Inwieweit liegt bei der Migration nach Deutschland noch immer eine genderspezifische Benachteiligung afrikanischer Migrantinnen vor und wie lassen sich die diversen daraus resultierenden Integrationshemmnisse überwinden?
Besonders für weibliche Migrant*innen aus den afrikanischen Staaten ist die Integration in die deutsche Gesellschaft, auf Grund diverser Faktoren, auf welche ich in dieser Hausarbeit näher eingehen möchte, schwierig und mühevoll. Es sollen auf den folgenden Seiten deshalb auch Möglichkeiten aufgezeigt werden, diese Integrationshemmnisse zu überwinden und zusätzlich die großen Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Migrant*innen aufgezeigt werden, die bei der Integration in die deutsche Gesellschaf in den verschiedensten Bereichen auftreten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Gründe der Migration weiblicher Afrikanerinnen
3. Afrikanerinnen in Deutschland
3.1 Geschlechterrolle und sexuelle Unterdrückung
3.2 Rassismus und Diskriminierung
3.2.1 Institutionelle(r) & Strukturelle(r) Rassismus und Diskriminierung von Afrikaner*innen in Deutschland
3.2.2 Individueller Alltagsrassismus am Beispiel des „Othering“ - Konzepts
4. Möglichkeiten der (besseren) Inklusion von Afrikaner*innen in die deutsche Gesellschaft
5. Zusammenfassung und Reflexion der Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die spezifische Situation von afrikanischen Migrantinnen in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung genderspezifischer Benachteiligungen, struktureller Barrieren und alltäglicher Rassismuserfahrungen, um Wege für eine effektivere Inklusion aufzuzeigen.
- Genderspezifische Herausforderungen bei der Migration nach Deutschland
- Institutionelle und strukturelle Diskriminierungsformen
- Alltagsrassismus und das „Othering“-Konzept
- Analyse von Integrationshindernissen im deutschen System
- Rolle gemeinnütziger Organisationen bei der Inklusionsförderung
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Individueller Alltagsrassismus am Beispiel des „Othering“ - Konzepts
Im Zusammenhang mit der Vorlesung zu „Heterogenität – Differenz – Inklusion“ wurde auch über das sogenannte „Othering“ - Konzept referiert. „Othering“ stellt ein offensichtliches Beispiel für den Alltagsrassismus und individuellen Rassismus dar, welche in unserer deutschen Gesellschaft noch immer omnipräsent sind. Beim Othering Konzept geht es um eine spezielle Form der „Gruppenbildung“, die den Ausschluss und die Ausgrenzung Anderer auf Grund von bestimmten Merkmalen, beispielsweise bestimmter biologischer Merkmale, der Hautfarbe eines Menschen oder seiner kulturellen Zugehörigkeit, impliziert. Dabei geht es nicht nur darum sich auf Grundlage gemeinsamer Interessen oder Merkmale miteinander zu identifizieren, sondern primär darum, sich von anderen abzugrenzen und die Identifikation miteinander als Kriterium der Ausgrenzung anderer zu setzen, die dabei konkret als abgewertet betrachtet werden. Es geht dabei primär um die Differenzierung von dem sogenannten „Wir“, als welches sich eine bestimmte Gruppe identifiziert und den Anderen“ außerhalb der jeweiligen Gruppierung, die als minderwertig charakterisiert werden und dem Selbst/ der eigenen Gruppe gegenüber unterlegen gelten. Das „Wir“ ist in diesem Falle, bezogen auf die rassistische Diskriminierung afrikanischer Migrant*innen, die deutsche Gesellschaft (oder Teile der deutschen Gesellschaft). Die „Anderen“ sind in diesem Fall afrikanische Migrant*innen, die auf Grund ihrer spezifischen Merkmale diskriminiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die schwierige Migrationssituation afrikanischer Frauen in Deutschland, geprägt durch Fluchtgründe wie Krieg und Gewalt, und umreißt die Problematik der gesellschaftlichen Eingliederung.
2. Gründe der Migration weiblicher Afrikanerinnen: Dieses Kapitel erörtert die vielfältigen regionalen und individuellen Ursachen der Migration, wie etwa politische Verfolgung oder geschlechtsbezogene Gewalt, die zur Flucht führen.
3. Afrikanerinnen in Deutschland: Es wird der Status afrikanischer Migrantinnen in Deutschland thematisiert, wobei die prekäre rechtliche Lage und die häufige Erwerbslosigkeit oder Tätigkeit in gering qualifizierten Bereichen aufgezeigt werden.
3.1 Geschlechterrolle und sexuelle Unterdrückung: Der Abschnitt erläutert, wie asylrechtliche Abhängigkeiten und strukturelle Hürden afrikanische Frauen in prekäre Lebenssituationen und Gewaltverhältnisse drängen können.
3.2 Rassismus und Diskriminierung: Hier wird der allgegenwärtige Rassismus analysiert, der afrikanische Frauen in Deutschland durch Medienberichterstattung und Vorurteile marginalisiert.
3.2.1 Institutionelle(r) & Strukturelle(r) Rassismus und Diskriminierung von Afrikaner*innen in Deutschland: Das Kapitel analysiert, wie bereits im frühkindlichen Bildungsbereich und in der Schule Diskriminierung stattfindet, die sich in institutionellen Strukturen fortsetzt.
3.2.2 Individueller Alltagsrassismus am Beispiel des „Othering“ - Konzepts: Anhand des „Othering“-Konzepts wird aufgezeigt, wie durch die Konstruktion von „Wir“ und „Anderen“ eine Ausgrenzung stattfindet, die afrikanische Migrantinnen systematisch als minderwertig markiert.
4. Möglichkeiten der (besseren) Inklusion von Afrikaner*innen in die deutsche Gesellschaft: Der Autor diskutiert notwendige migrationspolitische Veränderungen und die wichtige Rolle von Vereinen wie Maisha E.V. bei der Unterstützung betroffener Frauen.
5. Zusammenfassung und Reflexion der Ergebnisse: Das Fazit fasst die strukturellen Hürden zusammen und fordert einen gesamtgesellschaftlichen Wandel, um die Inklusion afrikanischer Migrantinnen nachhaltig zu fördern.
Schlüsselwörter
Afrikanerinnen, Migration, Deutschland, Rassismus, Diskriminierung, Geschlechterrolle, Inklusion, Othering, Flucht, Arbeitsmarkt, soziale Ausgrenzung, Integrationshindernisse, Gender, Migrationspolitik, Menschenrechte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der spezifischen Migrationserfahrung afrikanischer Frauen in Deutschland und untersucht die dort auftretenden sozialen, rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Migrationsgründe, die institutionelle und strukturelle Diskriminierung, genderspezifische Unterdrückung sowie die Möglichkeiten einer verbesserten gesellschaftlichen Inklusion.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie afrikanische Migrantinnen in Deutschland aufgrund von Rassismus und geschlechtsspezifischen Benachteiligungen in ihrer Integration gehemmt werden, und Lösungsansätze zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze (wie das Othering-Konzept) mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Lebenslagen afrikanischer Frauen, ihre Diskriminierungserfahrungen in Institutionen, das Phänomen des Alltagsrassismus sowie die Arbeit von Unterstützungsvereinen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Migration, Rassismus, Inklusion, Othering und Geschlechterrolle charakterisiert.
Welche Rolle spielt das „Othering“-Konzept für die Argumentation der Autorin?
Das Konzept dient dazu, die psychologische und gesellschaftliche Konstruktion der „Anderen“ zu erklären, die dazu führt, dass afrikanische Migrantinnen als minderwertig stigmatisiert und von der Teilhabe ausgeschlossen werden.
Welche spezifische Rolle nehmen Organisationen wie Maisha E.V. ein?
Solche Organisationen fungieren als essenzielle Anlaufstellen, die Unterstützung in Bereichen bieten, in denen das staatliche System versagt, etwa durch psychosoziale Hilfe und Beratungsangebote für Migrantinnen.
- Arbeit zitieren
- Paula Jüppner (Autor:in), 2021, Afrikanerinnen in Deutschland - Migration, Geschlechterrolle und Rassismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1176689