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Johannes Kühnels Arbeitsschule. Ein Vorbild für die polytechnische Bildung der DDR?

Title: Johannes Kühnels Arbeitsschule. Ein Vorbild für die polytechnische Bildung der DDR?

Term Paper , 2020 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Gonsior (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics

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Auch wenn Steigers Bemühungen, den Stellenwert der Reformpädagogik in der DDR zu erhöhen und Kühnels Wert für die polytechnische Bildung aufzuzeigen, letzten Endes bildungspolitisch fruchtlos blieben, wird in dieser Arbeit erörtert, inwieweit Kühnels Vorstellungen der Arbeitsschule mit denen der polytechnischen Bildung übereinstimmen und in welchen Punkten sie sich unterscheiden.

Hierfür werden zunächst die polytechnische Bildung der DDR bis 1960 anhand der allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule beschrieben und die wichtigsten Punkte ausgearbeitet. Anschließend werden Kühnels Vorstellung der Arbeitsschule analysiert sowie Hohendorfs Argumente gegen, wie auch Steigers Argumente für Kühnel gegenübergestellt. Im Anschluss werden die polytechnische Bildung der DDR und Kühnels Vorstellungen der Arbeitsschule verglichen, sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beleuchtet, um am Ende ein Fazit über Kühnels möglichen Stellenwert für die polytechnische Bildung der DDR zu ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Forschungsfrage und Aufbau

Die polytechnische Bildung in der DDR

Ziele der polytechnischen Fächer

Die Arbeitsschule

Arbeitsschule nach Kühnel

Hohendorfs Kritik – Steigers Richtigstellung

Gegenüberstellung der polytechnischen Bildung der DDR und Kühnels Vorstellungen der Arbeitsschule

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das historische Verhältnis zwischen Johannes Kühnels reformpädagogischem Konzept der Arbeitsschule und dem bildungspolitischen Leitbild der polytechnischen Bildung in der DDR. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und konzeptionelle Unterschiede aufzuzeigen, um den potenziellen Stellenwert Kühnels als indirektes Vorbild für die sozialistische Schulentwicklung zu bewerten.

  • Die Entwicklung der polytechnischen Bildung in der DDR
  • Reformpädagogische Grundlagen der Arbeitsschule nach Johannes Kühnel
  • Wissenschaftliche Kontroversen: Gerd Hohendorfs Kritik vs. Willy Steigers Richtigstellung
  • Strukturvergleich: Konzepte der Arbeitsschule und Lehrpläne der DDR-Oberschule
  • Einfluss der Reformpädagogik auf das Bildungswesen der DDR

Auszug aus dem Buch

Arbeitsschule nach Kühnel

1920 wurde vom Reichsinnenministerium unter Erich Koch-Weser die Reichsschulkonferenz in Berlin einberufen. Unter den etwa 650 Bildungsexperten verschiedener reformpädagogischer Richtungen, hielt Johannes Kühnel einen Vortrag unter dem Titel „In welchem Umfang ist die Arbeit zur Grundlage der geistigen und sittlichen Bildung zu machen?“ Kühnel erläuterte darin seine Ansichten zur Arbeitsschule und definierte wichtige Begriffe der Arbeitsschulbewegung. Den Begriff der Arbeit definierte Kühnel als „zielbewußte Tätigkeit, die der Erzeugung objektiver Werte gilt.“ Kühnel wollte, dass die Schülerinnen und Schüler „durch eigene wirkliche Arbeit eine allseitig geförderte Entwicklung erfahren.“ Damit meinte Kühnel, dass anders als bisher in Deutschland, neben der geistigen Arbeit auch die körperliche Arbeit am Werkstück in den Unterricht mit aufgenommen werden müsste.

Kühnel verstand unter dem Begriff der Arbeit also einen ganzheitlichen, sowohl geistigen, wie auch körperlichen Lernprozess. Um die körperliche Arbeit in den Schulalltag integrieren zu können war, laut Kühnel, die Einführung des Werkunterricht nötig, in welchem die Schülerinnen und Schüler „mit den Werkzeugen hauswirtschaftlicher und volkstümlicher Technik und ihrer Handhabung vertraut [ge]macht“ würden. Dass Kühnel den Begriff der Arbeit als ganzheitlichen Lernprozess verstand und nicht als Arbeit, wie wir ihn im wirtschaftlichen Sinne verstehen, zeigt auch seine Anmerkung, das Wort Arbeitsunterricht, wie es in der Reichsverfassung Artikel 148,3 verwendet wurde, durch Werkunterricht zu ersetzten. Unter Arbeit musste für Kühnel „beides, die körperliche und die geistige [Betätigung], verstanden werden.“ Kühnel definierte weiter den Begriff des Arbeitsunterricht, „der seine Ergebnisse auf dem Weg der Arbeit gewinnt“, sowie den Begriff der Arbeitsschule, den er als Oberbegriff für eine Erziehung verwendete, „die sich auf der Grundlage der Arbeit aufbaut [und] die sich vom Gedanken der Arbeit durchdringen läßt.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Der Autor erläutert den historischen Kontext des SED-Beschlusses von 1952 und die Rolle von Willy Steiger bei der Verteidigung reformpädagogischer Ansätze in der DDR.

Forschungsfrage und Aufbau: Es wird die Zielsetzung dargelegt, Kühnels Arbeitsschule in den Kontext der DDR-Bildungspolitik einzuordnen und methodisch abzugrenzen.

Die polytechnische Bildung in der DDR: Das Kapitel beschreibt die Implementierung der polytechnischen Prinzipien und die Bedeutung der Konferenz des Deutschen Pädagogischen Zentralinstituts 1953.

Ziele der polytechnischen Fächer: Hier werden die Lehrinhalte und Zielsetzungen, wie die Erziehung zum sozialistischen Staatsbürger, analysiert.

Die Arbeitsschule: Eine Einordnung der historischen Bewegung und der Entstehung des Konzepts der Arbeitsschule zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Arbeitsschule nach Kühnel: Die zentrale Theorie von Kühnel wird vorgestellt, die Arbeit als ganzheitlichen Lernprozess begreift.

Hohendorfs Kritik – Steigers Richtigstellung: Es wird die pädagogische Debatte zwischen der offiziellen DDR-Kritik an der Reformpädagogik und der apologetischen Position von Willy Steiger nachgezeichnet.

Gegenüberstellung der polytechnischen Bildung der DDR und Kühnels Vorstellungen der Arbeitsschule: Ein direkter Vergleich der Konzepte hinsichtlich ihrer pädagogischen Ziele und praktischen Umsetzung.

Fazit: Die Schlussfolgerung bewertet, dass Kühnel als passives Vorbild für die Entwicklung der polytechnischen Oberschule angesehen werden kann.

Schlüsselwörter

Arbeitsschule, polytechnische Bildung, DDR, Johannes Kühnel, Willy Steiger, Gerd Hohendorf, Reformpädagogik, Werkunterricht, Sozialismus, Bildungskonzept, Schulgeschichte, Erziehungswissenschaft, Arbeit, Lehrplan, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Verbindung zwischen dem Konzept der "Arbeitsschule" von Johannes Kühnel und der Entwicklung der polytechnischen Bildung im Schulsystem der DDR.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die pädagogische Theoriebildung Kühnels, die bildungspolitischen Entscheidungen der SED ab 1952 und die ideologisch geprägte Auseinandersetzung über den Stellenwert der Reformpädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern Kühnels Konzepte als Vorläufer oder Vorbild für die polytechnische Oberschule der DDR betrachtet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die Primärquellen, zeitgenössische Lehrpläne sowie die wissenschaftliche Debatte zwischen den Pädagogen Hohendorf und Steiger vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der polytechnischen Entwicklung, die Analyse von Kühnels Arbeitsschulkonzept sowie einen systematischen Vergleich von Gemeinsamkeiten und Differenzen beider Bildungsmodelle.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitsschule, polytechnische Bildung, sozialistische Erziehung und Reformpädagogik charakterisiert.

Warum war die Person Johannes Kühnel in der DDR-Pädagogik umstritten?

Kühnel galt als Reformpädagoge, dessen Konzepte von Theoretikern wie Gerd Hohendorf als dem Sozialismus fremd und potenziell irreführend kritisiert wurden, während andere, wie Willy Steiger, seinen Wert für die Praxis hervorhoben.

Wie unterscheidet sich Kühnels Arbeitsbegriff von dem der DDR?

Für Kühnel war Arbeit ein ganzheitlicher, geistig-körperlicher Bildungsprozess als Selbstzweck, während die DDR Arbeit primär unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Produktivität und der Vorbereitung auf das gesellschaftliche Leben im Sozialismus definierte.

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Details

Title
Johannes Kühnels Arbeitsschule. Ein Vorbild für die polytechnische Bildung der DDR?
College
Dresden Technical University
Grade
1,0
Author
Michael Gonsior (Author)
Publication Year
2020
Pages
16
Catalog Number
V1215064
ISBN (eBook)
9783346655219
ISBN (Book)
9783346655226
Language
German
Tags
johannes kühnels arbeitsschule vorbild bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Gonsior (Author), 2020, Johannes Kühnels Arbeitsschule. Ein Vorbild für die polytechnische Bildung der DDR?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1215064
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