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Selbstbestimmung im Milieu patriarchaler Familienstrukturen. Lessing als Wegbereiter der Frauenemanzipation?

Titel: Selbstbestimmung im Milieu patriarchaler Familienstrukturen. Lessing als Wegbereiter der Frauenemanzipation?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Daniel Loewen (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Ausgangspunkt dieser Hausarbeit ist die Frage, ob Lessing, als repräsentativer deutschsprachiger Schriftsteller des 18. Jahrhunderts, obwohl er sich an den theoretischen Debatten um das Thema der Frau nicht beteiligte, in seinen Dramen "Minna von Barnhelm" und "Emilia Galotti" derartige Frauenfiguren konzipierte, dass behauptet werden kann, er habe die "Anschauungen heutiger Feministen [antizipiert] und einen Anstoß zur Emanzipation der Frau [gegeben]".

Beate Sturges meint diesbezüglich, "daß ohne sein Zutun, die Gleichberechtigung der Frau nicht im selben Ausmaß fortgeschritten wäre." Auch Gisela F. Ritchie kommt zu dem Schluss, dass "Lessings Frauen [...] zu wahrhaft ebenbürtigen Partnern des Mannes" erstarken. Diese Aussagen sollen nun kritisch geprüft werden, wobei zunächst auf die historische Stellung der Frau im 18. Jahrhundert eingegangen werden soll. Daraufhin soll das Wort Emanzipation genau konturiert werden, da es die Basis weiterer Überlegungen darstellt. Bevor dann die beiden Werke auf ihre emanzipatorische Dimension hin analysiert werden, wird Lessings jugendliches literarisches Schaffen mit einbezogen, um im Fazit zu einem Ergebnis zu gelangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Stellung der Frau im 18. Jahrhundert

3. Klärung des Begriffs Emanzipation

4. Lessings frühes literarisches Schaffen

5. Minna von Barnhelm, oder das Soldatenglück

6. Emilia Galotti

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Emanzipation der Frau in den Dramen von Gotthold Ephraim Lessing, insbesondere Minna von Barnhelm und Emilia Galotti, vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Geschlechterrollen des 18. Jahrhunderts.

  • Historische Untersuchung des Frauenbildes im 18. Jahrhundert.
  • Begriffsbestimmung von Emanzipation als prozesshafte Selbstbestimmung.
  • Analyse und Interpretation weiblicher Figuren in Lessings Dramen.
  • Vergleich der emanzipatorischen Konzepte in Minna von Barnhelm und Emilia Galotti.

Auszug aus dem Buch

2. Die Stellung der Frau im 18. Jahrhundert

„Das Weib ist an ihr Haus und ihr Hauswesen mit Fesseln angebunden, die es nicht zerbrechen darf, und die ihm die Natur selbst so schön und leicht gemacht hat. Hier soll sie ihrem Gatten und Vaterlande gesunde Kinder erziehen helfen, hier den großen Beruf ihres Geschlechts ohne Zerstreuungen erfüllen. Ohne diese ihr von Natur vorgeschriebene Eingezogenheit und Gemüthsstille, würden ihr die Tage der Schwangerschaft und die Geschäfte der ersten Kindererziehung unerträglich vorkommen, die sie nun so gern, so willig sie zu ihr Geschlechtsbestimmung gehören, und weil ihr Mutterherz dabei lebhaft interessiert ist.“

Aus heutiger Sicht fällt es schwer, die zitierten Zeilen von Karl Friedrich Pockels, einem Zeitgenossen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, der sich über die Rolle der Frau äußert, ohne ein Schmunzeln zu lesen. „Frau-Sein ist identisch mit Da-Sein für andere“ formuliert treffend und präzise Pia Schmid bezüglich dieser Thematik. Der Wirkungskreis der Frau war nämlich völlig auf die häusliche, private Welt restringiert: den Ehestand, die Mutterschaft und das Sorgen für den Haushalt. Selbst die Bezeichnung Frau war nie als autonom verstanden, sondern immer in ihrer gesellschaftlichen Funktion – und somit bezüglich des anderen Geschlechts – definiert worden: Ehefrau, ledige Frau oder verwitwete Frau. Die Stellung der Frau war also deutlich eine untergeordnete, zweitrangige, die sich lediglich in der Abhängigkeit vom und der Beziehung zum Ehemann definierte. Eine Bevormundung beispielsweise bei der Wahl des Ehepartners von Seiten der Familie war daher unumgänglich, wobei, aufgrund der starken Abhängigkeit vom Elternhaus und des Mangels an „Überblick, an gesellschaftlichen Kontakten und Erfahrungen“, selten bei der Partnerwahl rebelliert wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage, ob Lessing als Vorreiter einer emanzipatorischen Frauenbewegung gelten kann.

2. Die Stellung der Frau im 18. Jahrhundert: Dieses Kapitel erläutert die historisch begründete Unterordnung und Abhängigkeit der Frau im 18. Jahrhundert.

3. Klärung des Begriffs Emanzipation: Hier wird der Begriff Emanzipation als historischer Prozess von der rechtlichen Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung definiert.

4. Lessings frühes literarisches Schaffen: Es wird untersucht, wie Lessing Frauen in seinen frühen Komödien darstellte und warum diese noch stark in traditionellen Rollenbildern verhaftet waren.

5. Minna von Barnhelm, oder das Soldatenglück: Dieses Kapitel analysiert Minna als moderne, emanzipierte Frau, die in ihrer Handlungsweise über die gesellschaftlichen Normen hinausgeht.

6. Emilia Galotti: Die Analyse von Emilia Galotti betrachtet das tragische Ende der Titelfigur als Konsequenz einer patriarchalisch geprägten Welt.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Lessing als differenzierten Beobachter gesellschaftlicher Zustände, der die emanzipatorische Problematik erkannte, aber die Realität seiner Zeit nicht auflösen konnte.

Schlüsselwörter

Emanzipation, Lessing, Frauenbild, 18. Jahrhundert, Minna von Barnhelm, Emilia Galotti, Geschlechterrolle, Patriarchat, Selbstbestimmung, Aufklärung, Dramenanalyse, Weiblichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwiefern Gotthold Ephraim Lessings Dramen Figuren enthalten, die als emanzipiert im Sinne des 18. Jahrhunderts betrachtet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die historische Stellung der Frau, die theoretische Definition von Emanzipation sowie die literarische Ausarbeitung von Frauenfiguren bei Lessing.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob Lessings Dramen die gesellschaftlichen Geschlechterrollen seiner Zeit festigen oder kritisch hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse historischer Quellen zum Frauenbild des 18. Jahrhunderts und eine werkimmanente Analyse von Lessings Stücken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine theoretische Begriffsbestimmung und konkrete Einzelanalysen der Stücke Minna von Barnhelm und Emilia Galotti.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Neben Emanzipation und Aufklärung sind die zentralen Begriffe das 18. Jahrhundert, Geschlechterrollen, Patriarchat und Selbstbestimmung.

Inwieweit spielt die Figur der Minna von Barnhelm eine Rolle?

Minna von Barnhelm wird als eine Figur hervorgehoben, die durch ihre Handlungsweise aktiv gesellschaftliche Normen überschreitet und als "erste moderne emanzipierte Frau" bezeichnet wird.

Wie bewertet die Arbeit Emilias Ende in Emilia Galotti?

Die Arbeit diskutiert Emilias Tod vor dem Hintergrund patriarchalisch strukturierter Machtverhältnisse und stellt die Frage nach der bewussten Wahl oder der erzwungenen Notwendigkeit des Todes.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Selbstbestimmung im Milieu patriarchaler Familienstrukturen. Lessing als Wegbereiter der Frauenemanzipation?
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,7
Autor
Daniel Loewen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
27
Katalognummer
V1253542
ISBN (eBook)
9783346686442
ISBN (Buch)
9783346686459
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbstbestimmung milieu familienstrukturen lessing wegbereiter frauenemanzipation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Loewen (Autor:in), 2021, Selbstbestimmung im Milieu patriarchaler Familienstrukturen. Lessing als Wegbereiter der Frauenemanzipation?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1253542
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Leseprobe aus  27  Seiten
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