Ziel dieser Arbeit ist es, zu ergründen, inwieweit der „Conatus“, welcher übersetzt wird als das „Selbsterhaltungsstreben“, frei von Determination ist beziehungsweise worin der Ursprung dessen liegt. Um dies genauer erläutern zu können, befasst sich diese Arbeit zuerst mit der ausführlichen Definition des Begriffes „Conatus“. Weiterhin wird auf die Wirkmechanismen der Affekte eingegangen, welche als „körperlicher, materieller Wirkungsvorgang“ bezeichnet werden. Abschließend soll die Ursächlichkeit alles Seins durch die Immanenz eines unendlich Seienden, bei Spinoza als „Gott“ bezeichnet, hinzugezogen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Conatus – wie frei oder determiniert ist der Mensch in seinem Selbsterhaltungsstreben?
- Erläuterung des Conatus-Prinzips
- Beeinflussung des Individuums durch die Affekte
- Begründungsverhältnis durch die immanente Macht Gottes
- Conclusio
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, zu ergründen, inwieweit der „Conatus“, welcher übersetzt wird als das „Selbsterhaltungsstreben“ (Saar 2013), frei von Determination ist bzw. worin der Ursprung dessen liegt.
- Definition des Begriffes „Conatus“
- Wirkmechanismen der Affekte
- Ursächlichkeit des Seins durch die Immanenz Gottes
- Analyse des Spinoza-Textes „Die Ethik“
- Integration von Saars Schriften zur Spinozakritik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den „Conatus“ als zentralen Begriff in Spinozas Ethik vor und skizziert die Forschungsfrage, die sich mit der Freiheit oder Determination des Selbsterhaltungsstrebens auseinandersetzt. Die Kapitel 2.1 bis 2.3 befassen sich mit verschiedenen Aspekten des Conatus-Prinzips. Kapitel 2.1 liefert eine detaillierte Definition des Begriffs, während Kapitel 2.2 die Wirkungsweise der Affekte beleuchtet, die als „körperlicher, materieller Wirkungsvorgang“ (Saar 2017: 125) bezeichnet werden. Kapitel 2.3 untersucht die Ursächlichkeit des Seins durch die Immanenz eines unendlich Seienden, bei Spinoza als „Gott“ bezeichnet (vgl. Spinoza 1977: 5).
Schlüsselwörter
Conatus, Selbsterhaltungsstreben, Determination, Freiheit, Affekte, Immanenz, Gott, Spinoza, Ethik, Politik und das Imaginäre, Immanenz der Macht.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet der Begriff 'Conatus' bei Spinoza?
Conatus bezeichnet das Streben jedes Dinges, in seinem Sein zu verharren, übersetzt als das fundamentale Selbsterhaltungsstreben des Menschen.
Ist der Mensch in seinem Selbsterhaltungsstreben frei?
Die Arbeit untersucht, inwieweit dieses Streben durch Affekte und äußere Ursachen determiniert ist oder ob ein Spielraum für menschliche Freiheit existiert.
Welchen Einfluss haben Affekte auf den Conatus?
Affekte werden als körperliche und materielle Wirkungsvorgänge verstanden, die das Individuum beeinflussen und die Kraft des Selbsterhaltungsstrebens steigern oder mindern können.
Wie ordnet Spinoza Gott in dieses Prinzip ein?
Bei Spinoza ist Gott die immanente Ursache aller Dinge. Der Conatus wird als Ausdruck der göttlichen Macht verstanden, die in jedem Wesen wirkt.
Welche Rolle spielt die 'Immanenz der Macht' in der Analyse?
Sie erklärt die unauflösliche Verbindung zwischen dem Individuum und der Gesamtheit der Natur, wodurch das Handeln des Menschen stets in ein größeres Ursachengefüge eingebettet bleibt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Der Conatus. Wie frei oder determiniert ist der Mensch in seinem Selbsterhaltungsstreben?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1255445