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Publizistische Kontroverse zu "La vita è bella"

Titel: Publizistische Kontroverse zu "La vita è bella"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl.-Sozialwirtin Insa van den Berg (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Robert Benigni sagt über „La vita è bella“: „Der Film ist (...) keine Komödie über den Holocaust, sondern ein Film über den Holocaust eines Komödianten.“1. Auch sechzig Jahre nach Kriegsende versucht der Film die Vergangenheit zu bewältigen und dem Erstarken des Faschismus entgegenzutreten. In dieser Zeit gab es unterschiedliche Ansichten über die Darstellbarkeit des Holocaust und damit verbundene Vorgehensweisen. Frühe Dokumentationen wie „Nacht und Nebel“ von Alain Resnais, die oft als seicht bezeichnete Fernsehserie „Holocaust“ von Marvin Chomsky und Claude Lanzmanns neuneinhalbstündige „Shoah“ versuchten die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges filmisch darzustellen. Roberto Benigni hat 1997 erstmalig einen ganz anderen Stil gewählt und sich der Mittel der Komik bedient. Bereits während des Zweiten Weltkrieges hatte beispielsweise auch Charlie Chaplin in „Der große Diktator“ diese Form genutzt, ohne dabei aber das volle Ausmaß des Nationalsozialismus und seine Gräueltaten schon zu kennen. Inzwischen ist diese Form jedoch möglicherweise salonfähig geworden. Seit durch Filme wie „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg die Darstellung des Holocaust auch Hollywood erobert hat, werden auf diese Art und Weise auf jeden Fall deutlich mehr Menschen erreicht. Ob Benignis Humor in „La vita è bella“ und Komik im Allgemeinen dem Thema Holocaust gewachsen ist, darüber lässt sich streiten. Fraglich ist, ob Benignis Film eine solche publizistische Debatte ausgelöst hat. In dieser Arbeit sollen deshalb Filmkritiken aus überregionalen Tageszeitungen und Magazinen gegenüber gestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition „Publizistische Kontroverse“

3. Methode

4. Entstehungsbedingungen

5. Inhalt des Films

6. Sequenzprotokoll

7. Mitwirkende

8. Resonanz

9. Debatte

a) Erste Phase

Süddeutsche Zeitung (Klüver)

Tagesspiegel (Landsmann)

Focus (Kniebe)

Stern (Fiedler)

b) Zweite Phase

Der Spiegel (Kohl)

Die Welt (Rodek)

die tageszeitung (Werneburg)

Süddeutsche Zeitung (Pflaum)

Die Zeit (Seeßlen)

Frankfurter Rundschau (Körte, 1)

Die Welt (Lau)

c) Dritte Phase

Frankfurter Allgemeine Zeitung (Brussig)

Der Spiegel (von Festenberg)

Frankfurter Rundschau (Körte, 2)

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die publizistische Kontroverse um Roberto Benignis Film „La vita è bella“ und analysiert, wie deutsche überregionale Medien die Darstellung des Holocaust durch das Mittel der Komik bewerteten.

  • Analyse filmkritischer Rezeptionen in verschiedenen deutschen Medien.
  • Untersuchung der ethischen Debatte um Komik im Kontext des Holocaust.
  • Vergleich unterschiedlicher Argumentationsmuster der Filmkritiker.
  • Bewertung des Films als Werk der Popkultur vs. historisches Zeugnis.

Auszug aus dem Buch

Die Welt (Rodek)

Bei dem Namen Benigni habe man zu Beginn wenig Vertrauen in das Gelingen des Balanceaktes gehabt, meint Hanns-Georg Rodek. Dieser Komiker habe einen tollkühnen Entwurf gemacht, schreibt er in „Die Welt“. „Manchmal wünscht man sich, von der Wucht eines Films einfach umgeweht zu werden, unvorbereitet durch den Vorkau in den Medien. ‚Das Leben ist schön’ besäße diese Kraft.“

Rodek gibt einen kurzen Abriss über den Inhalt, erwähnt wie die anderen Kommentatoren den „abrupten Riss“ nach der ersten Hälfte des Films. Dann zählt er Filmbeispiele auf, die sich mit dem Thema Holocaust beschäftigen: „Der große Diktator“, „Sein oder Nichtsein“, „Nacht und Nebel“, um einige zu nennen. Steven Spielberg hätte es sich 1993 mit „Schindlers Liste“ zum ersten Mal erlauben können, die Geschichte einer Rettung zu erzählen. Gleiches tue „Das Leben ist schön“. Guidos Lüge erhielte die Hoffnung am Leben, sei Akt der Liebe.

Roberto Benigni würde deutlich machen, dass „Humor als Annäherung an den Holocaust weniger verbraucht ist als Trauer und Empörung.“

Rodek führt hiermit klare Argumente an, wieso ein Clown im Konzentrationslager möglich sei. Seine Rezension setzt sich ebenfalls mit den gegnerischen Argumentationen auseinander und versucht diese zu widerlegen.

Aus Benignis Film spreche nicht die Verharmlosung. Er wäre mittlerweile vielleicht nur umso wirkungsvoller, da er die Bilder im Kopf über Signale aufrufe, anstatt sie aufs Neue zu inszenieren.

Letztlich mache es seiner Meinung nach auch einen Unterschied, „wer den Galgen mit Humor tüncht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der filmischen Holocaust-Darstellung ein und begründet die Untersuchung der publizistischen Debatte um Benignis Film.

2. Definition „Publizistische Kontroverse“: Es werden die theoretischen Grundlagen publizistischer Konflikte als Wertkonflikte erläutert, die vor einem öffentlichen Publikum ausgetragen werden.

3. Methode: Der Autor stellt die kritische Diskursanalyse nach Jäger als methodisches Vorgehen zur Auswertung der gesammelten Zeitungsbeiträge vor.

4. Entstehungsbedingungen: Dieses Kapitel beleuchtet Benignis Motivation und die Einbindung von Beratern, um dem historischen Kontext des Holocaust gerecht zu werden.

5. Inhalt des Films: Hier erfolgt eine zusammenfassende Wiedergabe der Filmhandlung von der Ankunft in der Toscana bis zur Befreiung aus dem Lager.

6. Sequenzprotokoll: Eine detaillierte chronologische Aufschlüsselung der Filmszenen wird präsentiert.

7. Mitwirkende: Aufstellung der Hauptdarsteller sowie der für Produktion und Technik verantwortlichen Stabmitglieder.

8. Resonanz: Darstellung der quantitativen Zuschauerzahlen und der wirtschaftlichen Reichweite des Films in verschiedenen europäischen Ländern.

9. Debatte: Der Hauptteil der Arbeit analysiert chronologisch gegliedert die verschiedenen Phasen und Argumentationslinien der Kritiker in den ausgewählten Medien.

10. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der unterschiedlichen Kritikerstimmen und einer finalen Einordnung des „Ob“ der Holocaust-Darstellung im Film.

Schlüsselwörter

La vita è bella, Holocaust, Roberto Benigni, publizistische Kontroverse, Filmkritik, Diskursanalyse, Komik, Shoah, Geschichtsdarstellung, Zeitungsrezensionen, Massenmedien, Tragikomödie, Erinnerungskultur, Popkultur, Wertkonflikte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der publizistischen Kontroverse, die durch den Film „La vita è bella“ von Roberto Benigni ausgelöst wurde, und untersucht die verschiedenen Reaktionen von Filmkritikern in überregionalen Medien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Darstellbarkeit des Holocaust im Film, die Grenzen des Humors bei ernsten historischen Themen und der Umgang mit Wertkonflikten in der öffentlichen Berichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die unterschiedlichen filmkritischen Positionen systematisch gegenüberzustellen und die Argumentationsstrategien der verschiedenen Publikationen in Bezug auf den Film zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die kritische Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, um die Textbeiträge zu untersuchen, die Ziele der Autoren herauszuarbeiten und deren Argumentationsstrategien zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert die Debatte in drei zeitliche Phasen und analysiert Rezensionen aus renommierten Zeitungen und Magazinen wie „Der Spiegel“, „Die Zeit“, „Süddeutsche Zeitung“ und „Frankfurter Rundschau“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Holocaust, Komik, Filmkritik, publizistische Kontroverse, Erinnerungskultur und Diskursanalyse.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von Benignis Film zwischen den Medien?

Während einige Kritiker den Film als gelungenes, mutiges Experiment würdigen, werfen ihm andere eine Eitelkeit des Regisseurs und eine unzulässige Verharmlosung des Holocaust-Themas vor.

Welche Rolle spielt die „Zweiteilung“ des Films für die Kritiker?

Die meisten Rezensenten identifizieren eine deutliche Zäsur zwischen dem komödiantischen ersten Teil und dem tragischen zweiten Teil, was für viele ein zentraler Diskussionspunkt hinsichtlich der künstlerischen Umsetzung ist.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Publizistische Kontroverse zu "La vita è bella"
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Zentrum für interdisziplinäre Medienwissenschaft )
Veranstaltung
Publizistische Kontroversen über den Holocaust im Film
Note
1,3
Autor
Dipl.-Sozialwirtin Insa van den Berg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
27
Katalognummer
V120804
ISBN (Buch)
9783640248124
ISBN (eBook)
9783640248285
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Publizistische Kontroverse Kontroversen Holocaust Film NS Diskurs Das Leben ist schön Benigni
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Sozialwirtin Insa van den Berg (Autor:in), 2006, Publizistische Kontroverse zu "La vita è bella" , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/120804
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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