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Sicherung der Demokratie in den Mitgliedstaaten durch die Union?

Titel: Sicherung der Demokratie in den Mitgliedstaaten durch die Union?

Seminararbeit , 2021 , 39 Seiten , Note: 17,0

Autor:in: Jakob Baumann (Autor:in)

Jura - Öffentliches Recht / Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die europäische Wertegemeinschaft sieht sich durch die momentane Entwicklung in einigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union einer großen Bewährungsprobe und vielen neuen Fragen gegenübergestellt. Kann man autoritäre Staaten im Werteverbund akzeptieren und auf lange Sicht dulden? Soll die Union Maßnahmen zur Sicherung der Demokratie in den Mitgliedstaaten ergreifen? Wie weit dürfen diese Maßnahmen rechtlich und politisch reichen?

Das Ziel dieser Arbeit ist es, durch die Darstellung von theoretischen Modellen und durch Veranschaulichung der aktuellen politischen und rechtlichen Situation, diese Fragen zu beantworten, beziehungsweise Antwortmöglichkeiten aufzuzeigen.

Um sich der Thematik der Demokratiesicherung zu nähern, muss zunächst untersucht werden, welches Demokratieverständnis in der Union vorherrscht. Weiterhin ist zu klären, welches Interesse die Union an dem Erhalt der demokratischen Ordnungen in den Einzelstaaten hat. Anschließend werden mögliche Maßnahmen zur Demokratiesicherung dargestellt, ehe anhand der aktuellen Entwicklung überprüft wird, ob es zu Demokratieabbau in den Mitgliedsstaaten kommt, bzw. schon gekommen ist. Die bisher erfolgten Interventionsversuche der Union werden dargestellt und einer kritischen Betrachtung unterzogen. Sind diese bereits wirksam oder könnten Reformen sowie neue Mechanismen zu einer effektiveren Demokratiesicherung führen?

Zum Schluss werden die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert und die folgende These überprüft: Die bisherige Strategie der Union zur Sicherung des gemeinsamen Wertes Demokratie in den Mitgliedstaaten ist nicht nur uneffektiv,
sondern führt zum Teil sogar zur Verstärkung der antidemokratischen Strukturen. Es bedarf Reformen der bisherigen und der Entwicklung neuer Lösungsansätze, um die Erosion der demokratischen Strukturen in den Mitgliedstaaten der EU aufhalten zu können, welche zunehmend auch die demokratische Grundlage der Union gefährdet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Rechtfertigung europäischer Demokratiesicherung

I. Gemeinsame Wertegrundlage

II. Europäisches Demokratieverständnis

III. Eingriffsschwelle für Sicherungsmaßnahmen

IV. Sicherungsbedürfnis der Union

1. Legitimationsstruktur

2. Verhältnis der Mitgliedstaaten

C. Instrumentarium europäischer Demokratiesicherung

I. Institutionelle Maßnahmen

1. Das Verfahren nach Art. 7 EUV

2. EU-Rahmen zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit

3. EU-Rechtsstaatskonditionalität

4. Weitere Vorfeldmaßnahmen

II. Die Rolle des Europäischen Gerichtshof

III. Ergebnis

D. Struktureller Demokratieabbau in den Mitgliedstaaten

I. Situation in Ungarn

II. Situation in Polen

III. Schlussfolgerung

E. Interventionsversuche der Union

I. Maßnahmen gegen Ungarn

II. Maßnahmen gegen Polen

III. Stellungnahme

F. Reformansätze

I. Stärkere Rolle der Justiz

II. Verbesserung der Vorfeldmaßnahmen

III. Das Verfahren nach Artikel 7 EUV

IV. Förderung nationaler zivilgesellschaftlicher Organisationen

V. Stellungnahme

G. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, mit welchen Instrumenten die Europäische Union systematischem Demokratieabbau in ihren Mitgliedstaaten begegnen kann und inwieweit diese Maßnahmen effektiv sind oder reformiert werden müssen, um die demokratische Grundlage der Union zu schützen.

  • Grundlagen demokratischer Werte in der EU
  • Die Rolle der EU-Institutionen bei der Wahrung der Rechtsstaatlichkeit
  • Analyse der Wirksamkeit von Verfahren nach Art. 7 EUV
  • Fallstudien zum Demokratieabbau in Ungarn und Polen
  • Diskussion über Reformansätze und neue Strategien zur Demokratiesicherung

Auszug aus dem Buch

II. Europäisches Demokratieverständnis

Nicht alle Mitgliedstaaten beachten die in Art. 2 EUV festgelegten demokratischen Werte gleich. Es kam in den vergangenen Jahren zu einer deutlich spürbaren Zunahme von rechtsautoritären Bewegungen und Regierungsbeteiligungen in Europa. Gerade derartige Regierungen wollen ihre politische Macht, die sie in demokratischen Wahlen rechtmäßig erlangt haben, nach der Legislaturperiode nicht abgeben. Vielmehr richten sie ihr politisches Handeln darauf aus, ihre Macht zu festigen. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen, insb. durch die Veränderung der demokratischen Grundlagen zu ihren Gunsten. Solche Maßnahmen können mit dem grundsätzlichen Demokratieverständnis aus Art. 2 EUV brechen. Allerdings sind die Werte des Artikels unbestimmt formuliert. Werte besitzen zwar einen normativen Gehalt, beinhalten allerdings keine durchsetzbaren Pflichten. Um ermitteln zu können, wann ein Mitgliedstaat gegen den Demokratiegrundsatz verstößt, muss dieser zunächst konkretisiert werden. Maßgeblich geht es um die Sicherung der Selbstbestimmung des Volkes. Die Bürger müssen durch regelmäßige Mehrheitsentscheidungen in der Lage sein, die öffentliche Gewalt in Freiheit und Gleichheit selbst zu bestimmen. Das bedeutet konkret, dass die demokratische Gleichheit und Teilhabe in den Mitgliedstaaten gewahrt bleiben muss. Um diese Voraussetzungen der freien Selbstbestimmung des Volkes sicherstellen zu können, kommt es auf den Schutz von drei Kernbestandteilen an.

Erstens muss die Meinungs- und Medienfreiheit gewährleistet sein. Häufig ist dies der erste Ansatzpunkt für autoritäre Regierungen, das Meinungsbild der Bevölkerung zu ihren Gunsten zu verändern bzw. zu perpetuieren. Unabhängige Medien und uneingeschränkte Meinungsfreiheit sind Grundvoraussetzungen für das Entstehen eines der Mehrheit abweichenden Meinungsbildes.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, ob und wie die EU auf den Abbau demokratischer Strukturen in ihren Mitgliedstaaten reagieren darf und muss.

B. Rechtfertigung europäischer Demokratiesicherung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und die Notwendigkeit der Union, demokratische Werte bei ihren Mitgliedern aktiv einzufordern.

C. Instrumentarium europäischer Demokratiesicherung: Hier werden die vorliegenden politischen und rechtlichen Mechanismen wie das Art. 7 EUV-Verfahren und die Rechtsstaatskonditionalität vorgestellt.

D. Struktureller Demokratieabbau in den Mitgliedstaaten: Dieses Kapitel analysiert anhand konkreter Beispiele aus Ungarn und Polen, wie Regierungen demokratische Grundlagen systematisch aushöhlen.

E. Interventionsversuche der Union: Eine kritische Betrachtung der bisherigen Maßnahmen der EU gegenüber Ungarn und Polen und deren bisherige (geringe) Wirksamkeit.

F. Reformansätze: Dieser Abschnitt diskutiert mögliche Verbesserungen, wie etwa eine Stärkung der Rolle der Justiz oder der Zivilgesellschaft, um effektiver gegen Demokratieabbau vorgehen zu können.

G. Resümee und Ausblick: Eine abschließende Bewertung der Gesamtsituation sowie ein Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen bei der Sicherung der europäischen Demokratie.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Demokratiesicherung, Rechtsstaatlichkeit, Art. 7 EUV, Demokratieabbau, Mitgliedstaaten, Europäischer Gerichtshof, Rechtsstaatskonditionalität, Institutionelle Maßnahmen, Zivilgesellschaft, Wertegemeinschaft, Politische Freiheit, Medienfreiheit, Selbstbestimmung, Reformansätze.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Europäischen Union, bei systematischen Wertverstößen und Demokratieabbau in den Mitgliedstaaten intervenierend tätig zu werden.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen das Demokratieverständnis der EU, die Wirksamkeit bestehender Sanktionsmechanismen sowie die praktische Umsetzung des Schutzes von Rechtsstaat und Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die bisherigen Strategien der EU zur Demokratiesicherung ausreichen und welche Reformen notwendig sind, um diese wirkungsvoller zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen und politikwissenschaftlichen Analyse der EU-Verträge, der angewandten Interventionsverfahren sowie einer Auswertung aktueller Entwicklungen in den betroffenen Mitgliedstaaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Interventionsbefugnis, eine Darstellung der Instrumente (wie Art. 7 EUV), eine Analyse der Fälle Ungarn und Polen sowie eine Evaluation von Reformvorschlägen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Demokratiesicherung, Rechtsstaatlichkeit, Art. 7 EUV, systematische Wertverstöße und EU-Integration.

Welche Schwächen des Verfahrens nach Art. 7 EUV werden identifiziert?

Die Arbeit identifiziert insbesondere die hohen Hürden für Mehrheitsentscheidungen und die bisher mangelnde praktische Durchschlagskraft oder "Abschreckungswirkung" des Verfahrens.

Warum wird die Rolle der Zivilgesellschaft für die Demokratie hervorgehoben?

Die Zivilgesellschaft wird als essenziell betrachtet, da sie als Gegengewicht zu autoritären Tendenzen dient und ein pluralistisches Meinungsbild gegenüber staatlichen Eingriffen bewahrt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des EuGH in diesem Kontext?

Der Autor sieht den EuGH als wichtigen Akteur, betont jedoch die Schwierigkeit, dass er primär Einzelfälle entscheidet und nicht direkt ein generelles "Demokratiedefizit" in einem Mitgliedstaat beurteilen kann.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sicherung der Demokratie in den Mitgliedstaaten durch die Union?
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Juristische Fakultät)
Veranstaltung
Seminar über die Demokratie in Europa
Note
17,0
Autor
Jakob Baumann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
39
Katalognummer
V1244363
ISBN (eBook)
9783346671936
ISBN (Buch)
9783346671943
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demokratie Europa Europarecht Europäische Union Demokratiesicherung Rechtsstaatlichkeit Rechtsstaatlichkeitsmechanismus Rechtsstaat EU Wertesicherung Europäische Wertesicherung Mitgliedstaaten Demokratiedefizite
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jakob Baumann (Autor:in), 2021, Sicherung der Demokratie in den Mitgliedstaaten durch die Union?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1244363
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  39  Seiten
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