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Das Schulsystem im Nationalsozialismus

Title: Das Schulsystem im Nationalsozialismus

Term Paper , 2011 , 18 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Oliver Wagner (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

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In der Arbeit geht es darum, das totalitäre Erziehungssystem der nationalsozialistischen Diktatur zu beschreiben und anhand einer Darstellung der Umstrukturierung schulpolitischer Maßnahmen und fachspezifischer Inhalte in Übereinstimmung zu bringen mit der inneren Entwicklung des Dritten Reiches.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schulpolitische Umstrukturierung

2.1. Die Lehrerausbildung

2.2. Die Schulformen

2.3. Rassenpolitik in der Schule

3. Unterrichtsinhalte

3. 1. Hitlers Vorstellungen von Erziehung

3.2. Allgemeine Fächerinhalte

3.3. Der Deutschunterricht

3.4.Der Geschichtsunterricht

3.5. Grundzüge schulischen Lebens

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des totalitären Erziehungssystems während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Forschungsfrage widmet sich der Analyse, wie durch eine gezielte Umstrukturierung schulpolitischer Maßnahmen und die inhaltliche Anpassung der Lehrpläne eine systematische Indoktrination der Jugend erreicht und mit der allgemeinen politischen Entwicklung des Dritten Reiches in Einklang gebracht wurde.

  • Radikale Umstrukturierung des Bildungswesens und die Rolle des Reichserziehungsministeriums
  • Methoden der ideologischen Umerziehung der Lehrerschaft und der Aufbau politischer Eliteschulen
  • Die Implementierung rassenpolitischer Trennungsmaßnahmen innerhalb des Schulalltags
  • Analyse der inhaltlichen Neuausrichtung von Fächern wie Deutsch, Geschichte und Sport
  • Die Funktion von Jugendlager-Aufenthalten zur Förderung von Kollektivismus und Unterordnung

Auszug aus dem Buch

3.3. Der Deutschunterricht

Nach Einführung des Faches „Rassenkunde“ am 1. Oktober 1933 als ordentlichem Lehrfach waren Rassismus und arteigenes Gedankengut stets zu beachtendes Unterrichtsprinzip im Deutsch- und Geschichtsunterricht. Als einziges Interpretationsmuster kultureller Bezüge stand dem Deutschunterricht das ideologische Prinzip der völkischen Gesinnung zur Verfügung. Damit sollte im Rahmen politischer Indoktrination die Vermittlung eines parteikonformen Wertbewusstseins erfüllt werden. Zur Pflege des „Deutschbewußtseins“ sollte die Vermittlung volkshafter Dichtung sowie vom Literatur vom Weltkrieg und heldenhaften Kämpfen mit dem Hinweis die nordisch-arische Art erfolgen. Die politische Aufgabe des Faches Deutsch bestand darin ,„den Kindern Sprache und Dichtung als lebendigen Ausdruck ihres Volkstums zu erschließen, sie mit Ehrfurcht vor deutscher Gestaltungskraft zu erfüllen, ihm Stolz auf deutsche Art wachzurufen“. Alle psychologisierende und ästhetisierende Literatur war zu meiden. Freie selbständige Interpretation wurde zugunsten einer wertenden Vermittlung aufgegeben, in Aufsätzen sollten die Schüler vor allem politische, historische und ideologische Themen abhandeln: „An die Stelle der nur betrachtenden, kritisch-wissenschaftlichen, historischen und ästhetischen Einstellung tritt die wertende, schaffensbereite und kämpferische Haltung“.

Es diente die altgermanische Dichtung (Hildebrands- und Nibelungenlied) als Bestätigung des „heroischen germanischen Rassebewußtseins“ und eines entsprechenden „Heldenideals“. Die Führer-Gefolgschaft-Thematik war an Schiller (Räuber, Jungfrau von Orleans, Wallenstein), Goethe (Egmont, Mahomets Gesang) und Kleist (Hermannsschlacht) zu exemplifizieren, zur Abwertung demokratischer Mitspreche wurde Hauptmanns „Florian Geyer“ herangezogen. Mit Hilfe literarischer Texte wurde nachgewiesen, daß individuelle Bedürfnisse den vorgegebenen Interessen von Volksgemeinschaft und Staat unterzuordnen waren. Erziehung im Sinne „preußisch-soldatischer Tugenden“ erfolgte beispielsweise mit Kleist „Prinz Friedrich von Homburg“. Politisierte Themenstellungen und suggestive Fragestellungen bei Aufsatzthemen zeigten den Schülern, unter welchen Gesichtspunkten die historisch-politische Akzentuierung der Texte zu erfolgen hatte. Die literarische Fiktion wurde dabei bewusst zur Rekonstruktion der historischen Realität herangezogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die psychologische Verantwortung der Erziehung und stellt das nationalsozialistische Verständnis von Bildung als politisches Herrschaftsinstrument dem humanistischen Ideal gegenüber.

2. Schulpolitische Umstrukturierung: Hier wird der Prozess der Gleichschaltung des Schulsystems nach 1933 beschrieben, inklusive der Radikalisierung durch das Reichserziehungsministerium.

2.1. Die Lehrerausbildung: Der Fokus liegt auf der Indoktrination und weltanschaulichen Umerziehung der Lehrerschaft durch den NSLB und geschlossene Schulungslager.

2.2. Die Schulformen: Es wird die Etablierung spezieller nationalsozialistischer Erziehungsanstalten und Eliteschulen als Kaderschmieden des Regimes analysiert.

2.3. Rassenpolitik in der Schule: Dieses Kapitel behandelt die administrative Separation und schrittweise Ausgrenzung jüdischer Schüler aus dem öffentlichen Schulwesen.

3. Unterrichtsinhalte: Einführung in die generelle Neuausrichtung des Lehrplans unter dem Diktat der nationalsozialistischen Weltanschauung.

3. 1. Hitlers Vorstellungen von Erziehung: Analyse des Bildungsideals, das den körperlich gestählten, zur Opferbereitschaft erzogenen "Volksgenossen" ins Zentrum stellt.

3.2. Allgemeine Fächerinhalte: Die Durchdringung sämtlicher Fächer mit propagandistischen Inhalten wird dargelegt, wobei selbst unpolitische Fächer wie Musik instrumentalisiert wurden.

3.3. Der Deutschunterricht: Darstellung der ideologischen Instrumentalisierung von Sprache und Literatur zur Erziehung von völkischem Bewusstsein.

3.4.Der Geschichtsunterricht: Untersuchung der Umdeutung historischer Ereignisse zum Zwecke der Heldenverehrung und zur Legitimierung der NS-Ideologie.

3.5. Grundzüge schulischen Lebens: Zusammenfassung der Bedeutung von Lagern und militärischen Appellen für die kollektive Ausrichtung und Entindividualisierung der Jugend.

4. Schlussbemerkungen: Zusammenfassendes Fazit über die Schule als Werkzeug eines Herrschaftssystems, das Bildung einem totalitären Machtanspruch unterordnete.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Schulpolitik, Indoktrination, Erziehung, Weltanschauung, Rassenpolitik, Gleichschaltung, NSLB, Volksgemeinschaft, Geschichtsunterricht, Deutschunterricht, Eliteschulen, Entindividualisierung, Propaganda, Drittes Reich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Erziehungssystem im Nationalsozialismus und zeigt auf, wie die Schule als zentrales Instrument der totalitären Machtausübung fungierte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die schulpolitische Umstrukturierung, die Indoktrination von Lehrern und Schülern, die rassenpolitische Segregation sowie die ideologische Anpassung der Lehrinhalte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die systematische Umgestaltung des Bildungswesens und die Verknüpfung der schulischen Erziehung mit der inneren Entwicklung und den Zielen des NS-Regimes aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Herangehensweise, indem sie Reformrichtlinien, Erziehungsziele und fachspezifische Lehrpläne aus der Zeit des Nationalsozialismus in den historischen Kontext einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Organisation der Schule, die Umerziehung des Lehrpersonals, die Etablierung von Eliteschulen und die inhaltliche Verzerrung der Kernfächer wie Geschichte und Deutsch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Totalitarismus, Indoktrination, Entindividualisierung, völkische Ideologie und Gleichschaltung.

Welche Bedeutung hatten die sogenannten "Schulungslager" für die Lehrer?

Die Lager dienten der physischen und psychischen Isolierung der Lehrkräfte, um sie durch gemeinschaftliches Lagerleben, Appelle und ideologische Übungen lückenlos auf die Linie des Regimes zu bringen.

Warum war der Geschichtsunterricht für das NS-Regime von so herausragender Bedeutung?

Die Geschichte wurde zur Legitimierung der "heroischen germanischen Rasse" umgedeutet und diente als "Religionsersatz", um den Kult um den "Führer" zu festigen und Schüler zu einer unreflektierten Akzeptanz der NS-Mission zu bewegen.

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Details

Title
Das Schulsystem im Nationalsozialismus
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,5
Author
Oliver Wagner (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V1180217
ISBN (eBook)
9783346599346
ISBN (Book)
9783346599353
Language
German
Tags
schulsystem nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Wagner (Author), 2011, Das Schulsystem im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1180217
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