Diese Hausarbeit informiert im ersten Schritt über die Auswirkungen und Gefahren der Corona-Pandemie in Bezug auf die Unter- und Mangelernährung in Afrika und tiefergehend in der Region Südafrika und versucht mögliche weitere Entwicklungen der Krise zu beschreiben sowie Möglichkeiten und Maßnahmen, die Folgen für (Süd-)Afrika abzufedern.
In einem zweiten Teil geht diese Ausarbeitung auf die Praxis der Professionellen Sozialen Arbeit in Deutschland ein und konzentriert sich hierbei auf die stationäre Kinder- und Jugendhilfe. Dieser besondere Bereich der „Hilfen zur Erziehung“ nach §34 SBG VIII ist durch die Corona-Pandemie ebenfalls stark belastet. In wie fern sich die Arbeitspraxis in einer stationären Intensivwohngruppe für Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren unter den Maßnahmen verändert hat, welche Hilfestellungen benötigt und gewährleistet wurden und auch werden, um ein weiteres sinnvolles Arbeiten aufrecht zu erhalten wird in diesem Teil der Hausarbeit aufgegriffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Entstehung und Entwicklung von 2019-nCoV/SARS-CoV-2
2.1. SARS-CoV-19 in (Süd-)Afrika
2.2. Globale Unter- und Mangelernährung
2.3. Auswirkungen der SARS-CoV-19 Pandemie auf die Unter- und Mangelernährung in (Süd-)Afrika
2.4. Möglichkeiten zur Verbesserung der SARS-CoV-2 bedingten Folgen
3. Soziale Arbeit in Deutschland und die Corona-Pandemie
4. Praxis der stationären Kinder- und Jugendhilfe
4.1. Veränderungen durch die Corona-Pandemie auf die Praxis der stationären Kinder- und Jugendhilfe
4.2. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die stationäre Kinder- und Jugendhilfe
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die sozioökonomischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie mit einem Fokus auf die Verschärfung von Unter- und Mangelernährung in der Region Südafrika sowie die praxisbezogenen Herausforderungen in der stationären deutschen Kinder- und Jugendhilfe.
- Globale Verbreitung und gesundheitliche Ursachen des SARS-CoV-2-Virus
- Sozioökonomische Folgen der Pandemie in Bezug auf Hunger und Armut in Südafrika
- Interventionsmöglichkeiten und Hilfsprogramme zur Sicherung der Ernährung
- Veränderungen und Belastungsproben in der stationären Kinder- und Jugendhilfe (§34 SGB VIII)
- Rolle der Sozialen Arbeit als systemrelevante Profession unter Pandemiebedingungen
Auszug aus dem Buch
2.3. Auswirkungen der SARS-CoV-19 Pandemie auf die Unter- und Mangelernährung in (Süd-)Afrika
Die Ende 2019 beginnende Corona-Krise wird auch noch zukünftig zu spüren sein. Denn nach der aktuellen Gesundheitskrise mit mehr als 2,7 Millionen Todesopfern weltweit (Stand 21.03.2021) zeichnen sich langsam auch die sozialen und wirtschaftlichen Folgen ab, sowie eine schwere Ernährungskrise. Gerade die von Armut und Unterernährung stark stigmatisierten Entwicklungsländer sind besonders betroffen.
„Ihre Gesundheitssysteme sind völlig überlastet; sie hängen stark vom Welthandel, vom Tourismus und von Rücküberweisungen von Migranten ab; sie sind auf Öl- und andere Rohstoffexporte angewiesen; und das Armutsniveau und die Zahl von Unterernährten sind bereits hoch“, schreibt Erwin Northoff im Fachjournal der Welthungerhilfe. Dort, wo bereits soziale und ökonomische Ungleichheit herrscht, wird sich die Ernährungskrise am stärksten ausbreiten. Denn diese Länder können es sich finanziell nicht leisten, der Krise mit „geld- oder finanzpolitischen Interventionen“ zu begegnen, da sie bereits vor der Covid-19-Krise enorme Schulden hatten. Afrika -und hier erneut Südafrika- leidet mit neun hoch-riskant verschuldeten Staaten von insgesamt zwölf Staaten besonders.
Die Lockdown-Maßnahmen verschärfen die sich entwickelnde Mangel- und Unterernährung zusätzlich. Sie „behindern massiv den Handel und Gewerbe und treffen vor allem die Ärmsten der Armen, die ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner oder Kleinsthändlerinnen verdienen und keine Rücklagen haben“. Werden außerdem Landwirte am Anbau gehindert oder können ihre Produkte aufgrund der Bewegungseinschränkungen nicht mehr auf den Markt transportieren, hat dies massive Auswirkungen auf die Versorgung ganzer Familien. Gleichzeitig verlieren viele Tagelöhner_innen ihre Arbeitsmöglichkeiten, wodurch Löhne ausfallen und auch hier die Familien nicht mehr ernährt werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die globale Herausforderung durch die Pandemie und formuliert die Forschungsziele bezüglich der Ernährungslage in Südafrika und der Praxis der stationären Jugendhilfe.
2. Entstehung und Entwicklung von 2019-nCoV/SARS-CoV-2: Dieses Kapitel erläutert die virologischen Grundlagen, die weltweite Ausbreitung des Virus sowie wissenschaftliche Debatten zu dessen Ursprung.
2.1. SARS-CoV-19 in (Süd-)Afrika: Hier wird die spezifische epidemiologische Lage in Afrika und insbesondere die Krise in Südafrika als am schwersten betroffenes Land analysiert.
2.2. Globale Unter- und Mangelernährung: Dieser Abschnitt definiert Formen des Hungers (akut, chronisch, verborgen) und erklärt Messmethoden wie den Welthungerindex.
2.3. Auswirkungen der SARS-CoV-19 Pandemie auf die Unter- und Mangelernährung in (Süd-)Afrika: Das Kapitel verknüpft pandemiebedingte Lockdown-Maßnahmen mit der Verschärfung der wirtschaftlichen Not und der daraus resultierenden Nahrungsmittelkrise.
2.4. Möglichkeiten zur Verbesserung der SARS-CoV-2 bedingten Folgen: Es werden Lösungsansätze und Hilfsprogramme diskutiert, die auf strukturelle Unterstützung und humanitäre Hilfe setzen.
3. Soziale Arbeit in Deutschland und die Corona-Pandemie: Fokus auf die professionellen Herausforderungen der Sozialen Arbeit unter den Bedingungen der Kontaktbeschränkungen und des öffentlichen Diskurses.
4. Praxis der stationären Kinder- und Jugendhilfe: Einzelfallorientierte Darstellung der Arbeitsbedingungen in einer Intensivwohngruppe für Mädchen während der Pandemie.
4.1. Veränderungen durch die Corona-Pandemie auf die Praxis der stationären Kinder- und Jugendhilfe: Analyse der organisatorischen Anpassungen, wie etwa die Implementierung von Schutzkonzepten und Homeschooling-Betreuung.
4.2. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die stationäre Kinder- und Jugendhilfe: Reflexion über die psychosozialen Folgen für die betreuten Kinder sowie die fachlichen Belastungen des Personals.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Krisenbewältigung in der Jugendhilfe und Bedeutung von Stabilität und Sicherheit.
Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, COVID-19, SARS-CoV-2, Südafrika, Unterernährung, Mangelernährung, Hunger, Welthungerindex, Stationäre Jugendhilfe, Soziale Arbeit, Hilfen zur Erziehung, Lockdown, Armut, Gesundheitssystem, Krisenmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die multidimensionalen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, wobei sie den Bogen von globalen Ernährungskrisen in Afrika bis hin zu spezifischen Arbeitsweisen in der deutschen stationären Kinder- und Jugendhilfe spannt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten zählen die Ausbreitung von SARS-CoV-2, die Verschärfung von Armut und Hunger in Südafrika sowie die organisatorischen und pädagogischen Herausforderungen für Fachkräfte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Auswirkungen der Pandemie auf vulnerable Gruppen – sowohl in afrikanischen Entwicklungsländern als auch in stationären Jugendhilfeeinrichtungen – darzustellen und Lösungsstrategien für die Soziale Arbeit zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie eine fallbezogene Deskription zur Untersuchung der Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die globale Perspektive der Ernährungskrise (mit Fokus Südafrika) und die lokale Praxis der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland unter Pandemiebedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Corona-Pandemie, Unterernährung, Südafrika, stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Soziale Arbeit und Krisenbewältigung.
Wie unterscheidet sich die Situation der Mädchen im Heim von der allgemeinen Bevölkerung?
Die Mädchen in der stationären Wohngruppe waren durch die strikten Kontaktbeschränkungen zu ihren Familien zusätzlich belastet, konnten jedoch von einer intensiven pädagogischen Betreuung und neuen Freizeitangeboten profitieren.
Warum ist die Soziale Arbeit laut der Autorin systemrelevant?
Die Arbeit argumentiert, dass die Soziale Arbeit das soziale Netz zusammenhält und ihre Funktion der Vermittlung von Sicherheit und Stabilität gerade in Krisenzeiten für Adressaten unverzichtbar ist.
Welche Rolle spielen "Community Health Workers" in Südafrika?
Sie dienen als geschulte Vertrauenspersonen in den Dörfern, die Kontaktverfolgungen durchführen und eine wichtige Beratungsrolle bei der Isolation von Risikogruppen einnehmen.
- Quote paper
- Anja Diefenbach (Author), 2021, Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf Unter- und Mangelernährung in Südafrika sowie auf die Praxis der Sozialen Arbeit im Bereich der stationären Jugendhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1182105