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Der Status der Einheit Wort im Französischen

Title: Der Status der Einheit Wort im Französischen

Term Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Rainer Kohlhaupt (Author)

French Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Geschichtlich betrachtet, gilt das Wort in der Sprachwissenschaft seit jeher als ein wichtiger Baustein der Sprache. Umso verwunderlicher ist es, dass die Identifizierung des Wortes in größeren sprachlichen Ausdrücken eine relativ späte Entdeckung in der kulturellen Entwicklung war. Dies ist der Grund, warum es weder im Griechischen, noch im Lateinischen ein Wort mit der sprachwissenschaftlichen Bedeutung „Einzelwort“ gibt. So bedeutet ónoma im Griechischen neben ‚Wort’ auch ‚Name’ und im Lateinischen bedeutet verbum neben ‚Wort’ auch ‚Rede’ und ‚Sprichwort’.
Grundannahme war, dass die Kategorie ‚Wort’ allen Angehörigen einer Sprachgemeinschaft bekannt ist, das heißt, dass auch der Analphabet die Fähigkeit besitzt, in einer zusammenhängend gesprochenen Rede nachträglich diejenigen Lautfolgen voneinander zu trennen, die der Sprachwissenschaftler unter der Kategorie des ‚Wortes’ eingereiht hat. Die Aufgabe des Sprachwissenschaftlers liegt nun darin, herauszufinden, woher wir das Wissen haben, eine Lautfolge unter die Kategorie ‚Wort’ einzureihen.
Es gibt jedoch keinen anderen Gegenstand, der in der Wissenschaft so wenig erforscht worden ist, wie der des ‚Wortes’. Daher liegt die Vermutung nahe, dass für etwas vermeintlich Selbstverständliches keine wissenschaftliche Klärung und Fundierung mehr notwendig sei. In der Geschichte der Sprachwissenschaft hat sich immer wieder herausgestellt, dass die ergiebigsten Fragestellungen gerade bei denjenigen Erscheinungen lagen, die aus mangelnder Distanz für selbstverständlich angesehen wurden.
Eine solche Distanzierung zum Wort ist für uns als Sprecher europäischer Sprachen sehr schwierig, da in der Schrift Lautkomplexe als Wörter voneinander getrennt werden. Dem Wissenschaftler wird das ‚Wort’ vielleicht erst dann zum Problem, wenn er sich mit einer noch nicht schriftlich fixierten Sprache auseinandersetzt. Merkwürdig ist, dass auch die strukturalistische Sprachwissenschaft in Amerika, die gerade solche Situationen schwerpunktmäßig untersucht, sich mit der Definition des ‚Wortes’ äußerst schwer tut. Sie rechnet wohl mit ihm als Element, aber es wird an keiner Stelle in der Literatur klar, wo der prinzipielle Unterschied zwischen Wort und Morphem liegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verschiedene Wortbegriffe

2.1 Der semantische Wortbegriff

2.1.1 Aristoteles

2.1.2 Nachfolger von Aristoteles

2.1.3 Die Problematik des semantischen Wortbegriffs

2.2 Der grammatische Wortbegriff

2.2.1 Dionysios Thrax

2.2.2 Thomas von Erfurt

2.2.3 Neuere Sprachwissenschaft

2.2.4 Die Word and Paradigm Grammar

2.2.5 Die Problematik des grammatischen Wortbegriffs

2.3 Der operationelle Wortbegriff

2.3.1 Vorbemerkungen

2.3.2 Kriterien für die Bestimmung des Wortes im Sinne des operationellen Wortbegriffs

2.4 Der pragmatische Wortbegriff

3. Probleme im Französischen bei der Definition des Wortes

4. Das „Wort als Zeichen und Wirklichkeit“

4.1 Das mot morphologique

4.2 Das mot phonétique

4.2.1 Typologie des Akzents und des mot phonétique

4.2.2 Die Entstehung des mot phonétique

5. Zusammenfassung

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Definition der Einheit „Wort“ mit einem spezifischen Fokus auf die französische Sprache, um die Schwierigkeiten bei der Abgrenzung sprachlicher Einheiten theoretisch und praktisch zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung verschiedener Wortbegriffe (semantisch, grammatisch, operationell, pragmatisch).
  • Kritische Analyse des Wortbegriffs in der modernen Sprachwissenschaft.
  • Untersuchung der strukturellen Herausforderungen des Französischen bei der Definition des Wortes.
  • Analyse des „mot phonétique“ als zentrales typologisches Merkmal des Französischen.
  • Diskussion über die Rolle der analytischen versus synthetischen Sprachstruktur.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Typologie des Akzents und des mot phonétique

Das Französische ist im Gegensatz zum Deutschen durch einen oxytonen Rhythmus geprägt, weshalb der Akzent immer auf der letzten Silbe liegt. Es gilt zu beachten, dass nicht jedes Wort einen Akzent tragen kann. Wie aus dem Skript der Vorlesung „Deskriptive Linguistik der französischen Sprache“ von Herrn Professor Dr. Pötters hervorgeht, hat Wunderli zwischen akzentogenen und nicht akzentogenen Wörtern unterschieden. Er schreibt dazu:

Theoretisch kann nun im Französischen jede Lexie und jedes akzentogene Morphem Akzentträger sein; in der konkreten Realisierung werden diese virtuell gegebenen Möglichkeiten aber nie alle gleichzeitig genutzt. Prinzipiell akzentogen sind alle Lexien, während autonome Morpheme je nachdem (moi, lui, celui, usw.) oder nicht akzentogen (le, la, les, un, une, me te, usw.) sein können [...] Wir müssen somit zwischen Akzentogenität und Akzentuiertheit unterscheiden [...] Jedes „Wort“ hat zwar eine mögliche Akzentstelle, aber die Realisierung oder Nicht-Realisierung dieses Akzents hat [...] mit dem Wort selbst direkt nichts zu tun. Zwar ist der Akzent immer vorhanden, wenn wir „Wörter“ isoliert aussprechen, [...] [dieser Akzent] wird jedoch beim Eintritt der betreffenden Einheit in sprachliche Einheiten höheren Ranges neutralisiert bzw. zugunsten eines Gruppenakzents aufgegeben. Oder mit andren Worten: Das Französische kennt in der normalen (nicht-metasprachlichen) Rede keinen Wortakzent, sondern nur einen (oxytonen) Gruppenakzent. [...] Der Gruppenakzent liegt regelmäßig auf der letzten Silbe des mot phonique.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Herausforderung, das Wort als grundlegende Einheit in verschiedenen Sprachen zu identifizieren und abzugrenzen.

2. Verschiedene Wortbegriffe: Hier werden der semantische, grammatische, operationelle und pragmatische Wortbegriff systematisch definiert und in ihrer Entwicklung von der Antike bis zur modernen Linguistik kritisch betrachtet.

3. Probleme im Französischen bei der Definition des Wortes: Dieses Kapitel untersucht die Schwierigkeit, im Französischen zwischen Wörtern und grammatischen Präfixen (z.B. Personalpronomina) zu unterscheiden, wobei auch die analytische Struktur der Sprache hinterfragt wird.

4. Das „Wort als Zeichen und Wirklichkeit“: Der Autor analysiert die morphologischen Aspekte des Wortes und stellt das „mot phonétique“ als prägendes Merkmal der französischen Lautgestalt vor.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass eine universelle Definition der Einheit Wort aufgrund ihrer Komplexität im Französischen nicht möglich ist.

6. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Wortbegriff, Französisch, Linguistik, mot phonétique, semantischer Wortbegriff, grammatischer Wortbegriff, Morphologie, Akzent, Sprachstruktur, Definition, Sprachwissenschaft, Syntax, Deskriptivismus, Phonetik, Sprachanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik, das „Wort“ als sprachwissenschaftliche Einheit präzise zu definieren, insbesondere unter Berücksichtigung der französischen Sprache.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die historische Evolution verschiedener Wortbegriffe, die methodischen Ansätze der Sprachwissenschaft zur Wortbestimmung sowie die spezifischen phonetischen und morphologischen Besonderheiten des Französischen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Schwierigkeiten bei der Definition des Wortes aufzuzeigen und zu belegen, warum im Französischen die Abgrenzung von Einheiten aufgrund komplexer Strukturen besonders problematisch ist.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Der Autor nutzt eine systematische Analyse linguistischer Traditionen (von Aristoteles bis zum amerikanischen Deskriptivismus) sowie eine kritische Untersuchung spezifischer französischer Spracheigenschaften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der verschiedenen Wortbegriffe und eine detaillierte Auseinandersetzung mit französischen Phänomenen wie dem „mot morphologique“ und dem „mot phonétique“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wortbegriff, mot phonétique, Sprachstruktur und linguistische Definition geprägt.

Warum ist die Definition des Wortes im Französischen so schwierig?

Aufgrund der spezifischen Lautgestalt und der engen Bindung bestimmter grammatischer Einheiten (Klitika) an das Verb ist die klassische Wortdefinition auf das Französische nur schwer anwendbar.

Welche Rolle spielt das „mot phonétique“?

Das „mot phonétique“ (rhythmische Gruppe) gilt als wichtigstes typologisches Merkmal des Französischen und verdeutlicht, dass eine Einheit „Wort“ im lexikalischen Sinne in der gesprochenen Sprache („parole“) oft gar nicht existiert.

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Details

Title
Der Status der Einheit Wort im Französischen
College
University of Würzburg
Grade
3,0
Author
Rainer Kohlhaupt (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V120491
ISBN (eBook)
9783640242139
Language
German
Tags
Status Einheit Wort Französischen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rainer Kohlhaupt (Author), 2006, Der Status der Einheit Wort im Französischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/120491
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