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Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank

Title: Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank

Term Paper , 2009 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Janine Kowalla (Author)

Economics - Monetary theory and policy

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Summary Excerpt Details

Die Europäische Zentralbank (EZB) stand zu Beginn der Implementierung einer einheitlichen Geldpolitik für den Euroraum vor vielen Unsicherheitsfaktoren.

So war es ungewiss, wie sich der Transmissionsmechanismus in der Eurozone gestalten würde. Aufgrund der Problematik der so genannten Lucas-Kritik konnte man sich nicht auf ursprünglich verwendete Modelle zur Bestimmung des Transmissionsmechanismus verlassen, denn es musste befürchtet werden, dass sich durch die Einführung der einheitlichen Geldpolitik die Verhaltensweisen der ökonomischen Akteure ändern und somit die bislang zur Vorhersage des Transmissionsmechanismus verwendeten Modelle ihre Gültigkeit verlieren würden. Daher wurde vermutet, dass die Änderungen im Finanzsektor und im Bankensystem Einfluss auf die Übertragung der geldpolitischen Impulse haben würden.

Mit ebenso großer Unsicherheit stand man der Bewertung der makroökonomischen Daten gegenüber. Problematisch war hier vor allem, dass zuverlässige harmonisierte Daten nur begrenzt, gar nicht, mit zeitlicher Verzögerung oder in unterschiedlicher Qualität zur Verfügung standen.

Auch stand die EZB vor der Frage, ob eine gemeinsame Geldpolitik für einen heterogenen Währungsraum, wie es die Eurozone ist, asynchrone Konjunkturzyklen herbeiführen würde. Die bis zur Einführung des Euro festgestellten Abweichungen der Inflationsraten in den einzelnen Ländern sowie die asynchronen Konjunkturzyklen, die von asymmetrischen Schocks ausgelöst wurden, hatten diverse Gründe. Man ging davon aus, dass diese durch die Währungsunion an Bedeutung verlieren würden, da nun die Hauptquelle asymmetrischer Schocks, nämlich der Einfluss unterschiedlicher nationaler Geldpolitik, nicht mehr existieren würde.

Mit Hinblick auf diese Unsicherheitsfaktoren musste die gewählte Geldpolitik robust, gleichzeitig aber auch flexibel sein. Auf Grundlage praktischer Erfahrungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse entschied sich der EZB-Rat im Oktober 1998 für eine stabilitätsorientierte Strategie.

Wie diese Strategie im Einzelnen aussieht und mit Hilfe welcher geldpolitischen Instrumente diese umgesetzt wird, soll im Folgenden erläutert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die geldpolitische Strategie der EZB

2.1. Der Zwei-Säulen-Ansatz

2.2. Wirtschaftliche Analyse

2.3. Monetäre Analyse

3. Die geldpolitischen Instrumente der EZB

3.1. Mindestreserven

3.2. Offenmarktgeschäfte

3.2.1. Hauptrefinanzierungsgeschäfte

3.2.2. Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte

3.2.3. Feinsteuerungsoperationen

3.2.4. Strukturelle Operationen

3.3. Ständige Fazilitäten

3.3.1. Spitzenrefinanzierungsfazilität

3.3.2. Einlagefazilität

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geldpolitische Strategie und die operativen Instrumente der Europäischen Zentralbank (EZB) vor dem Hintergrund der Herausforderungen für den heterogenen Euroraum. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie die EZB unter Unsicherheitsfaktoren ihre stabilitätsorientierte Politik implementiert und durch welche Mechanismen sie die Steuerung des Geldmarktes sowie der Preisstabilität realisiert.

  • Stabilitätsorientierte Strategie der EZB
  • Struktur und Entwicklung des Zwei-Säulen-Ansatzes
  • Funktionsweise der geldpolitischen Steuerungsinstrumente
  • Analyse der Mindestreservepolitik und Offenmarktgeschäfte
  • Ständige Fazilitäten als Instrumente der Zinssteuerung

Auszug aus dem Buch

3.2. Offenmarktgeschäfte

Der Name der Offenmarktgeschäfte erinnert noch an die Zeit, zu der der Kauf und Verkauf von Wertpapieren noch auf Börsen, also offenen Märkten, stattfand. Wurden von einer Zentralbank Wertpapiere gekauft, so floss dem Markt Zentralbankgeld zu. Beim Wiederverkauf dieser Wertpapiere wurde das Geld dem Markt wieder entzogen. Der Nachteil daran war, dass die Zentralbank von den Entscheidungen der Wirtschaftssubjekte abhängig war, wenn sie dem Markt Geld entziehen wollte. Daher werden heutzutage von den Zentralbanken in den entwickelten Volkswirtschaften beim Kauf von Wertpapieren der Geschäftsbanken der Rückkauftermin und der Rückkaufpreis festgelegt. Offenmarktgeschäfte bezeichnen heute Transaktionen zwischen Geschäftsbanken und der Zentralbank, bei denen die Initiative von der Zentralbank ausgeht. An geldpolitischen Geschäften der EZB können alle Geschäftsbanken teilnehmen, die in das Mindestreservesystem einbezogen sind, als finanziell solide gelten, der harmonisierten Bankenaufsicht unterliegen und wenn sie eine effiziente Durchführung der Transaktionen gewährleisten.

Außerdem müssen sie bei der Teilnahme ausreichende Sicherheiten stellen. Akzeptiert werden zwei Kategorien von Sicherheiten. Marktfähige Schuldtitel, die von der EZB festgelegte Zulassungskriterien erfüllen, zählen zur Kategorie 1. Die Kategorie 2 beinhaltet weitere marktfähige und nicht marktfähige Sicherheiten, welche für die nationalen Finanzmärkte von besonderer Bedeutung sind und für die die Zulassungskriterien von den nationalen Zentralbanken auf Basis der EZB-Mindeststandards festgelegt wurden.

Offenmarktgeschäfte werden normalerweise in der Form von Tendern durchgeführt. „Ein Tender ist ein Verfahren zur Unterbringung einer Wertpapieremission in einer öffentlichen Ausschreibung“. Es gibt Mengen- und Zinstender. Bei einem Mengentender werden der Zinssatz und der Zuteilungsbetrag von der EZB vorgegeben. Wenn das Bietungsvolumen den Zuteilungsbetrag übersteigt, wird dieser anteilig zum Gebotsumfang an die Mitbieter verteilt. Im Zinstenderverfahren geben die Teilnehmer Gebote über Beträge und Zinssätze ab, zu denen sie Geschäfte abschließen würden. Die Gebote mit den höchsten Zinssätzen werden vorrangig zugeteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die anfänglichen Unsicherheitsfaktoren für die EZB bei der Implementierung einer einheitlichen Geldpolitik im heterogenen Euroraum.

2. Die geldpolitische Strategie der EZB: Erläutert die stabilitätsorientierte Ausrichtung der EZB und die Definition von Preisstabilität.

2.1. Der Zwei-Säulen-Ansatz: Analysiert die historische Entwicklung und die Kritik an der zweigeteilten Strategie zur Informationsaufbereitung.

2.2. Wirtschaftliche Analyse: Beschreibt den Fokus der EZB auf kurz- bis mittelfristige Bestimmungsfaktoren der Preisentwicklung.

2.3. Monetäre Analyse: Erläutert die Rolle der Überwachung des Geldmengenaggregats M3 und dessen Bedeutung für die langfristige Preisstabilität.

3. Die geldpolitischen Instrumente der EZB: Gibt einen Überblick über den operativen Handlungsrahmen zur Umsetzung der Geldpolitik.

3.1. Mindestreserven: Beschreibt die Pflichteinlagen der Kreditinstitute als Liquiditätspuffer und Instrument zur Zinssteuerung.

3.2. Offenmarktgeschäfte: Detailliert die verschiedenen Verfahren wie Tender, mit denen die EZB Liquidität steuert.

3.2.1. Hauptrefinanzierungsgeschäfte: Behandelt die wichtigste Säule der wöchentlichen Liquiditätsbereitstellung.

3.2.2. Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte: Beschreibt die monatlichen Instrumente zur längerfristigen Liquiditätsversorgung.

3.2.3. Feinsteuerungsoperationen: Erklärt die kurzfristigen Maßnahmen bei unerwarteten Liquiditätsschwankungen.

3.2.4. Strukturelle Operationen: Beschreibt die Anpassung der Marktliquidität auf lange Sicht.

3.3. Ständige Fazilitäten: Erläutert die Möglichkeiten der Banken zur nächtlichen Geldanlage oder Kreditaufnahme bei der Zentralbank.

3.3.1. Spitzenrefinanzierungsfazilität: Beschreibt den Zugang der Banken zu Liquidität bei kurzfristigen Engpässen.

3.3.2. Einlagefazilität: Erläutert die Anlage von überschüssiger Liquidität durch die Geschäftsbanken.

4. Resümee: Zieht ein Fazit zur Arbeit der EZB seit 1999 und geht auf neue Herausforderungen durch die Finanzmarktkrise ein.

Schlüsselwörter

EZB, Geldpolitik, Preisstabilität, Euroraum, Zwei-Säulen-Ansatz, Offenmarktgeschäfte, Mindestreserven, Refinanzierung, Liquidität, Geldmenge, Zinssteuerung, Ständige Fazilitäten, Transmissionsmechanismus, Finanzmarktkrise, Zentralbank

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geldpolitischen Strategie und dem operativen Instrumentarium der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Sicherung der Preisstabilität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Zwei-Säulen-Ansatz der EZB, die Steuerung der Geldmarktliquidität und die Anwendung von Instrumenten wie Offenmarktgeschäften und Ständigen Fazilitäten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die EZB durch robuste und flexible Strategien eine einheitliche Geldpolitik in einem wirtschaftlich heterogenen Währungsraum umsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Literaturanalyse der geldpolitischen Strategiepapiere und etablierter volkswirtschaftlicher Theorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die zwei Säulen der EZB-Strategie sowie die Funktionsweise der verschiedenen Instrumente, von Mindestreserven bis hin zu Feinsteuerungsoperationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EZB, Preisstabilität, Geldmengensteuerung, Offenmarktgeschäfte und Liquiditätsmanagement.

Wie unterscheidet sich der Mengentender vom Zinstender?

Beim Mengentender gibt die EZB Zins und Volumen vor, während beim Zinstender die Teilnehmer Gebote über Beträge und Zinssätze abgeben, wobei die höchsten Gebote den Zuschlag erhalten.

Warum spielt die Spitzenrefinanzierungsfazilität eine Rolle für den Marktzins?

Sie fungiert als Obergrenze für den Geldmarktzins, da kein Kreditinstitut bereit wäre, am Markt höhere Zinsen zu zahlen, wenn es sich jederzeit bei der EZB refinanzieren kann.

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Details

Title
Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank
College
Berlin School of Economics
Grade
2,0
Author
Janine Kowalla (Author)
Publication Year
2009
Pages
11
Catalog Number
V125743
ISBN (eBook)
9783668800557
ISBN (Book)
9783668800564
Language
German
Tags
geldpolitik europäischen zentralbank
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janine Kowalla (Author), 2009, Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/125743
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