Die Hausarbeit untersucht, ob Fake News im Falle eines Schadenereignisses während einer Großveranstaltung Einfluss auf die Kommunikation mit den Betroffenen vor Ort haben. Aufgrund des stetig wachsenden Interesses an Großveranstaltungen spielt die Krisenkommunikation in Gefahrensituationen auf solchen Veranstaltungen eine wichtige Rolle, weshalb diesem Punkt in der Vorplanung einer Großveranstaltung Beachtung geschenkt werden muss.
Gerade die Wirkung von sozialen Medien auf die Menschen während stattfindenden Massenveranstaltungen weisen einen prägenden Faktor auf. Denn auf Social Media finden Fake News besonders schnell Verbreitung. Weitergehend stellt sich nun die Frage, welche Auswirkungen und Einflüsse Fake News im Falle eines Schadenereignisses während einer Großveranstaltung, auf die Krisenkommunikation vor Ort haben. Dabei sollen auch diverse Präventions- und Ad-hoc-Maßnahmen aufgezeigt werden, die frühzeitig bei einem Schadenseintritt auf einer Großveranstaltung entsprechend gegen Fake News eingeleitet werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund Großveranstaltung
2.1 Definition einer Großveranstaltung
3. Theoretischer Hintergrund von Risiko- und Krisenkommunikation
3.1 Definition Risiko- und Krisenkommunikation
4. Theoretischer Hintergrund Fake News
4.1 Definition Fake News
4.2 Entstehung von Fake News
4.3 Wirkung von Fake News
5. Diskussion
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss Fake News im Falle eines Schadenereignisses während einer Großveranstaltung auf die Kommunikation mit den betroffenen Personen vor Ort haben. Ziel ist es, die Gefahren durch Desinformation in einer Akut-Lage zu beleuchten und Möglichkeiten der Intervention aufzuzeigen.
- Grundlagen von Großveranstaltungen und deren Sicherheitsanforderungen
- Differenzierung und Vorgehensweise in der Risiko- und Krisenkommunikation
- Definition, Entstehung und Verbreitung von Fake News
- Untersuchung der Wirkung von Desinformation auf die Krisenkommunikation
- Möglichkeiten der Intervention durch Veranstalter und Behörden
Auszug aus dem Buch
4.1 Definition Fake News
Der amerikanische Begriff Fake News ist wesentlich älter als wohlmöglich vermutet wird. Erstmalig wurde dieser eigenständige Begriff bei Recherchen im amerikanischen Merriam-Webster-Lexikon 1890 festgestellt. Allerdings kann wohlmöglich bereits eine vorteilhafte Inszenierung durch Fake News auf das römische Reich zurückgeführt werden. Ein besonderes gutes Beispiel hierfür stellt Caesar dar, der durch sein Verhalten sowie den Inhalten des Buches „De bello gallico“ (58 v. Chr. - 50 v. Chr.) diverse Selbstinszenierungen und öffentlichkeitswirksame Statements gezielt verbreiten lies, um so als strategischer, kluger und vorausschauender römischer Imperator dazustehen (Himmelrath & Egbers, 2018).
Die genaue Übersetzung des amerikanischen Begriffs Fake News bedeutet im deutschen wortwörtlich „Falschnachrichten“ oder umgangssprachlich Desinformation. Erst seit Herbst 2017 wird der Begriff im Duden (2017) definiert und wie folgt beschrieben: „in den Medien und im Internet, besonders in sozialen Netzwerken, in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen“ (Duden, 2017). Solche gezielt verbreiteten Falschnachrichten, sollen dazu dienen, auf die Meinung sowie das Handeln der Leser einzuwirken sowie diese zu manipulieren. Hintergrund zur Verbreitung von Falschnachrichten können zum einen politisch oder sogar ökonomisch sein, da durch hohe Klickzahlen im Netz höhere Werbeeinahmen generiert werden können. Gerade wegen den heutigen technischen Möglichkeiten, zeigt sich, dass es besonders schnell und einfach geworden ist, Informationen und Falschnachrichten via Internet an ein großes Publikum zu streuen. Allerdings werden Fake News nicht nur im Internet oder den sozialen Netzwerken publiziert, sondern können auch in den klassischen Medienformaten, wie der Zeitung verbreitet werden, um so professionelle Journalisten zu täuschen und zur weiteren Veröffentlichung von Falschnachrichten anzuregen (Himmelrath & Egbers, 2018, Appel & Doser, 2019).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, erläutert die Relevanz der Krisenkommunikation bei Großveranstaltungen und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Wirkung von Fake News.
2. Theoretischer Hintergrund Großveranstaltung: Dieses Kapitel erläutert die Gefahrenpotenziale von Großveranstaltungen und thematisiert die Herausforderungen bei der Definition und rechtlichen Einordnung.
3. Theoretischer Hintergrund von Risiko- und Krisenkommunikation: Hier werden die Ziele und Unterschiede zwischen Risiko- und Krisenkommunikation definiert und ihre Bedeutung für das Krisenmanagement hervorgehoben.
4. Theoretischer Hintergrund Fake News: Das Kapitel bietet eine Definition von Fake News, analysiert deren Entstehungsgründe und untersucht die Wirkung von Desinformation auf die Bevölkerung.
5. Diskussion: Es werden Strategien diskutiert, wie Veranstalter und Behörden durch Informationsweitergabe und Faktencheck-Methoden gegen Fake News intervenieren können.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Fake News bei Krisen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen und eine frühzeitige, transparente Kommunikation essenziell ist.
Schlüsselwörter
Risikokommunikation, Krisenkommunikation, Großveranstaltung, Fake News, Falschnachrichten, Desinformation, Schadenereignis, Krisenmanagement, Soziale Medien, Gefahrenabwehr, Manipulation, Öffentlichkeitsarbeit, Sicherheit, Informationsüberflutung, Intervention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirkung von Fake News auf die Kommunikation zwischen Veranstaltern und Betroffenen bei einem Schadenereignis im Rahmen einer Großveranstaltung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind Großveranstaltungen, Risiko- und Krisenkommunikation sowie die Entstehung und Verbreitung von Fake News.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von Falschmeldungen auf die Krisenkommunikation vor Ort zu identifizieren und mögliche Präventions- sowie Interventionsmaßnahmen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Ausarbeitung erfolgte mittels einer systematischen Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu verknüpfen und ein Fazit zu ziehen.
Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Großveranstaltungen, Risiko- und Krisenkommunikation sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Definition, Entstehung und Wirkung von Fake News.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Neben Risiko- und Krisenkommunikation sind insbesondere Fake News, Desinformation, Gefahrenabwehr und Krisenmanagement die zentralen Begriffe.
Welche Bedeutung haben soziale Medien laut der Arbeit in Krisensituationen?
Soziale Medien werden als ein Kanal identifiziert, über den Fake News schnell verbreitet werden, der aber zugleich für die gezielte Krisenkommunikation und Warnung via Apps genutzt werden kann.
Wie können Betroffene Fake News in einer Krisensituation überprüfen?
Die Autorin verweist auf die Nutzung von Faktencheck-Webseiten wie Mimikama oder Correctiv, weist jedoch darauf hin, dass die Betroffenen in einer akuten Ausnahmesituation dazu oft weder Zeit noch die nötige Distanz haben.
- Arbeit zitieren
- Jens Czuday (Autor:in), 2021, Fake News bei Schadenereignissen während einer Großveranstaltung. Einfluss auf die Kommunikation mit den Betroffenen vor Ort, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1216171