Aristide Tarnagda ist ein Dramatiker, Regisseur und Festivalleiter aus Burkina Faso. Sein episches Theater, Terre rouge – façon d’aimer erschien 2017 bei dem Verlag Lansman in Belgien.
Die erste Geschichte ist ein Briefwechsel zwischen zwei Brüdern – der ältere Bruder ist in Frankreich, Paris und der kleine Bruder ist in Afrika. Die Themen sind die Trennung durch Migration, die Entwicklung und die Technologie.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Ausarbeitung von Terre rouge und Façon d’aimer – rote Erde und Die Art zu lieben
1.1 Einleitung zur Thematik
1.2 Analyse von Terre rouge
1.3 Analyse von Façon d’aimer
1.4 Gattungsspezifische Einordnung
1.5 Rezeption und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Ausarbeitung analysiert das epische Theaterstück des burkinischen Autors Aristide Tarnagda und untersucht die soziopolitischen sowie zwischenmenschlichen Konflikte in dessen Werken Terre rouge und Façon d’aimer, um ein tieferes Verständnis für die behandelten Themen der Migration, Gerechtigkeit und Identität zu schaffen.
- Die Auswirkungen von Migration und die damit verbundene Trennung zwischen verschiedenen Lebenswelten.
- Die Kritik an sozioökonomischen Missständen und dem Einfluss westlicher Strukturen in Afrika.
- Die Thematisierung von Polygamie, Unterdrückung und geschlechtsspezifischer Gewalt.
- Die Analyse der stilistischen Mittel des zeitgenössischen frankophon-afrikanischen Theaters.
- Die Bedeutung von interkulturellen Konflikten und Rassismuserfahrungen in der erzählten Welt.
Auszug aus dem Buch
Die Ausarbeitung von Terre rouge und Façon d’aimer –– rote Erde und Die Art zu lieben
Si au moins le gouvernement à la place des machines, des plaques publicitaires, des satellites, des villas pompeuses, des motos chinoises, des usines privatisées, des Canadiens, des Chinois, des Français, des Américains, avait mis des métros chez nous. Les gens n'iraient pas au travail sur le courroux du soleil. Les gens n'iraient pas a l'hôpital dans des charrettes. Les femmes n'useraient pas leurs cheveux à porter des fagots de bois et n'accoucheraient pas sur les routes [....] Mais ne t'inquiètes pas frangin. J'arrive.
Laisse-moi en paix avec tes écoles et tes hôpitaux et tes bribes de poumons et tes filets de sang. Fous-moi la paix avec ton délire. Ne viens pas frangin. Reste à Paris. Regarde le métro siffler.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Ausarbeitung von Terre rouge und Façon d’aimer – rote Erde und Die Art zu lieben: Das Kapitel bietet eine Einführung in das Leben und Wirken des Dramatikers Aristide Tarnagda und stellt die grundlegende Thematik der beiden behandelten Werke vor.
1.1 Einleitung zur Thematik: Hier werden die zentralen Konflikte wie Migration, Technologie und die familiäre Entfremdung zwischen den Brüdern skizziert.
1.2 Analyse von Terre rouge: Dieser Abschnitt widmet sich der Suche nach Identität und der symbolischen Bedeutung von Erde und Sonne im Kontext afrikanischer Lebensrealitäten.
1.3 Analyse von Façon d’aimer: Es erfolgt eine inhaltliche Untersuchung der Mordthematik, der Polygamie und der rechtlichen Auseinandersetzung innerhalb des Stücks.
1.4 Gattungsspezifische Einordnung: Die Arbeit verortet das Werk im Kontext des zeitgenössischen epischen Theaters und vergleicht es mit prägenden Vertretern wie Bertolt Brecht.
1.5 Rezeption und Ausblick: Abschließend werden die Aufführungsgeschichte des Werks sowie die Bedeutung einer deutschen Übersetzung für den wissenschaftlichen Diskurs diskutiert.
Schlüsselwörter
Aristide Tarnagda, Terre rouge, Façon d’aimer, Frankophon-afrikanische Literatur, Migration, Episches Theater, Polygamie, Gerechtigkeit, Identität, Interkulturalität, Rassismus, Postkolonialismus, Dramaturgie, Burkina Faso, Zeitgenössische Literatur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit analysiert zwei Theaterstücke des burkinischen Autors Aristide Tarnagda hinsichtlich ihrer inhaltlichen Tiefe und ihrer literarischen Einordnung im frankophon-afrikanischen Raum.
Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?
Zu den Hauptthemen gehören Migration, Rassismus, die Auswirkungen der Polygamie, sozioökonomische Ungerechtigkeit und der Verlust kultureller Identität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die gesellschaftskritischen Aspekte der Werke zu beleuchten und ihre Bedeutung für das zeitgenössische Theater sowie die Notwendigkeit ihrer Übersetzung ins Deutsche aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Untersuchung basiert auf einer textnahen literaturwissenschaftlichen Analyse und der Einordnung in den theoretischen Rahmen des epischen Theaters.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil werden zentrale Szenen und Metaphern – wie das Motiv des "Hügels" – analysiert, um die dramaturgische Struktur und die Intention des Autors offenzulegen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Neben den Werktiteln sind Begriffe wie Migration, Episches Theater, Interkulturalität und frankophon-afrikanische Literatur essenziell für das Verständnis der Arbeit.
Wie deutet die Arbeit das Motiv des "Hügels" in Façon d’aimer?
Der Hügel wird als Metapher für Schwangerschaft gedeutet, die als Verteidigungsargument der Angeklagten vor Gericht dient.
Warum wird das Werk als "episches Theater" eingestuft?
Weil es die traditionellen Formen des Dramas aufbricht, stark mit Wiederholungen arbeitet und sich in der Tradition von Autoren wie Bertolt Brecht verorten lässt.
- Arbeit zitieren
- Gabriel Kombasséré (Autor:in), 2022, Die Ausarbeitung von "Terre rouge" und "Façon d’aimer" - "rote Erde" und "Die Art zu lieben", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1189600