Das Thema dieser Hausarbeit beschäftigt sich mit der Jugend und den Jugendkulturen im 21. Jahrhundert. Bevor ich allerdings auf das eigentliche Thema zu sprechen komme, werde ich zunächst einmal näher auf den Jugendbegriff eingehen, um ein besseres Verständnis darüber zu vermitteln, inwiefern sich die Jugend in der Zeit gewandelt hat, da man von einer Veränderung der Jugendphase sprechen kann, die sich durch den Strukturwandel, die End- bzw. Destrukturierung und Entstandardisierung der Jugendphase ausweist. Anschließend wende ich mich dem Jugendkulturbegriff zu, zumal dieser Begriff bereits eine pädagogische Tradition besitzt und es sehr interessant ist auch diesen im Wandel der Zeit zu betrachten und um überhaupt einen groben Überblick darüber zu schaffen, um was es sich eigentlich handelt. Im Anschluss daran werde ich mich auf die Peer-Groups, also die Gleichaltrigengruppen der Jugendlichen beziehen, da diese immer wichtiger für die Jugendphase werden und eine wichtige Sozialisationsfunktionen einnehmen. Im Hinblick auf die Entstehung zahlreicher paralleler, aber auch gegenläufiger Jugendkulturen werde ich mich auf diese im 21. Jahrhundert beziehen. In der heutigen Zeit ist es schwer geworden, einen Jugendlichen jeweils einer Jugend(sub)kultur zuzuordnen. Mittlerweile gibt es eine ungeheure Vielfalt an Gruppen, was auch sehr konfus sein kann. Dennoch werde ich versuchen einen Überblick über das facettenreiche Thema zu schaffen. Um die Hausarbeit zum Ende zu bringen werde ich abschließend auf den Jugendkonsum eingehen, da die Kultur, in der heutige Jugendliche heranwachsen zunehmend kommerzialisiert wird und man im alltäglichen Leben von unzähligen Konsumanreizen verführt wird, wie zum Beispiel durch die Medien oder die einen ständig bombardierende Werbung. Kurz werde ich auch auf die Gefahren eingehen, die die heutige Konsumkultur mit sich trägt.
Übersicht der Kapitel
1. Einleitung
2. Was ist Jugend?
3. Was ist Jugendkultur?
4. Die Peer-Groups der Jugendlichen
5. Jugendkulturen im 21. Jahrhundert
6. Jugendkonsum
7. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die facettenreiche Entwicklung von Jugend und Jugendkulturen im 21. Jahrhundert. Das primäre Ziel ist es, den Wandel der Jugendphase sowie die Bedeutung von Peer-Groups und jugendkulturellen Szenen im Kontext einer zunehmend kommerzialisierten Gesellschaft zu analysieren und kritisch zu beleuchten.
- Strukturwandel und Entstandardisierung der Jugendphase
- Entwicklung und Bedeutung des Begriffs der Jugendkultur
- Die Sozialisationsfunktion von Peer-Groups
- Kommerzialisierung jugendlicher Lebensstile
- Risiken des Jugendkonsums und Ausprägungen von Kaufsucht
Auszug aus dem Buch
4. Die Peer-Groups der Jugendlichen
Die Peer-Group, auch Peers oder Gleichaltrigengruppe genannt, gewinnt immer mehr an Bedeutung für das Jugendalter. Als Peer-Group gelten Gruppen von Gleichaltrigen oder Gleichgesinnten, meist auch ähnlicher sozialer Herkunft und gleichen Geschlechts. Die Peer-Group wirkt als große Gemeinschaft mit gleichen Interessen und Werthaltungen, als informelle Gruppe und als Freundschaft mit spezifischen Bindungserfahrungen.
Die Jugendlichen haben in diesen Peer-Groups die Möglichkeit ihren eigenen „Status zu erwerben“ und zwar auf eine ganz andere Art und Weise wie in Familie und Beruf, wo sie nur in vorgefertigte Rollen gesteckt werden (vgl. Schröder 1995, S.111f). Die Peer-Group trägt für Jugendliche zur Orientierung und Stabilisierung bei und gewährt eine emotionale Geborgenheit. Zudem bietet sie sozialen Freiraum für die Erprobung neuer Möglichkeiten im Sozialverhalten und lässt Formen von sozialen Aktivitäten zu, die außerhalb der Gruppe zu riskant wären.
Sie hat eine wichtige Funktion in der Ablösung von den Eltern und bietet Unterstützung durch die normierende Wirkung einer Mehrheit. Sie kann auch zu Identitätsfindung beitragen, indem sie Identifikationsmöglichkeiten, Lebensstile und Bestätigung für Selbstdarstellung bietet. (vgl. Oerter/Montada 1987, S.318). Wie dadurch bereits deutlich zu erkennen übernehmen Peer-Groups bei Jugendlichen wichtige Sozialisationsfunktionen und werden für diese eben umso wichtiger, je mehr sie sich psychisch und sozial von den Eltern ablösen. Die Heranwachsenden fühlen sich aufgrund der körperlichen und geistigen Reifungsprozesse meist untereinander besser verstanden und können Probleme häufig besser lösen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des jugendlichen Erscheinungsbildes hin zum Mainstream und gibt einen Überblick über die behandelten Schwerpunkte der Arbeit.
2. Was ist Jugend?: Dieses Kapitel definiert Jugend als eigenständige Lebensphase und erläutert die Kriterien des Übergangs vom Kindes- zum Erwachsenenalter.
3. Was ist Jugendkultur?: Hier wird der historische Hintergrund des Jugendkulturbegriffs beleuchtet und dessen Wandel von der pädagogischen Institution hin zu mediengeprägten Szenen aufgezeigt.
4. Die Peer-Groups der Jugendlichen: Das Kapitel beschreibt die Bedeutung von Gleichaltrigengruppen als soziale Gemeinschaft, die Identitätsfindung ermöglicht und die Ablösung vom Elternhaus unterstützt.
5. Jugendkulturen im 21. Jahrhundert: Es wird die Pluralisierung und Fragmentierung heutiger Jugendszenen analysiert, die zunehmend durch kurzlebige Trends und die Durchlässigkeit zum Mainstream geprägt sind.
6. Jugendkonsum: Dieses Kapitel thematisiert die Kommerzialisierung jugendlicher Lebensstile und untersucht Risiken wie den kompensatorischen Konsum oder Kaufsucht.
7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Jugend heute ein eigenständiger Lebensbereich ist, der stark durch Konsumorientierung und globale Medieneinflüsse geprägt bleibt.
Schlüsselwörter
Jugend, Jugendkulturen, Peer-Group, Sozialisation, Identität, Jugendkonsum, Kommerzialisierung, Mainstream, Jugendszenen, Lebensphase, Strukturwandel, Kaufsucht, Jugendphase, Entstandardisierung, Subkultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Situation von Jugendlichen im 21. Jahrhundert, wobei insbesondere der Wandel von Jugendkulturen und die Rolle des Konsums im Fokus stehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition des Jugendbegriffs, die Funktion von Peer-Groups, die Diversität moderner Jugendszenen und die Auswirkungen der Kommerzialisierung auf Jugendliche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die heutigen jugendlichen Lebenswelten und die Faktoren zu entwickeln, die deren Identitätsbildung beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse erziehungswissenschaftlicher und soziologischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung des Jugendbegriffs, die Bedeutung von Peer-Groups, die aktuelle Vielfalt an Jugendkulturen und die Problematik des jugendlichen Konsumverhaltens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Jugend, Jugendkulturen, Peer-Group, Sozialisation, Identität und Jugendkonsum.
Wie unterscheidet sich der Jugendbegriff heute von der Vergangenheit?
Die Jugendphase hat sich laut Arbeit zeitlich verlängert und ist durch Destrukturierung sowie Entstandardisierung gekennzeichnet, wobei sie heute als eigenständiger Lebensbereich gilt.
Warum sind Peer-Groups für Jugendliche so wichtig?
Peer-Groups dienen der Ablösung vom Elternhaus, bieten emotionale Geborgenheit und fungieren als wichtiger Raum zur Erprobung von Sozialverhalten und zur Identitätsfindung.
Welche Gefahren ergeben sich aus dem Jugendkonsum?
Die Arbeit warnt vor Kompensationsstrategien wie Kaufsucht und dem Verlust von Authentizität, da Jugendkulturen zunehmend von Industriekonzernen vereinnahmt werden.
Was bedeutet der Begriff "Szenesurfen"?
Szenesurfen beschreibt das Phänomen, dass heutige Jugendliche in mehreren Szenen gleichzeitig leben und verschiedene Stile flexibel kombinieren können.
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- Leonie Mainka (Author), 2008, Jugend und Jugendkulturen im 21. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/123930