Die folgende Arbeit hat zum Ziel, das im Laufe des Semesters erworbene Wissen mithilfe konkreter Beispiele, die jeweils aktuellen Zeitungsartikeln entnommen sind, zu präsentieren, wobei die drei Themenbereiche Wortbildung, Valenztheorie und X-Bar-Theorie behandelt werden. Beginnend mit der Wortbildung – die in besonderer Weise vor Augen führt, wie produktiv die deutsche Sprache neue Kompositionen hervorbringt – soll mithilfe von Baumdiagrammen die Struktur der Beispielwörter veranschaulicht werden.
Inhaltsverzeichnis
II. Arbeitsauftrag: Wortbildung, Valenztheorie und X-Bar-Theorie
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, theoretisch erworbenes Wissen aus dem Semester durch die linguistische Analyse konkreter Beispiele aus aktuellen Zeitungsartikeln zu demonstrieren und dabei die drei zentralen grammatikalischen Bereiche Wortbildung, Valenztheorie und X-Bar-Theorie auf ihre strukturelle Anwendbarkeit hin zu untersuchen.
- Strukturelle Analyse komplexer Wortbildungen mittels Baumdiagrammen
- Untersuchung von Derivation und Komposition an aktuellen Beispielen
- Differenzierung zwischen valenzgebundenen Ergänzungen und freien Angaben
- Anwendung der X-Bar-Theorie auf nominale Phrasen
- Veranschaulichung syntaktischer Strukturen durch formale Modellierung
Auszug aus dem Buch
II. Arbeitsauftrag: Wortbildung, Valenztheorie und X-Bar-Theorie
Die folgende Arbeit hat zum Ziel, das im Laufe des Semesters erworbene Wissen mithilfe kon-kreter Beispiele, die jeweils aktuellen Zeitungsartikeln entnommen sind, zu präsentieren, wobei die drei Themenbereiche Wortbildung, Valenztheorie und X-Bar-Theorie behandelt werden. Beginnend mit der Wortbildung – die in besonderer Weise vor Augen führt, wie produktiv die deutsche Sprache neue Kompositionen hervorbringt – soll mithilfe von Baumdiagrammen die Struktur der Beispielwörter veranschaulicht werden.
Als erstes Exempel soll „Regierungsmitglieder“ dienen. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Derivation und Komposition, da einerseits freie Morpheme verknüpft werden, andererseits auch Affixe hinzukommen, sodass folgende Glieder ausgemacht werden können: Das vom Verb regieren kommende regier, das Suffix -ung, das Fugenelement s, das Präfix mit- sowie das vom Nomen Glied stammende Glieder, das ferner die Flexionsendung im Plural -er enthält. Jene ist für die Wortbildung an dieser Stelle jedoch nicht näher von Relevanz, weshalb im untenstehenden Baumdiagramm der vollständige Ausdruck Glieder übernommen wird. Da es sich um die Mitglieder einer Regierung handelt, wird zunächst das Präfix mit- und das feminine Nomen Glieder verbunden, die zum femininen Nomen Mitglieder werden. Begründet werden kann dieser Umstand mit der Tatsache, dass in der deutschen Sprache der das Wort grammatisch weiter bestimmende Kopf stets rechts steht. Dieser ändert so etwa Genus oder Wortart des gesamten Ausdruckes. Im nächsten Schritt wird das Verb mit dem Suffix -ung, das stets feminine Nomen bildet, verknüpft, sodass das feminine Nomen Regierung entsteht. In letzter logischer Konsequenz gilt es, die beiden femininen Nomen zum ebenfalls femininen Nomen Regierungsmitglieder zu fusionieren.
Zusammenfassung der Kapitel
II. Arbeitsauftrag: Wortbildung, Valenztheorie und X-Bar-Theorie: Dieses einleitende Kapitel skizziert die methodische Untersuchung von Wortbildung, Valenz und Syntax anhand von Zeitungsartikeln und liefert die theoretische Grundlage für die nachfolgenden Analysen der verschiedenen linguistischen Phänomene.
Schlüsselwörter
Linguistik, Wortbildung, Derivation, Komposition, Valenztheorie, Ergänzung, Angabe, Syntax, X-Bar-Theorie, Baumdiagramm, Morphologie, Grammatik, Sprachanalyse, Kopf, Phrase
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung linguistischer Theorien auf konkrete Beispiele aus aktuellen Zeitungsartikeln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die morphologische Wortbildung, die Valenztheorie zur Bestimmung von Satzgliedern und die X-Bar-Theorie zur Analyse syntaktischer Strukturen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Demonstration des erworbenen Semsterwissens durch die praktische Analyse komplexer sprachlicher Ausdrücke mittels Baumdiagrammen und syntaktischer Tests.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden morphologische Zerlegungen, Valenzprüfungen (Weglass- und Erfragbarkeitstest) sowie die strukturtheoretische Modellierung (X-Bar-Schema) eingesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Prozesshaftigkeit von Wortbildungen, die Kategorisierung von Satzbestandteilen als Ergänzungen oder Angaben und die X-Bar-Analyse nominaler Phrasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Wortbildung, Valenz, X-Bar-Theorie, Ergänzung, Angabe und formale grammatische Struktur.
Warum wird im Beispiel „Regierungsmitglieder“ ein Baumdiagramm erstellt?
Um die Komplexität der Zusammensetzung aus Derivation und Komposition sowie die hierarchische Bestimmung des Kopfes im Sinne der Wortbildung zu veranschaulichen.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Ergänzungen und Angaben?
Die Differenzierung erfolgt durch die Kriterien der Valenzbindung, wobei Ergänzungen obligatorisch oder fakultativ, aber fest mit dem Verb verbunden sind, während Angaben immer fakultativ und syntaktisch flexibel sind.
Was ist die Besonderheit bei der Analyse der Phrase „die Morgenstunden in einer Disco in Niederösterreich“?
In diesem Beispiel zeigt der Autor, wie Adjunkte an N' angefügt werden, um so ihre optionale Erweiterbarkeit innerhalb einer DP-Struktur darzustellen.
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- Anonym (Author), 2021, Wortbildung, Valenztheorie und X-Bar-Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1243565