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Einflüsse der Globalisierung auf die Errichtung staatlicher Strukturen am Beispiel Somaliland

Nation, Nationalstaat, Globalisierung

Title: Einflüsse der Globalisierung auf die Errichtung staatlicher Strukturen am Beispiel Somaliland

Seminar Paper , 2002 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M. A. Jochen Lehnhardt (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities

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Somalia an dem Horn von Afrika wird heute, wenn überhaupt, als ein in Chaos und Anarchie versunkener Staat wahrgenommen, ein Paradebeispiel von Staatszerfall und humanitärer Katastrophe. Im allgemeinen unbemerkt geblieben ist, daß sich im Norden des Landes ein Gebiet abgespalten hat. Dort haben die Bewohner einen eigenen Staat Somaliland geschaffen. Hier herrscht Frieden, Ruhe und Ordnung, der Staat funktioniert und die Milizen sind nun eine richtige Armee.
Diese Staatsgründung ist im Gegensatz zu der bisherigen Geschichte des Landes und auch im Gegensatz wie es früher in Afrika üblich gewesen war, ohne internationalen Druck oder Hilfe geschehen. Aber sie ist auch bisher ohne Anerkennung geblieben.Trotzdem wird dieses Land als ein richtiger Staat bezeichnet. So erscheint es als interessant zu untersuchen, wie die bisherigen Erfahrungen der Somalier in diesem Gebiet gewesen sind, welche Erfahrungen sie mit internationalen Regierungssytemen sie bisher gemacht haben, inwiefern sie jetzt wieder solche Systeme übernommen haben, welchen Erfolg sie damit hatten und warum sie fremde Gedanken in ihren staatlichen Aufbau übernehmen.
Das warum soll auf der Grundlage der Theorie von Meyer und anderen über den Einfluß der Globalisierung auf staatliche und gesellschaftliche Strukturen erläutert werden. Eine Zusammenfassung dieser Theorie mit Ursachen und positiven wie negativen Effekten wird deswegen am Beginn der Arbeit stehen. Dem wird auch eine kurze Erläuterung der Bedeutung des Prozesses der Globalisierung beigefügt.
Dann werden die Lage, ursprüngliche Kultur und die gegenwärtigen Probleme von Somaliland erläutert, bevor genauer gesehen werden wird, wie sich der kulturelle Einfluß der Globalisierung hier im Hinblick in der bisherigen Geschichte, auf die Verfassung, die Einrichtungen des Staates und beim Bemühen um internationale Anerkennung ausgewirkt haben.
Für diese Hausarbeit hat der Autor, neben dem Artikel von Meyer und anderen zur Theoriebildung, sich hauptsächlich auf die Bücher von Brons und Fox gestützt, die einen sehr guten Einblick in das Geschehen und Kultur in Somaliland geliefert haben. Daneben sind auch die zahlreichen Internetseiten zu dem Thema zu erwähnen, die der Arbeit ein hohes Maß an Aktualität ermöglichten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Theoretische Grundlagen – Einfluß der Globalisierung auf den Nationalstaat

1.1 Definition von Globalisierung

1.2 Inhalt der Weltkultur

1.3 Gründe für die weltweite Durchsetzung

1.4 Probleme

2 Informationen zu Somaliland

2.1 Daten

2.2 Gesellschaft /Kultur

2.3 Gegenwärtige Probleme

3 Einfluß der Weltkultur auf Somaliland

3.1 In früherer Zeit

3.2 Verfassung

3.3 Zustand des Staates

3.4 Bemühen um internationale Anerkennung

4 Zusammenfassung / Ergebnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, wie sich globalisierte kulturelle Normen auf den staatlichen Aufbau von Somaliland auswirken. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit Somaliland internationale Standards übernimmt, um Anerkennung zu erlangen, und welche Spannungen sich durch die Kollision dieser Modelle mit der lokalen Clankultur ergeben.

  • Einfluss der globalen Weltkultur auf moderne Nationalstaaten
  • Soziokulturelle Grundlagen und Clanstrukturen in Somaliland
  • Entwicklungsgeschichte von der Kolonialzeit bis zur Staatsgründung
  • Analyse der Verfassung und staatlicher Institutionen im Lichte globaler Normen
  • Herausforderungen der internationalen Nichtanerkennung für den wirtschaftlichen und politischen Bestand

Auszug aus dem Buch

1.2 Inhalt der Weltkultur

In dem Text „World Society and National State“ erläutern die Autoren Meyer u.a mittels eines neoinstitutionalistischen Ansatzes einen ihrer Ansicht nach bisher in der Literatur kaum beachteten Zusammenhang zwischen der globalisierten Kultur und den Merkmalen der Nationalstaaten rund um den Erdball. Ihre Kernthese ist, daß viele der Eigenschaften der Nationalstaaten von weltweit gültigen Modellen herrühren, die durch einen als Weltkultur bezeichneten Prozess erstellt und verbreitet würden.

Diese Modelle stammen, so die Autoren, aus den dominanten Staaten der Welt, also aus Europa, Nordamerika und Japan. Deswegen fußen sie in dieser christlichen westlichen Kultur, mit ihrem Naturrecht, ihrer Moral und dem rationalen Akteur, der in einer entmystifizierten, universalistischen Natur voller Gesetze lebt. Hier werden aus den Erkenntnissen der Wissenschaft in bsp. Ökonomie, Medizin oder Politikwissenschaft übernationale Modelle entwickelt, welche dann ein ebensolches rationales Weltbild verbreiten Diese geben den Nationalstaaten und anderen Akteuren auf dieser Ebene in praktisch allen Bereichen des rationalen sozialen Lebens, was bsp. Wirtschaft, Politik, Gesetzgebung oder Erziehung umfasst, vor, wie diese strukturiert sein sollten und wie man welche Art von Politik in diesen Gebieten betreiben sollte. Dieser Prozess ist schon lange, seit der Entstehung der Nationalstaaten im 17. Jahrhundert in den Staaten des Okzidents im Gange, hat sich aber seit dem Ende des zweiten Weltkrieges und der Gründung der Vereinten Nationen sehr beschleunigt, intensiviert und rund um den Globus verbreitet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert die Problematik Somalilands als ein de-facto funktionierender, aber international nicht anerkannter Staat im Vergleich zu dem im Chaos versinkenden Rest Somalias.

1 Theoretische Grundlagen – Einfluß der Globalisierung auf den Nationalstaat: Dieses Kapitel erläutert die neoinstitutionalistische Theorie der "Weltkultur", nach der Nationalstaaten ihre Strukturen zunehmend an globalen, westlich geprägten Vorbildern ausrichten.

2 Informationen zu Somaliland: Hier werden die geografischen, ökonomischen und soziokulturellen Rahmendaten Somalilands vorgestellt, wobei besonders die Bedeutung der Clanzugehörigkeit hervorgehoben wird.

3 Einfluß der Weltkultur auf Somaliland: Das Kapitel untersucht, wie sich die globalen Vorgaben auf die Geschichte, die Verfassung und die gegenwärtigen staatlichen Institutionen Somalilands ausgewirkt haben.

4 Zusammenfassung / Ergebnis: Das Fazit fasst die Ambivalenz zusammen, dass Somaliland zwar erfolgreich westliche Staatsstrukturen adaptiert hat, aber durch die fehlende internationale Anerkennung in einem Dilemma der Abhängigkeit und wirtschaftlichen Verwundbarkeit feststeckt.

Schlüsselwörter

Somaliland, Globalisierung, Weltkultur, Nationalstaat, Clangesellschaft, Staatsgründung, internationale Anerkennung, politische Theorie, Neoinstitutionalismus, Bürgerkrieg, staatliche Strukturen, moderne Verwaltung, Clanloyalität, Demokratisierung, Entwicklungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einfluss globaler kultureller und politischer Normen ("Weltkultur") auf die Entstehung und den Aufbau des Staates Somaliland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die theoretische Durchdringung der Globalisierung, die spezifische soziokulturelle Situation in Somaliland sowie die Spannung zwischen traditioneller Clankultur und modernen staatlichen Institutionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, warum und wie ein Staat wie Somaliland fremde, westlich geprägte staatliche Strukturen übernimmt und welchen Erfolg bzw. welche Probleme dies mit sich bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch den neoinstitutionalistischen Ansatz nach Meyer sowie auf eine deskriptive Analyse von Fallbeispielen, gestützt durch Fachliteratur und aktuelle Medienberichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Theorie der Weltkultur und deren globale Verbreitung dargelegt, anschließend wird Somaliland als Fallbeispiel mit seinem spezifischen kulturellen Hintergrund und der Anwendung dieser globalen "Skripte" auf seine Staatsbildung untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Somaliland, Globalisierung, Weltkultur, Clanstrukturen und internationale Anerkennung charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Clan für das staatliche System in Somaliland?

Der Clan bildet das soziale Rückgrat. Obwohl das staatliche Modell versucht, Clanloyalitäten durch moderne demokratische Parteiensysteme zu ersetzen, ist die Einbindung traditioneller Ältestenräte ("Guurti") entscheidend für die Stabilität.

Warum wird Somaliland international nicht anerkannt?

Die internationale Staatengemeinschaft hält an der Einheit Somalias fest und verweigert Somaliland das Recht auf einseitige staatliche Abspaltung, da dies internationale Normen des Selbstbestimmungsrechts der Völker im Kontext existierender Grenzen berührt.

Welches Dilemma ergibt sich für Somaliland aus der "Weltkultur"?

Das Dilemma besteht darin, dass Somaliland zwar alle notwendigen staatlichen Strukturen nach internationalem Standard schafft, um anerkannt zu werden, aber ohne die formale Anerkennung keine Kredite oder offizielle Entwicklungshilfe erhält, was den Staat ökonomisch extrem verwundbar macht.

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Details

Title
Einflüsse der Globalisierung auf die Errichtung staatlicher Strukturen am Beispiel Somaliland
Subtitle
Nation, Nationalstaat, Globalisierung
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Soziologie)
Course
Seminar : „Theorien der Weltgesellschaft : Nation, Nationalstaat und Globalisierung“
Grade
2,0
Author
M. A. Jochen Lehnhardt (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V125545
ISBN (eBook)
9783640312665
ISBN (Book)
9783640316571
Language
German
Tags
Globalisierung Somaliland Somalia
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Jochen Lehnhardt (Author), 2002, Einflüsse der Globalisierung auf die Errichtung staatlicher Strukturen am Beispiel Somaliland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/125545
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