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Destruktion eines Ehe-Ideals in der Literatur des Mittelalters

Eine exemplarische Darstellung der Diskrepanz zwischen Schein und Sein anhand des Märes "Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar" von Heinrich Kaufringer

Titel: Destruktion eines Ehe-Ideals in der Literatur des Mittelalters

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Das Scheitern am Ideal“ ist ein gängiges Thema der Märenliteratur des Mittelalters und wird auch im Märe „Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar“ von Heinrich Kaufringer thematisiert. Daher besteht der Gegenstand der vorliegenden Hausarbeit in der Destruktion eines Ehe-Ideals in der Literatur des Mittelalters am Beispiel dieses Kaufringer-Märes, welches im späten 14. Jahrhundert entstand.

Im Rahmen dieser Seminararbeit soll auch die Darstellung des Widerspruchs zwischen dem öffentlichen Schein und dem privaten Sein einer mittelalterlichen Ehe und die Bedeutung der Begrifflichkeiten öffentlich und haimlich im räumlichen Kontext aufgegriffen werden. Das mittelhochdeutsche Märe „Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar“ von Heinrich Kaufringer eröffnet einen Zugang zu der Thematik der Diskrepanz eines Ehe-Ideals nach christlichem Vorbild und der Wirklichkeit, in welcher die von der Außenperspektive betrachtete Wahrung der innerehelichen Ordnung und die Hierarchie der Geschlechter eine große Rolle spielt. Diese These bildet die Basis der Forschungsfrage dieser Seminararbeit, da diskutiert werden soll, inwiefern die Destruktion des Ehe-Ideals im mittelhochdeutschen Märe „Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar“ von Heinrich Kaufringer in einem reziproken Verhältnis zu einer Konstruktion im Sinne einer Erweiterung und Ergänzung durch das Prinzip der Individualität eines solchen Ideals dient.

Das Werk von Heinrich Kaufringer wird der literarischen Gattung der Märe zugeordnet und folgt einem Aufbau in fünf Abschnitten, die sich aus dem Promythion, der Rahmenerzählung, zwei Binnenerzählungen und dem Epimythion zusammensetzen. Daher sollen im Folgenden die fünf Abschnitte genauer analysiert werden, in dem das im Promythion dargestellte Ehe-Ideal der Wirklichkeit gegenübergestellt wird. Abschließend wird der Gegenstand der vorliegenden Seminararbeit, die reziproke Beziehung von Destruktion und Konstruktion, dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG UND ERKENNTNISINTERESSE

2. DIE DISKREPANZ ZWISCHEN IDEAL UND WIRKLICHKEIT

2.1. DER PROMYTHION: DAS MITTELALTERLICHE EHEGLÜCK IM KAUFRINGER MÄRE

2.2. DIE RAHMENGESCHICHTE: DAS GEGENSATZPAAR MILTE - KARGE

2.3. DIE ERSTE BINNENGESCHICHTE: DAS PRINZIP DER HAIMLICHKAIT

2.4. DIE ZWEITE BINNENGESCHICHTE: DIE SEXUELLE UNERSÄTTLICHKEIT

2.5. DER EPIMYTHION: DIE ERWEITERUNG DES EHEIDEALS

3. DAS REZIPROKE VERHÄLTNIS VON DESTRUKTION UND KONSTRUKTION

4. FAZIT

5. BIBLIOGRAPHIE

5.1. PRIMÄRLITERATUR

5.2. SEKUNDÄRLITERATUR

5.3. INTERNETQUELLEN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Destruktion des mittelalterlichen Ehe-Ideals in Heinrich Kaufringers Märe „Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar“. Ziel der Analyse ist es, das Spannungsfeld zwischen dem öffentlichen Ideal einer harmonischen, christlich geprägten Ehe und der privaten Realität, die oft von ökonomischen Konflikten, Ehebruch und häuslicher Gewalt geprägt ist, aufzuzeigen und dabei die gegenseitige Abhängigkeit von Zerstörung (Destruktion) und Neugestaltung (Konstruktion) eines realistischeren Eheverständnisses zu beleuchten.

  • Märenliteratur des Mittelalters und ihre Gattungsmerkmale
  • Konflikt zwischen öffentlichem Schein und privatem Sein (haimlichkait)
  • Das Gegensatzpaar "milte" (Großzügigkeit) und "karge" (Sparsamkeit)
  • Die Darstellung von Geschlechterhierarchien und häuslicher Gewalt
  • Die Erweiterung des Ehebegriffs durch das Prinzip der Individualität

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Promythion: Das mittelalterliche Eheglück im Kaufringer Märe

In Promythien oder Epimythien werden „ethische Dimensionen“ konstituiert, die dem Rezipienten „handlungsleitende moralische Maximen“ nahelegen sollen, um Konzepte wie das einer mittelalterlichen Ehe oder anderen Prinzipen wie tugent oder triuwe zu idealisieren. Auch das Märe „Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar“ von Heinrich Kaufringer führt im Rahmen des Promythion eine solche „ethische Orientierung im Alltagsleben“ an. Laut Stede gilt der städtische Kontext als Ursprung für die Alltagsethik, die der Text vermitteln soll, daher kann das städtische Leben als Voraussetzung für die Entstehung eines literarischen Textes gelten. Dieser Zusammenhang zwischen den zu vermittelnden moralischen Prinzipen und dem städtischen Kontext kann auch als „Entstehungs- und Wirkungszusammenhang“ bezeichnet werden. Das folgende Sprichwort bildet den Promythion der Rahmenerzählung des Märes „Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar“ und soll ein allgemeingültiges Bild einer „rechte[n] ee“ (V. 15) darstellen.

„ain man und auch sein eweib zwuo sel und ainen leib süllen mit ainander haun. was ir ainem wirt getaun, es seie guot ouer pein, das sol in baiden geschehen sein. Si süllen also sein veraint, was ir ains mit willen maint und im ain wolgefallen ist, so sol das ander ze der frist auch sein gunst dazuo geben. das haist wol ain raines leben und ist ain rechte ee zwar.“ (V. 3ff.)

Durch das Anführen der Idealisierung einer ehelichen Verbindung im Rahmen des Promythions kann unterstellt werden, dass der folgende Verlauf der Handlung diesem Ideal unterliegt. Die Idealvorstellung einer Ehe wird in Anlehnung an das Christentum begründet, sodass eine Ehe dann als vollkommen gilt, wenn zwei Seelen zu einem Leib werden. Somit gilt als wichtigstes Prinzip eines vollkommenen Ehelebens, dass beide Ehepartner als ein Körper mit einem Willen funktionieren und danach handeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG UND ERKENNTNISINTERESSE: Diese Einleitung führt in die Märenliteratur des Mittelalters ein und legt dar, dass das Ziel der Arbeit in der Untersuchung des destruierten Ehe-Ideals bei Heinrich Kaufringer liegt.

2. DIE DISKREPANZ ZWISCHEN IDEAL UND WIRKLICHKEIT: Dieses Kernkapitel analysiert ausgehend vom Promythion über die Rahmenerzählung bis hin zu den Binnenerzählungen, warum das christliche Ideal der Ehe an der sozialen Wirklichkeit und den individuellen Charakteren der Partner scheitert.

3. DAS REZIPROKE VERHÄLTNIS VON DESTRUKTION UND KONSTRUKTION: Dieses Kapitel erläutert, wie aus der Destruktion des alten Ideals eine neue, auf Individualität basierende Konstruktion des Ehebegriffs hervorgeht.

4. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass das Märe die Komplexität menschlicher Beziehungen offenlegt und durch das Scheitern von Idealbildern eine differenziertere, modernere Sicht auf die Ehe fordert.

5. BIBLIOGRAPHIE: Verzeichnis der herangezogenen Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.

Schlüsselwörter

Heinrich Kaufringer, Märe, Ehe-Ideal, Destruktion, Konstruktion, Mittelalter, Schein und Sein, haimlichkait, milte, karge, Geschlechterhierarchie, Ehebruch, Individualität, Literaturanalyse, Sozialgeschichte der Ehe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das mittelalterliche Märe „Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar“ von Heinrich Kaufringer und analysiert, wie der Text tradierte Ehe-Ideale aufbaut und durch die Darstellung der sozialen Realität wieder destruiert.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen der Gegensatz zwischen öffentlichem Schein und privatem Sein von Ehepaaren, die Bedeutung von christlichen Verhaltensmaximen, Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern und der Wandel des Ehebegriffs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage diskutiert, inwiefern die Destruktion des Ehe-Ideals im untersuchten Werk in einem reziproken (wechselseitigen) Verhältnis zu einer Konstruktion im Sinne einer Erweiterung durch das Prinzip der Individualität steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text strukturell in Abschnitte (Promythion, Rahmenerzählung, Binnenerzählungen, Epimythion) gliedert und diese unter Rückgriff auf fachspezifische Forschungsliteratur interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Ehe-Ideal des Promythions, der Rahmenerzählung rund um das Gegensatzpaar der (Milte/Karge), den Binnengeschichten zur Untreue und endend mit einer reflektierten Auswertung des Epimythions.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie „Destruktion eines Ehe-Ideals“, „Mittelalterliche Literatur“, „Schein und Sein“ sowie „Geschlechterdiskurs“ treffend beschreiben.

Welche Rolle spielen die Begriffe "öffentlich" und "haimlich" für das Verständnis

Diese Begriffe sind zentral, da die Arbeit aufzeigt, dass das Auseinanderklaffen von gesellschaftlich inszenierter Tugend und privater Lebensrealität (oft geprägt durch Ehebruch oder Gewalt) das Scheitern des Ehe-Ideals erst ermöglicht.

Warum wird im Fazit von einer "Konstruktion" gesprochen?

Weil der Autor des Märe nicht bei der bloßen Zerstörung des christlichen Ehe-Ideals stehen bleibt, sondern eine erweiterte Sichtweise vorschlägt, die die Individualität der Ehepartner als notwendige Grundlage für eine dauerhafte, realistische Verbindung anerkennt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Destruktion eines Ehe-Ideals in der Literatur des Mittelalters
Untertitel
Eine exemplarische Darstellung der Diskrepanz zwischen Schein und Sein anhand des Märes "Die Suche nach dem glücklichen Ehepaar" von Heinrich Kaufringer
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1242900
ISBN (eBook)
9783346661982
ISBN (Buch)
9783346661999
Sprache
Deutsch
Schlagworte
destruktion ehe-ideals literatur mittelalters eine darstellung diskrepanz schein sein märes suche ehepaar heinrich kaufringer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Destruktion eines Ehe-Ideals in der Literatur des Mittelalters, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1242900
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Leseprobe aus  16  Seiten
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