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Das Gewalt-Phänomen "Paki-bashing" in Großbritannien (England) der 1970er Jahre

Eine Betrachtung anhand soziologischer Theorien der Distinktion & Zugehörigkeit

Titel: Das Gewalt-Phänomen "Paki-bashing" in Großbritannien (England) der 1970er Jahre

Hausarbeit , 2021 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Oliver Timm (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit war es, ein Gewalt-Phänomen Großbritanniens (England im Speziellen) der 1970er-Jahre, respektive dessen ‚Grundmechaniken‘ und die zugrundeliegenden Vorurteile unter Zuhilfenahme verschiedener Ansätze und Theorien der Soziologie näher zu betrachten. Des Weiteren soll der Motivation dieser Gewaltausübung nachgegangen und überprüft werden, ob es sich hierbei um rassistisches oder nationalistisch geprägtes Handeln, oder um eine Mischform handelte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Zieldefinition

2. Der Begriff des „Paki-bashing“ und die sozio-kulturelle Verortung des Phänomens

2.1. „Paki-bashing“; eine (erweiterte) Begriffserläuterung

2.2. Die Migration nach Großbritannien in Zusammenhang des kolonialen Erbes

2.3. Die sozial-politischen Folgen der Migrationsbewegungen

3. Soziologische Betrachtung der zugrundeliegenden Phänomene und daraus resultierenden sozialen Prozesse:

3.1. Die Unterscheidungen der Migrant:innen nach ethnischer Herkunft und damit einhergehende Klassifikationen

3.2. Stereotypisierungen & Vorurteile

3.3. Symbolische Grenzziehungen

4. „Paki bashing“ – der Versuch einer Einordnung: rassistisch und/oder nationalistisch?

4.1. Die „Rassismus“-Definition(en) in der Soziologie

4.1.1. Zwischenfazit: Rassismus

4.2. „Nationalismus“

4.2.1. Zwischenfazit: Nationalismus

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist die soziologische Analyse des Gewaltphänomens „Paki-bashing“ im Großbritannien der 1970er-Jahre sowie die Untersuchung, ob dieses Handeln primär rassistisch oder nationalistisch motiviert war.

  • Grundlagen des Begriffs „Paki-bashing“ und historischer Kontext der Migration
  • Soziale Prozesse durch Klassifikation und Stereotypisierung
  • Bedeutung symbolischer Grenzziehungen in der britischen Gesellschaft
  • Soziologische Differenzierung von Rassismus und Nationalismus
  • Analyse der Täter-Motivation und des damaligen gesellschaftlichen Gewaltdiskurses

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Unterscheidung der Migrant:innen nach ethnischer Herkunft und damit einhergehende Klassifikationen

Die oben genannte Unterscheidung zwischen den „African Caribbeans“ und den „Asians“ zeugt von einer kategorialen Unterscheidung beider Gruppen voneinander in Bezug auf die vermeidlich homogene Beschaffenheit der ‚alteingesessenen‘ Bevölkerung. Generell geschieht die Zuweisung zu einer sozialen Gruppe anhand von Unterscheidungen der ‚Zugehörigkeit‘. Hirschhauer unterscheidet zwei Formen der „sozialen Zugehörigkeit“: Die „kategoriale“ und die „relationale“ Zugehörigkeit. Bei der kategorialen Betrachtungsweise handelt es sich um eine grob kognitive Unterteilung auf Basis von sozialen oder wie im vorliegenden Fall, ethnischen Zusammenfassungen. Individuen werden verallgemeinernd als „Exemplare“ betrachtet. Die relationale Betrachtung bezieht sich hingegen auf soziale Bindungen untereinander (Vgl. 2017: 30f.).

Die „Pakistanis“ wurden in diesem Zusammenhang stets als kategoriale Gruppe angesehen, während sich die Alteingesessenen in relationalen Bezügen als diverser sehen. Hier spielt speziell das bereits früher geschaffene Klassensystem der britischen Gesellschaft eine Rolle, wie Neckel und Sutterlüty (2010: 228) darlegen: „Soziale Semantiken und die ihnen zugrunde liegenden Klassifikationsprozesse beziehen sich stets auf jene Unterschiede zwischen Personen und Gruppen, die in der gesellschaftlichen Wahrnehmung aufgrund aktueller Vorgänge oder tradierter Einstellungsmuster besondere Relevanz besitzen. Sie sind daher untrennbar mit der Sozialstruktur einer Gesellschaft verwoben, stellen sie doch Deutungen und Bewertungen bestehender sozialer Ungleichheiten dar. [...]. Klassifikationen sind [...] keine ‚Dinge‘, sondern symbolische Formen der Wirklichkeitskonstruktion, [...].“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Zieldefinition: In diesem Kapitel werden das Forschungsziel, die methodische Vorgehensweise und die Struktur der Untersuchung dargelegt.

2. Der Begriff des „Paki-bashing“ und die sozio-kulturelle Verortung des Phänomens: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs sowie eine Darstellung des historischen Migrationshintergrunds nach 1945.

3. Soziologische Betrachtung der zugrundeliegenden Phänomene und daraus resultierenden sozialen Prozesse: Dieses Kapitel analysiert Klassifizierungsmuster, Vorurteilsstrukturen und die Mechanismen symbolischer Grenzziehungen.

4. „Paki bashing“ – der Versuch einer Einordnung: rassistisch und/oder nationalistisch?: Anhand soziologischer Definitionen wird hinterfragt, welche Rolle Rassismus und Nationalismus bei der Motivation der Täter spielten.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet das Phänomen als komplexen Gesellschaftskonflikt unter spezifischen Bedingungen ein.

Schlüsselwörter

Paki-bashing, Großbritannien, 1970er Jahre, Soziologie, Rassismus, Nationalismus, Migration, Klassifikation, Stereotypisierung, Symbolische Grenzziehung, Arbeiterklasse, Minderheiten, Diskriminierung, Etablierte-Außenseiter, Gewalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das gewalttätige Phänomen des „Paki-bashing“ im England der 1970er-Jahre und dessen gesellschaftliche Hintergründe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Migration, koloniales Erbe, soziale Stigmatisierung, Klassensysteme und die Dynamik von Vorurteilen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Beweggründe der Gewaltausübung zu ergründen – konkret, ob rassistische oder nationalistische Motive dominieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine soziologische Literaturanalyse auf Basis etablierter Theorien zu Identität, Grenzziehung und Machtverhältnissen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse von Klassifikationsprozessen sowie die theoretische Abgrenzung von Rassismus und Nationalismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „Paki-bashing“, „symbolische Grenzziehung“, „Stigmatisierung“ und „Arbeiterklasse“.

Warum wurde speziell die Rolle der "Arbeiterklasse" beleuchtet?

Die Arbeit zeigt auf, dass der Gewaltdiskurs in diesem Milieu stark von der Angst vor wirtschaftlicher Verdrängung und einem imaginären „Besitzstand“ geprägt war.

Welche Rolle spielt der Begriff "Inbesitznahme" in diesem Kontext?

Er beschreibt die kognitive Aneignung eines territorialen Raums durch nationalistische Akteure, die Migranten als Bedrohung für ihre Heimatnation wahrnehmen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Gewalt-Phänomen "Paki-bashing" in Großbritannien (England) der 1970er Jahre
Untertitel
Eine Betrachtung anhand soziologischer Theorien der Distinktion & Zugehörigkeit
Hochschule
Universität Hamburg  (Fachbereich Sozialwissenschaften - Soziologie (Nebenfach))
Veranstaltung
Stolz und Vorurteil – Distinktion und Zugehörigkeit in der soziologischen Theorie
Note
2,0
Autor
Oliver Timm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1247339
ISBN (eBook)
9783346677297
ISBN (Buch)
9783346677303
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausländerfeindlichkeit Angriffe auf Personen mit migrantischem Hintergrund Großbritannien der 1970er Jahre Skinhead Fremdenfeindlichkeit Rassismus Nationalismus Gewalt Stereotypisierung Vorurteile Zugehörigkeit Distinktion Soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Timm (Autor:in), 2021, Das Gewalt-Phänomen "Paki-bashing" in Großbritannien (England) der 1970er Jahre, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1247339
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Leseprobe aus  15  Seiten
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