In der vorliegenden Arbeit werden zunächst die unterschiedlichen Auffassungen von Hobbes und Locke dargestellt und miteinander verglichen. Ich werde mich dabei auf den Naturzustand und den Gesellschafsvertrag fokussieren und das Menschenbild beider Theoretiker mit einbeziehen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Naturzustand nach Hobbes
Hobbes Gesellschaftsvertrag
Naturzustand nach Locke
Lockes Gesellschaftsvertrag
Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit vergleicht die staatsphilosophischen Ansätze von Thomas Hobbes und John Locke, wobei der Fokus auf ihren jeweiligen Konzeptionen des Naturzustands sowie der Legitimierung und Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags liegt. Dabei wird insbesondere untersucht, wie beide Theoretiker das Menschenbild und die daraus resultierende Notwendigkeit einer staatlichen Ordnung begründen.
- Vergleich der Naturzustandstheorien von Hobbes und Locke
- Analyse der Beweggründe für den Abschluss eines Gesellschaftsvertrags
- Gegenüberstellung der Souveränitätsvorstellungen (Leviathan vs. Mehrheitsprinzip)
- Untersuchung der Bedeutung von Privateigentum und natürlichem Recht
- Kontrastierung der Rolle staatlicher Gewalt zur Friedenssicherung
Auszug aus dem Buch
Naturzustand nach Hobbes
Der Naturzustand von Hobbes kann als Antwort auf die Frage gesehen werden warum man einen Staat braucht und warum dieser mit einem Vertrag geregelt werden sollte. Dafür stellt er das Leben ohne eine Regierung und ohne einen Gesellschaftsvertrag dar. Dieser Zustand wird als Naturzustand betitelt und ist ein vollkommen fiktiver Zustand. Im folgenden Abschnitt werde ich diesen Zustand näher erläutern.
Im Naturzustand gilt das natürliche Recht (jus naturale), welches besagt, dass jeder Mensch das Recht hat sein Leben mit allen Mitteln zu schützen. Das Gesetz der Natur (lex naturalis) verbietet den Selbstmord und die Auslöschung der Mittel, die für das erhalten des eigenen Lebens erforderlich sind. Sozusagen ist es dem Menschen verboten sich dem Tod hinzugeben. Er ist dazu verpflichtet sein eigenes Leben zu Schützen und erhalten.
In diesem Zustand fehlt eine gesellschaftliche Ordnung, was als bellum omnium contra omnes (Krieg aller gegen alle) bezeichnet wird. Es herrscht zwar nicht immer ein Kriegszustand, jedoch ist jeder zu jedem Zeitpunkt in der Lage in den Krieg zu ziehen. Laut Hobbes sind Konkurrenz, Misstrauen und Ruhmsucht die Gründe für diesen Zustand. Es herrscht absoluter Gleichstand zwischen den Menschen, d.h. jeder könnte jeden besiegen oder besiegt werden. Dies gilt sowohl für die körperlichen als auch für die geistigen Fähigkeiten. Menschen können sich mit bestimmten Themen befassen und somit ihre Klugheit fördern bzw. neue Fähigkeiten erlernen. Je länger man sich mit etwas befasst, desto besser wird man darin.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellungen der Staatsphilosophie ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Auffassungen von Hobbes und Locke zu vergleichen.
Naturzustand nach Hobbes: Dieses Kapitel beschreibt den fiktiven Naturzustand bei Hobbes als einen durch Konkurrenz, Misstrauen und Ruhmsucht geprägten Kriegszustand aller gegen alle.
Hobbes Gesellschaftsvertrag: Hier wird dargelegt, wie die Menschen zur Übertragung ihrer Macht auf einen Souverän – den Leviathan – gelangen, um Frieden und Sicherheit durch eine verbindliche Ordnung zu gewährleisten.
Naturzustand nach Locke: Dieses Kapitel analysiert Lockes Verständnis des Naturzustands, in dem die Menschen gleichgestellt sind, aber durch die fehlende rechtliche Instanz bei der Bestrafung von Verstößen in Konflikte geraten können.
Lockes Gesellschaftsvertrag: Dieses Kapitel behandelt den Übergang in eine politische Ordnung bei Locke, in der die Gewalt auf die Mehrheit verteilt wird, um das Eigentum und die Grundrechte besser zu schützen.
Fazit: Das Fazit stellt die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Theoretikern heraus, insbesondere hinsichtlich ihrer Ansichten zum Eigentumsrecht und der Ausgestaltung der höchsten Staatsgewalt.
Schlüsselwörter
Thomas Hobbes, John Locke, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Staatsphilosophie, Leviathan, bellum omnium contra omnes, natürliches Recht, Menschenbild, Souveränität, Eigentum, Kriegszustand, Friedenssicherung, Gewaltenteilung, Rechtsordnung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den staatsphilosophischen Theorien von Thomas Hobbes und John Locke und vergleicht deren Konzepte zur Entstehung von Staatlichkeit.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Naturzustand, dem Gesellschaftsvertrag, dem Eigentumsbegriff und der jeweiligen Rechtfertigung staatlicher Herrschaft.
Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?
Es wird untersucht, wie sich die Auffassungen von Hobbes und Locke im Hinblick auf den Naturzustand und den Weg in einen Gesellschaftsvertrag unterscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine komparative Analyse, um die theoretischen Ansätze anhand der Primärtexte und relevanter staatsphilosophischer Literatur einander gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des Naturzustands und des Gesellschaftsvertrags für beide Theoretiker, unter Einbeziehung ihres jeweiligen Menschenbildes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Leviathan, Souveränität, Eigentum, Kriegszustand und Rechtsordnung.
Wie definiert Hobbes den Naturzustand im Vergleich zu Locke?
Bei Hobbes ist der Naturzustand ein permanenter Kriegszustand aller gegen alle, während er bei Locke durch Freiheit und Gleichheit gekennzeichnet ist, jedoch durch eine fehlende Instanz zur unparteiischen Konfliktlösung instabil bleibt.
Wer übt die höchste Gewalt nach dem Gesellschaftsvertrag bei Hobbes und Locke aus?
Bei Hobbes liegt die gesamte Macht beim Souverän (Leviathan), während bei Locke die Gewalt durch das Mehrheitsprinzip legitimiert ist und sich in verschiedenen Herrschaftsformen ausdrücken kann.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2017, Vergleich der Theoretiker Thomas Hobbes und John Locke im Hinblick auf den Naturzustand und den Gesellschaftsvertrag, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1243096