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Digitalisierung im Gesellschaftsrecht. Besteht für den Vorstand einer Kapitalgesellschaft die Pflicht zur Nutzung von KI-Systemen?

Titel: Digitalisierung im Gesellschaftsrecht. Besteht für den Vorstand einer Kapitalgesellschaft die Pflicht zur Nutzung von KI-Systemen?

Hausarbeit , 2021 , 24 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Virginia Hildebrand (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Könnte die Delegation von Aufgaben an KI-Systeme für den Vorstand einer Kapitalgesellschaft verpflichtend sein oder werden? Der Vorstand einer Kapitalgesellschaft hat die Entscheidungen für das Unternehmen auf Basis angemessener Informationen zu treffen. Diese Pflicht des Vorstandes geht aus der im Aktienrecht verankerten Business Judgement Rule hervor. Nach § 93 Absatz 1 Satz 2 AktG überschreitet ein Vorstandsmitglied seinen Entscheidungsspielraum, sobald die getroffenen unternehmerischen Entscheidungen nicht auf einer angemessenen Informationsgrundlage basieren. Fraglich ist diesbezüglich, ob sich daraus eine Pflicht zur Nutzung von intelligenten Algorithmen zur Entscheidungsfindung ableiten lässt und welchen Einfluss die zunehmende Genauigkeit und der gängigere Einsatz von KI sowie die mit ihr verbundenen abnehmenden Anschaffungs- und Einsatzkosten haben.

Diese Fragen werden im Rahmen dieser Ausarbeitung beantwortet, um schließlich beantworten zu können, ob für Vorstände eine Pflicht zur Nutzung von KI-Systemen besteht. Dafür wird im zweiten Kapitel auf die Definitionsmöglichkeiten von KI-Systemen eingegangen. Im dritten Kapitel werden die Aufgaben des Vorstands erläutert. Darauf basierend werden die Nutzungsmöglichkeiten von KI-Systemen im Vorstand näher betrachtet. Im ersten Schritt des Kapitels wird dargestellt, aus welchen Gründen KI-Systeme keine Vorstandsmitglieder sein können und im zweiten Schritt wird geprüft, welche anderen rechtlich zulässigen Einsatzmöglichkeiten für KI-Systemen im Vorstand bestehen. Darauf aufbauend wird im Hauptteil die Pflicht zum Einsatz von KI-Systemen im Rahmen der Vorstandstätigkeit geprüft. Hierbei wird zwischen dem Einsatz von KI zur Informationsbeschaffung und dem Einsatz von KI zur Delegation von Aufgaben unterschieden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. KI-Systeme

3. Die Aufgaben eines Vorstands

4. Nutzung von KI im Vorstand

4.1 KI als Mitglied des Vorstands

4.2 Zulässigkeit des Einsatzes von KI-Systemen im Vorstand

4.2.1 Grenzen der Delegation von Leitungsaufgaben

4.2.2 Technische Beherrschbarkeit von KI-Systemen

5. Pflicht zum Einsatz von KI innerhalb des Vorstands

5.1 Einsatz von KI zur Informationsbeschaffung

5.1.1 Handeln auf Basis angemessener Informationen

5.1.2 Überlegenheit von Algorithmen im Rahmen der Informationsbeschaffung

5.2 Einsatz von KI-Systemen zur Delegation von Aufgaben

5.2.1 Bestehender verpflichtender Einsatz von KI-Systemen

5.2.2 ISION-Grundsätze

5.2.3 Voraussetzungen für den Einsatz von KI-Systemen im Rahmen der Aufgabendelegation

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit für den Vorstand einer Aktiengesellschaft eine verpflichtende Nutzung von KI-Systemen zur Entscheidungsunterstützung oder Aufgabenübertragung besteht und welche rechtlichen Rahmenbedingungen dabei zu berücksichtigen sind.

  • Grundlagen von KI-Systemen und deren Leistungsfähigkeit
  • Aufgabenprofil und Verantwortungsbereich des Vorstands
  • Rechtliche Zulässigkeit des KI-Einsatzes im Vorstand
  • Anforderungen an die Delegation von Entscheidungen an Algorithmen
  • Die Business Judgement Rule im Kontext algorithmischer Entscheidungsfindung

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Technische Beherrschbarkeit von KI-Systemen

Der zugrunde liegende Code einer KI bildet die äußeren Grenzen für den Handlungsspielraum eines KI-Systems. Auch die Entscheidungsmaßstäbe der KI sind von der Programmierung und den zugrunde liegenden Trainingsalgorithmen abhängig. Im Gegensatz zu herkömmlicher Software müssen bei der Nutzung von KI-Systemen auch die Möglichkeiten von intendierten sowie außerdem von nicht intendierten negativen Folgen berücksichtigt werden.

Dies bedeutet für die Nutzung von KI-Systemen durch den Vorstand, dass sich dieser vorab ein gewisses Maß an Technikbeherrschung aneignen muss, um Aufgaben an ein KI-System zu delegieren. Der Vorstand muss demnach, um seine eigene Letztentscheidungskompetenz zu wahren, die Eigenlogik von Algorithmen-Entscheidungen verstehen können und einen Überblick über die fortlaufenden Tätigkeiten der zugrunde liegenden Algorithmen haben. Andernfalls können Sie bei Bedarf nicht korrigierend eingreifen. Die rechtliche Grundlage für dieses Mindestmaß an IT-technischem Verständnis bietet § 91 Abs. 2 AktG. Dieser sieht vor, dass der Vorstand geeignete Maßnahmen zu treffen hat, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Dafür hat er insbesondere ein geeignetes Überwachungssystem einzusetzen. Er hat sich folglich mit den Funktionsweisen und auch den damit einhergehenden Risiken von KI-Systemen auseinander zu setzen und deren Validität in einem gesicherten Bereich zu überprüfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von KI in der Unternehmensführung und formuliert die Forschungsfrage zur möglichen Pflicht des Vorstands zum Einsatz solcher Systeme.

2. KI-Systeme: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen von KI, Funktionsweisen von Machine Learning und die Abgrenzung zu herkömmlicher Software sowie deren Potenzial bei der Entscheidungsunterstützung.

3. Die Aufgaben eines Vorstands: Hier werden die aktienrechtlichen Leitungsaufgaben und die Business Judgement Rule des Vorstands sowie dessen umfassende Verantwortung dargestellt.

4. Nutzung von KI im Vorstand: Das Kapitel analysiert die rechtliche Zulässigkeit, KI-Systeme als Entscheidungsunterstützung einzusetzen, inklusive der Grenzen der Delegation und der technischen Beherrschbarkeit.

5. Pflicht zum Einsatz von KI innerhalb des Vorstands: Dieser Hauptteil untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen eine rechtliche Pflicht zur Nutzung von KI in den Bereichen Datenbeschaffung und Aufgabenübertragung besteht.

6. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass aktuell keine generelle Pflicht zur KI-Nutzung existiert, der Einsatz aber in Einzelfällen geboten sein kann und die Rahmenbedingungen für die Zukunft bewertet werden müssen.

Schlüsselwörter

KI-Systeme, Vorstand, Aktiengesellschaft, Unternehmensleitung, Business Judgement Rule, Delegation, Algorithmen, Machine Learning, Sorgfaltspflicht, IT-Beherrschbarkeit, Compliance, ISION-Grundsätze, Entscheidungsfindung, Aufsichtsrat, Digitalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Gesellschaftsrecht und künstlicher Intelligenz, insbesondere der Frage, inwieweit der Vorstand einer AG KI-Systeme zur Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgaben nutzen darf oder muss.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Einordnung von KI-Systemen als Hilfsmittel im Vorstand, den Grenzen der delegierbaren Sorgfaltspflichten und den Anforderungen an eine technisch-organisatorische Überwachung durch den Vorstand.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob sich aus der bestehenden Pflicht des Vorstands zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung eine sekundäre Pflicht ableiten lässt, KI-Systeme zur Verbesserung der Entscheidungsbasis verpflichtend einzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Untersuchung erfolgt auf Basis einer juristischen Analyse, die sich auf einschlägige Gesetzesgrundlagen (insb. AktG), die höchstrichterliche Rechtsprechung (BGH) sowie aktuelle rechtswissenschaftliche Fachliteratur stützt.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Zulässigkeit von KI-Delegationen, die Anforderungen an die technische Beherrschbarkeit (IT-Verständnis des Vorstands) sowie die Analyse bestehender gesetzlicher Anreize oder Pflichten zum KI-Einsatz in spezialisierten Wirtschaftsbereichen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören die Business Judgement Rule, die Überwachungspflicht nach § 91 Abs. 2 AktG, die sogenannte Black-Box-Problematik von Algorithmen und die ISION-Grundsätze zur Plausibilitätskontrolle.

Welche Rolle spielen die ISION-Grundsätze bei der Bewertung von KI-Systemen?

Die Arbeit überträgt die BGH-Anforderungen zur Einholung fachkundigen Rats auf KI-Systeme. Sie verdeutlicht, dass eine Pflicht zur KI-Nutzung daran scheitern kann, dass die mangelnde Transparenz der KI eine wirksame Plausibilitätskontrolle durch den Vorstand behindert.

Warum ist die „Black Box“ für den Vorstand problematisch?

Das Konzept der Black Box beschreibt, dass bei selbstlernenden Systemen die Entscheidungsfindung kaum nachvollziehbar ist. Dies kollidiert mit der Pflicht des Vorstands, gegenüber dem Aufsichtsrat Auskunft über die Unternehmensführung zu geben und Entscheidungen sachgerecht zu begründen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Digitalisierung im Gesellschaftsrecht. Besteht für den Vorstand einer Kapitalgesellschaft die Pflicht zur Nutzung von KI-Systemen?
Hochschule
Universität Kassel  (FB 07 Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Digitalisierung im Gesellschaftsrecht
Note
3,0
Autor
Virginia Hildebrand (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
24
Katalognummer
V1257370
ISBN (eBook)
9783346703668
ISBN (Buch)
9783346703675
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Künstliche Intelligenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Virginia Hildebrand (Autor:in), 2021, Digitalisierung im Gesellschaftsrecht. Besteht für den Vorstand einer Kapitalgesellschaft die Pflicht zur Nutzung von KI-Systemen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1257370
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Leseprobe aus  24  Seiten
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