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Medienbeiträge über Terroranschläge in der Spannung von Ethik und Qualität

Title: Medienbeiträge über Terroranschläge in der Spannung von Ethik und Qualität

Term Paper , 2022 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maximilian Greger (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions

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Summary Excerpt Details

Die Arbeit versucht die Frage zu beantworten, wie der neue Terrorismus funktioniert, welche Auswirkung die Berichterstattung darüber hat und zeigt zum Schluss mögliche Lösungsvorschläge auf.

Terroranschläge sind immer Ausnahmesituationen - auch für Journalist:innen. Es ist ihre Rolle, dem Informationsbedürfnis der Bevölkerung in solchen Situationen gerecht zu werden. In den Redaktionen herrscht aber oft Chaos und Hektik. Vor dem Hintergrund des Kampfes um Klicks und Likes, will jedes Medium möglichst das Erste sein, das neue Erkenntnisse veröffentlicht. Dabei bleibt oft sehr wenig Zeit, journalistischen Ansprüchen gerecht zu werden – vor allem in Bezug auf Faktizität und Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Opfer.

Für Journalist:innen ist es deshalb wichtig, sich bereits vor einem solchen Ereignis der eignen Verantwortung bewusst zu werden, damit im Fall der Fälle rational und verantwortungsvoll gehandelt werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärung

2.1 Terrorismus

2.2 Ethik im Journalismus

2.3 Qualität im Journalismus

3 Terrorismus als Kommunikationsstrategie

3.1 Der neue Terrorismus

3.2 Öffentlichkeitsarbeit im Terrorismus

4 Auswirkungen der Berichterstattung über Terroranschläge

4.1 Journalist:innen als Erfüllungsgehilfen

4.2 Nachahmungstaten

5 Lösungsansätze

5.1 Pressekodex

5.2 Quarantäne der Informationen

5.3 Empfehlungen nach Robertz und Kahr

6 Fallbeispiele

6.1 Anschlagsserie in Brüssel am 22. März 2016

6.2 Anschlag in Wien 02. November 2020

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das medienethische Spannungsfeld, in dem sich Journalist:innen bei der Berichterstattung über Terroranschläge bewegen, mit dem Ziel, Kriterien für eine verantwortungsbewusste Berichterstattung zu identifizieren, die eine Instrumentalisierung durch Terrorgruppen sowie Nachahmungseffekte minimiert.

  • Journalist:innen als unfreiwillige Instrumente von Terrororganisationen
  • Die Rolle von Qualität und Ethik in Ausnahmesituationen
  • Analyse von Nachahmungstaten und dem "Werther-Effekt" in der Terrorberichterstattung
  • Evaluation praktischer Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen für Redaktionen

Auszug aus dem Buch

4.1 Journalist:innen als Erfüllungsgehilfen

Trotz der Möglichkeit der direkten Kommunikation, sind Terror-Organisationen auch weiter auf Massenmedien angewiesen, um ein möglichst großes Publikum zu erreichen. Sie wählen dafür gezielt Orte aus, die ein möglichst großes Medienecho hervorrufen. Vor einigen Jahrzehnten waren das vor allem international relevante Ereignisse, wie Fußballweltmeisterschaften, Olympische Spiele oder politische Gipfeltreffen. Der auf Terrorismus spezialisierte Politikwissenschaftler Bruce Hoffmann sieht die Geiselnahme israelischer Sportler bei den olympischen Winterspielen 1972 als ersten terroristischen Akt, der bewusst die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit gesucht hat. Die Relevanz dieser herausragenden Ereignisse hat aber stark abgenommen (Meckel 2008, S. 252). Über das Internet und dort insbesondere über soziale Netzwerke, können internationale Medien unmittelbar und ohne großen Aufwand Nachrichten aus der ganzen Welt produzieren. Informationen, Bilder und Videos von Amateur:innen verbreiten sich in Windeseile und können von Redaktionen weltweit einfach aufgegriffen werden (Deutschlandfunk 03.11.2020). Teilweise müssen sie sogar aufgegriffen und Teil der Berichterstattung werden, denn durch die globale Vernetzung, insbesondere über die sozialen Medien, verbreiten sich die Bilder und Informationen ohnehin (Meckel 2008, S. 254). Die Frage, ob Journalist:innen berichten sollen, um einer Instrumentalisierung aus dem Weg zu gehen, stellt sich also gar nicht mehr. Vielmehr können sie aber entscheiden, wie sie darüber berichten und das Material einordnen. Durch den großen ökonomischen Druck, bei der Berichterstattung möglichst der erste mit den meisten Informationen und Bildern zu sein um möglichst viele Aufrufe (und damit (Werbe-) Einnahmen) zu generieren, liegen zwischen der ersten Meldung und dem ersten Bericht nur wenige Minuten. Damit bieten die Medien den Terrorist:innen eine gigantische weltweite Plattform, auf der sie die terroristische Symbolik verbreiten können (Meckel 2008, S. 252).

Journalist:innen bewegen sich hier in einem Spannungsfeld. Einerseits sind sie der Aktualität und Relevanz in der Berichterstattung verpflichtet und müssen damit auch über Terroranschläge berichten und diese weiter in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Andererseits erfüllen sie damit eine der wichtigen Funktionen des neuen Terrorismus: Sie verbreiten die Schreckensbotschaften der ganzen Welt und helfen damit den Terrorist:innen ihre Ziele zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Rolle der Journalist:innen in Ausnahmesituationen wie Terroranschlägen und den daraus resultierenden Zielkonflikt zwischen Informationspflicht und den Risiken von Fehlberichterstattung oder Instrumentalisierung.

2 Begriffsklärung: Hier werden die zentralen Begriffe Terrorismus, Ethik im Journalismus sowie Qualität im Journalismus definiert und in einen theoretischen Kontext gesetzt.

3 Terrorismus als Kommunikationsstrategie: Dieses Kapitel erläutert den "neuen Terrorismus", der verstärkt auf psychologische Wirkung und mediale Öffentlichkeit setzt, sowie die gezielte PR-Arbeit von Terrororganisationen.

4 Auswirkungen der Berichterstattung über Terroranschläge: Es wird analysiert, inwiefern journalistische Berichterstattung ungewollt die Ziele von Terroristen unterstützen kann und welche Mechanismen zu Nachahmungstaten führen.

5 Lösungsansätze: Das Kapitel diskutiert kritisch Möglichkeiten zur professionellen Berichterstattung, von etablierten Kodizes bis hin zu konkreten wissenschaftlichen Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Terrornachrichten.

6 Fallbeispiele: Anhand der Anschläge in Brüssel (2016) und Wien (2020) wird aufgezeigt, wie Medien in der Praxis häufig an den Anforderungen einer ethisch reflektierten Berichterstattung scheitern.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass nicht das "Ob", sondern das "Wie" der Berichterstattung entscheidend ist und appelliert an ein verantwortungsbewusstes Handeln frei von bloßem Quotendruck.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Medienethik, Journalismus, Berichterstattung, Qualitätssicherung, Instrumentalisierung, Nachahmungseffekt, Werther-Effekt, Pressekodex, Informationsquarantäne, soziale Medien, Fallbeispiele, Terroranschläge, Nachrichtenfaktoren, Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, die Terroranschläge an den Journalismus stellen, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen der journalistischen Informationspflicht und ethischen Anforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die instrumentelle Ausnutzung der Medien durch Terrorgruppen, die Gefahr der Verbreitung von Falschinformationen in Eil-Meldungen und die psychologischen Effekte der Berichterstattung auf potenzielle Nachahmer.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Rolle von Medien im "terroristisch-medialen Beziehungskomplex" zu beleuchten und konkrete Leitlinien für eine professionelle Berichterstattung zu erarbeiten, die Schaden abwendet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die Auswertung von Studien zu Medieneffekten sowie die qualitative Betrachtung von Fallbeispielen zur Illustration der theoretischen Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Terrorismus als Kommunikationsstrategie, die Auswirkungen der Berichterstattung und evaluiert Lösungsansätze sowie konkrete Handlungsempfehlungen nach Robertz und Kahr.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Ethik, Instrumentalisierung, Qualität im Journalismus, Nachahmungseffekt und journalistische Sorgfaltspflicht bilden den Kern der Arbeit.

Warum wird im Kontext der Berichterstattung vom "Werther-Effekt" gesprochen?

Der "Werther-Effekt" beschreibt, dass die ausführliche mediale Darstellung von Suiziden oder kriminellen Taten eine Vorbildfunktion für gefährdete Personen einnehmen und zu Nachahmungstaten führen kann.

Welche Rolle spielt der Pressekodex bei der Empfehlung des Autors?

Der Pressekodex fungiert als ethischer Rahmen, wobei der Autor betont, dass zwar allgemeine Regeln für die Gewalt-Berichterstattung existieren, jedoch spezifischere Leitlinien für Terrorereignisse nötig sind, um eine Instrumentalisierung zu verhindern.

Wie bewerten die Fallbeispiele die aktuelle Berichterstattungspraxis?

Die Fallbeispiele Brüssel und Wien zeigen, dass Medienhäuser trotz häufiger Kritik oft in alte Muster verfallen und im Wettlauf um Schnelligkeit ("Breaking-News-Modus") auf eine sorgfältige Faktenprüfung verzichten.

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Details

Title
Medienbeiträge über Terroranschläge in der Spannung von Ethik und Qualität
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Qualität und Ethik der öffentlichen Kommunikation
Grade
1,7
Author
Maximilian Greger (Author)
Publication Year
2022
Pages
17
Catalog Number
V1250176
ISBN (eBook)
9783346684776
ISBN (Book)
9783346684783
Language
German
Tags
Journalismus Ehtik Medienehtik Terrorismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Greger (Author), 2022, Medienbeiträge über Terroranschläge in der Spannung von Ethik und Qualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1250176
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