Das Ziel der Arbeit ist die Einführung in das Thema des Risikomanagements und der Methode FMEA in der Automobilbranche. Ein weiteres Ziel ist die Erläuterung und Beschreibung der grundlegenden Abläufe und Prozesse in der Serienproduktion eines Automobilherstellers durch ein Value Stream Mapping, um im weiteren Schritt mittels FMEA mögliche Fehlerquellen und ihre Auswirkungen auf das Produkt und den Produktionsprozess zu zeigen. Der Fehlerermittlungsprozess kann als Leitfaden für ähnliche Betrachtungen verwendet werden.
Die Arbeit besteht aus fünf Kapiteln. Das erste Kapitel gibt eine Einführung in das Thema und beschreibt kurz das Ziel und den Aufbau der Arbeit. Im zweiten Kapitel werden die Begriffe und Methoden, die in für den Praxisteil der Arbeit benötigt werden, vorgestellt. Im dritten Kapitel wird der Produktionsablauf eines fiktiven Automobilherstellers durch ein Value Stream Mapping grob dargestellt, um im vierten Kapitel mittels FMEA Fehlerquellen zu analysieren. Die Arbeit schließt mit dem fünften Kapitel, in dem die Arbeit kritisch gewürdigt und ein Fazit gezogen wird, ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Begriffs- und Methodenerklärung
2.1 Risikomanagement
2.2 Wertstromanalyse
2.3 Failure Mode and Effect Analysis (FMEA)
3. Value Stream Mapping des Produktionsablaufs eines fiktiven Automobilherstellers
4. Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse des Produktionsablaufs eines fiktiven Automobilherstellers
5. Kritische Würdigung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Einführung in die Themen Risikomanagement und die Methode FMEA innerhalb der Automobilbranche. Dabei wird untersucht, wie durch die Kombination einer Wertstromanalyse und einer Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) Produktionsprozesse transparent abgebildet und potenzielle Fehlerquellen präventiv identifiziert sowie bewertet werden können.
- Grundlagen des Risikomanagements und dessen Bedeutung in der Industrie
- Einsatz der Wertstromanalyse zur Abbildung von Material- und Informationsflüssen
- Systematische Durchführung einer FMEA zur Fehlerprävention
- Analyse eines fiktiven Produktionsablaufs zur Risikominimierung
- Kritische Reflexion der Anwendung wissenschaftlicher Methoden in der Praxis
Auszug aus dem Buch
2.3 Failure Mode and Effect Analysis (FMEA)
Die Failure Mode and Effect Analysis oder in der deutschen Sprache auch Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse genannt ist eine quantitative, systematische Risikoanalysemethode. Mit dieser Methode können Risiken und Schwachstellen in Systemen und Prozessen identifiziert und analysiert, bewertet und optimiert werden. In der Automobilindustrie ist Erstellung einer Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse sogar zwingend vorgeschrieben. Eine FMEA ist somit für jedes Produkt bei Bedarf nachzuweisen. Die moderne FMEA zielt auf die frühzeitige Erkennung und Vermeidung potenzieller Fehler, damit sollten präventiv Risiken reduziert werden.
Unterschieden werden kann die FMEA je nach Einsatzfeld zwischen:
- Design-FMEA: Fehler bei Entwicklung oder Konstruktion
- System-FMEA: Fehler bei Systemkomponenten
- Hardware-FMEA: Fehler bei Hardware & Elektronik
- Software-FMEA: Fehler im Programmcode
- Prozess-FMEA: Fehler bei Prozessen zur Herstellung von Bauteilen
In der Automobilindustrie wird hauptsächlich die Design- und Prozess-FMEA verwendet.
Eine FMEA wird allgemein in fünf Schritten realisiert:
1. Systemstrukturierung: Das Produkt oder der Prozess wird in seine Bestandteile untergliedert. Hilfreich ist hierbei ein bereits bestehende Strukturstückliste oder bestehender Prozessablaufplan wie in Kapitel 2.2 dargestellt.
2. Funktionszuordnung: Das System- oder Prozesselement wird einer Funktion, Prozessmerkmal und Produktmerkmale zugeordnet. Es entsteht ein Funktionsnetz.
3. Fehleranalyse: Potenzielle Fehlfunktionen oder Fehler werden aus den Elementen abgeleitet.
4. Risikobewertung: Einschätzung der Risikohöhe. Dabei wird die Entdeckbarkeit, die Bedeutung des Schadens bei Schadeneintritt und die Auftretenswahrscheinlichkeit getrennt betrachtet.
5. Optimierung: Für besonders risikobehaftete Komponenten bzw. Prozesse werden Verbesserungsmaßnahmen zur Risikominimierung durchgeführt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die aktuelle Herausforderung der Automobilbranche durch Digitalisierung und Globalisierung ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Begriffs- und Methodenerklärung: Hier werden die theoretischen Grundlagen zum Risikomanagement, der Wertstromanalyse und der FMEA als zentrale analytische Werkzeuge erläutert.
3. Value Stream Mapping des Produktionsablaufs eines fiktiven Automobilherstellers: In diesem Kapitel wird der Produktionsablauf des fiktiven Herstellers durch ein Value Stream Mapping visualisiert, um Transparenz zu schaffen.
4. Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse des Produktionsablaufs eines fiktiven Automobilherstellers: Hier erfolgt die praktische Anwendung der FMEA basierend auf der zuvor erstellten Systemstrukturierung, inklusive Maßnahmenplanung.
5. Kritische Würdigung und Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert die Methodenkombination und fasst den Nutzen sowie die Herausforderungen des Risikomanagements und der FMEA zusammen.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, FMEA, Wertstromanalyse, Automobilindustrie, Serienproduktion, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse, Risikobewertung, Lieferkette, Systemstrukturierung, Risikoprioritätszahl, Prozesssicherheit, Automobilhersteller, Fehlervermeidung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Risikomanagementmethoden, spezifisch der FMEA und der Wertstromanalyse, innerhalb der Serienproduktion eines Automobilherstellers.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die strukturierte Risikoidentifikation, Prozessanalyse durch Wertstromabbildung und die präventive Fehlervermeidung mittels FMEA.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, einen methodischen Leitfaden aufzuzeigen, wie durch die Kombination von Wertstromanalyse und FMEA Risiken in Produktionsprozessen transparent gemacht und minimiert werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die Wertstromanalyse zur Prozessvisualisierung sowie die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) zur quantitativen Risikoanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einführung der Methoden, die Erstellung eines Value Stream Mappings für einen fiktiven Hersteller sowie die anschließende Durchführung einer FMEA inklusive Bewertung von Fehlerursachen und Maßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Risikomanagement, FMEA, Wertstromanalyse, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement und Automobilindustrie.
Warum wird die Kombination von Wertstromanalyse und FMEA als unorthodox bezeichnet?
Der Autor merkt an, dass diese Kombination zwar nicht dem Standard entspricht, jedoch Synergien in der Transparenz und Kommunikationsgrundlage für interne und externe Stakeholder bietet.
Welche Rolle spielt die Risikoprioritätszahl (RPZ) im Kontext der Arbeit?
Die RPZ dient als Kennzahl, um die Dringlichkeit von Handlungsbedarf bei identifizierten Fehlern zu priorisieren, wobei hohe Werte eine sofortige Maßnahmenplanung erfordern.
- Quote paper
- Florian Haider (Author), 2022, Risikomanagement in der Serienproduktion eines Automobilherstellers, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1195501