Diese Arbeit behandelt präventive Erziehungsberatung in der sozialen Arbeit am Beispiel des Konzeptes "Starke Eltern - Starke Kinder“. Der Schwerpunkt liegt in der Beschreibung von Beratung im Allgemeinen und der Erziehungsberatung im Speziellen. In Kapitel 2 wird eine Begriffsbestimmung von Erziehung vorgenommen. Im Anschluss wird das Konzept "Starke Eltern - Starke Kinder“ erläutert und analysiert. Abschließend erfolgt eine Schlussbetrachtung.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Begriffsbestimmung Beratung
1.1. Beratung in der Sozialen Arbeit
1.2. Prävention in der Beratung
1.3. Erziehungsberatung in der Sozialen Arbeit
1.3.1. Empowerment in der Erziehungsberatung
1.3.2. Gruppenberatung in der Erziehungsberatung
2. Begriffsbestimmung Erziehung
2.1. Erziehung in der Familie
2.2. Eltern in der Erziehung
3. Analyse des Konzeptes „Starke Eltern, Starke Kinder“
3.1. Ziele, Inhalte und Methoden
3.1. Ablauf des Elternkurses
3.1.1. Dreiteilige Gliederung der Kursabende
4. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob das Konzept „Starke Eltern, Starke Kinder“ als eine Form präventiver Erziehungsberatung innerhalb der Sozialen Arbeit klassifiziert werden kann. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, inwiefern dieses Programm durch die Förderung der Erziehungskompetenz psychische und physische Gewalt in Familien verhindern oder reduzieren kann.
- Grundlagen der Beratung und deren Rolle in der Sozialen Arbeit
- Differenzierung von Präventionsformen in der beratenden Tätigkeit
- Empowerment-Ansätze und die Dynamik von Gruppenberatungen
- Theoretische Fundierung von Erziehung und Sozialisation
- Kritische Analyse des präventiven Konzepts „Starke Eltern, Starke Kinder“
Auszug aus dem Buch
1.3.1. Empowerment in der Erziehungsberatung
Wie die Bezeichnung im Gesetz „Hilfen zur Erziehung“ schon vorgibt, wird Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. In diesem Sinne muss Empowerment genutzt werden. Dies ist der Versuch, den Ratsuchenden durch Stärkung seiner positiven Eigenschaften, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu unterstützen. So stehen nicht die Defizite im Mittelpunkt, sondern die Ressourcen mit denen der Ratsuchenden den Beratungsprozesse mitgestaltet. So wird dem Ratsuchende die Kontrolle über seine Lebenswelt wieder gegeben durch Erhöhung der eigenen Durchsetzungsfähigkeit und nicht durch den Beratenden weiter entzogen. Die Kontrolle in der Lebenswelt muss aber mit Vorsicht genossen werden, denn je nach Gruppe/Person, die Rat sucht, kann dies auch gefährlich sein, z. B. bei Gewalttätigen. So muss im Beratungsprozess reflektiert werden, ob es moral- ethisch verantwortbar ist, den Ratsuchenden über Kontrolle seiner Lebenswelt auszustatten (vgl. Sickendiek, Engel, & Nestmann, 2002, S. 71- 72).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Autorin legt ihre These dar, dass das Konzept „Starke Eltern, Starke Kinder“ als präventive Erziehungsberatung der Sozialen Arbeit anzusehen ist und erläutert ihre methodische Vorgehensweise.
1. Begriffsbestimmung Beratung: Dieses Kapitel definiert Beratung als Arbeitsgebiet der Sozialen Arbeit und beleuchtet die Aspekte der Prävention sowie die Erziehungsberatung als spezifische Form der Jugendhilfeleistung.
2. Begriffsbestimmung Erziehung: Hier wird der Prozess der Erziehung innerhalb der Familie im Kontext der Sozialisation beschrieben und die vier Basiskompetenzen für Eltern definiert.
3. Analyse des Konzeptes „Starke Eltern, Starke Kinder“: Das Kapitel analysiert die methodische Umsetzung des Elternkurses, seine Ziele hinsichtlich der Gewaltprävention sowie den strukturierten Ablauf der Kursabende.
4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass das Konzept die Kriterien für eine präventive Erziehungsberatung weitestgehend erfüllt, wobei der Aspekt der Lebensweltorientierung eine kritische Diskussion erfordert.
Schlüsselwörter
Erziehungsberatung, Soziale Arbeit, Prävention, Empowerment, Gruppenberatung, Elternbildung, Starke Eltern Starke Kinder, Sozialisation, Erziehungskompetenz, Gewaltprävention, Familien, Lebensweltorientierung, Beratungsmethoden, Ressourcenorientierung, Basiskompetenzen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Elternkurs „Starke Eltern, Starke Kinder“ und untersucht, ob dieser als präventive Maßnahme der Erziehungsberatung im Rahmen der Sozialen Arbeit eingeordnet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der beratenden Arbeit, der Definition von Erziehung sowie der detaillierten Analyse eines spezifischen Elternprogramms unter Berücksichtigung gesetzlicher und pädagogischer Rahmenbedingungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Hauptziel besteht darin, das Konzept „Starke Eltern, Starke Kinder“ mit den theoretischen Kriterien der Erziehungsberatung in der Sozialen Arbeit abzugleichen, um dessen präventiven Charakter zu validieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse basierend auf fachspezifischer Sekundärliteratur zur Beratung und Erziehung sowie die Lernzieloperationalisierung nach Christiane Möller zur Evaluation des Kursmodells.
Was wird im Hauptteil des Werkes behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte: die begriffliche Klärung von Beratung und Erziehung sowie die detaillierte Analyse der Ziele, Inhalte, Methoden und des zeitlichen Ablaufs des Elternkurses.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Erziehungsberatung, Prävention, Empowerment, Gruppenberatung und das spezifische Konzept „Starke Eltern, Starke Kinder“.
Warum ist das Konzept „Starke Eltern, Starke Kinder“ für die Sozialarbeiterin von Interesse?
Das Konzept dient als praktisches Beispiel, um zu lernen, wie Eltern in ihren Basiskompetenzen gestärkt werden können und wie Beratung als Instrument zur Gewaltprävention eingesetzt wird.
Welche Rolle spielt die „Fünf Säulen der Erziehung“ für die Analyse?
Dieses Modell hilft der Autorin, die entwicklungsfördernden und -hemmenden Aspekte der Erziehung operationalisierbar zu machen und Eltern ein Werkzeug zur Selbstreflexion an die Hand zu geben.
- Quote paper
- Dipl.-Berufspäd. Amelie Morr (Author), 2008, Präventive Erziehungsberatung in der Sozialen Arbeit. Das Konzept „Starke Eltern - Starke Kinder“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1254780