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Höfische Repräsentation am Beispiel Heinrichs des Löwen

Title: Höfische Repräsentation am Beispiel Heinrichs des Löwen

Term Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sascha Engels (Author)

Didactics for the subject German - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Repräsentation ist für die Menschen schon immer von Bedeutung gewesen.
Gerade im Mittelalter war mit ihr eine hohe Symbolik verbunden. Der
symbolische Charakter äußerte sich nicht nur in der Ausübung von
Repräsentation im wörtlichen Sinne, sondern beinhaltete Politik, Macht,
Wirtschaftskraft, Literatur und Kunst.
Der Begriff ist von dem lateinischen Verb „repraesentare“ abgeleitet und hat
die Bedeutung: vergegenwärtigen, vertreten, darstellen, würdig auftreten. In
diesem Zusammenhang sind dann auch das standesgemäße Auftreten und der
damit verbundene gesellschaftliche Aufwand zu sehen.
Übertragen auf die Zeit Heinrichs des Löwen bedeutet dies, dass die Fürsten zu
jener Zeit ihre Herrschaft nicht nur politisch, juristisch, ökonomisch und
militärisch zu behaupten hatten.“1 Sie mussten auch wissen, wie sie sich
„darzustellen, aufzuführen, den Sehgewohnheiten der Zeitgenossen
entsprechend so zu repräsentieren hatten, dass ihr Träger als Fürst hohen
Ranges zweifelsfrei erkennbar und mit seinen Ansprüchen akzeptabel blieb.“2
Da gerade dieser Welfenherzog eine Fülle an Literatur- und Kunstschätzen
sowie Geschichtszeugnissen hinterlassen hat, bietet er sich für die oben
genannte Thematik als Untersuchungsgegenstand an.
Über die genaue Definierung des Begriffs der Genealogie in Verbindung mit
dem Stammbaum der Welfen, dem Auftreten des Fürsten und seiner
Gefolgschaft, den Aspekten der Literatur- und Kunstförderung sowie die
politische Architektur sollen nicht nur zeigen, dass Heinrich der Löwe, besser
als seine Zeitgenossen sich darzustellen wusste, sondern auch welche
einzigartige Stellung er als Mäzen der Kultur und Kunst in der deutschen
Geschichte inne hat.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Genealogie

2.1 Der Stammbaum der Welfen – die „Historia Welforum“

3. Auftreten und Gefolge Heinrichs des Löwen

3.1. Die Pilgerfahrt nach Jerusalem

4. Literatur und Kunst am Welfenhof

4.1. Literatur – das Rolandslied

4.2. Kunst – Das Helmarhausener Evangeliar

5. Politische Architektur als Repräsentationsform

5.1. Stadt Braunschweig

5.2. Burg Dankwarderode

5.3. Das Löwenmonument

5.4. Die Stiftskirche St. Blasius – der Braunschweiger Dom

5.5. Grabmal

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Ausdrucksformen höfischer Repräsentation im Hochmittelalter am Beispiel des Welfenherzogs Heinrich des Löwen. Dabei wird analysiert, wie der Herzog durch seine Genealogie, die Förderung von Kunst und Literatur sowie durch gezielte politische Architektur und sein Auftreten im Ausland sein Machtbewusstsein legitimierte und als Mäzen seine Position festigte.

  • Genealogisches Selbstverständnis und die „Historia Welforum“
  • Repräsentative Inszenierung durch Pilgerfahrten und internationales Auftreten
  • Förderung volkssprachlicher Literatur am Beispiel des „Rolandsliedes“
  • Bedeutung von Kunst und Buchmalerei für den Herrscherstatus
  • Architektur als Medium politischer Demonstration und Herrschaftssicherung

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Pilgerfahrt nach Jerusalem

In den 70er Jahren des 12. Jahrhunderts stand Heinrich der Löwe auf dem Höhepunkt seiner Macht. Dadurch besaß er auch die finanzielle und politische Stellung, eine Pilgerfahrt in das Heilige Land zu machen. Sie entsprach ganz der Sitte der Zeit. So war es üblich, das sowohl geistliche Fürsten als auch weltliche die lange Fahrt zu den heiligen Stätten des Christentums unternahmen. Die Art und Weise wie der Herzog diese Pilgerfahrt durchführte, gab Heinrich die Möglichkeit, sein Ansehen und seine Macht im Abendland und im Orient zu zeigen. Diese Fahrt war für ihn ein propagandistischer Erfolg. Die Anerkennung in Form von Empfängen und Geschenken ausländischer Fürsten und ihrer Hofstaaten trugen nicht nur zum Selbstverständnis Heinrichs des Löwen bei, sondern auch zur Steigerung des Ansehens bei seinen Zeitgenossen im Reich und den christlichen Königreichen.

Im Januar 1172 brach Heinrich mit einem großen Gefolge auf. Ihn begleiteten viele große Edelleute des sächsischen Herzogtums, darunter waren Bischof Konrad von Lübeck, Erzbischof Baldewin von Bremen, der Obodritenfürst Pribislaw, Graf Gunzelin von Schwerin und Arnold von Lübeck, damals noch Mönch. Des Weiteren schlossen sich diesem Gefolge der Truchseß Jordan von Blankenburg, dessen Bruder Iusarius und der Marschall Heinrich an. Beim Mariä-Lichtmess-Fest in Regensburg, am 2. Februar 1172, gesellten sich auch bayerische Größen dazu, unter ihnen auch die jüngeren Brüder des Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach. In der Kölner Königschronik wird die Anzahl der Ritter sogar genau beziffert, es sollen an die 500 gewesen sein, die Heinrich den Löwen begleiteten. Diese Angabe lässt sich mit der Slawenchronik, ursprünglich das Werk von Helmold von Bosau und vom bereits erwähnten Arnold von Lübeck weitergeführt, vergleichen. Es kam zu einem Zwischenfall im Gebiet der Serben, dort standen 1200 kämpfende Männer dem Löwen zur Seite. Betrachtet man die beiden Angaben aus den Quellen, ist erkennbar, dass das Gefolge Heinrichs des Löwen von enormer Größe gewesen sein muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Konzept der höfischen Repräsentation und Begründung der Wahl Heinrichs des Löwen als Untersuchungsgegenstand.

2. Genealogie: Analyse des Selbstverständnisses der Welfen durch ihren Stammbaum und die Bedeutung der „Historia Welforum“ als Legitimationsgrundlage.

3. Auftreten und Gefolge Heinrichs des Löwen: Untersuchung der Pilgerfahrt als Mittel der Machtdemonstration und der propagandistischen Inszenierung.

4. Literatur und Kunst am Welfenhof: Behandlung der Rolle des Herzogs als Mäzen und Auftraggeber von literarischen Werken und kostbaren Handschriften.

5. Politische Architektur als Repräsentationsform: Betrachtung von Bauvorhaben wie Braunschweig, der Burg Dankwarderode und dem Dom St. Blasius als Mittel der Herrschaftsrepräsentation.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der vielfältigen Repräsentationsformen Heinrichs des Löwen im Kontext der hochmittelalterlichen Geschichte.

Schlüsselwörter

Heinrich der Löwe, Welfen, Höfische Repräsentation, Mittelalter, Historia Welforum, Rolandslied, Helmarhausener Evangeliar, Politische Architektur, Braunschweig, Burg Dankwarderode, St. Blasius, Machtbewusstsein, Mäzenatentum, Memoria, Fama.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Formen der Repräsentation, die Heinrich der Löwe nutzte, um seinen Herrschaftsanspruch, sein Selbstbewusstsein und sein Prestige im 12. Jahrhundert zu untermauern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Genealogie, der Kunst- und Literaturförderung, der diplomatischen Inszenierung durch Pilgerfahrten sowie der Nutzung politischer Architektur zur Demonstration von Macht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Heinrich der Löwe gezielt kulturelle und politische Instrumente einsetzte, um sich als bedeutender Fürst seiner Zeit darzustellen und sein Ansehen bei Zeitgenossen und Nachwelt zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse historischer Quellen, Chroniken und kunsthistorischer Zeugnisse, um das Repräsentationsgebaren des Welfenherzogs kontextbezogen einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zur welfischen Genealogie, zu Heinrichs diplomatischem Gefolge, zur Förderung von literarischen Werken wie dem Rolandslied, zur Bedeutung der Buchmalerei sowie zu architektonischen Großprojekten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Repräsentation, Machtinszenierung, Mäzenatentum, Welfische Memoria und politische Architektur.

Welche Rolle spielt die Pilgerfahrt nach Jerusalem für das Bild Heinrichs des Löwen?

Die Pilgerreise diente nicht nur religiösen Zwecken, sondern war ein hochgradig inszeniertes diplomatisches Ereignis, das dem Herzog ermöglichte, als mächtiger und ebenbürtiger Herrscher im Kreis europäischer und orientalischer Potentaten aufzutreten.

Wie trägt die Architektur zur Selbstdarstellung des Herzogs bei?

Bauwerke wie die Burg Dankwarderode oder der Braunschweiger Dom dienten als steinerne Manifestationen von Macht, Stabilität und Tradition, wobei Heinrich bewusst auf imperiale Vorbilder zurückgriff, um seinen Anspruch zu verdeutlichen.

Warum wird das „Rolandslied“ als Teil der Repräsentationskunst gesehen?

Der Auftrag zur Verfassung dieses Werkes erlaubte es Heinrich, sich über literarische Parallelen zu historischen und biblischen Herrschergestalten in eine Tradition zu stellen, die sein eigenes Handeln als gottgewollt und legitim einstufte.

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Details

Title
Höfische Repräsentation am Beispiel Heinrichs des Löwen
College
University of Cologne
Course
Höfische Repräsenation
Grade
1,3
Author
Sascha Engels (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V122900
ISBN (Book)
9783640268719
ISBN (eBook)
9783640270187
Language
German
Tags
Höfische Repräsentation Beispiel Heinrichs Löwen Höfische Repräsenation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Engels (Author), 2005, Höfische Repräsentation am Beispiel Heinrichs des Löwen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/122900
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