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Die menschliche Erfahrung von Leid und Krieg - Friede als Utopie?

Eine philosophische Reflexion über das Wesen des Friedens

Title: Die menschliche Erfahrung von Leid und Krieg - Friede als Utopie?

Thesis (M.A.) , 2008 , 96 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Helmut Wagner (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Summary Excerpt Details

Ist ein Zustand von dauerhaftem Frieden zwischen den Menschen angesichts der menschlichen Erfahrung von Leid und Krieg eine reine Utopie? - so lautet das Thema dieser Arbeit. Der Verfasser geht sein Thema aus zwei verschiedenen Blickrichtungen - dem der Gegenseitigkeits- und Antizipationslogik und dem der politischen Anthropologie an. Dabei kommt er unter dem ersten Aspekt zu dem Ergebnis, dass Friede im Kontext einer Ordnung von Recht und Gewalt stets nur kurzfristig und regional begrenzt den Frieden zu sichern vermag, was er an historischen Beispielen zu belegen versucht. Unter dem zweiten Aspekt, dem der politischen Anthropologie, kommt er zu einem ähnlichen Ergebnis. Da die Friedenssicherung im Kontext einer Ordnung von Macht und Gewalt stets von einer politischen Anthropologie à la Thukydides, Machiavelli und Hobbes ausgehe - von einem tendenziell pessimistischen Menschenbild also - könne sie nur von begrenzter Reichweite sein. Das Anliegen des Verfassers ist es letztlich nachzuweisen, dass diese 'negative' Anthropologie durch eine 'positive' ersetzt werden müsse, wenn man das Ziel dauerhaften Friedens ernst nehme. Letztlich streben alle Menschen nach Frieden, betrachten diesen aber erst als erreicht, wenn ihre Ziele wenigstens annäherungsweise erreicht würden und ihre Bedürfnisse gestillt. Dies führe tatsächlich zu dem Hobbes'schen bellum omnium contra omnes. Da den Menschen das Bedürfnis nach Frieden aber letztlich eingeboren sei, bleibe ihnen nichts anderes übrig als auf der Suche nach dem Guten den von Platon vorgezeichneten Erkenntnisweg des Philosophen zu beschreiten. Und diesen Erkenntnisweg zeichnet der Verfasser in stetem Blick auf das platonische Sonnen- und Höhlengleichnis - man ist geradezu versucht, zu sagen: liebevoll - nach.
Nur so könne er über Stufen und dornenvolle Wegstrecken (zu denen u.a. auch die Beachtung der aristotelischen Mesotes-Lehre gehöre) zur Herstellung des Friedens im Erkennenden selbst und durch seine Vermittlung dann schließlich auch in der Gesellschaft gelangen. Schließlich habe es einen Zustand des Friedens schon einmal gegeben, zumindest sei er als alter Menschheitstraum im Bewußtsein der Völker präsent, was am Beispiel des Rousseau'schen Discours, aber auch anhand der verschiedenen Erinnerungskulturen vom "Goldenen Zeitalter", von der "Traumzeit", vom "Paradies" etc. belegbar sei.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A Das Paradox von Krieg und Frieden. Eine Betrachtung von Außen.

B Die menschliche Erfahrung von Leid und Krieg - Friede als Utopie?

I. Der Krieg als politische Realität. Von der Unmöglichkeit des Friedens im Kontext einer Ordnung von Macht und Gewalt.

1. Politischer Realismus, warum er berechtigt ist.

2. Die politische Ordnung, warum sie bedenklich ist.

3. Krieg als ethisch legitimes Mittel der Politik?

4. Actio = reactio, oder hinein in den unbegrenzten Kriegszustand!

5. Warum das System den Menschen zum Handeln zwingt.

6. Der Krieg als auswegsloses Schicksal des Menschen?

II. Der Friede als natürliche Wahrheit. Vom natürlichen Ursprung des Menschen als eines friedlichen Wesens.

1. Die Hypothese vom friedlichen Naturzustand.

2. Der Verfall - Verlust des Friedens in den Ketten der Unfreiheit.

III. Die historischen Ordnungen des Friedens als empirischer Ausdruck eines politischen Strebens nach Frieden.

IV. Von der unbegrenzten Natur des Friedens. Was bedeutet Friede über die politische Konzeption hinaus?

V. Innerer Friede durch Umkehr und Einkehr. Von der grundsätzlichen Notwendigkeit einer Herrschaft des Philosophen.

1. Vom Ort des Friedens - eine Reise ins innere Selbst.

2. Die Überwindung der inneren Zerrissenheit des Menschen.

3. Erforschen wir den geistigen Frieden!

4. Von der Wendung des Blicks zur innerlichen Einkehr.

5. Die Fähigkeit des Philosophen zur vernünftigen Selbstherrschaft.

VI. Die Vernunft als Bedingung einer natürlichen Ordnung des Friedens. Über Utopie und Realität eines Friedens der Gewaltfreiheit.

1. Die Vernunft als handlungsleitendes Prinzip.

2. Über die vernünftige Handlung zur Natur der Tugend.

3. Das Beispiel Gandhi - die natürliche Tugend der Gewaltfreiheit.

4. Tugendhaftigkeit als bewusste Entscheidung für das gute Leben.

VII. Der Aufstieg des Philosophen von der Dunkelheit ans Licht. Wandel im Bewusstsein als Bedingung für vernunftgemäße Erkenntnis.

1. Wandel im Bewusstsein durch Selbsterkenntnis.

2. Vom geistigen Aufstieg des Philosophen ans Licht.

3. Oben angekommen, was erkennt der Philosoph im Licht?

VIII. Einsicht in die vernunftgemäße Ordnung der Natur. Was ist die Idee des Guten, wer bewirkt sie?

1. Die Idee des Guten, was sie bedeutet.

2. Die Wissenschaft erkennt sie nicht, aber der Philosoph?

3. Über das Gute, das die Idee bewirkt.

IX. Die Verwirklichung der Idee des Guten - oder der Weg in die Einheit einer natürlichen Ordnung des Friedens.

C Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische Reflexion über das Wesen des Friedens und hinterfragt, ob der Friede angesichts einer kriegskulturellen Realität lediglich als Utopie zu betrachten ist. Zentral ist die Forschungsfrage, wie durch eine Rückbesinnung auf die vernunftgemäße Natur des Menschen ein Zustand wahrhaften, gewaltfreien Friedens erreicht werden kann, der über rein machtpolitische Konzeptionen hinausgeht.

  • Kritik am politischen Realismus und der Logik der Gewalt.
  • Die geistige Natur des Menschen als Ursprung des Friedens.
  • Vergleich von historischen Friedensordnungen und philosophischen Entwürfen (Platon, Aristoteles, Hobbes, u.a.).
  • Die Rolle der Vernunft und der Tugendhaftigkeit in der Selbstverwirklichung.
  • Die Notwendigkeit einer spirituellen Umkehr zur Erlangung echter Friedensfähigkeit.

Auszug aus dem Buch

A Das Paradox von Krieg und Frieden. Eine Betrachtung von Außen.

Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung der Menschheit in den letzten 2500 Jahren seit der von Karl Jaspers so benannten Achsenzeit, erscheint diese als eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Zumindest nach der gängigen Art und Weise, wie uns die zivilisatorische Entwicklung des Menschen vermittelt wird. Sie wird uns erzählt als die Geschichte eines unaufhaltsamen Aufstiegs, die ihren Beweis in dem unbestrittenen materiell-technologischen Entwicklungsstand findet, der im Zeitalter der Moderne nun unbestreitbar seinen krönenden Höhepunkt erreicht hat. Doch ist es nicht zugleich auch eine Geschichte voller ungelöster Rätsel und unversöhnter Paradoxien, die auch anders erzählt werden kann - als ein menschliches Drama von Sieg und Niederlage? Für den entfernten Beobachter aus dem Weltall, der auf dieses irdische Schauspiel herabsieht, mag dies in erster Linie eine Frage der Perspektive sein.

Sicherlich wird er die geläufige Version aus den Schulbüchern nachvollziehen können, wenn er einen Blick auf die zivilisatorischen Errungenschaften der modernen Menschheit von heute wirft. Es wird ihm Respekt abnötigen, wenn er sieht, zu welch physischen Höchstleistungen, kreativen Kunstwerken, wissenschaftlichen Entdeckungen und monumentalen Prachtbauten die Spezies Mensch fähig ist. Und doch wird ihm, als Außenstehendem, dieses Schauspiel auch einiges an Rätseln aufwerfen. An allen Schauplätzen dieser Welt wird er zu jeder Zeit innerhalb der genannten Zeitspanne beobachten können, wie die Bewohner dieser Welt sich scheinbar aus dem Nichts heraus mit blutigen Kriegen überziehen und ihre großartigen kulturellen Errungenschaften im Nu wieder dem Erdboden gleichmachen.

Im Kontrast hierzu wird er ebenfalls an allen Schauplätzen dieser Welt zu jeder Zeit ein einträchtiges Zusammenleben in Frieden und Harmonie, fruchtbare Phasen höchster kultureller Blüte und ungeheuren zivilisatorischen Fortschritts beobachten können. Er blickt nun also herab auf die verwirrende menschliche Realität von Krieg und Frieden. Ihm erscheint diese Realität dabei weniger als die logisch-stringente Geschichte eines unaufhaltsamen Aufstiegs, sondern wohl eher im Sinne von Friedrich Nietzsche als die Wiederkehr des Ewiggleichen in verschiedener Gestalt und Form - ein nicht enden wollender Akt von Schöpfung und Zerstörung.

Zusammenfassung der Kapitel

A Das Paradox von Krieg und Frieden. Eine Betrachtung von Außen: Einführung in die widersprüchliche menschliche Geschichte, die zwischen zivilisatorischem Fortschritt und wiederkehrender kriegerischer Zerstörung schwankt.

B Die menschliche Erfahrung von Leid und Krieg - Friede als Utopie?: Einordnung des Themas in den philosophischen Diskurs über das menschliche Leiden und die Frage nach der Realisierbarkeit von Frieden.

I. Der Krieg als politische Realität. Von der Unmöglichkeit des Friedens im Kontext einer Ordnung von Macht und Gewalt: Analyse der Machtpolitik und der realistischen Theorie, die Krieg als Normalzustand innerhalb staatlicher Strukturen begreift.

II. Der Friede als natürliche Wahrheit. Vom natürlichen Ursprung des Menschen als eines friedlichen Wesens: Erörterung der Hypothese eines ursprünglichen, friedlichen Naturzustands, der durch gesellschaftliche Entwicklungen verloren ging.

III. Die historischen Ordnungen des Friedens als empirischer Ausdruck eines politischen Strebens nach Frieden: Untersuchung, wie verschiedene historische politische Ordnungen versuchten, Frieden durch Macht und Verträge zu institutionalisieren.

IV. Von der unbegrenzten Natur des Friedens. Was bedeutet Friede über die politische Konzeption hinaus?: Sprachhistorische Analyse, die aufzeigt, dass Frieden eine umfassendere Qualität als nur die Abwesenheit von Krieg besitzt.

V. Innerer Friede durch Umkehr und Einkehr. Von der grundsätzlichen Notwendigkeit einer Herrschaft des Philosophen: Plädoyer für den inneren Frieden als Voraussetzung für äußeren Frieden und die Rolle geistiger Selbsterkenntnis.

VI. Die Vernunft als Bedingung einer natürlichen Ordnung des Friedens. Über Utopie und Realität eines Friedens der Gewaltfreiheit: Untersuchung der Vernunft als Prinzip und das Beispiel Gandhis als Modell für praktische Gewaltfreiheit.

VII. Der Aufstieg des Philosophen von der Dunkelheit ans Licht. Wandel im Bewusstsein als Bedingung für vernunftgemäße Erkenntnis: Beschreibung des philosophischen Erkenntnisprozesses durch Selbsterkenntnis und Aufstieg aus der Höhle.

VIII. Einsicht in die vernunftgemäße Ordnung der Natur. Was ist die Idee des Guten, wer bewirkt sie?: Philosophische Untersuchung über das höchste Gut als metaphysische Quelle der Ordnung.

IX. Die Verwirklichung der Idee des Guten - oder der Weg in die Einheit einer natürlichen Ordnung des Friedens: Schlussfolgerung über die Transformation des Einzelnen und der Gesellschaft durch die Orientierung an der göttlichen bzw. vollkommenen Idee.

C Fazit: Zusammenfassende Betrachtung über die Notwendigkeit, Frieden nicht nur als politisches Ziel, sondern als existenzielle, im geistigen Wesen des Menschen verankerte Realität zu begreifen.

Schlüsselwörter

Philosophische Anthropologie, Friedensphilosophie, Kriegskultur, Politische Ordnung, Macht und Gewalt, Vernunft, Tugendlehre, Selbsterkenntnis, Idee des Guten, Gewaltfreiheit, Existenz, Transzendenz, Metaphysik, Gesellschaftskritik, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert philosophisch über das Wesen von Frieden und Krieg und stellt die Frage, ob dauerhafter Frieden in einer von Macht und Gewalt geprägten Welt nur eine Utopie ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft historische Analysen von Friedensordnungen mit klassischen philosophischen Ansätzen, um die Ursachen für menschliche Gewalt und den Weg zu einem natürlichen, friedlichen Zusammenleben zu ergründen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Frieden aus der künstlichen Umklammerung einer Logik von Macht und Gewalt zu befreien und als ein tief in der geistigen Natur des Menschen verankertes Gut zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-reflexive Methode, die sich auf Denker wie Platon, Aristoteles, Hobbes, Rousseau und Habermas stützt, um normative Konzepte auf die heutige politische Realität anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die kriegerische Realität der politischen Ordnung, die Bedeutung der inneren Umkehr und Selbsterkenntnis für den Einzelnen sowie die metaphysischen Grundlagen einer Ordnung, die auf der Idee des Guten basiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Friedensphilosophie, geistige Natur, Selbsterkenntnis, Gewaltfreiheit und Machtstrukturen charakterisiert.

Inwiefern spielt der "Naturzustand" bei Thomas Hobbes eine Rolle?

Hobbes dient als zentraler Gegenentwurf, da er den Menschen als kriegerisches Wesen definiert und Frieden nur als künstliches, durch staatliche Gewalt erzwungenes Konstrukt zulässt, was der Autor kritisch hinterfragt.

Welche Bedeutung hat das Beispiel Mahatma Gandhis?

Gandhi dient als gelebtes Beispiel für das Prinzip der Gewaltfreiheit (Ahimsa), das zeigt, wie ein auf geistiger Wahrheit basierendes Handeln eine realpolitische Alternative zum kriegerischen Denken darstellen kann.

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Details

Title
Die menschliche Erfahrung von Leid und Krieg - Friede als Utopie?
Subtitle
Eine philosophische Reflexion über das Wesen des Friedens
College
LMU Munich  (Geschwister-Scholl-Institut)
Grade
1,5
Author
Helmut Wagner (Author)
Publication Year
2008
Pages
96
Catalog Number
V124972
ISBN (eBook)
9783640299720
ISBN (Book)
9783640304615
Language
German
Tags
Erfahrung Leid Krieg Friede Utopie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helmut Wagner (Author), 2008, Die menschliche Erfahrung von Leid und Krieg - Friede als Utopie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/124972
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