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Die Erwerbstätigkeit Älterer - Eine komparative Analyse Deutschlands und Schwedens auf der Basis eines Modells der rationalen Wahl

Titel: Die Erwerbstätigkeit Älterer - Eine komparative Analyse Deutschlands und Schwedens auf der Basis eines Modells der rationalen Wahl

Diplomarbeit , 2008 , 124 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Barbara Wolfer (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1.1 Erkenntnisziel Die Erwerbsbeteiligung Älterer wird vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in den Industrienationen ein immer mehr zu diskutierendes Thema unserer Zeit. Die deutsche Gesellschaft ist hinsichtlich ihrer Bevölkerungszahl und Altersstruktur in einem tief greifenden Wandel begriffen: einerseits in einer Schrumpfung und andererseits in einer Alterung, was vornehmlich auf die Kombination aus einer niedrigen Fertilität mit einer immer weiter steigenden Lebenserwartung zurückzuführen ist. Daraus resultiert, dass ältere Menschen in allen gesellschaftlichen Teilbereichen immer mehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken – so auch auf dem Arbeitsmarkt. Wie die Gesellschaft im Ganzen ist auch die Gruppe der Erwerbspersonen von den aufgezeigten Trends betroffen: „Das wichtigste aus der Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung resultierende Arbeitsmarktproblem besteht in den nächsten 10 Jahren darin, daß es in den kommenden Jahrzehnten eine absolut wachsende Anzahl älterer Arbeitnehmer geben wird und es zentral darauf ankommt, daß die Älteren zu altersgerechten Bedingungen produktiv im Arbeitsprozess integriert bleiben“ (Skarpelis-Sperk 1993, S. 79). Personen von 55 und mehr Jahren stellen daher einen immer größeren Anteil des Erwerbspersonenpotenzials dar. Betrachtet man jedoch die Arbeitsmarktsituation dieser in Deutschland, ist erkennbar, dass sich jene Erkenntnis nicht in einer entsprechenden Höhe der Erwerbsbeteiligung widerspiegelt. Mit 55,3 Prozent liegt Deutschland im europäischen Ländervergleich zwar noch im oberen Mittelfeld, bleibt jedoch weit hinter Ländern wie Schweden mit entsprechenden 77 Prozent zurück. Der Abstand vergrößert sich ferner markant, wird nur die reine Erwerbstätigkeit dieser Personengruppe analysiert. Hier verbleibt Deutschland noch unter dem 2001 in Stockholm formulierten EU-Ziel von 50 Prozent, während das skandinavische Land dieses weit übertrifft (vgl. OECD 2008a). Fraglich ist nun, worauf es zurückzuführen ist, dass sich die Erwerbsbeteiligung der besagten Personengruppe in den beiden Ländern derart gravierend unterscheidet. Liegt dies an einer besseren wirtschaftlichen Verfassung des skandinavischen Landes oder an einer altersintegrierenderen Personalpolitik der dortigen Betriebe? Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, Ursachen für diese Variation aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Erkenntnisziel

1.2 Aufbau der Arbeit.

2. Der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

2.1 Bisherige Entwicklungen und Zukunftsprognosen

2.1.1 Die Entwicklung der Geburtenhäufigkeit

2.1.2 Die Entwicklung der Lebenserwartung

2.1.3 Die Entwicklung von Wanderungen

2.2 Auswirkungen auf Bevölkerungszahl und Altersstruktur der Gesellschaft

2.2.1 Auswirkungen auf die Bevölkerungszahl

2.2.2 Auswirkungen auf die Altersstruktur

2.3 Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

3. Die Erklärung kollektiver Phänomene unter Bezugnahme der Theorie der rationalen Wahl

3.1 Die Erklärung kollektiver Phänomene in der Soziologie

3.2 Bausteine und Prinzip einer Theorie der rationalen Wahl

3.3 Kritische Würdigung der Rational-Choice-Theorie

3.4 Der Einfluss sozialer Kräfte auf das individuelle Handeln

3.5 Das Grundmodell der soziologischen Erklärung

4. Die Erklärung der Erwerbsbeteiligung Älterer

4.1 Definition „ältere Erwerbspersonen“

4.2 Das Rational-Choice-Modell der Erwerbsbeteiligung Älterer

4.2.1 Die Logik der Situation

4.2.1.1 Die soziale Situation der Erwerbstätigen

4.2.1.2 Die soziale Situation der Erwerbslosen

4.2.1.3 Die Verbindung zwischen sozialer Situation und Akteur

4.2.2 Die Logik der Selektion

4.2.3 Die Logik der Aggregation

5. Die Erwerbsbeteiligung Älterer in Deutschland und Schweden – eine komparative Analyse

5.1 Die komparative historische Analyse

5.1.1 Charakteristika

5.1.2 Einsatz und Schwächen

5.1.3 Methoden

5.2 Die Arbeitsmarktsituation älterer Erwerbspersonen in Deutschland und Schweden

5.2.1 Überblick über die Arbeitsmarktsituation Älterer in Deutschland und Schweden

5.2.2 Deutschland und Schweden in europäischer Perspektive

5.3 Die komparative Analyse der sozialen Situation in Deutschland und Schweden

5.3.1 Makroebene

5.3.1.1 Die Konjunktur

5.3.1.2 Das generalisierte Altersbild

5.3.1.3 Die Ausgestaltung des Wohlfahrtsstaates

5.3.1.3.1 Das System der Arbeitsbeziehungen

5.3.1.3.2 Die Arbeitsmarktpolitik

5.3.1.3.3 Die Ausgestaltung des Rentensystems

5.3.1.3.4 Weitere Grundpfeiler der Sozialpolitik

5.3.1.4 Auswirkungen der Makroebene auf die Erwerbsbeteiligung Älterer

5.3.2 Mesoebene

5.3.2.1 Die betriebliche Personalpolitik in Bezug auf Ältere

5.3.2.2 Die Bekämpfung des Qualifikationsrisikos Älterer im Betrieb

5.3.2.3 Die Bekämpfung des Krankheitsrisikos Älterer im Betrieb

5.3.2.4 Auswirkungen der Mesoebene auf die Erwerbsbeteiligung Älterer

5.3.3 Die Mikroebene

5.3.3.1 Das individuelle Qualifikationsniveau

5.3.3.2 Der individuelle Gesundheitszustand

5.3.3.3 Wunsch nach alternativer Gestaltung der Lebenszeit

5.3.3.4 Wiedereintrittswunsch und empfundene -wahrscheinlichkeit

5.3.3.5 Auswirkungen der Mikroebene auf die Erwerbstätigkeit Älterer

6. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen für die unterschiedliche Höhe der Erwerbsbeteiligung älterer Menschen in Deutschland und Schweden. Auf Basis eines Rational-Choice-Modells wird analysiert, wie wohlfahrtsstaatliche Arrangements, betriebliche Personalpolitiken und individuelle Faktoren die Entscheidung von Akteuren beeinflussen, am Arbeitsmarkt zu verbleiben oder diesen zu verlassen.

  • Demografischer Wandel und Arbeitsmarktauswirkungen
  • Theorie der rationalen Wahl zur Erklärung kollektiver Phänomene
  • Komparative Analyse der Arbeitsmarktsituation in Deutschland und Schweden
  • Einfluss von Makro-, Meso- und Mikro-Ebenen auf die Erwerbsentscheidung Älterer
  • Stellenwert von Prävention und Weiterbildung in unterschiedlichen Wohlfahrtsregimen

Auszug aus dem Buch

Die Erklärung kollektiver Phänomene in der Soziologie

Kollektive Phänomene wie beispielsweise die Erwerbsbeteiligung in einer Gesellschaft sind Phänomene, die auf der Makroebene, d.h. der Ebene der Gesellschaft, in Erscheinung treten. Im Allgemeinen existieren zwei Möglichkeiten, sie zu erklären. Eine erste besteht darin, von bestimmten Bedingungen auf der Makroebene direkt auf das Explanandum, d.h. das zu Erklärende, zu schließen. Dieses Vorgehen wird als „Variablensoziologie“ oder „causal modeling“ bezeichnet. Hier werden zwei oder mehrere Variablen mit Hilfe statistischer Methoden miteinander korreliert. Ist die Korrelation dabei ungleich null, spricht man von einem Effekt der unabhängigen auf die abhängige Variable (vgl. Brüderl 2004, S. 164). Die Schwachpunkte dieser Strategie fasst Esser mit den Worten „not explanatory, (…) incomplete, and (…) meaningless“ (Esser 1996, S. 159) zusammen und verweist damit vor allem auf ein zentrales Problem: das Fehlen einer tatsächlich erklärenden Verbindung zwischen unabhängiger und abhängiger Variable.

Durch die vorrangige Verwendung von Standardvariablen der Demografie wie Alter oder Einkommen, werden Hintergrundvariablen mit tatsächlichem Erklärungsgehalt ausgeblendet. Die Frage, warum es zu bestimmten Handlungen kommt, bleibt dabei ungeklärt, weswegen hier häufig von „black-box explanations“ (Hedström/Swedberg 1998a, S. 9) gesprochen wird. Mit dieser Begrifflichkeit wird ferner die Unvollständigkeit und Bedeutungslosigkeit der Erklärungen aufgezeigt (vgl. Esser 1996, S. 159ff.). Hedström und Swedberg verweisen demgegenüber auf eine zweite Möglichkeit, kollektive Phänomene zu erklären, nämlich mit Hilfe sozialer Mechanismen.

„The search for mechanisms means that we are not satisfied with merely establishing systematic covariation between variables or events; a satisfactory explanation requires that we are also able to specify the social ‘cogs and wheels’(...) that have brought the relationship into existence” (Hedström/Swedberg 1998a, S. 7).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Erkenntnisziels, die Variation der Erwerbsbeteiligung Älterer in Deutschland und Schweden durch ein Modell der rationalen Wahl zu erklären.

2. Der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Analyse der Einflussfaktoren wie Geburtenrate, Lebenserwartung und Wanderungen sowie deren Folgen für die Altersstruktur und den Arbeitsmarkt.

3. Die Erklärung kollektiver Phänomene unter Bezugnahme der Theorie der rationalen Wahl: Darlegung der theoretischen Grundlagen und des soziologischen Erklärungsmodells nach Esser, um kollektive Effekte auf individuelle Entscheidungen zurückzuführen.

4. Die Erklärung der Erwerbsbeteiligung Älterer: Konkretisierung des Modells der rationalen Wahl für ältere Erwerbspersonen durch Definition der Einflussfaktoren auf Makro-, Meso- und Mikroebene.

5. Die Erwerbsbeteiligung Älterer in Deutschland und Schweden – eine komparative Analyse: Durchführung des historischen Ländervergleichs und empirische Anwendung des Erklärungsmodells auf die beiden spezifischen Wohlfahrtsregime.

6. Schlussfolgerungen: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion zur Gültigkeit des aufgestellten Modells im Licht des Ländervergleichs.

Schlüsselwörter

Erwerbsbeteiligung, Ältere, demografischer Wandel, Deutschland, Schweden, Rationale Wahl, Rational Choice, Wohlfahrtsstaat, Arbeitsmarkt, Beschäftigungspolitik, Weiterbildung, Altersbild, Qualifikationsrisiko, Frühverrentung, Arbeitsorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum sich die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen in Deutschland und Schweden so deutlich voneinander unterscheidet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der demografische Wandel, die Theorie der rationalen Wahl, wohlfahrtsstaatliche Arrangements sowie betriebliche Personalstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Ursachen für die Variation in der Erwerbsbeteiligung älterer Erwerbspersonen zwischen Deutschland und Schweden auf Basis eines theoretischen Erklärungsmodells aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine komparative historische Analyse genutzt, um die Bedingungen in den beiden Ländern zu vergleichen und auf das entwickelte theoretische Modell anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Erklärungsmodells und dessen praktische Anwendung durch den Vergleich der deutschen und schwedischen Arbeitsmarktsituation auf Makro-, Meso- und Mikroebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Erwerbsbeteiligung, demografischer Wandel, Rationale Wahl, Wohlfahrtsstaat, Arbeitsmarktpolitik und Qualifikationsrisiko.

Wie unterscheiden sich die Wohlfahrtsregime von Deutschland und Schweden laut Arbeit?

Deutschland wird als konservatives Regime mit stärkerer Tendenz zur Frühverrentung (Employment-Exit) eingeordnet, während Schweden als sozialdemokratisches Regime mit einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik (Employment-Maintenance) beschrieben wird.

Warum spielt das Altersbild für die Erwerbsbeteiligung eine Rolle?

Ein negatives Altersbild führt gesellschaftlich und betrieblich häufig zur Verdrängung älterer Arbeitnehmer, während ein positives Bild deren Stärken betont und einen längeren Verbleib fördert.

Ende der Leseprobe aus 124 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Erwerbstätigkeit Älterer - Eine komparative Analyse Deutschlands und Schwedens auf der Basis eines Modells der rationalen Wahl
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,0
Autor
Barbara Wolfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
124
Katalognummer
V117021
ISBN (eBook)
9783640189137
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erwerbstätigkeit Eine Analyse Deutschlands Schwedens Basis Modells Wahl
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Barbara Wolfer (Autor:in), 2008, Die Erwerbstätigkeit Älterer - Eine komparative Analyse Deutschlands und Schwedens auf der Basis eines Modells der rationalen Wahl, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/117021
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