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Ineffizienzen als Ursache der Rechtsentwicklung

Ökonomische Analyse des Rechts

Title: Ineffizienzen als Ursache der Rechtsentwicklung

Seminar Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: LL.M. Lilla Juharos (Author)

Law - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Die Ökonomik beschäftigt sich mit der Schaffung von gesellschaftlichem Wohlstand. Zum ökonomischen Paradigma gehört unter anderem die Annahme der Ressourcenknappheit. Die Annahme der Ressourcenknappheit bezieht sich auf das Verhältnis der Gesamtheit der Bedürfnisse aller Menschen mit denen zu ihrer Befriedigung zur Verfügung stehenden Ressourcen. Dies gilt nicht nur für materielle Güter, sondern umfassend. Bedürfnisse sind auf in der Zukunft liegende Situation gerichtete Vorstellung der Akteure. Aufgrund der Begrenzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen sind die Akteure gezwungen, Wahlentscheidungen zu treffen. Die vorhandenen Ressourcen sollen in nützliche Güter umgewandelt und diese Güter an die beteiligten Individuen verteilt werden. Ein zentraler Aspekt der Wohlfahrtsökonomik ist, dass das Ergebnis, welches aus dem neoklassischen Grundmodell hergeleitet wurde ein Effizienzkriterium ist. Ergebnisse, welche von denjenigen Ergebnissen abweichen, die auf bestimmten Exklusivrechten und kostenlosen Transaktionen beruhen, sind „ineffizient“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Was sind Ineffizienzen?

II. Institutionen

III. Neue Institutionenökonomik

1. Abgrenzung zur Neoklassik

2. Theorie der Verfügungsrechte (property rights )

3. Transaktionskostentheorie

IV. Ökonomische Analyse des Rechts

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Zustandekommen von Rechtsentwicklung und institutionellem Wandel durch eine ökonomische Perspektive, wobei sie ineffiziente Regelsysteme als treibende Kraft für Veränderungen analysiert. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit ökonomische Effizienzkriterien genutzt werden können, um die Evolution rechtlicher Institutionen zu erklären.

  • Wohlfahrtsökonomik und das Pareto-Kriterium
  • Einfluss der Neuen Institutionenökonomik auf das Verständnis von Rechtsnormen
  • Analyse von Property-Rights und Transaktionskosten als ökonomische Steuerungsmechanismen
  • Kritische Würdigung des ökonomischen Ansatzes zur richterlichen Rechtsfortbildung

Auszug aus dem Buch

Theorie der Verfügungsrechte (property rights )

Am deutlichsten wird die Verbindung zwischen Recht und Wirtschaft im Property-Rights-Ansatz sichtbar. Die Property Rights-Theorie hat sich zum einen mit der Frage der Auswirkungen unterschiedlicher Ausgestaltungen von Eigentumsrechten auf die Allokationseffizienz befasst. Zum anderen hat sie Institutionen auch endogenisiert, also ihre Entstehung bzw. Veränderung selbst zum Erklärungsgegenstand gemacht. Sie befasst sich nicht mit Gütern oder Ressourcen als solchen, sondern mit den Rechten, über Güter und Ressourcen zu verfügen, mit den sog. „property rights“. Güter im Sinne dieser Theorie sind ein Bündel von Rechten und die Verteilung dieser Rechte soll in einer Weise erfolgen, in der die Güter den größten möglichen Gesamtnutzen für alle Mitglieder der Gesellschaft stiften.

Das Eigentum wird danach als ein Bündel von vier „Verfügungsrechten“ bestimmt, dem Recht auf den Gebrauch einer Sache(usus), dem Recht auf die Erträge der Sache (usus fructus), dem Recht zur Veränderung der Sachsubstanz bis hin zur Zerstörung (abusus) sowie dem Recht auf Übertragung des Eigentums oder einzelner Nutzungsmöglichkeiten. Dabei regeln in einer Rechtsordnung geltenden Verfügungsrechte wer welche Ressourcen legitimerweise, wann in welcher Weise und in welchem Masse nutzen kann. Hiernach sind die Verfügungsrechte umso „verdünnter“ je stärker die Nutzungsrechte einer Ressource institutionell eingeschränkt sind und/ oder je mehr die Verfügungsrechte an ihr auf verschiedene Individuen verteilt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Was sind Ineffizienzen?: Erläuterung der ökonomischen Grundannahmen zu Ressourcenknappheit und den Definitionen von technischer sowie allokativer Effizienz.

II. Institutionen: Definition von Institutionen als normatives System zur Steuerung individuellen Verhaltens unter Berücksichtigung formaler und informeller Regeln.

III. Neue Institutionenökonomik: Untersuchung der Funktionsweise und Entstehung von Institutionen mittels Property-Rights-Theorie und Transaktionskostenansatz.

IV. Ökonomische Analyse des Rechts: Anwendung ökonomischer Methoden auf Rechtssysteme und Analyse der Effizienz richterlicher Rechtsfortbildung im Vergleich zum Gesetzesrecht.

V. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Theorien unter Betonung der Bedeutung von Transaktionskosten als Bindeglied für zukünftige Forschung zur Rechtsentwicklung.

Schlüsselwörter

Ineffizienz, Institutionen, Neue Institutionenökonomik, Property-Rights, Transaktionskosten, Allokationseffizienz, Pareto-Kriterium, Rechtsentwicklung, richterliche Rechtsfortbildung, ökonomische Analyse des Rechts, Ressourcenknappheit, Common Law, Institutioneller Wandel, Informationskosten, Rationalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie ineffiziente Regelungen ökonomische Prozesse beeinflussen und dadurch einen institutionellen Rechtswandel provozieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Wohlfahrtsökonomik, die Theorie der Verfügungsrechte sowie die Transaktionskostentheorie in ihrer Anwendung auf Rechtssysteme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Rechtsentwicklung als einen evolutionären Prozess darzustellen, der sich analog zu Tauschhandlungen auf ökonomischen Märkten vollzieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der ökonomischen Analyse des Rechts genutzt, ergänzt durch Ansätze der Neuen Institutionenökonomik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Konzepte von Property-Rights, den Transaktionskostenansatz sowie die spezifischen Anreizstrukturen der Rechtsprechung im kontinentaleuropäischen und angelsächsischen Rechtsraum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Effizienz, Transaktionskosten, Rechtsnormen und Institutionenökonomik geprägt.

Wie verhält sich die Neue Institutionenökonomik zur Neoklassik?

Die Neue Institutionenökonomik erweitert die neoklassische Sichtweise, indem sie Institutionen nicht als gegeben voraussetzt, sondern deren Entstehung und Veränderung explizit untersucht.

Welche Rolle spielt die Anpassungseffizienz nach North?

Norths Konzept der Anpassungseffizienz ersetzt die statische Pareto-Optimalität, um die Leistungsfähigkeit von Rechtsordnungen über einen längeren Zeitraum hinweg bewerten zu können.

Warum ist richterliche Rechtsfortbildung oft unsicher?

Aufgrund begrenzter Informationen der Richter und der strategischen Zurückhaltung von Parteien ist der Ausgang gerichtlicher Verfahren oft unvorhersehbar und damit ökonomisch schwer kalkulierbar.

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Details

Title
Ineffizienzen als Ursache der Rechtsentwicklung
Subtitle
Ökonomische Analyse des Rechts
College
Andrássy Gyula Deutschsprachige Universität Budapest
Course
Seminar
Grade
sehr gut
Author
LL.M. Lilla Juharos (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V118682
ISBN (eBook)
9783640217656
ISBN (Book)
9783640217793
Language
German
Tags
Ineffizienzen Ursache Rechtsentwicklung Seminar Therie der Verfügungsrechte Property Rights Transaktionskosten Ökonomische Analyse des Rechts Andrássy Universität Budapest Prof. Stefan Okruch Neue Institutionenökonomik Neoklassik Demsetz North Coase Theorem Douglass North Institutionen Effizienz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
LL.M. Lilla Juharos (Author), 2008, Ineffizienzen als Ursache der Rechtsentwicklung , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/118682
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