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Die Nachrichtenwerttheorie und der Rezipient

Zur Relevanz der journalistischen Nachrichtenselektion für den Fernsehzuschauer

Title: Die Nachrichtenwerttheorie und der Rezipient

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nga Tran (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions

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Summary Excerpt Details

Die Frage „Was ist der Wert von Nachrichten im deutschen Fernsehen?“ lässt sich aus verschiedenen Perspektiven betrachten und beantworten. Dahinter steckt jedoch immer der Anspruch aufzuschlüsseln, warum im Fernsehen (bzw. in den Massenmedien) über bestimmte Ereignisse berichtet wird und warum diese als Nachrichten rezipiert werden.
Zur Beantwortung der ersten Teilfrage kann die Nachrichtenforschung herangezogen werden. Sie untersucht systematisch die Faktoren, die den Nachrichtenfluss beeinflussen, nach welchen Kriterien Nachrichten ausgewählt werden und welches Bild diese Nachrichten vermitteln. Besonders die Nachrichtenselektionsforschung kann mit ihren drei Forschungszweigen Gatekeeper-Forschung, Nachrichtenwertforschung und News-Bias-Forschung darüber Aufschluss geben. Die Nutzungsforschung beschäftigt sich im Gegensatz dazu mit der zweiten Teilfrage, nämlich damit, wie Medieninhalte von Rezipienten ausgewählt, rezipiert und angeeignet werden. Dabei geht es auch um die Frage nach der Relevanz und dem Nutzen von Nachrichten für den Rezipienten. Auf die eingangs gestellte Frage bezogen bedeutet das: Welche Informationsqualität bieten Fernsehnachrichten? Ist das Gezeigte tatsächlich relevant und nützlich für den Fernsehzuschauer? Woher sollen die Journalisten das eigentlich wissen?
Diesen Fragen soll in der vorliegenden Hausarbeit nachgegangen werden, um aufzuschlüsseln, was die Selektionskriterien der Nachrichtenproduktion, der Nachrichtengebung und der Nachrichtenrezeption sind. Zu diesem Zwecke sollen zunächst die verschiedenen Forschungszweige der Nachrichtenselektionsforschung kurz vorgestellt und näher beleuchtet werden. Im Fokus steht hierbei die Nachrichtenwerttheorie, die mit so genannten Nachrichtenfaktoren den Nachrichten-wert von Ereignissen zu bestimmen versucht, d. h. erklären will, warum bestimmte Ereignisse aus Sicht der Journalisten berichtenswert sind. Mit ihrer Hilfe soll auch geklärt werden, ob Journalisten und Rezipienten ähnliche Selektionskriterien haben und was das folglich für die Realitätswahrnehmung und -vorstellung von Journalisten und Rezipienten bedeutet. Insbesondere sollen hierbei Fernsehnachrichten betrachtet werden, da sie zu den beliebtesten Fernsehsendungen gehören, ihnen immer wieder eine hohe Glaubwürdigkeit zugeschrieben wird und sie somit einen anscheinend hohen Stellenwert bei den Zuschauern und bedeutenden Einfluss auf ihre Realitätsvorstellungen haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Nachrichtenselektionsforschung

2.1 Gatekeeper-Forschung

2.2 Nachrichtenwertforschung

2.3 News-Bias-Forschung

3 Die Nachrichtenwerttheorie

3.1 Nachrichtenwert und Nachrichtenfaktoren

3.2 Geltungsbereich und Allgemeinheitsanspruch

3.3 Realitätsdarstellung: Ereignis und Nachricht

4 Die Nachrichtenwerttheorie und der Rezipient

4.1 Nachrichtenauswahl und -rezeption

4.2 Realitätswahrnehmung: Rezipient und Nachricht

5 Die Nachrichtenwerttheorie und das Fernsehen

5.1 Fernsehnachrichten und ihre Rezipienten

5.2 Fernsehnachrichten und ihre Nachrichtenfaktoren

6 Schlussbetrachtung

7 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die Relevanz der Nachrichtenwerttheorie im Kontext der journalistischen Selektionsprozesse mit besonderem Fokus auf den Fernsehzuschauer.

  • Grundlagen der Nachrichtenselektionsforschung und deren Forschungszweige
  • Die historische Entwicklung und theoretische Konzepte der Nachrichtenwerttheorie
  • Analyse der Interaktion zwischen Nachrichtenfaktoren und journalistischen Selektionsentscheidungen
  • Untersuchung der Rezipientenperspektive und deren Realitätswahrnehmung durch Fernsehnachrichten
  • Vergleich der Nachrichtenfaktoren bei öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern

Auszug aus dem Buch

3.1 Nachrichtenwert und Nachrichtenfaktoren

Die europäische Forschungstradition wurde – völlig unabhängig von Walter Lippmann und der amerikanischen Forschungstradition – von Einar Östgaard 1965 begründet. Als Erster integrierte er verschiedene Nachrichtenfaktoren in ein komplexes theoretisches Konzept.

Dabei stellte er die drei Faktorenkomplexe Simplifikation, Identifikation und Sensationalismus vor und mutmaßte, dass je einfacher ein Ereignis strukturiert ist, je mehr Identifikationsmöglichkeiten vorhanden sind und je mehr sensationalistische Momente es gibt, desto höher die Chance eines Ereignisses ist, als Nachricht berichtet zu werden. Bereits hier zeigten sich jedoch schon Schwächen bei der Formulierung der Nachrichtenwerttheorie. Östgaard lässt das Verhältnis zwischen externen (Regierungen, Agenturen, ökonomische Zwänge usw.) und internen Faktoren (Aspekte von Nachrichten, die diese für den Rezipienten interessant und beachtenswert machen) unaufgeklärt. Zudem gibt es keine explizite Unterscheidung zwischen Ereignissen und Nachrichten bzw. Meldungen, d. h. ein Teil der Nachrichtenfaktoren bezieht sich auf Ereignisaspekte (Prominenz der Akteure, Konflikthaltigkeit usw.), ein anderer Teil jedoch auf Meldungscharakteristika (Vereinfachung, Personifizierung usw.). Wiederum andere stellen nur Relationen (räumliche, kulturelle und zeitliche Nähe) dar.

Noch im gleichen Jahr haben Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge das Konzept der Nachrichtenfaktoren systematisiert, ausdifferenziert und fünf Hypothesen über das Zusammenwirken von Nachrichtenfaktoren vorgestellt. Für Galtung und Ruge stellen Nachrichtenfaktoren Eigenschaften dar, die ein Ereignis aufweisen muss, um von den Redaktionen aufgenommen und als Nachricht weitergegeben zu werden, d. h. Nachrichtenfaktoren sind Ursache von Selektionsentscheidungen. Laut Komplementaritätshypothese kann das Fehlen eines Nachrichtenfaktors durch einen anderen kompensiert werden. Die Additivitätshypothese besagt, dass die Publikationschance umso größer ist, je mehr Faktoren auf ein Ereignis zutreffen. Ähnliches gilt für die Selektionshypothese: die Nachrichtenselektion orientiere sich an den zwölf Nachrichtenfaktoren. Deswegen steigen die Publikations- und Beachtungschancen eines Ereignisses, je mehr verschiedene Faktoren dieses aufweisen kann. Weitere Hypothesen beziehen sich auf die Wiederholung von und die Verzerrung durch Nachrichtenfaktoren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Nachrichtenwerts im deutschen Fernsehen ein und skizziert die methodischen Ansätze der Nachrichtenselektions- und Nutzungsforschung.

2 Die Nachrichtenselektionsforschung: Dieses Kapitel erläutert die drei zentralen Forschungszweige: Gatekeeper-Forschung, Nachrichtenwertforschung und News-Bias-Forschung.

3 Die Nachrichtenwerttheorie: Das Kapitel befasst sich mit der theoretischen Herleitung von Nachrichtenfaktoren, deren Geltungsbereich und der kritischen Auseinandersetzung mit der Realitätsdarstellung.

4 Die Nachrichtenwerttheorie und der Rezipient: Hier wird untersucht, wie Nachrichtenauswahl und Rezeption interagieren und welche Auswirkungen dies auf die Realitätswahrnehmung der Zuschauer hat.

5 Die Nachrichtenwerttheorie und das Fernsehen: Dieses Kapitel analysiert spezifisch die Fernsehnachrichten, die Rolle der Visualität und die Ergebnisse aktueller Langzeitanalysen.

6 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, professionelle Selektionskriterien kritisch zu reflektieren.

7 Literatur: Ein umfassendes Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Nachrichtenwerttheorie, Nachrichtenfaktoren, Nachrichtenselektion, Fernsehnachrichten, Gatekeeper-Forschung, Medienrealität, Rezipient, Nachrichtenrezeption, Journalismusforschung, Realitätskonstruktion, Medienwirkung, Selektionsentscheidungen, Visualität, Publizistik, Nachrichtenqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Nachrichtenwerttheorie und deren Rolle bei der Auswahl und Gewichtung von Fernsehnachrichten sowie deren Bedeutung für das Publikum.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Forschungsansätze zur Nachrichtenselektion, die Definition von Nachrichtenfaktoren und deren Einfluss auf die Konstruktion von Medienrealität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Nachrichtenfaktoren journalistische Auswahlentscheidungen steuern und welche Konsequenzen diese für die Realitätswahrnehmung und Wissensbildung der Fernsehzuschauer haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Nachrichtenforschungsliteratur sowie die Analyse und Einordnung empirischer Studien zur Berichterstattung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Nachrichtenselektionsforschung, eine tiefgehende Diskussion der Nachrichtenwerttheorie, die Verknüpfung mit der Rezipientenperspektive und eine spezifische Betrachtung der Rahmenbedingungen im Fernsehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Nachrichtenwerttheorie, Nachrichtenselektion, Realitätskonstruktion, Fernsehnachrichten und Nachrichtenfaktoren.

Welche Bedeutung hat das Konstrukt der Visualität im untersuchten Kontext?

Visualität wird als ein wichtiger, aber in seiner direkten Steuerungswirkung begrenzter Faktor identifiziert, der besonders in der modernen Fernsehberichterstattung an Bedeutung gewonnen hat.

Inwiefern beeinflussen Nachrichtenfaktoren die Realitätswahrnehmung des Rezipienten?

Die Arbeit legt dar, dass die nach professionellen Kriterien selektierten Nachrichten eine Realitätsverzerrung erzeugen, die jedoch vom Zuschauer als Orientierungshilfe wahrgenommen wird.

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Details

Title
Die Nachrichtenwerttheorie und der Rezipient
Subtitle
Zur Relevanz der journalistischen Nachrichtenselektion für den Fernsehzuschauer
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Sozialwissenschaftliches Seminar)
Course
Kernkurs: Journalismusforschung
Grade
2,0
Author
Nga Tran (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V121102
ISBN (eBook)
9783640249770
Language
German
Tags
Nachrichtenwert; Rezipient; Gatekeeper; Massenmedien; Fernsehen; Nachrichtenselektion;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nga Tran (Author), 2006, Die Nachrichtenwerttheorie und der Rezipient, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/121102
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