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Prototypensemantik

Title: Prototypensemantik

Seminar Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Mariana Schüler (Author)

French Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Eine kleine Aufgabe zu Beginn. Antworten Sie spontan auf folgende Frage: „Was ist für Sie ein typischer Vogel?“. Die meisten Europäer würden wohl Spatz, Amsel, Schwalbe oder Rotkehlchen als Antwort geben. Warum fällt die Wahl aber selten auf Pinguin, Strauß oder Kiwi, zumal diese ebenso zur Gattung VOGEL gehören? Die zuletzt Genannten scheinen weniger typische Repräsentanten für jene Gattung zu sein. (vgl. Blank 2001: 47)
Mit dieser Problematik beschäftigt sich die Prototypensemantik bzw. -theorie, die ich in dieser Hausarbeit darstellen möchte.
Die von E. ROSCH begründete Prototypentheorie stellt ein sprachpsychologisches Bedeutungskonzept dar, das besagt, dass Wortinhalte im menschlichen Bewusstsein an Referenten gebunden sind, die sich als die besten Vertreter der jeweiligen Klasse auszeichnen. So ist der Spatz aus obigem Beispiel ein prototypischerer Vertreter der Kategorie VOGEL als der Strauß, da vom Befragten zuerst an ein kleines flugfähiges Tier gedacht wird anstatt an ein großes flugunfähiges und in der natürlichen Umgebung des Sprechers nicht vorkommendes Tier. Laut dieser Theorie existieren im Gedächtnis der Mitglieder einer Sprachgemeinschaft dauerhafte und relativ stabile überindividuelle semantische Repräsentationen. (vgl. Ulrich 2002: 234)
Die Prototypentheorie stellt keine direkte Alternative zur Merkmalstheorie dar, sondern vielmehr eine Ergänzung. Sie gibt eine Erklärung für eine Reihe von Phänomenen, die im Rahmen der Merkmalstheorie nicht erfaßt werden.(Schwarz 2007: 53)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 PROTOTYPEN – Der Vogel in unserem Kopf

2 WAHRNEHMUNGS- UND ASSOZIATIONSPRINZIPIEN

2.1 Familienähnlichkeiten

2.2 Übersummativität

2.3 Figur-Grund-Prinzip

2.4 Similarität und Kontrast

2.5 Kontiguität

3 EXPERIMENTELLER ANSATZ NACH BERLIN UND KAY

4 CUE VALIDITY

5 HEDGES

6 BASIC LEVEL TERMS

7 ERWEITERTE PROTOTYPENTHEORIE

8 KRITIK

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Prototypensemantik als sprachpsychologisches Bedeutungskonzept darzustellen und deren theoretische Grundlagen sowie experimentelle Evidenz zu erläutern. Dabei wird untersucht, wie Kategorisierungen im menschlichen Bewusstsein gebildet werden und inwiefern diese von starren Merkmalstheorien abweichen.

  • Wahrnehmungspsychologische Prinzipien als Basis semantischer Prozesse
  • Die experimentelle Untersuchung von Grundfarbwörtern nach Berlin und Kay
  • Das Konzept der "Cue Validity" für die Bestimmung prototypischer Vertreter
  • Die Rolle von "Hedges" bei der Unschärfe von Kategoriengrenzen
  • Die Bedeutung der Basisebene (Basic Level Terms) für den Spracherwerb und die Kognition

Auszug aus dem Buch

1 PROTOTYPEN – Der Vogel in unserem Kopf

Eine kleine Aufgabe zu Beginn. Antworten Sie spontan auf folgende Frage: „Was ist für Sie ein typischer Vogel?“. Die meisten Europäer würden wohl Spatz, Amsel, Schwalbe oder Rotkehlchen als Antwort geben. Warum fällt die Wahl aber selten auf Pinguin, Strauß oder Kiwi, zumal diese ebenso zur Gattung VOGEL gehören? Die zuletzt Genannten scheinen weniger typische Repräsentanten für jene Gattung zu sein. (vgl. Blank 2001: 47)

Mit dieser Problematik beschäftigt sich die Prototypensemantik bzw. -theorie, die ich in dieser Hausarbeit darstellen möchte.

Die von E. ROSCH begründete Prototypentheorie stellt ein sprachpsychologisches Bedeutungskonzept dar, das besagt, dass Wortinhalte im menschlichen Bewusstsein an Referenten gebunden sind, die sich als die besten Vertreter der jeweiligen Klasse auszeichnen. So ist der Spatz aus obigem Beispiel ein prototypischerer Vertreter der Kategorie VOGEL als der Strauß, da vom Befragten zuerst an ein kleines flugfähiges Tier gedacht wird anstatt an ein großes flugunfähiges und in der natürlichen Umgebung des Sprechers nicht vorkommendes Tier. Laut dieser Theorie existieren im Gedächtnis der Mitglieder einer Sprachgemeinschaft dauerhafte und relativ stabile überindividuelle semantische Repräsentationen. (vgl. Ulrich 2002: 234)

Zusammenfassung der Kapitel

1 PROTOTYPEN – Der Vogel in unserem Kopf: Einführung in das Konzept der Prototypentheorie durch das Beispiel der Kategorisierung von Vögeln.

2 WAHRNEHMUNGS- UND ASSOZIATIONSPRINZIPIEN: Darstellung biologischer Grundlagen der Wahrnehmung wie Familienähnlichkeit und Figur-Grund-Prinzip, die für die Prototypentheorie relevant sind.

3 EXPERIMENTELLER ANSATZ NACH BERLIN UND KAY: Analyse der interkulturellen Studie zu Grundfarbwörtern und deren prototypischer Hierarchie.

4 CUE VALIDITY: Erläuterung des Erkennungswerts von Merkmalen bei der Differenzierung zwischen Kategorienmitgliedern.

5 HEDGES: Untersuchung von sprachlichen Mitteln, die bei der Grenzziehung unscharfer Kategorien verwendet werden.

6 BASIC LEVEL TERMS: Beschreibung der mittleren Abstraktionsebene, auf der Objekte bevorzugt kategorisiert werden.

7 ERWEITERTE PROTOTYPENTHEORIE: Einführung in Idealisierte Kognitive Modelle (ICM) und den Wandel hin zum Prototypeneffekt.

8 KRITIK: Reflexion über die Stärken und Schwächen der Standardversion der Prototypentheorie im Vergleich zur klassischen Bedeutungstheorie.

Schlüsselwörter

Prototypensemantik, Prototypentheorie, Familienähnlichkeit, Wahrnehmungsprinzipien, Grundfarbwörter, Basic Level Terms, Cue Validity, Hedges, Kognition, Wortbedeutung, Kategorisierung, Semantik, Mentale Repräsentation, E. Rosch, Berlin und Kay

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Prototypensemantik, ein Konzept der Sprachpsychologie, das erklärt, wie Menschen Begriffe ordnen und warum einige Vertreter einer Kategorie als "typischer" wahrgenommen werden als andere.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf kognitiven Wahrnehmungsprinzipien, der empirischen Farbwortforschung, der Kategorienstruktur sowie der Rolle von Basisebenen in der Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Herleitung der Prototypentheorie und die Darstellung, wie diese Theorie zur Erklärung von Phänomenen wie Polysemie oder Metaphern beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte theoretische Arbeit, die auf linguistischen Grundlagenwerken und empirischen Studien (wie denen von Berlin/Kay und Rosch) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von den biologischen Grundlagen der Wahrnehmung über experimentelle Ansätze zur Farbkategorisierung bis hin zu fortgeschrittenen Modellen wie den Idealisierten Kognitiven Modellen (ICM).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Prototyp, Familienähnlichkeit, Cue Validity, Hedges und Basic Level.

Was genau sind "Hedges" im Kontext der Prototypentheorie?

Hedges sind Ausdrücke wie "streng genommen" oder "im weitesten Sinne", die genutzt werden, wenn die Einordnung eines Objekts in eine Kategorie schwierig ist oder eine Unschärfe der Grenzen vorliegt.

Warum ist die "Basisebene" (Basic Level) für die Kommunikation wichtig?

Die Basisebene wird im Alltag bevorzugt genutzt, da sie ein optimales Gleichgewicht zwischen Informationsgehalt und kognitiver Spezifität bietet und daher besonders effizient im Spracherwerb erlernt wird.

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Details

Title
Prototypensemantik
College
University of Mannheim  (Lehrstuhl Romanistik II / Linguistik)
Course
Proseminar I: Lexikologie
Grade
1,5
Author
Mariana Schüler (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V126312
ISBN (Book)
9783640321131
ISBN (eBook)
9783640323050
Language
German
Tags
Prototypensemantik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mariana Schüler (Author), 2009, Prototypensemantik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/126312
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