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Klassifikation und Ätiologie der reaktiven Bindungsstörung

Titel: Klassifikation und Ätiologie der reaktiven Bindungsstörung

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andrea Haemmerle (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit konzentriert sich auf reaktive Bindungsstörungen und auf die in der bisherigen Forschung identifizierten ätiologischen Faktoren, die zu der Entstehung beitragen. Die Fragestellungen lauten: Wie wird die reaktive Bindungsstörung in den diversen Klassifikationssystemen definiert? Und welche ätiologischen Faktoren tragen zur Entstehung einer (reaktiven) Bindungsstörung bei? Die Hausarbeit gliedert sich in zwei Kapitel. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit den Definitionen reaktiver Bindungsstörungen in den verschiedenen Klassifikationssystemen für medizinische Diagnosen.

Dadurch soll verdeutlicht werden, wie sich eine reaktive Bindungsstörung äußert und unter welchen Aspekten sie klassifiziert wird. Im zweiten Kapitel wird dann ausführlich auf die verschiedenen ätiologischen Faktoren reaktiver Bindungsstörung eingegangen, die in der Fachliteratur bisher identifiziert werden konnten. Da die reaktive Bindungsstörung sich in ihrer Ätiologie zur Bindungsstörung mit Enthemmung nach bisherigem Forschungstand aber nicht unterscheidet, kann in diesem Kapitel auch diese Art mitgedacht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Klassifikation reaktiver Bindungsstörung

2.1 Klassifikation nach ICD-10 (F94.1)

2.2 Klassifikation nach DSM-V (313.89)

2.3 Klassifikation nach DC: 0-5

3 Ätiologie der reaktiven Bindungsstörung

3.1 Pathologische Fürsorge in Familien

3.2 Pathologische Fürsorge in Institutionen

3.3 Adoption und Pflegefamilien

3.4 Biologische Faktoren

4 FAZIT

Zielsetzung und Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Ätiologie der reaktiven Bindungsstörung bei Kindern, um die komplexen Ursachen hinter diesem Störungsbild zu beleuchten und die Verbindung zwischen pathologischer Fürsorge und kindlicher Entwicklung zu analysieren.

  • Klassifikationssysteme (ICD-10, DSM-V, DC: 0-5) als Diagnoseinstrumente
  • Einflusspathologischer Fürsorge in familiären Kontexten
  • Herausforderungen in institutionellen Erziehungs- und Betreuungsformen
  • Psychologische und biologische Folgen frühkindlicher Traumatisierungen
  • Die Rolle der Prävention und therapeutischer Interventionen

Auszug aus dem Buch

3.1 Pathologische Fürsorge in Familien

Ein Säugling entwickelt bereits im ersten Lebensjahr die Grundlage eines biologisch angelegten Verhaltenssystems – die emotionale Bindung zu einer Hauptbezugsperson (meist die Mutter). Die wichtigste Funktion dieser Person ist es, den Säugling vor Bedrohung zu schützen und ihm somit das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Für das Neugeborene und Kleinkind, ist der Schutz durch die primäre Bezugsperson von lebenserhaltender Bedeutung. Ist die Mutter oder eine andere primäre Bezugsperson ein „sicherer Hafen“, so kann das Kleinkind neugierig und freudig die Umwelt erforschen (Brisch, 2006, S. 140).

Die meisten Mütter, Väter und andere primären Bindungspersonen haben das Potenzial zur intuitiven Elternschaft, welches durch den Aufforderungscharakter in der Interaktion hervorgerufen wird. Aufgrund traumatischer Erfahrungen der Bezugspersonen in deren eigener Kindheit, psychischer Erkrankungen oder anderen psychosozialen Bedingungen kann die intuitive Elternschaft allerdings gehemmt sein.

Das Neugeborene erkennt direkt nach der Geburt den Geruch der Mutter. Bereits ab dem zweiten Monat zeigt der Säugling Imitationsverhalten in Form von Lächeln, Vokalisation und lustvoller Körperbewegung. Bereits in dieser Phase ist es von großer Bedeutung, dass die Eltern ihrem Kind einen sicheren Halt geben, indem sie auf die Unlustsignale reagieren und die körperlichen Bedürfnisse wie Hunger und Durst befriedigen. Dies alleine reicht aber für eine gute Bindungsqualität nicht aus. Es ist vor allem auch wichtig auf die emotionale Interaktion zu reagieren, so dass ein Austauschprozess stattfindet wie z.B. Freude und Trost (Klitzing, 2009, S. 24).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung einer sicheren Bindung für die kindliche Entwicklung ein und grenzt das Thema reaktive Bindungsstörung von anderen Bindungsstörungen ab.

2 Klassifikation reaktiver Bindungsstörung: Dieses Kapitel erläutert, wie verschiedene medizinische Diagnosesysteme wie ICD-10, DSM-V und DC: 0-5 das Störungsbild definieren und welche Symptome im Vordergrund stehen.

3 Ätiologie der reaktiven Bindungsstörung: Das Hauptkapitel analysiert die Ursachen der Störung, wobei insbesondere pathologische Fürsorge in der Familie, in Heimen, bei Adoptionen sowie biologische Faktoren betrachtet werden.

4 FAZIT: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Prävention, um den Teufelskreis aus Traumatisierung und Bindungsstörung frühzeitig zu durchbrechen.

Schlüsselwörter

Reaktive Bindungsstörung, Bindungstheorie, Ätiologie, Pathologische Fürsorge, Traumatisierung, Kleinkindalter, ICD-10, DSM-V, Bindungsmuster, Oxytocin, Frühe Kindheit, psychische Gesundheit, institutionelle Erziehung, Elternschaft, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Krankheitsbild der reaktiven Bindungsstörung und den zugrunde liegenden Ursachen im frühen Kindesalter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Klassifikation der Störung sowie der detaillierten Untersuchung ätiologischer Faktoren wie familiärer Vernachlässigung, institutioneller Betreuung und biologischer Einflussfaktoren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Umweltfaktoren und die Qualität der ersten Bindungserfahrungen das Risiko für die Entwicklung einer reaktiven Bindungsstörung maßgeblich beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis relevanter Fachliteratur, aktueller Forschungsstände und diagnostischer Klassifikationssysteme.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Störungsbildes in internationalen Systemen und eine tiefgehende Betrachtung der Ursachen, unterteilt in familiale, institutionelle und biologische Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Bindungstheorie, Ätiologie, pathologische Fürsorge, Frühe Kindheit und Traumatisierung.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise des DC: 0-5 von anderen Systemen?

Im DC: 0-5 wird bewusst nicht von einer "Bindungsstörung" gesprochen, sondern von einer Deprivations-/Misshandlungsstörung, um Verwechslungen mit normalen Bindungsmustern zu vermeiden.

Warum ist das "Still-face-Experiment" für die Arbeit relevant?

Es veranschaulicht drastisch, wie das Fehlen emotionaler Interaktion seitens der Bezugsperson unmittelbar Stress und negative emotionale Reaktionen beim Säugling auslöst.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Klassifikation und Ätiologie der reaktiven Bindungsstörung
Note
1,0
Autor
Andrea Haemmerle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1191316
ISBN (eBook)
9783346618733
ISBN (Buch)
9783346618740
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bindungsstörung Heimkinder Adoption Intuitive Elternschaft sexueller Missbrauch Verhaltenshemmung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andrea Haemmerle (Autor:in), 2021, Klassifikation und Ätiologie der reaktiven Bindungsstörung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1191316
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Leseprobe aus  17  Seiten
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