Die Regelung der Unternehmensnachfolge ist ein wichtiges Thema, das für alle eigentümergeführten mittelständischen Unternehmen früher oder später relevant wird. Da der Großteil der österreichischen Tourismusbetriebe Familienunternehmen sind und in den nächsten Jahren viele dieser Betriebe zur Übergabe bereit stehen, hat dieses Thema einen aktuellen Hintergrund. Viele Unternehmer wünschen sich ein Familienmitglied als Nachfolger, doch kommt es letztlich oftmals anders.
Daher beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit erfolgreichen Nachfolgestrategien der österreichischen Familienhotellerie. Der Fokus der Arbeit liegt aber in der Unternehmensnachfolge durch einen Fremdmanager.
Anfänglich wird das Wesen von Familienunternehmen sowie die Charakteristik der österreichischen Familienhotellerie behandelt. Im Mittelteil werden die unterschiedlichen Arten der Unternehmensnachfolge, das Wesen der Übergeber und die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Übergabe beschrieben. Daraufhin folgt die Spezialisierung auf die Unternehmensnachfolge durch einen Fremdmanager. Aus den Ergebnissen der empirischen Untersuchung werden schließlich Handlungsempfehlungen abgeleitet, unter welchen Bedingungen Fremdmanagement eingesetzt werden kann und welche Veränderungen in einem Familienunternehmen durch einen Fremdmanager bewirkt werden können.
An dieser Stelle ist festzuhalten, dass das aufgearbeitete Material lediglich eine Momentaufnahme darstellt und die Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie soll jedoch einen Beitrag leisten und vor allem das Interesse wecken, sich näher mit dem Thema der Unternehmensnachfolge durch einen Fremdmanager auseinander zu setzen.
Inhaltsverzeichnis
- DANKSAGUNG UND WIDMUNG
- INHALTSVERZEICHNIS
- 1. EINLEITUNG
- 1.1 BESCHREIBUNG DES PROBLEMS
- 1.2 ZIELSETZUNG
- 1.3 GANG DER ARGUMENTATION
- 2. DAS FAMILIENUNTERNEHMEN
- 2.1 DAS WESEN DER FAMILIENUNTERNEHMEN
- 2.1.1 Definition von Familienunternehmen
- 2.1.2 Die F-PEC-Skala des Familieneinflusses
- 2.1.3 Unterschied zwischen Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen
- 2.1.4 Die Stärken von Familienunternehmen
- 2.1.5 Die Schwächen von Familienunternehmen
- 2.1.6 Die besondere Unternehmenskultur der Familienunternehmen
- 2.2 DIE ÖSTERREICHISCHE FAMILIENHOTELLERIE
- 2.2.1 Geschichte der österreichischen Familienhotellerie
- 2.2.2 Charakteristik der österreichischen Familienhotellerie
- 3. ERFOLGREICHE NACHFOLGESTRATEGIEN IN DER ÖSTERREICHISCHEN FAMILIENHOTELLERIE
- 3.1 ERGEBNISSE DER VORUNTERSUCHUNG
- 3.1.1 Übergabealter der Eigentümer
- 3.1.2 Gründe für die Unternehmensübergabe
- 3.1.3 Dauer des Übergabeprozesses
- 3.1.4 Probleme bei der Nachfolge
- 3.1.5 Bedeutung von professioneller Begleitung bei der Übergabe
- 3.1.6 Informationsquellen für die Übergabe
- 3.1.7 Bedeutung des Testaments im Vorfeld der Übergabe
- 3.2 ARTEN DER UNTERNEHMENSNACHFOLGE
- 3.2.1 Die Übergabe an ein Familienmitglied
- 3.2.2 Die Anstellung eines Fremdmanagers
- 3.2.3 Errichtung einer Familienstiftung
- 3.2.4 Der Verkauf des Unternehmens
- 3.2.5 Die Liquidation des Unternehmens
- 3.3 GRUNDVORAUSSETZUNGEN FÜR EINE ERFOLGREICHE UNTERNEHMENSNACHFOLGE
- 3.3.1 Der unternehmerische Lebenszyklus im Tourismus
- 3.3.2 Die Probleme bei einer Unternehmensnachfolge
- 3.3.3 Die Bedeutung der Rechtsformwahl für die Nachfolgeplanung
- 3.3.4 Das Testament als wichtige Grundvoraussetzung für die Nachfolge
- 3.4 DAS WESEN DES ÜBERGEBERS
- 3.4.1 Der Schumpeter-Unternehmer
- 3.4.2 Der Kirzner-Unternehmer
- 3.4.3 Die verschiedenen Typologien der Übergeber bei der Übergabe
- 4. DIE UNTERNEHMENSNACHFOLGE DURCH EINEN FREMDMANAGER
- 4.1 DAS FREMDMANAGEMENT
- 4.2 DEFINITION DES FREMDMANAGEMENTS
- 4.3 DAS WESEN DES FREMDMANAGERS
- 4.3.1 Vorteile und Gründe für den Einsatz von Fremdmanagement
- 4.3.2 Nachteile für ein Unternehmen
- 4.3.3 Die verschiedenen Grundtypen des Fremdmanagers
- 4.3.4 Vollzug des Führungswechsels
- 5. DIE BEDEUTUNG UND BEWERTUNG VON FREMDMANAGEMENT ALS ERFOLGREICHE NACHFOLGESTRATEGIE IN DER ÖSTERREICHISCHEN FAMILIENHOTELLERIE
- 5.1 HYPOTHESEN
- 5.2 METHODENWAHL
- 5.2.1 Expertenbefragung
- 5.2.2 Qualitative Inhaltsanalyse
- 5.3 ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
- 5.3.1 Übergabegründe in der österreichischen Familienhotellerie
- 5.3.2 Maßnahmen zur familienexternen Nachfolge
- 5.3.3 Vorteile eines Fremdmanagers
- 5.3.4 Nachteile eines Fremdmanagers
- 5.3.5 Fremdmanagementfähige Betriebsgröße
- 5.3.6 Rekrutierung eines Fremdmanagers
- 5.3.7 Bewertung eines Fremdmanagers
- 5.3.8 Der Übergabeprozess
- 5.3.9 Herausforderungen bei der Übergabe
- 5.4 PRÜFUNG DER HYPOTHESEN
- 5.5 UMSETZUNG AM BEISPIEL EINES FAMILIENHOTELBETRIEBES
- 5.5.1 Auswahl und Durchführung der Fallstudie
- 5.5.2 Das Unternehmensporträt
- 5.5.3 Die Unternehmensübergabe
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Diplomarbeit untersucht erfolgreiche Nachfolgestrategien in der österreichischen Familienhotellerie, mit besonderem Fokus auf die Bedeutung und Bewertung von Fremdmanagement zur nachhaltigen Sicherung des Fortbestandes von Familienhotelbetrieben. Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Unternehmensübergabe in diesem Kontext und bewertet die Effektivität verschiedener Strategien.
- Herausforderungen der Unternehmensnachfolge in Familienbetrieben
- Bedeutung von Fremdmanagement als Nachfolgestrategie
- Analyse verschiedener Nachfolgestrategien (z.B. Übergabe an Familienmitglieder, Verkauf)
- Bewertung der Vor- und Nachteile von Fremdmanagement
- Empirische Untersuchung mittels Expertenbefragung und Fallstudie
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in die Thematik ein und beschreibt die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit. Kapitel 2 beleuchtet das Wesen von Familienunternehmen im Allgemeinen und die spezifischen Charakteristika der österreichischen Familienhotellerie. Kapitel 3 präsentiert Ergebnisse einer Voruntersuchung zu erfolgreichen Nachfolgestrategien und diskutiert verschiedene Arten der Unternehmensnachfolge, sowie grundlegende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übergabe. Kapitel 4 konzentriert sich auf das Fremdmanagement als Nachfolgestrategie, seine Definition und das Wesen des Fremdmanagers. Kapitel 5 beschreibt die Methoden der empirischen Untersuchung (Expertenbefragung und qualitative Inhaltsanalyse) und präsentiert die Ergebnisse, inklusive einer Fallstudie.
Schlüsselwörter
Familienhotel, Unternehmensnachfolge, Fremdmanagement, Österreich, Familienbetrieb, Nachfolgestrategien, Unternehmensübergabe, Tourismus, Qualitative Forschung, Expertenbefragung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die größten Herausforderungen bei der Nachfolge in Familienhotels?
Herausforderungen sind oft emotionale Bindungen der Übergeber, mangelnde Nachfolger in der Familie, rechtliche Fragen (Testament) sowie die Notwendigkeit, Tradition mit moderner Führung zu verbinden.
Was ist ein Fremdmanager in einem Familienunternehmen?
Ein Fremdmanager ist eine familienexterne Führungskraft, die die Leitung des Hotels übernimmt. Dies wird oft notwendig, wenn kein Familienmitglied als Nachfolger zur Verfügung steht oder professionelles Know-how von außen benötigt wird.
Welche Vorteile bietet der Einsatz von Fremdmanagement?
Vorteile sind objektive Entscheidungen, neue Management-Perspektiven, professionelle Strukturen und die Entlastung der Eigentümerfamilie von operativen Aufgaben.
Welche Arten der Unternehmensnachfolge werden unterschieden?
Die Arbeit nennt die Übergabe an ein Familienmitglied, die Anstellung eines Fremdmanagers, die Errichtung einer Familienstiftung, den Verkauf oder als letzte Konsequenz die Liquidation.
Welche Rolle spielt die Betriebsgröße für den Erfolg von Fremdmanagement?
In der empirischen Untersuchung wird analysiert, ab welcher Betriebsgröße ein Hotel "fremdmanagementfähig" ist, da die Kosten für eine externe Führungskraft in einem angemessenen Verhältnis zum Umsatz stehen müssen.
- Arbeit zitieren
- Mag. Markus Kappel (Autor:in), 2006, Erfolgreiche Nachfolgestrategien in der österreichischen Familienhotellerie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/121317