernbusreisen etabliert hat. Dies wird dadurch gestützt, dass die Geschichte des Personenbeförderungsgesetzes aufgeführt wird und wie verschiedene Unternehmen, welche später von FlixBus akquiriert wurden, diesen Markt ausgebaut und bedient haben. Weiter wird auch darauf ein- gegangen, wie sich FlixBus durch Markenbekanntheit und Qualität bei der Buchung und der Fahrt als Marktführer durchgesetzt hat und welche Preiselastizität in der Nachfrage für Fahrscheine vorherrscht und wie diese die Erlöse beeinflusst. Zum Schluss wird diskutiert, wie die Bundesregierung von Deutschland bei einer Monopolbildung reagiert und wie sich diese Situation auf europäischer Ebene verhält.
Inhaltsverzeichnis
1. Definition Monopol
2. Fernbusverkehr
3. Marktanteile im Markt der Fernbusreisen
4. Gründe für die Marktmacht
5. Qualität, Preis und Menge von Fernbusreisen
6. Preiselastizität der Nachfrage von Fahrscheinen im Fernbusverkehr
7. Einfluss der Preiselastizität der Nachfrage auf Entscheidungen in Bezug auf die Erlöse
8. Reaktion des Staates
8.1. Reaktion der Bundesregierung
8.2. Reaktion der Europäischen Union
9. Zusammenfassung
10. Fazit
11. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die marktbeherrschende Stellung von FlixBus im deutschen Fernbusmarkt und analysiert, inwieweit das Unternehmen die Kriterien eines Monopols erfüllt. Dabei wird insbesondere auf die wettbewerbsrechtliche Situation und mögliche Reaktionen staatlicher Institutionen eingegangen.
- Marktstruktur und Entwicklung des Fernbusverkehrs in Deutschland
- Analyse der Marktmacht und Wettbewerbsposition von FlixBus
- Einfluss der Preiselastizität auf die Erlösgestaltung
- Wirkung staatlicher Regulierungsmechanismen und Kartellprüfung
Auszug aus dem Buch
Qualität, Preis und Menge von Fernbusreisen
FlixBus hat zu Beginn keine eigenen Busse betrieben, dafür diese von Busunternehmen gemietet und den Anstrich mit eigenem Logo versehen. So vermittelt das Unternehmen bestehende Transportunternehmen an Kunden und vermarktet eine Erfahrung, welche auf allen betriebenen Strecken wiedererkennbar ist. Für Endkunden hat FlixBus dafür gesorgt, dass die Fahrscheine sowohl am Schalter eines Zentralen Omnibusbahnhofes einer Abfahrtsstation erworben werden können, wie auch über die Website und die Applikation für mobile Endgeräte von FlixBus. Dies ermöglicht es Kunden, Fahrpläne einzusehen und individuelle Reisen je nach Bedarf zu planen und bargeldlos, wie auch papierlos einen Fahrschein zu erwerben. Bei Fahrtantritt kann entweder ein Ausdruck des Fahrscheins verwendet werden, um in den Bus einzusteigen, oder der QR-Code auf einem Smartphone. Während der Fahrt hat jede Sitzbank eine 230 V Steckdose und jeder Reisende die Möglichkeit, das WLAN des Omnibusses zu nutzen. Verpflegung wie auch ein WC gibt es auch an Bord.
Nach dem Erfolg dieses Konzepts hat auch die Deutsche Bahn dafür gesorgt, dass jeder ICE ein WLAN hat, um Reisenden einen höheren Komfort zu gewährleisten. Auch, wenn die DB Sparpreise ab 14,90 €, beziehungsweise 29,90 € anbietet, sind diese in der Menge begrenzt. Mitfahrgelegenheiten bieten zwar meist eine kostengünstige Alternative, sind jedoch zeitlich an den Fahrer gebunden und bieten nicht den gleichen Komfort wie ein Fernbus mit entsprechender Ausstattung. Zwar gibt es innerhalb des Marktes für Personenverkehr auch Fluggesellschaften, welche Preise für Verbindungen zwischen Großstädten anbieten, jedoch bestehen diese Verbindungen nicht zu allen Städten und benötigen mehr zeitliche Planung für einen Reisenden aufgrund von Check-In, Sicherheitsprüfung und Boarding des Flugzeuges. Mittlerweile geht auch die Deutsche Bahn auf den meisten Strecken auf die Nachfrage von Ladegeräten und Internetverbindung ein. Dennoch bleibt das Konzept des Angebots für die Zielgruppe junger Menschen attraktiver.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition Monopol: Erläutert die theoretischen Grundlagen eines marktbeherrschenden Unternehmens und die ökonomischen Auswirkungen wie Wohlfahrtsverluste.
2. Fernbusverkehr: Beschreibt die historische Entwicklung und Liberalisierung des Marktes für Fernbuslinien in Deutschland nach der Novelle des PBefG.
3. Marktanteile im Markt der Fernbusreisen: Analysiert das Wachstum von FlixBus und dessen Etablierung zum Marktführer mit einem dominanten Marktanteil.
4. Gründe für die Marktmacht: Identifiziert Faktoren wie technologische Innovationen und Akquisitionen als Treiber für die starke Marktposition.
5. Qualität, Preis und Menge von Fernbusreisen: Beleuchtet das Geschäftsmodell von FlixBus hinsichtlich Servicequalität, Digitalisierung und Preissetzung.
6. Preiselastizität der Nachfrage von Fahrscheinen im Fernbusverkehr: Untersucht die ökonomische Sensibilität der Nachfrage gegenüber Preisänderungen im Kontext des Wettbewerbs.
7. Einfluss der Preiselastizität der Nachfrage auf Entscheidungen in Bezug auf die Erlöse: Diskutiert, wie das Unternehmen seine Preissetzungsmacht bei begrenzten Kapazitäten zur Erlösmaximierung einsetzt.
8. Reaktion des Staates: Analysiert die regulatorischen Rahmenbedingungen durch die Bundesregierung und die Europäische Kommission bei Monopolbildung.
9. Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zur Marktmacht von FlixBus zusammen.
10. Fazit: Reflektiert über die zukünftige Marktentwicklung und die Wahrscheinlichkeit kartellrechtlicher Prüfungen.
11. Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen und Publikationen auf.
Schlüsselwörter
FlixBus, Monopol, Marktmacht, Fernbusverkehr, Personenverkehr, Preiselastizität, Kartellamt, Liberalisierung, Wettbewerb, Marktanteil, FlixMobility, Personenbeförderungsgesetz, Transportunternehmen, Nachfrageelastizität, Regulierungsbehörde
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die marktbeherrschende Stellung von FlixBus im deutschen Fernbusmarkt und prüft, ob das Unternehmen die Merkmale eines Monopols aufweist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Kernpunkte sind die Marktstruktur des Fernbusverkehrs, die ökonomischen Gründe für die enorme Marktmacht sowie die bestehenden wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen durch nationale und EU-Gesetze.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, die Entwicklung von FlixBus zum Marktführer zu beleuchten und zu hinterfragen, warum trotz der hohen Marktkonzentration bisher keine intensiven kartellrechtlichen Untersuchungen stattfanden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die ökonomische Theorie zur Preiselastizität und eine Marktanalyse basierend auf Branchenberichten und Gesetzestexten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst theoretische Definitionen, die Analyse der Marktanteile, die Untersuchung von Preisgestaltungsmechanismen und die Rolle staatlicher Kontrollinstanzen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Marktmacht, Preiselastizität, Personenbeförderungsgesetz, Kartellprüfung und Marktkonzentration.
Wie wirkt sich die Preiselastizität auf die Preispolitik von FlixBus aus?
Da die Nachfrage nach Fernbustickets elastisch ist, nutzt das Unternehmen flexiblere Preise, um bei begrenzten Sitzplatzkapazitäten die Erlöse zu maximieren.
Warum leitet die EU-Kommission trotz der Größe von FlixBus keine weitergehenden Prüfungen ein?
Die EU betrachtet den gesamten Personenverkehr als Markt, in dem Fernbusreisen nur einen geringen Anteil einnehmen; zudem werden die Umsatzschwellen für eine direkte Kartellprüfung oft nicht überschritten.
- Arbeit zitieren
- Constantin Sinowski (Autor:in), 2020, Die Monopolstellung von FlixBus im Markt für Personenverkehr, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1264671