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Die neue Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) nach dem MoMiG

Titel: Die neue Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) nach dem MoMiG

Hausarbeit , 2009 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jonatan Prosenjak (Autor:in)

BWL - Recht

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der zum 1.11.2008 neu geschaffenen Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt). Ihre Schaffung lässt sich auf die Notwendigkeit zurückführen, die Attraktivität der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zu steigern. Bevor auf die Unternehmergesellschaft näher eingegangen wird, sollen einige im Kontext dieser Arbeit wesentlichen Grundlagen zur GmbH dargestellt werden. Danach wird der Weg beschrieben, der zur umfangreichsten Reform des GmbH-Rechts seit 1980 führte. Exemplarisch wird die englische Rechtsform der Limited vorgestellt, da sie von Unternehmensgründern vermehrt der Rechtsform der GmbH vorgezogen wurde. Letztendlich wird die Unternehmergesellschaft vorgestellt, auf mögliche Schwachstellen hingewiesen und einer abschließenden Würdigung unterzogen.

[...]

Leseprobe


Gliederung

A. Einleitung

I. Die historische Entwicklung der GmbH

II. Wesensmerkmale der GmbH

B. Die Gründe für einen Reformbedarf der GmbH

I. Wettbewerb der Rechtsformen

1. „Überseering“ und „Inspire-Art“-Urteil

2. Konsequenzen der Urteile

II. Die Limited – eine Alternative zur GmbH?

1. Vorteile der Limited

2. Nachteile der Limited

III. Zwischenfazit

C. Maßnahmen zur Stärkung der GmbH als Rechtsform

I. Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

1. Grundlegende Eigenschaften

2. Die Sonderbestimmungen des § 5a GmbHG

3. Haftungsbeschränkung ohne Mindeststammkapital-erfordernis

4. Praktische Überlegungen zur Höhe des Stammkapitals

5. Sonstige Meinungen zur Tauglichkeit der Unternehmer-gesellschaft (haftungsbeschränkt)

II. Weitere Maßnahmen

D. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Einführung der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) durch das MoMiG, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen GmbH im Vergleich zur englischen Limited zu erhöhen und Gründungshemmnisse zu reduzieren.

  • Historische Entwicklung und Wesensmerkmale der GmbH
  • Wettbewerb der Rechtsformen und Einfluss der europäischen Rechtsprechung
  • Vor- und Nachteile der Limited für deutsche Gründer
  • Die Unternehmergesellschaft als neue Einstiegsvariante der GmbH
  • Regelungen zur Kapitalaufbringung und Thesaurierungspflicht

Auszug aus dem Buch

C. Maßnahmen zur Stärkung der GmbH als Rechtsform

Im dritten Abschnitt wurde gezeigt, wie die Rechtsprechung des EuGH den Wettbewerb zwischen den europäischen Gesellschaftsformen beförderte. Hierdurch kam es europaweit zu nationalen Reformprojekten, um sich dem Wettbewerb des Gesellschaftsrechts zu stellen. In Deutschland wurde das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) auf den Weg gebracht. Bei dessen Ausarbeitung standen drei Ziele im Vordergrund. Es sollte die Beschleunigung von Unternehmensgründungen erreicht werden, die Attraktivität der GmbH sollte im Hinblick auf den europäischen Wettbewerb der Rechtsformen erhöht werden und Missbrauchsfälle im Zusammenhang mit der GmbH sollten bekämpft werden.

Im Rahmen dieser Arbeit ist die durch das MoMiG konzipierte Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) von besonderem Interesse. Aufgrund der steigenden Zahl von Unternehmensgründungen in der Rechtsform der englischen Limited erkannte der deutsche Gesetzgeber die Notwendigkeit die Attraktivität der GmbH zu stärken. So sollte die Lücke, die zwischen der konventionellen GmbH und einer Personengesellschaft besteht, geschlossen werden, da scheinbar gerade von jungen Existenzgründern eine solche Rechtsform erwünscht wurde. Während der Ausarbeitung des MoMiG wurden kontroverse Diskussionen geführt, wie solch eine Lösung auszusehen hätte, wobei auf der einen Seite die Schaffung einer neuen Rechtsform neben der GmbH und auf der anderen Seite eine Nachjustierung der GmbH gewünscht wurde. Letztendlich schuf der Gesetzgeber mit der Unternehmergesellschaft eine spezielle Form der GmbH und ging einen eigenen Weg.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Attraktivität der GmbH und die Zielsetzung der Arbeit ein, die neu geschaffene Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) zu beleuchten.

B. Die Gründe für einen Reformbedarf der GmbH: Das Kapitel erläutert den zunehmenden Wettbewerb der Rechtsformen durch europäische Urteile sowie die Vor- und Nachteile der englischen Limited für deutsche Existenzgründer.

C. Maßnahmen zur Stärkung der GmbH als Rechtsform: Hier werden die durch das MoMiG eingeführten Sonderregelungen für die Unternehmergesellschaft sowie weitere Maßnahmen zur Modernisierung des GmbH-Rechts detailliert analysiert.

D. Fazit: Das Fazit bewertet die Unternehmergesellschaft als gelungene Einstiegsvariante zur GmbH, die den Mittelweg zwischen Gläubigerschutz und Erleichterung von Gründungen findet.

Schlüsselwörter

GmbH, Unternehmergesellschaft, MoMiG, Limited, Rechtsform, Haftungsbeschränkung, Stammkapital, Gläubigerschutz, Gesellschaftsrecht, Gründung, Mindeststammkapital, Kapitalaufbringung, Thesaurierung, Kapitalerhaltung, Wettbewerb

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der zum 1.11.2008 eingeführten Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) im Rahmen des MoMiG und der Frage, wie diese die Attraktivität der deutschen GmbH stärken soll.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Wettbewerb der europäischen Rechtsformen, die Attraktivität der englischen Limited gegenüber der GmbH und die gesetzlichen Anpassungen durch das MoMiG.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Gründe für den Reformbedarf der GmbH aufzuzeigen und zu untersuchen, ob die neue Unternehmergesellschaft eine effektive Alternative bzw. Einstiegsvariante zur klassischen GmbH darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtstheoretischen und rechtsökonomischen Analyse der Gesetzeslage, ergänzt durch die Auswertung von Fachliteratur und aktueller europäischer sowie deutscher Rechtsprechung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, die Konsequenzen der EU-Rechtsprechung (Überseering/Inspire-Art), die Vor- und Nachteile der Limited sowie die spezifischen Regelungen für die neue Unternehmergesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind GmbH, Unternehmergesellschaft, MoMiG, Limited, Haftungsbeschränkung, Stammkapital und Gläubigerschutz.

Was hat es mit der „Thesaurierungspflicht“ der Unternehmergesellschaft auf sich?

Die Thesaurierungspflicht (§ 5a III GmbHG) verpflichtet die Gesellschaft, mindestens ein Viertel des Jahresüberschusses in eine Rücklage einzustellen, um das Eigenkapital schrittweise zu erhöhen.

Warum wird die Unternehmergesellschaft manchmal als „Einstiegsvariante“ bezeichnet?

Da sie eine Gründung mit geringem Kapital ermöglicht, dient sie als flexibler Einstieg, wobei das Ziel des Gesetzgebers ist, durch die Rücklagenbildung mittelfristig eine „reguläre“ GmbH mit 25.000 Euro Stammkapital zu erreichen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die neue Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) nach dem MoMiG
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Veranstaltung
Seminar zum Handels- und Gesellschaftsrecht für Studierende der Wirtschaftswissenschaften
Note
1,3
Autor
Jonatan Prosenjak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
28
Katalognummer
V125083
ISBN (eBook)
9783640300303
ISBN (Buch)
9783640305131
Sprache
Deutsch
Schlagworte
haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft MoMiG Limited Haftungsbeschränkung Inspire Art Überseering UG (haftungsbeschränkt) 1-Euro-GmbH Unternehmergesellschaft Mini-GmbH GmbH-Recht Stammkapital Kapitalsystem Durchgriffshaftung Kapitalaufbringung Kapitalerhaltung § 5a GmbHG Sonderbestimmungen Gläubigerschutz Eigenkapitalersatzrecht Haftung Ausfallhaftung Gesellschaftsrecht Firmierung Sacheinlage Volleinzahlung Kapitalerhöhung persönliche Haftung Kreditwürdigkeit Vermögensvermischung Haftung nach § 823 I BGB Verlustpuffer Seriosität materielle Unterkapitalisierung Schadensersatz Thesaurierungspflicht Mustersatzung Gewinnausschüttung Mindeststammkapital Rechtsform
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonatan Prosenjak (Autor:in), 2009, Die neue Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) nach dem MoMiG, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/125083
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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