Die folgende Arbeit untersucht wie Hitchcock es schafft, durch Technik, Musik, Beleuchtung und Einstellung ein besondere Wirkung zu erzielen. Es soll herausgestellt werden wie „Das Unheimliche“ mit Hilfe der filmischen Mittel erzeugt wird und Angst und Schrecken beim Publikum auslöst.
Im ersten Kapitel wird die Arbeit den Inhalt des Thrillers Psycho wiedergeben und das zur Analyse stehende Thema begreiflich machen.
Im weiteren Verlauf erfolgt eine Einführung in die Begriffe des Suspense und des Thrills, welche typisch für Hitchcocks Spannungserzeugung sind. Beide Stilelemente werden mit Hilfe von gängigen Elementen in Hitchcocks Filmen verstärkt, auch sie werden unter den Charakteristika Hitchcocks ausgeführt. Durch den Einsatz der Charakteristika wurde Hitchcock unter anderem zum „Master of Suspense“.
Desweiteren wird die vorliegende Arbeit kurz auf die von Freud herausgearbeiteten Phänomene des Unheimlichen eingehen und untersuchen, inwieweit diese Phänomene im Film vorliegen. Abschließend beschäftigt sich die Analyse mit der Umsetzung des Unheimlichen im Film. Nach einem Überblick der Mise-en-Scène werden zwei ausgewählte Filmsequenzen analysiert und es wird auch das Zusammenspiel von Thrill und Suspense erläutert.
Im letzten Kapitel nimmt die Arbeit Bezug auf die während der Analyse ermittelten Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Inhaltswiedergabe des Thrillers „Psycho“
3 Typische Charakteristika in Hitchcocks Filmen
3.1 Suspense
3.2 Thrill
3.3 Prominente Motive
4 Freuds Phänomene des Unheimlichen
4.1 Unheimliche Phänomene in Psycho
5 Die Erzeugung des „Unheimlichen“ im Film
5.1 Mise-en-Scène
5.2 Analyse ausgewählter Filmsequenzen
5.3 Das Zusammenspiel von Thrill und Suspense
6 Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die filmische Erzeugung einer unheimlichen Atmosphäre in Alfred Hitchcocks Meisterwerk „Psycho“. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie durch den gezielten Einsatz technischer Mittel wie Beleuchtung, Schnitttechnik und Musik sowie durch die Anwendung von Suspense- und Thrill-Elementen eine spezifische Wirkung auf das Publikum erzielt wird, die Angst und Schrecken auslöst.
- Die Analyse der Spannungsstruktur durch Suspense und Thrill
- Die Bedeutung wiederkehrender filmischer Motive
- Die theoretische Einordnung durch Freuds Konzept des Unheimlichen
- Die Untersuchung der Mise-en-Scène anhand ausgewählter Sequenzen
- Die Identifikationsverschiebung beim Publikum durch den Filmverlauf
Auszug aus dem Buch
Die Szene in der Dusche stellt eine Ausnahme von Hitchcocks sonstiger Einstellung zum Filmschnitt dar.
Hier hing es vom Schnitt ab, ob die Abfolge der Einstellungen dem Zuschauer Angst einjagte, und deshalb hielt sich Mr. Hitchcock auch so genau an die Vorgaben des Storyboards. Natürlich ist bei dieser Szene das Wort >>Schnitt<< besonders passend, denn die rasche Schnittfolge stand ja für das immer wieder zustoßende Messer.
Als Marion sich in die Dusche begibt, wird sie mit einer Detailaufnahme ihrer Beine gefilmt, wie sie in die Dusche steigt. Darauf folgt eine halbnahe Seitenansicht Marions. Durch den Einsatz des Duschvorhangs sind nur die Umrisse ihres Körpers zu erkennen. In einer Portraiteinstellung kann man sehen wie Marion das Wasser anstellt. Genussvoll schließt sie ihre Augen und lässt das Wasser aufprallen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Film Psycho ein, thematisiert die Entstehungsgeschichte und definiert das Untersuchungsziel der Arbeit.
2 Inhaltswiedergabe des Thrillers „Psycho“: Es erfolgt eine detaillierte Zusammenfassung der Filmhandlung von der Unterschlagung des Geldes bis zur Entlarvung des Mörders.
3 Typische Charakteristika in Hitchcocks Filmen: Hier werden die zentralen Stilmittel Suspense und Thrill sowie wiederkehrende Symbole wie Vögel und Spiegel erläutert.
4 Freuds Phänomene des Unheimlichen: Das Kapitel verknüpft Freuds theoretische Konzepte wie den Kastrationskomplex und das Doppelgängertum mit den Inhalten des Films.
5 Die Erzeugung des „Unheimlichen“ im Film: Dieser Hauptteil analysiert die Mise-en-Scène, spezifische Filmsequenzen und das Wechselspiel von Thrill und Suspense.
6 Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert die filmische Bedeutung von Psycho und die zeitlose Wirksamkeit der eingesetzten Gestaltungsmittel.
Schlüsselwörter
Psycho, Alfred Hitchcock, Suspense, Thrill, Unheimliches, Sigmund Freud, Mise-en-Scène, Identifikationsfigur, Montage, Filmmusik, Schizophrenie, Filmsequenz, Spannungserzeugung, Doppelgänger, Kastrationskomplex
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, wie Alfred Hitchcock im Film „Psycho“ durch technische und dramaturgische Mittel eine unheimliche Wirkung erzeugt, die beim Zuschauer Angst und Schrecken hervorruft.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Spannungserzeugung (Suspense/Thrill), die theoretische Untermauerung durch Freud, visuelle Motive und die filmische Gestaltung (Mise-en-Scène).
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Mechanismus offenzulegen, durch den Hitchcock das Publikum über den Film hinweg manipuliert und gezielt in einen Zustand der Beklemmung versetzt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die theoretische Ansätze der Psychoanalyse mit einer detaillierten Analyse von Filmsequenzen und Gestaltungsmitteln verbindet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der filmischen Stilmittel, der Analyse zentraler Szenen wie der Duschmordszene und der theoretischen Einbettung in das Konzept des „Unheimlichen“.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Suspense, Thrill, Unheimliches, Psycho, Mise-en-Scène und Identifikationsverschiebung.
Warum spielt die Duschszene für die Analyse eine so zentrale Rolle?
Sie gilt als das Paradebeispiel für Hitchcocks Schnitttechnik und dient als Wendepunkt, da der Zuschauer durch den Tod der Hauptfigur seine Identifikationsmöglichkeit verliert.
Inwiefern beeinflusst die Musik die Wirkung des Films?
Die Musik fungiert als Verstärker: Helle Staccatotöne steigern die Angst und Anspannung, während tiefe, dunkle Bässe die Schockmomente bei Gewalttaten untermalen.
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- Sarah Blasberg (Author), 2008, Die Umsetzung des Unheimlichen in Alfred Hitchcocks "Psycho", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/118630