In den 1980er Jahren erlitt Brasilien eine galoppierende Inflation welche bis in das Jahr 1994 ihren Schatten warf und erst ihr Ende fand, als der „Real“ als neue Währung eingeführt wurde. Der Real war an den US-Dollar gebunden, jedoch ließ man ihm einen gewissen Spielraum innerhalb welchem der Real vom Dollarkurs abweichen, bzw. schwanken konnte („Currency Board“). Es entstanden jedoch Probleme aufgrund dieser Schwankungsbandbreite, da selbige kleiner als die Inflationsdifferenz der betreffenden Länder war.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Festwechselkurssysteme in der Vergangenheit
- Der Goldstandard
- Wirkungsweise des Goldstandards
- Die Vor- & Nachteile des Goldstandards
- Das Bretton Woods Festwechselkurssystem
- Grundeigenschaften des Bretton Woods Systems
- Binnen- & Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
- Fixierung des Wechselkurses
- Zinsparität, Geld- und Devisenmarktgleichgewicht
- Devisenmarktgleichgewicht
- Geldmarktgleichgewicht
- Stabilisierungspolitik unter festen Wechselkursen
- Die Wirkungslosigkeit geldpolitischer Maßnahmen
- Fiskalpolitik unter festen Wechselkursen
- Die Zahlungs- und die Zentralbankbilanz
- Zahlungsbilanz und Wechselkurs
- Zahlungsbilanz & Devisenmarkt
- Der Geldschöpfungsmultiplikator
- Neutralisierte Interventionen
- Neutralisierte Intervention bei vollständiger Ersetzbarkeit der Vermögenswerte
- Neutralisierte Intervention bei unvollständiger Ersetzbarkeit der Vermögenswerte
- Devisenmarktinterventionen
- Zahlungsbilanzkrisen
- Die Beschränkung durch myopische Erwartungen und die Entstehung von Zahlungsbilanzkrisen
- Erwartungsbildungsmodelle
- Entstehung von Zahlungsbilanzkrisen
- Empirische Beispiele für Währungskrisen
- Die Brasilienkrise
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit beschäftigt sich mit Festwechselkursregimen, den notwendigen Devisenmarktinterventionen zur Erhaltung dieser Regime und den daraus resultierenden Zahlungsbilanzkrisen. Sie analysiert die Wirkungsweise und Vor- und Nachteile des Goldstandards und des Bretton-Woods-Systems. Die Arbeit untersucht auch die Bedingungen für die Beibehaltung eines fixierten Wechselkurses und die Wirksamkeit von Geld- und Fiskalpolitik unter einem Festwechselkursregime. Sie beleuchtet die Zahlungsbilanz, die Zentralbankbilanzen und die Auswirkungen von Interventionen auf diese Bilanzen. Schließlich werden Zahlungsbilanzkrisen, ihre Entstehung und ein empirisches Beispiel für eine solche Krise vorgestellt.
- Festwechselkursregime und ihre Funktionsweise
- Devisenmarktinterventionen und ihre Auswirkungen
- Zahlungsbilanzkrisen und ihre Ursachen
- Wirksamkeit von Geld- und Fiskalpolitik unter festen Wechselkursen
- Analyse der Zahlungsbilanz und der Zentralbankbilanzen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und stellt die zentralen Fragestellungen und den Aufbau der Arbeit dar. Im zweiten Kapitel werden die beiden wichtigsten Festwechselkurssysteme der Vergangenheit, der Goldstandard und das Bretton-Woods-System, vorgestellt. Dabei werden die Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie die wichtigsten Merkmale der beiden Systeme beleuchtet. Das dritte Kapitel befasst sich mit den Bedingungen für die Beibehaltung eines fixierten Wechselkurses und analysiert die Wirksamkeit von Geld- und Fiskalpolitik unter einem Festwechselkursregime. Im vierten Kapitel werden die Zahlungsbilanz und die Zentralbankbilanzen näher betrachtet, wobei insbesondere die Auswirkungen von Interventionen auf die Bilanzen der Zentralbanken im Fokus stehen. Das fünfte Kapitel widmet sich dem Thema Zahlungsbilanzkrisen und beleuchtet die Entstehung und die Auswirkungen dieser Krisen. Das Kapitel enthält auch ein empirisches Beispiel für eine Währungskrise.
Schlüsselwörter
Festwechselkurs, Devisenmarktintervention, Zahlungsbilanzkrise, Goldstandard, Bretton Woods System, Zinsparität, Geldmarktgleichgewicht, Devisenmarktgleichgewicht, Stabilisierungspolitik, Zentralbankbilanz, Geldschöpfungsmultiplikator, myopische Erwartungen, Währungskrise, Brasilienkrise.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Goldstandard?
Der Goldstandard war ein Festwechselkurssystem, bei dem der Wert einer Währung direkt an eine bestimmte Menge Gold gebunden war.
Wie funktioniert das Bretton-Woods-System?
Es war ein System fixer Wechselkurse, bei dem der US-Dollar als Leitwährung an Gold gebunden war und alle anderen Währungen feste Kurse zum Dollar hatten.
Warum ist Geldpolitik unter festen Wechselkursen oft wirkungslos?
Da die Zentralbank den Wechselkurs stabilisieren muss, verliert sie die Kontrolle über die Geldmenge, da sie Devisen kaufen oder verkaufen muss, um den Kurs zu halten.
Wie entstehen Zahlungsbilanzkrisen?
Krisen entstehen oft durch Erwartungen einer Abwertung, was zu massiven Kapitalabflüssen führt, die die Devisenreserven der Zentralbank erschöpfen können.
Was war die Ursache der Brasilienkrise?
In den 90er Jahren führte die Bindung des Real an den Dollar (Currency Board) bei gleichzeitig hoher Inflation zu Problemen, da der Spielraum für Schwankungen zu klein war.
- Arbeit zitieren
- Michael Ehgartner - Lipp (Autor:in), 2008, Festwechselkurse, Devisenmarktinterventionen und Zahlungsbilanzkrisen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/118463