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Die Blase ist geplatzt

Ein (etwas anderer) Erklärungsversuch der Finanzmarktkrise

Titel: Die Blase ist geplatzt

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2009 , 17 Seiten

Autor:in: Matthias Völcker (Autor:in)

Soziologie - Wirtschaft und Industrie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Finanzmarktkrise hat die Finanz- und Realwirtschaft mit enormer
Intensität erreicht. Mit Hilfe dieses Beitrages wird der Versuch
unternommen die Finanzmarktkrise, die das Resultat des
Zusammenbruchs des Subprime Immobilienmarktes in den
Vereinigten Staaten darstellt und die über künstliche Re-
Finanzinstrumente einen Weg in die globale (Finanz-)Welt fand,
darzustellen. Mit Hilfe des Boom/Bust-Modells werden generelle
Handlungsweisen einzelner Akteure nachgezeichnet und vor einem
theoretischen Hintergrund beleuchtet. Die Weltwirtschaft ist dabei
einer Steuerungsprogrammatik verfallen, in der die freie
Akkumulation primär über deregulierte Märkte erfolgt. Die Folgen
dieser Deregulierung sind heute spürbar und entfalten mit
außerordentlicher Stärke ihre Wirkung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Alle Macht den (Finanz-) Märkten?

2. Der ‚Finanzmarktcrash‘ – Chronik einer Krise

2.1. 1. Phase der Krise

2.2. 2. Phase der Krise

3. Was ist eigentlich Finanzmarktkapitalismus?

4. Der Irrtum der ‚Marktfundamentalisten‘ oder wie der Markt selbst aus den ‚Fugen‘ gerät

5. Die Finanzmarktkrise und die Folgen oder was können wir aus den ‚Fehlern‘ lernen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen und Ursachen der Finanzmarktkrise, die im amerikanischen Subprime-Markt ihren Ausgang nahm. Das primäre Ziel ist es, den reflexiven Charakter der Finanzmärkte mithilfe des Boom/Bust-Modells von George Soros zu beleuchten, um die systemimmanenten Schwächen eines deregulierten Finanzmarktkapitalismus aufzuzeigen und daraus notwendige Schlussfolgerungen für eine stabilere Wirtschaftsordnung abzuleiten.

  • Analyse der Entstehung und des Verlaufs der Finanzmarktkrise
  • Untersuchung des Konzepts des Finanzmarktkapitalismus
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Marktfundamentalismus
  • Anwendung des Boom/Bust-Modells nach George Soros
  • Ableitung regulatorischer Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte

Auszug aus dem Buch

3 Was ist eigentlich Finanzmarktkapitalismus?

Als Resultat einer zunehmenden Deregulierungs- und Privatisierungswelle und der wachsenden Bedeutung des Finanzkapitals konnte sich eine ökonomische Formation etablieren in der das Primat der Finanzökonomie über dem der Produktionsökonomie liegt. Mit dem Terminus selbst wird ein Produktionsregime bezeichnet, welches durch eine spezifische Konstellation von Institutionen und Akteuren gekennzeichnet ist. Dies sind zum einen (1) Aktienmärkte, (2) institutionelle Investoren, (3) Analysten und Rating-Agenturen sowie (4) Transfermechanismen (vgl. Windolf 2005: 20). Das dominierende Finanzierungsinstrument stellt nicht länger der Kredit sondern die Aktie dar. Durch die Ausgabe von Unternehmensanteilen beschaffen sich Unternehmen notwendige liquide Mittel für die Durchführung von Investitionen und Innovationen. Durch diese Eigenschaften verschieben sich die Unternehmensziele jedoch dahingehend, dass der Befriedigung der Interessen der Aktionäre eine dominierende Position beigemessen wird (vgl. Höpner 2003: 15). Diese als Shareholder Value bezeichnete Unternehmensführung fördert und beschleunigt einen Strategiewechsel in den Unternehmen. Nicht mehr das Wachstum vieler verstreuter Unternehmenssegmente steht im Mittelpunkt sondern die Profitsteigerung avanciert zum zentralen Leitmotiv.

Die wichtigste Institution im Finanzmarktkapitalismus stellen die Aktien- und Finanzmärkte dar. In ihrer Funktionsweise bilden sich auf ihnen Erwartungs-Erwartungen ab, dass heißt über die Märkte erfolgt die Ermittlung von Erwartungswerten, in denen sich die Summe zukünftiger Erträge widerspiegeln soll (vgl. Windolf 2005: 31). Die Teilnehmer auf den Finanzmärkten beobachten wechselseitig ihre Handlungen und leiten daraus Reaktionsweisen in ihrem Spekulationsverhalten und ihren Marktaktivitäten ab (Erwartungs-Erwartungen). Diese Eigenschaft, die untrennbar in die Finanzmärkte integriert ist, enthält einen psychologischen Folgeeffekt mit dessen Hilfe extreme Kursschwankungen als Reaktion von Einzelakteuren erklärt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Alle Macht den (Finanz-) Märkten?: Das Kapitel führt in die Krisenthematik ein, beleuchtet die Rolle der Niedrigzinspolitik und hinterfragt die Ursachen der zunehmenden Deregulierung.

2. Der ‚Finanzmarktcrash‘ – Chronik einer Krise: Hier werden die zwei Phasen der Krise detailliert chronologisch dargestellt, von den ersten Zahlungsausfällen im Subprime-Bereich bis zum globalen Zusammenbruch.

3. Was ist eigentlich Finanzmarktkapitalismus?: Dieses Kapitel definiert das Produktionsregime des Finanzmarktkapitalismus, das durch Shareholder Value und den Einfluss institutioneller Investoren geprägt ist.

4. Der Irrtum der ‚Marktfundamentalisten‘ oder wie der Markt selbst aus den ‚Fugen‘ gerät: Die kritische Analyse befasst sich mit der Ideologie des Marktfundamentalismus und setzt ihr das Konzept der Reflexivität von George Soros gegenüber.

5. Die Finanzmarktkrise und die Folgen oder was können wir aus den ‚Fehlern‘ lernen?: Im abschließenden Kapitel werden regulatorische Schlussfolgerungen zur Bändigung der Finanzmärkte und zur Stabilisierung der Realwirtschaft diskutiert.

Schlüsselwörter

Finanzmarktkrise, Finanzmarktkapitalismus, Marktfundamentalismus, Boom/Bust-Modell, Reflexivität, Deregulierung, Subprime-Krise, Investmentbanken, Shareholder Value, Rating-Agenturen, Stabilität, Finanzmärkte, Realwirtschaft, Spekulationsblase, Regulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise unter besonderer Berücksichtigung der Mechanismen des Finanzmarktkapitalismus und der Rolle deregulierter Märkte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Entkopplung der Finanzsphäre von der Realwirtschaft, die Ideologie des neoliberalen Marktfundamentalismus sowie die daraus resultierende systemische Instabilität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch das Verständnis der reflexiven Dynamiken auf Finanzmärkten Erklärungsansätze für die Krise zu liefern und notwendige regulatorische Konsequenzen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der insbesondere das Boom/Bust-Modell nach George Soros zur Anwendung kommt, um das Verhalten von Marktteilnehmern zu erklären.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Aufarbeitung des Krisenverlaufs, eine theoretische Bestimmung des Finanzmarktkapitalismus und eine kritische Auseinandersetzung mit der Marktgleichgewichtstheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Finanzmarktkrise, Reflexivität, Marktfundamentalismus, Shareholder Value, Subprime-Markt und Regulierung.

Was versteht der Autor unter dem „Moment der Wahrheit“ im Boom/Bust-Modell?

Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Realität nicht mehr mit den überzogenen Erwartungen der Marktteilnehmer korrespondiert und das Vertrauen in den bestehenden Trend in sich zusammenbricht.

Warum hält der Autor eine Rückkehr zum Status quo nach der Krise für nicht möglich?

Aufgrund der tiefgreifenden systemischen Mängel und des massiven Vertrauensverlusts in deregulierten Märkten seien grundlegende politische Regelungen und eine Bändigung der Finanzakteure zwingend erforderlich.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Blase ist geplatzt
Untertitel
Ein (etwas anderer) Erklärungsversuch der Finanzmarktkrise
Autor
Matthias Völcker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V124149
ISBN (eBook)
9783640285778
ISBN (Buch)
9783640286256
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Blase
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Völcker (Autor:in), 2009, Die Blase ist geplatzt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/124149
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Leseprobe aus  17  Seiten
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