Diese Arbeit stellt den gesamten Finanzierungsprozess mit Venture Capital (VC) von Beginn der Kapitalsuche bis zur Veräußerung der Beteiligung vor. Das Ziel dieser Arbeit resultiert aus der Vorstellung des VC-Finanzierungsprozesses und der damit einhergehenden Analyse, welche Risiken eine VC-Finanzierung mit sich bringt und wie alle Beteiligten diese im Vorfeld bestmöglich verringern oder gänzlich vermeiden können.
Zu Beginn der Arbeit werden die Problemstellung, die Zielsetzung und der Aufbau eingehend erläutert. Im zweiten Kapitel werden Begriffsdefinitionen und Erläuterungen zum Thema VC sowie allgemein zur Innen- und Außenfinanzierung behandelt, um den Einstieg in die Thematik zu erleichtern. Anschließend werden die wesentlichen Unterschiede zwischen VC und Private Equity (PE) herausgearbeitet. Darauffolgend widmet sich das Kapitel drei dem typischen Ablauf eines VC-Finanzierungsprozesses. Nachdem in Kapitel vier eine kritische Würdigung der VC-Finanzierung anhand des Beispiels der Principal-Agent-Theorie veranschaulicht wird, folgt abschließend das Kapitel fünf, welches die wichtigsten Erkenntnisse dieser Arbeit zusammenfasst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen von Venture Capital
2.1 Innenfinanzierung
2.2 Außenfinanzierung
2.3 Venture Capital versus Private Equity
3 Venture Capital-Finanzierungsprozess
3.1 Kapitalakquisition und Beteiligungsakquisition
3.2 Beteiligungswürdigkeitsprüfung
3.3 Beteiligungsverhandlung
3.4 Betreuung
3.5 Desinvestition
4 Principal Agent-Theorie
4.1 Risiken und Probleme
4.2 Lösungen
5 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert den strukturierten Ablauf einer Venture-Capital-Finanzierung (VC) von der Kapitalakquisition bis zur Desinvestition. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Informationsasymmetrien und Interessendivergenzen zwischen den beteiligten Akteuren, analysiert durch die Principal-Agent-Theorie, effektiv gemindert werden können.
- Grundlagen der Innen- und Außenfinanzierung
- Abgrenzung von Venture Capital zu Private Equity
- Phasen des VC-Finanzierungsprozesses
- Anwendung der Principal-Agent-Theorie auf VC-Beziehungen
- Risiken der Informationsasymmetrie und Lösungsmechanismen (Screening, Signaling)
Auszug aus dem Buch
3.1 Kapitalakquisition und Beteiligungsakquisition
Bevor die VCG Kapital in ein PU investieren kann, muss sie die finanziellen Mittel beschaffen. Die Gesellschaft sammelt das Geld von interessierten Investoren ein und bündelt es in einem Fond. Die Grundidee besteht darin, dass sich die einzelnen Anleger zu einer Interessengemeinschaft zusammenschließen. Sie geben ihr Kapital in einen Topf, um es von professionellen und erfahrenen Beteiligungsmanagern verwalten zu lassen, da sie selbst nicht über die notwendige Zeit oder das entsprechende Fachwissen verfügen. Neben potenziellen institutionellen Kapitalgebern, wie Versicherungen oder Industrieunternehmen, zählen bspw. auch private Anleger oder der Staat als Investoren dazu. Zunächst werden Vertragsverhandlungen zwischen den möglichen Investoren und den VCG hinsichtlich der Vergütung, Art und Dauer der Kapitalüberlassung, Anlagestrategie sowie Umfang und Art des Berichtswesens geführt. Daraus folgen Absprachen unter welchen Nebenbedingungen das Geld aus dem Fond investiert wird (z. B. die Höhe der bereitgestellten finanziellen Mittel). Üblicherweise erhalten die VCG als Vergütung eine fixe Managementgebühr, welche 2 – 3 % des investierten Kapitals beträgt sowie zusätzliche Provisionen auf die Gewinne.
Nachdem die Kapitalbeschaffung erfolgreich abgeschlossen und demnach die Voraussetzung für die Geschäftstätigkeit der VCG geschaffen worden ist, begibt sich diese im Rahmen der Beteiligungsakquisition (Dealflow) auf die Suche nach geeigneten Beteiligungsmöglichkeiten. Folgende Maßnahmen bestehen, um kapitalsuchende Unternehmen ausfindig zu machen:
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Venture Capital als Finanzierungsform für junge, innovative Unternehmen ein und beschreibt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen von Venture Capital: Hier werden Definitionen sowie Formen der Innen- und Außenfinanzierung erläutert und eine Abgrenzung zwischen Venture Capital und Private Equity vorgenommen.
3 Venture Capital-Finanzierungsprozess: Dieses Kapitel detailliert die einzelnen Phasen des Finanzierungsprozesses von der Akquisition bis zur Desinvestition.
4 Principal Agent-Theorie: Hier wird das theoretische Rahmenwerk zur Analyse von Konflikten und Informationsasymmetrien zwischen Kapitalgebern und Unternehmen angewendet.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet Chancen sowie Risiken der VC-Finanzierung für die Beteiligten.
Schlüsselwörter
Venture Capital, Private Equity, Finanzierungsprozess, Principal-Agent-Theorie, Informationsasymmetrie, Portfoliounternehmen, Wagniskapital, Kapitalakquisition, Desinvestition, Beteiligungsmanagement, Moral Hazard, Signaling, Screening, Unternehmensfinanzierung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt das Thema der Unternehmensfinanzierung durch Venture Capital (VC), insbesondere den Prozess von der Mittelakquise bis zum Exit sowie die theoretische Analyse der Beziehungen zwischen Investoren und Gründern.
Welche Akteure stehen im Fokus der Arbeit?
Im Mittelpunkt stehen die Venture-Capital-Gesellschaften (VCG) als Kapitalgeber und die von ihnen finanzierten jungen, wachstumsstarken Portfoliounternehmen (PU).
Was ist das Hauptziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den gesamten Finanzierungsprozess darzustellen und zu analysieren, wie Risiken – insbesondere solche, die aus unterschiedlichen Interessen resultieren – minimiert werden können.
Welche wissenschaftliche Theorie wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt die Principal-Agent-Theorie, um Interessenkonflikte und Informationsasymmetrien zwischen der VCG (Principal) und dem Unternehmen (Agent) zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des VC-Finanzierungsprozesses (Akquisition, Prüfung, Verhandlung, Betreuung, Desinvestition) und eine kritische Würdigung mittels der Principal-Agent-Theorie.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wagniskapital, Beteiligungsvertrag, Due Diligence, Moral Hazard, Monitoring und Exit-Strategien charakterisiert.
Wie unterscheiden sich die Strategien zur Beteiligungssuche der VCG?
Die VCG nutzt passive Strategien (Marketing), aktive Strategien (direkte Ansprache auf Messen) und Netzwerk-Strategien (Empfehlungen durch Banken oder Anwälte).
Welche Rolle spielen Informationsasymmetrien im Finanzierungsprozess?
Da das Unternehmen (Agent) über mehr Markt- und Produktinformationen verfügt als der Investor (Principal), besteht die Gefahr von Fehlentscheidungen oder opportunistischem Verhalten, was den Einsatz von Kontroll- und Anreizsystemen notwendig macht.
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- Anonym (Author), 2020, Finanzierung mit Venture Capital, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1170681