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Aristoteles über Freiwilligkeit, Beratung, Entschluss und Zurechnung

(NE Buch III 1 - 7)

Title: Aristoteles über Freiwilligkeit, Beratung, Entschluss und Zurechnung

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hans Gebhardt (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World

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Summary Excerpt Details

Besprochen werden die Themenbereiche Freiheit, Beratung, Entschluss und Zurechnung, wie sie Aristoteles im dritten Buch seiner Nikomachischen Ethik erläutert. Er selbst setzte dabei Begriffe voraus, deren Übertragung und Wiedergabe sich heute oft als problematisch erweisen. In der vorliegenden Arbeit geht es sowohl um die Klärung dieser griechischen Begriffe, wie auch um ihre inhaltliche Einbettung in die aristotelische Ethik insgesamt. Die vier Themenbereiche werden neben der Grundlage des aristotelischen Textes auch unter Zuhilfenahme aktueller Publikationen erörtert. Greifbare Beispiele für die ethischen Theorien werden gegeben. - Häufig scheint es erstaunlich, wie aktuell sich die Ansichten des Aristoteles bis heute ausnehmen. Tatsächlich finden sie sich vielfach in unserem eigenen Wertekanon wieder, woran Potenzial und Zeitlosigkeit deutlich werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Freiwilliges und Unfreiwilliges

3. Entschluss und Entscheidung

4. Verantwortlichkeit und Zurechnung

5. Aristoteles und die hexis-Entstehung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den handlungstheoretischen Kategorien des dritten Buches der Nikomachischen Ethik des Aristoteles auseinander, um das komplexe Verhältnis von Freiheit, Zurechenbarkeit und Charakterbildung zu erörtern.

  • Analyse der Begriffe des Freiwilligen und Unfreiwilligen bei Aristoteles.
  • Untersuchung der Struktur rationaler Entscheidung (prohairesis) und deren Abgrenzung.
  • Diskussion der Verantwortlichkeit für das eigene Handeln sowie für die Ausbildung von Charaktereigenschaften (hexeis).
  • Auseinandersetzung mit der Rolle der Erziehung und der Strafauffassung in der antiken Ethik.

Auszug aus dem Buch

3. Entschluss und Entscheidung

Laut Aristoteles ist die Entscheidung (prohairesis) der Tugend am eigentümlichsten. Es geht ihm hierbei um den Zusammenhang zwischen Tugend und Entscheidung; außerdem und vor allem aber beleuchtet er die Struktur von Entscheidungen selbst. Vom Aufbau her betrachtet hat eine Entscheidung die Struktur einer präferentiellen Wahl: man gibt durch Überlegen einer Möglichkeit den Vorzug vor einer anderen; eine Entscheidung ist also bestenfalls eine freiwillige, durch Überlegung (bouleusis) und Entschluss bestimmte, sowie eine auf ein bestimmtes Handeln gerichtete Wahl von Möglichkeiten; an letzterer Formulierung, nämlich dass sie eine Wahl von Möglichkeiten sei, kann bereits ein wichtiges Kriterium für die Existenz einer echten, rationalen Entscheidung erkannt werden: es werden Dinge gewählt, die innerhalb des Einflussbereichs und in der Macht des jeweiligen Menschen stehen. Man erinnere sich an die Bedeutungsbestimmung des Begriffs des hekousion (bei Ursula Wolf) und daran, dass diese eine eher schwache Bedeutung des Begriffs zum Resultat hatte; hier scheint es nun eher umgekehrt, oder zumindest doch anders zu sein: denn schon der Begriff der prohairesis impliziert eine gewisse Rationalität, die aufgrund der bouleusis erreicht wird. Was prohairesis bezeichnet, meint also eine rationale Entscheidung, während der Begriff der Entscheidung heute ausgeweitet ist und manchmal auch sympathie- oder affektgeleitete Wahlen als Entscheidungen bezeichnet werden können. In dieser Arbeit werden “prohairesis” und “Entscheidung” dennoch synonym verwendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die anhaltende Aktualität und Bedeutung der Nikomachischen Ethik für das Verständnis menschlichen Handelns.

2. Freiwilliges und Unfreiwilliges: Das Kapitel untersucht die Bedingungen freiwilligen Handelns und definiert die Kategorien Gewalt sowie Unwissenheit als Kriterien für Unfreiwilligkeit.

3. Entschluss und Entscheidung: Hier wird die Struktur der prohairesis als rationale, überlegte Wahl analysiert und von Begierde, Zorn und bloßer Meinung abgegrenzt.

4. Verantwortlichkeit und Zurechnung: Dieses Kapitel thematisiert die Zuschreibbarkeit von Handlungen und Charakterhaltungen an den Menschen und diskutiert die moralische Verantwortung.

5. Aristoteles und die hexis-Entstehung: Die abschließende Betrachtung widmet sich dem Problem der Ausbildung von Charaktereigenschaften und der damit verbundenen Frage nach der individuellen Verantwortung.

Schlüsselwörter

Nikomachische Ethik, Aristoteles, Freiwilligkeit, Unfreiwilligkeit, Entschluss, Entscheidung, prohairesis, Zurechnung, Verantwortlichkeit, hexis, Charakterbildung, Tugend, Handlungstheorie, Handlungsfreiheit, Unwissenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die handlungstheoretischen Grundlagen des dritten Buches der Nikomachischen Ethik des Aristoteles, insbesondere die Konzepte der Freiwilligkeit und der Zurechenbarkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der Begriff der Entscheidung (prohairesis), die Unterscheidung zwischen freiwilligem und unfreiwilligem Handeln sowie die Frage, wie Tugenden und Charaktereigenschaften (hexeis) moralisch bewertet werden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die aristotelische Systematik hinter diesen Kategorien aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen, wie Aristoteles das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und menschlicher Verantwortung auflöst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophiegeschichtliche Analyse, die primär auf der Interpretation der Nikomachischen Ethik und der Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Freiwilligkeit und Unfreiwilligkeit, die Analyse des Entscheidungsbegriffs sowie die Erörterung der Zurechenbarkeit von Handlungen und Charaktereigenschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Aristoteles, prohairesis, hexeis, Freiwilligkeit, Zurechnung und moralische Verantwortlichkeit.

Warum unterscheidet Aristoteles so genau zwischen "freiwillig" und "Entscheidung"?

Weil die Entscheidung (prohairesis) eine rationale Komponente durch Überlegung (bouleusis) impliziert, während das Freiwillige einen weiteren Bereich umfasst, der auch bei Tieren oder in affektiven Momenten auftreten kann.

Wie bewertet Aristoteles die "Mitursache" bei der Charakterbildung?

Aristoteles sieht den Menschen zwar nicht als absolut freien Schöpfer seines Charakters, betrachtet ihn jedoch als verantwortlich für die Gewöhnung, die zur Ausbildung bestimmter Tugenden oder Laster führt.

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Details

Title
Aristoteles über Freiwilligkeit, Beratung, Entschluss und Zurechnung
Subtitle
(NE Buch III 1 - 7)
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Philosophie)
Course
Aristoteles, Nikomachische Ethik
Grade
1,3
Author
Hans Gebhardt (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V121466
ISBN (eBook)
9783640261192
ISBN (Book)
9783640261413
Language
German
Tags
Aristoteles Philosophie Nikomachische Ethik Ethik Antike Freiwilligkeit Beratung Entschluss Zurechnung Begriffsklärung Individuum Griechenland Wissenschaft Platon Verantwortlichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hans Gebhardt (Author), 2007, Aristoteles über Freiwilligkeit, Beratung, Entschluss und Zurechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/121466
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