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Christliche Nächstenliebe und römische Sklaverei. Das Verhältnis von Kirche und Unfreiheit in der Spätantike

Titel: Christliche Nächstenliebe und römische Sklaverei. Das Verhältnis von Kirche und Unfreiheit in der Spätantike

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M.A. Christian Schaller (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden wird zunächst auf die historischen Rahmenbedingungen und die außen- wie innenpolitischen Verläufe bis zur Spätantike eingegangen. Dabei wird zuerst kurz die Entwicklung des Römischen Reiches erläutert, anschließend die der Sklaverei und zuletzt die des Christentums und der Kirche. Im darauffolgenden Abschnitt wird der Kirchenlehrer Augustinus von Hippo sowie seine Schrift „De civitate Dei” betrachtet. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einstellung des Philosophen zur Sklaverei. Im letzten Kapitel sollen Ausblicke und Prognosen für die Unfreiheit auf dem Weg zum europäischen Mittelalter gegeben werden. Ein Fazit rundet die Arbeit ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Rahmenbedingungen und Verläufe bis zur Spätantike

2.1 Entwicklung des Römischen Reiches

2.2 Entwicklung der Sklavenerei

2.3 Entwicklung des Christentums und der Kirche

3. Augustinus von Hippos „De civitate Dei“ und die Sklaverei

4. Ausblick und Prognosen auf dem Weg zum Mittelalter

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der christlichen Lehre der Nächstenliebe und der institutionellen Sklaverei in der Spätantike, um zu klären, wie sich die Kirche in Bezug auf die Unfreiheit positionierte.

  • Historische Entwicklung des Römischen Reiches und dessen Krisen
  • Struktur und Wandel der antiken Sklavenhaltung
  • Ausbreitung des Christentums und dessen gesellschaftliche Rolle
  • Augustinus von Hippos philosophische Sicht auf Sklaven und Hierarchien
  • Transformation der Unfreiheit hin zum mittelalterlichen Kolonat

Auszug aus dem Buch

Augustinus von Hippos „De civitate Dei“ und die Sklaverei

Die traditionelle römische Religion stellte keine ethischen Forderungen und ließ der römischen Bevölkerung einen großen Gestaltungsfreiraum. Im dritten Jahrhundert hatte das Reich schwere Krisen zu meistern, die auf die Bevölkerung schockierend wirken mussten. Das seit der Kaiserzeit stärker werdende Christentum besaß einen moralischen Ton und eine forcierte Lebensführung. Das Ethos sowie die Anleihen aus anderen zeitgenössischen Kulten halfen dem neuen Glauben sehr bei seiner Ausweitung.

Das Verhältnis der jungen Kirche zur Unfreiheit in der Spätantike lässt sich geradezu als phlegmatisch beschreiben. Das Christentum blieb in der Sklavenfrage zunächst weitestgehend untätig. Theologisch wurde dies dadurch begründet, dass die Sklaverei zwar an sich schlecht sei, aber die Wiederkehr des Erlösers und das Ende der Welt sowieso kurz bevorstünden und eine Abschaffung der Sklaverei daher unnötiger Aufwand sei. Die Sklaverei galt als göttliche Schöpfungsordnung und war dadurch moralisch und theologische gerechtfertigt. Außerdem fand sie bereits in der Bibel Zustimmung.

Um dieses Denken mit der historischen Realität zu verbinden, muss man sich vor Augen führen, dass prestigeträchtige Rom im Jahr 410 von den Westgoten erobert wurde. Man deutete das Erscheinen der Germanen als Anfang vom Ende der Welt. Viele Sklaven begrüßten die Auswirkungen der beginnenden Völkerwanderung und flohen in dem Chaos vor ihren Herren. Die Kirche dagegen setzte sich für Sicherheit und Ordnung ein. Sie verteidigte ihrerseits die Sklaverei, um das Römische Reich zu erhalten. Die Kirche war selbst eine große Sklavenhalterin. Die barbarischen Germanen mit ihrem System der Feudalherrschaft galten ihr als Wirken des Teufels. Die Kirche identifizierte das Christentum mit Wahrheit, Ordnung und Zivilisation und setzte es damit in gewissen Teilen dem alten Römertum gleich, sprich auch den römischen Ansichten von Herrenanspruch und Eigentumsbegriff.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Antike ein und formuliert die Fragestellung bezüglich der Vereinbarkeit von christlicher Nächstenliebe und der Institution der Sklaverei.

2. Historische Rahmenbedingungen und Verläufe bis zur Spätantike: Das Kapitel skizziert die Transformation des Römischen Reiches, die Entwicklung der Sklaverei und den Aufstieg des Christentums zur Staatsreligion.

3. Augustinus von Hippos „De civitate Dei“ und die Sklaverei: Hier wird analysiert, wie Augustinus die Sklaverei im Kontext seines Werkes theologisch legitimierte und als Teil der göttlichen Ordnung begründete.

4. Ausblick und Prognosen auf dem Weg zum Mittelalter: Das Kapitel beschreibt den Wandel der Unfreiheit hin zum Kolonat und die gesellschaftlichen Veränderungen beim Übergang ins Mittelalter.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kirche die Sklaverei nicht grundsätzlich aufhob, sondern sie durch eine pragmatische Haltung in die mittelalterliche Gesellschaftsstruktur integrierte.

Schlüsselwörter

Spätantike, Sklaverei, Römische Reich, Christentum, Augustinus von Hippos, De civitate Dei, Nächstenliebe, Unfreiheit, Kolonat, Völkerwanderung, Kirchengeschichte, antike Gesellschaft, Feudalherrschaft, soziale Transformation, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen dem christlichen Anspruch der Nächstenliebe und der faktischen Praxis der Sklaverei im Römischen Reich während der Spätantike.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Römischen Reiches, der rechtlichen und sozialen Institution der Sklaverei sowie der Rolle des Christentums bei deren Etablierung bzw. Aufrechterhaltung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie die neue christliche Moral und Ideologie der Nächstenliebe auf die tief in der römischen Gesellschaft verwurzelte Institution der Sklaverei reagierte.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Der Verfasser nutzt eine historisch-analytische Methode, indem er antike Quellen, insbesondere die Schriften des Augustinus, in den historischen Kontext der Spätantike einbettet.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Rahmenbedingungen, die spezifische philosophische Einordnung durch Augustinus und einen Ausblick auf die Umwandlung der Sklaverei in das mittelalterliche Kolonat.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt zusammenfassen?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Spätantike, Sklaverei, Christentum, Nächstenliebe, Augustinus und gesellschaftliche Transformation charakterisiert.

Wie stand die Kirche laut Augustinus zur Sklaverei?

Augustinus sah die Sklaverei als Teil der göttlichen Schöpfungsordnung und moralisch gerechtfertigt, wobei er den Fokus eher auf die Pflichterfüllung des Herren gegenüber dem Sklaven legte.

Warum führte der Aufstieg des Christentums nicht zur Abschaffung der Sklaverei?

Das Christentum in der Spätantike sah die Sklaverei als gottgegeben an und fokussierte sich eher auf Ordnung und Stabilität des Staates, statt gesellschaftliche Grundfesten zu stürzen.

Was passierte mit der Institution der Sklaverei nach dem Untergang des Weströmischen Reiches?

Die Sklaverei verschwand nicht, sondern transformierte sich in neue, abgestufte Formen der Unfreiheit, die schließlich in die mittelalterliche Leibeigenschaft und das Zunftwesen mündeten.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Christliche Nächstenliebe und römische Sklaverei. Das Verhältnis von Kirche und Unfreiheit in der Spätantike
Hochschule
Universität Augsburg  (Philologisch-Historische Fakultät)
Veranstaltung
Sklaverei in der Antike
Note
1,0
Autor
M.A. Christian Schaller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V1215480
ISBN (eBook)
9783346642448
ISBN (Buch)
9783346642455
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sklaverei Antike Römisches Reich Rom Unfreiheit Sklave Christ Christentum Kirche Spätantike Augustinus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Christian Schaller (Autor:in), 2014, Christliche Nächstenliebe und römische Sklaverei. Das Verhältnis von Kirche und Unfreiheit in der Spätantike, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1215480
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Leseprobe aus  18  Seiten
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