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Zur Benachteiligung der Nachkommen der "Gastarbeiter" auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Title: Zur Benachteiligung der Nachkommen der "Gastarbeiter" auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Essay , 2007 , 6 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ioanna Gatzigianni (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation

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Summary Excerpt Details

Die Einwanderungsgeschichte der Bundesrepublik nach dem 2. Weltkrieg ist besonders geprägt durch die Gruppe der „Gastarbeiter“, der nach Deutschland angeworbenen Arbeitsmigranten, und ihrer Familienangehörigen. Diese bilden seit Beginn der Anwerbung bis heu-te einen quantitativ bedeutenden Teil in der Gesellschaft Deutschlands. Ihre Einwanderung hatte und hat Auswirkungen einerseits auf ihre individuelle Lebenssituation und andererseits auf die bundesrepublikanische Gesellschaft. Untersuchungen über Art und Bedeutung der sozialstrukturellen Lage dieser Gruppe wurden in zahlreichen soziologischen Studien vorgenommen. In seiner bedeutenden migrationstheoretischen Auseinandersetzung beschrieb Hoffmann-Nowotny die sozialstrukturelle Positionierung der angeworbenen Arbeitsmigranten mit dem Begriff der „Unterschichtung“. Demnach traten diese Einwanderer in den entschei-denden Dimensionen der Sozialstruktur, also berufliche Stellung, Einkommen und Wohnsitu-ation, in die untersten Positionen derselben ein. (Hoffmann-Nowotny, 1987).
Die Pioniermigranten wurden für die untersten Stufen der beruflichen und betrieblichen Hie-rarchien angeworben und so im untersten Segment des Arbeitsmarktes beschäftigt. Größtenteils verblieben sie dort auch in der gesamten Phase ihrer Erwerbstätigkeit, da ihre Sprachkenntnisse, ihr Bildungs- und Qualifikationsniveau zu gering waren, um eine andere Position auf dem Arbeitsmarkt zu erlangen . Daraus ergaben sich geringere Einkommen und schlechtere Wohnbedingungen als weitere Kennzeichen ihrer sozialen Lage (Hoffmann-Nowotny, 1987; Heckmann, 1992; Geissler 2006). Strukturell gelten daher die Arbeitsmigranten der ersten Generation als unzureichend integriert.

Hier geht es nun darum, wie sich die Lage der in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Kinder und Enkel dieser Pioniergeneration darstellt. Haben sie den „Aufstieg“ auf dem deut-schen Arbeitsmarkt geschafft? Hat eine intergenerationale, soziale Mobilität stattgefunden oder ist eine strukturelle Verfestigung der Benachteiligung zu beobachten? Wenn man davon ausgeht, dass sich Assimilationsprozesse über mehrere Generationen vollziehen, wäre zu erwarten, dass die hier geborenen und aufgewachsenen Kinder der Arbeitsmigranten eine bessere Arbeitsmarktposition aufweisen als ihre Eltern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Identifizierung der 2. Generation

2. Berufliche Stellung

3. Arbeitslosigkeit

4. Bildungsabschluss

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sozioökonomische Lage und die Arbeitsmarktintegration der in Deutschland geborenen Nachkommen der sogenannten Gastarbeitergeneration, um zu klären, ob eine intergenerationale soziale Mobilität stattgefunden hat oder eine strukturelle Benachteiligung fortbesteht.

  • Analyse der beruflichen Stellung der 2. Generation im Vergleich zur Pioniergeneration
  • Untersuchung der Arbeitslosigkeitsquoten als Indikator für strukturelle Ausgrenzung
  • Evaluation von Bildungsabschlüssen als Voraussetzung für die Arbeitsmarktpartizipation
  • Identifikation von Generationeneffekten bei der sozialen Integration
  • Diskussion über die Persistenz von Benachteiligungen im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung

Auszug aus dem Buch

Berufliche Stellung

Vergleichende Zahlen zur beruflichen Stellung von erwerbstätigen Ausländern im Jahr 1991 und 2000 geben Hinweise auf berufliche Aufstiegsprozesse bei Migranten aber auch auf nach wie vor bestehende Benachteiligungen im Vergleich zu Einheimischen (Westdeutsche). So bestehen zu beiden Zeitpunkten beispielsweise enorme Differenzen zu den Einheimischen in den Anteilen der Un- und Angelernten. Während über die Hälfte der Ausländer dieser Gruppe zuzuordnen sind (im Jahr 2000 52%), trifft dies nur auf ca. ein fünftel der Westdeutschen zu.

Innerhalb der Gruppe der Ausländer ging in dem untersuchten Zeitraum der Anteil der Un und Angelernten um 4% und der der Facharbeiter um 5% zurück, während deutlich mehr Ausländer nun im Bereich der mittleren Dienstleistung arbeiten (plus 6%). (Geissler 2006: 242). Diese Zahlen geben Hinweise auf vertikale Mobilitätsprozesse, hinter denen sich möglicherweise auch intergenerationale Unterschiede in der Arbeitsmarktposition verbergen.

Diese Vermutung bestätigt sich, wenn man die Zahlen zur beruflichen Stellung der Ausländer nach Aufenthaltsdauer bzw. Geburtsland hinzuzieht. So waren im Jahr 1995 die in Deutschland geborenen Ausländer (2. Generation) deutlich seltener in un- und angelernten Arbeiterberufen beschäftigt als Personen, die eingewandert sind (1. Generation). Dieser Trend ist weitgehend unabhängig von der Aufenthaltsdauer, das heißt es handelt sich offenbar um einen Generationeneffekt (Bender und Seifert 2000: 86).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Identifizierung der 2. Generation: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Herausforderungen bei der statistischen Erfassung der zweiten Generation aufgrund restriktiver Einbürgerungsregeln und früherer Rückkehrabsichten.

2. Berufliche Stellung: Hier werden Daten zur beruflichen Mobilität verglichen, die einen leichten Aufstiegstrend in mittlere Dienstleistungsbereiche zeigen, jedoch weiterhin signifikante Unterschiede zur einheimischen Bevölkerung aufweisen.

3. Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel thematisiert die im Vergleich zu Deutschen überdurchschnittlichen Arbeitslosenquoten als Indiz für die strukturelle Ausgrenzung von Migranten am Arbeitsmarkt.

4. Bildungsabschluss: Es wird dargestellt, dass das Bildungsniveau der zweiten Generation zwar über die Jahre gestiegen ist, im direkten Vergleich mit der einheimischen Bevölkerung aber immer noch Lücken bestehen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass trotz positiver Entwicklungstendenzen eine vollständige strukturelle Integration noch nicht erreicht ist und die soziale Herkunft weiterhin eine zentrale Rolle spielt.

Schlüsselwörter

Gastarbeiter, Arbeitsmarkt, 2. Generation, Migration, soziale Mobilität, Integration, Bildungsabschluss, berufliche Stellung, Strukturwandel, Arbeitslosigkeit, Generationeneffekt, Benachteiligung, Sozialstruktur, Arbeitsmigranten, Bildungsniveau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sozioökonomische Integration der in Deutschland geborenen Nachkommen der Gastarbeitergeneration auf dem Arbeitsmarkt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der beruflichen Stellung, der Arbeitslosigkeit und der Bildungsentwicklung der zweiten Migrantengeneration.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob im Zeitverlauf eine intergenerationale soziale Mobilität stattgefunden hat oder ob Migrantenkinder weiterhin strukturell benachteiligt sind.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung und dem Vergleich vorliegender soziologischer Studien, Beschäftigtenstatistiken und Querschnittsdaten aus verschiedenen Zeitpunkten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden statistische Entwicklungen zu Bildungsgraden und Erwerbstätigkeit analysiert und als Generationeneffekte interpretiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Migration, Arbeitsmarktintegration, Generationeneffekt, soziale Mobilität und strukturelle Benachteiligung.

Warum ist die Identifizierung der zweiten Generation statistisch schwierig?

Aufgrund historisch restriktiver Einbürgerungsbestimmungen werden viele erfolgreich integrierte Migrantenkinder statistisch als "Deutsche" erfasst, was zu einer Verzerrung der Daten führt.

Welche Rolle spielt das Elternhaus für die dritte Generation?

Die Autorin weist darauf hin, dass das Bildungsniveau und die Ressourcen des Elternhauses weiterhin einen maßgeblichen Einfluss auf den schulischen Erfolg der nachfolgenden Generation ausüben.

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Details

Title
Zur Benachteiligung der Nachkommen der "Gastarbeiter" auf dem deutschen Arbeitsmarkt
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
PS Migration und Sozialstruktur
Grade
1,3
Author
Ioanna Gatzigianni (Author)
Publication Year
2007
Pages
6
Catalog Number
V123873
ISBN (eBook)
9783640287055
Language
German
Tags
Benachteiligung Nachkommen Gastarbeiter Arbeitsmarkt Migration Sozialstruktur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ioanna Gatzigianni (Author), 2007, Zur Benachteiligung der Nachkommen der "Gastarbeiter" auf dem deutschen Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/123873
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