Zunächst werde ich das Spiel definieren und mithilfe von „Hausers Merkmalen“ kennzeichnen. Er nennt fünf Merkmale an denen man erkennen könne, ob ein Spiel ein Spiel sei oder eben nicht. Anschließend werde ich einen Überblick über die Entwicklungsabschnitte der frühen Kindheit geben, um die Spielformen besser nachvollziehen und einordnen zu können. Anschließend werde ich die verschiedenen Spielformen nennen und erläutern, welche im Verlauf der Kindheit eintreten und wie sich diese äußern können. Das fünfte Kapitel steht unter dem Titel „kognitive Entwicklung“. Zuerst widme ich mich Piagets Position zu dem Thema, da er in seiner Entwicklungspsychologie eine umfangreiche Spieltheorie aufgestellt hat. Anschließend werde ich darauf eingehen, wie man Kinder zum Spielen anregen kann, damit die kognitive Entwicklung bestmöglich gefördert wird. Zudem werde ich auf die Wirkungen des Spiels nochmal genauer eingehen, welche ich schon in den vorherigen Kapiteln angesprochen habe. Abschließend werde ich meine Arbeit kurz zusammenfassen und auf meine Ausgangsthese zurückkommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Spiel
2.1. Definitionen
2.2. Merkmale des Spiels von Hauser
3. Entwicklungsabschnitte frühe Kindheit
4. Spielformen
4.1. Eltern- Kind- Spiel
4.2. Funktions- und Bewegungsspiel
4.3. Fantasiespiel und Rollenspiel
4.4 Objekt und Konstruktionsspiel
4.5. Regelspiele
5. Kognitive Entwicklung
5.1. Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung
5.2. Anregungen zur kognitiven Entwicklung im Rahmen des Spiels
5.3. Wirkungen des Spiels in der frühen Kindheit
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob und inwieweit das Spiel in der frühen Kindheit einen unerlässlichen Beitrag zur kognitiven Entwicklung des Kindes leistet und welche Bedeutung ihm in diesem Kontext zukommt.
- Definition des Spielbegriffs und Analyse der Spielmerkmale nach Hauser
- Darstellung der Entwicklungsabschnitte in der frühen Kindheit
- Erläuterung verschiedener Spielformen und deren Relevanz für Lernprozesse
- Untersuchung von Piagets Spieltheorie bezüglich der kognitiven Entwicklung
- Analyse der Wirkungsweisen des Spiels als Bildungsmedium
Auszug aus dem Buch
2.2. Merkmale des Spieles von Hauser
Hauser führt eine exklusive Definition von Spiel ein, welche fünf Merkmale von Spiel aufzählt, die erfüllt werden sollen, damit man das Spiel als Spiel bezeichnen könne (Hauser, 2016).
Die Merkmale heißen „Unvollständige Funktionalität, So- tun- als- ob, Positive Aktivierung, Wiederholung und Variation und Entspanntes Feld“ (Hauser, S. 20). Unter „Unvollständige Funktionalität“ verstehe man, dass Spaß und Freude an der Tätigkeit das höchste Ziel des Spiels sei. Der Nutzen und die funktionalen Elemente durch das Spiel werden als zweitrangig gewertet. Das zweite Merkmal „So-tun-als-ob“ bedeute, das Gespielte spiegelt bzw. ähnele dem funktionalen Verhalten. Es müsse jedoch noch nicht unbedingt in der realen Welt vorhanden sein. Oft beinhalte das Spiel eine „unvollständige, übertriebene und ungeschickte Verhaltensweise“ (S. 21), welche reale Verhaltensmuster nachspiele. „Positive Aktivierung“ wird als drittes Merkmal aufgelistet. Positiv aktiviert werde ein Kind durch intrinsische Motivation. Intrinsisch Motivierte werden nicht durch Belohnung angeregt etwas zu tun, sondern durch die Tätigkeit an sich, da diese Freude bereitet. Kinder müssen Tätigkeiten oft lange wiederholen, um sie zu erlernen. Durch Freude an der Sache, komme dies Kindern zu Gute, da keine Langeweile an der Übung entstehe. Positiv aktiviert werde das Spiel durch den Zusammenhang zwischen Mittel vor Zweck, der Wahlfreiheit, sowie der Unvorhersagbarkeit des Verlaufs. (Hauser, 2016).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Thematik, der Forschungsfrage sowie des methodischen Vorgehens zur Untersuchung der Bedeutung des Spiels für die kognitive Entwicklung.
2. Spiel: Einführung in die Definition des Spiels und detaillierte Erläuterung der fünf Merkmale nach Hauser.
3. Entwicklungsabschnitte frühe Kindheit: Überblick über die psychologische Lebensphase zwischen Geburt und dem sechsten Lebensjahr und die damit verbundenen Entwicklungsschritte.
4. Spielformen: Analyse verschiedener Spielarten, beginnend bei Eltern-Kind-Spielen bis hin zu komplexen Regelspielen, und deren jeweilige Bedeutung für die kindliche Entwicklung.
5. Kognitive Entwicklung: Wissenschaftliche Einbettung in Piagets Theorie sowie Betrachtung von Anregungsmöglichkeiten und den allgemeinen Wirkungen des Spiels auf verschiedene Hirnfunktionen.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsthese, welche dem Spiel in der frühen Kindheit eine essenzielle Rolle für die kognitive Entfaltung zuschreibt.
Schlüsselwörter
Spiel, frühe Kindheit, kognitive Entwicklung, Piaget, Spielformen, Spielmerkmale, Sozialisation, Lernprozesse, intrinsische Motivation, Funktionsspiel, Regelspiel, Symbolspiel, Bildungsmedium, Handlungsstrategien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Bedeutung des kindlichen Spiels und geht der Frage nach, welchen Einfluss es auf die kognitive Entwicklung in den ersten Lebensjahren hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition des Spiels, die Einordnung verschiedener Spielformen (wie Funktions-, Rollen-, Konstruktions- und Regelspiele) sowie die psychologischen Grundlagen der kognitiven Entwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass das Spiel weitaus mehr als bloßer Zeitvertreib ist und einen unerlässlichen Beitrag zur kognitiven und sozialen Entwicklung des Kindes leistet.
Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden eingenommen?
Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die kognitive Entwicklungspsychologie, insbesondere unter Bezugnahme auf Jean Piagets Spieltheorie und die Ansätze von Forschern wie Hauser und Fried.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Spielbegriffs, die Analyse kindlicher Entwicklungsabschnitte, die systematische Einordnung von Spielformen und die wissenschaftliche Herleitung der kognitiven Förderwirkung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Dies sind vor allem Spielformen, Lernprozesse, intrinsische Motivation, kognitive Schemata und die Rolle des Spiels als Bildungsmedium.
Warum ist das "entspannte Feld" für die Entwicklung wichtig?
Nach Hauser bezeichnet dies eine Umgebung, in der sich das Kind wohlfühlt und stressfrei agieren kann, was eine wesentliche Voraussetzung für gelingende Spielsituationen und damit verbundene Lerneffekte ist.
Welche Rolle spielt die Wiederholung beim Spiel?
Wiederholung ermöglicht es Kindern, Fähigkeiten zu festigen, Variationen zu erproben und somit komplexe motorische sowie kognitive Strukturen nachhaltig zu verbessern.
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- Anonym (Author), 2020, Das Spiel in der frühen Kindheit- ein unerlässlicher Schritt in der kognitiven Entwicklung des Kindes?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1239409