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Der Prozess der Entstehung des Homunkulus. Johann Wolfgang von Goethes Faust II

Titel: Der Prozess der Entstehung des Homunkulus. Johann Wolfgang von Goethes Faust II

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Katharina Düsterwald (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit gilt es zu untersuchen, inwiefern der Prozess der Entstehung des Homunkulus funktional in die Fausthandlung eingebettet ist, welche Symbolik die Darstellung des Werdens begleitet und wie die Figur sich im Kontext des Dramas und im Verhältnis zu Mephistopheles positioniert. Der Homunkulus weist Parallelen zur Faustfigur auf und wird als zentraler Initiator für den Fortgang der Handlung inszeniert, der den Übergang zur Klassischen Walpurgisnacht einleitet, um dort nach körperlicher Vollendung zu streben, indem er auf Basis grundlegend differenter Entwicklungstheorien im Akt einer Vereinigung der Elemente den Evolutionsvorgang einer natürlichen Schöpfung vollzieht und damit in pathetischer Selbstauflösung den Schlussakkord der Szene bestimmt. Sowohl im Laboratorium als auch in der Klassischen Walpurgisnacht ist Homunkulus der signifikant gestaltende Part und zudem gegenüber Mephisto in superiorer Stellung konturiert.

Die Forschung hat sich in Bezug auf die Figur des Homunkulus mit zahlreichen unterschiedlichen Ansatzpunkten auseinandergesetzt. Unter anderem ist der Aspekt einer möglicherweise impliziten Mitwirkung Mephistopheles bei der Erzeugung des Homunkulus strittig, ebenso wie die Bedeutung der Figur für die Klassische Walpurgisnacht. Dabei spielt die Frage eine Rolle, ob Homunkulus lediglich als Mittel zum Zweck das passende symbolträchtige Bindeglied für den Übergang der Fausthandlung ist oder als eigenständiger Charakter von zentraler Bedeutung betrachtet werden muss. Auch die naturphilosophische Diskussion um die Auseinandersetzung zwischen Vulkanisten und Neptunisten ist Gegenstand zahlreicher Betrachtungen rund um die Homunkulushandlung.

Die Laboratoriumsszene in Goethes Faust II ist insofern von großer Bedeutung, dass darin als Resultat alchemistischer Experimente, mit dem Ziel der Erzeugung eines künstlichen Menschen, ein geistiges Lichtwesen mit hoher Intelligenz und besonderen Fähigkeiten entsteht, dass im Kontext der Klassischen Walpurgisnacht schließlich einen Weg zu vollständigem Werden sucht, in der Bemühung, seine körperliche Unvollkommenheit auszugleichen. Der Homunkulus stellt dabei zugleich ein wichtiges Bindeglied der Fausthandlung dar und ist Medium der Vermittlung naturphilosophischer Erkenntnisse und Diskussionen der Zeit Goethes, die im Faust in Rückgriff auf mythologische und antike Traditionen literarisch verarbeitet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Homunkulus - zu Begriff, wissenschaftshistorischen Hintergründen und den Einflüssen der Alchemie

3. Im Laboratorium

3.1 Aufbau der Szenerie, Symbolik und alchemistische Prozesse

3.2 Homunkulus ,erste Geburt' und sein Verhältnis zu Mephistopheles

3.3 Die Traumlektüre des Homunkulus und der Übergang zur Klassischen Walpurgisnacht

4. Die Klassische Walpurgisnacht

4.1 Die Zielsetzung der Klassischen Walpurgisnacht, der Neptunistenstreit und Homunkulus

4.2 Homunkulus ,zweite Geburt' und die Symbolik der Evolution

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die funktionale Einbettung der Homunkulus-Figur in Goethes Faust II, analysiert die begleitende Symbolik des Werdens sowie die Positionierung der Figur im Spannungsfeld zwischen Alchemie, Naturphilosophie und der Beziehung zu Mephistopheles.

  • Alchemistische und naturphilosophische Hintergründe der Homunkulus-Figur
  • Analyse der Laboratoriumsszene und ihrer spezifischen Symbolik
  • Das Verhältnis von Homunkulus zu Mephistopheles als Dämonen-Verwandtschaft
  • Die Rolle des Homunkulus als Katalysator der Handlung im Übergang zur Klassischen Walpurgisnacht
  • Evolutionsgedanke und Elementarsymbolik in der Metamorphose des Homunkulus

Auszug aus dem Buch

3.1 Aufbau der Szenerie, Symbolik und alchemistische Prozesse

Voraussetzung der Laboratoriumsszene in Goethes Faust II ist die Ohnmacht Fausts am Ende des ersten Aktes, die dazu führt, dass Mephistopheles mit ihm an einen Schauplatz aus Faust I zurückkehrt. Zurück am Ort, an dem die Handlung ihren Anfang genommen hatte, Fausts ehemaliges Studierzimmer und seine alte Umgebung, trifft Mephistopheles im Laboratorium auf Wagner, den ehemaligen Schüler Fausts, der sich mittlerweile selbst zu einem angesehenen Gelehrten hochgearbeitet hat und nun im Begriff ist, ein Experiment durchzuführen, dessen Resultat für den weiteren Handlungsverlauf sowohl im Sinne der weiteren Entwicklung Fausts als auch in Hinblick auf die daraus entstehende Nebenhandlung um die Homunkulusfigur selbst von großer Bedeutung für das Drama ist.

Der Einstieg in die Szene erfolgt ganz unmittelbar mit Wagner, der im Laboratorium ein Farbenspektakel mittels chemischer Mischungen veranstaltet, das beinahe wie eine Ankündigung für einen furiosen Abschluss magischer Experimente anmutet. Die beschriebenen Vorgänge der Farberscheinungen, die in einer Phiole vor sich gehen und diese erhellen „wie der herrlichste Karfunkel“, sind Anzeichen für die verschiedenen Stufen eines alchemistischen Prozesses auf dem Weg zu seiner Vollendung. In der Phiole „Erglüht es wie lebendige Kohle“ und „Ein helles weißes Licht erscheint!“. Die Symbolik des Lichts ist dabei von großer Bedeutung mit Blick auf den Versuch, einen Menschen auf künstlichem Weg zur Entstehung zu bringen, da Licht als zentraler, Leben hervorbringender Bestandteil betrachtet wurde. Während in der Alchemie vor allem Feuer als Symbol für das Leben Bestand hatte, wurde das Leben in der Naturphilosophie durch das Licht symbolisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der Bedeutung des Homunkulus für die Faust-Handlung und skizziert den methodischen Ansatz der Untersuchung.

2. Der Homunkulus - zu Begriff, wissenschaftshistorischen Hintergründen und den Einflüssen der Alchemie: Dieses Kapitel erörtert die historische Genese der Homunkulus-Idee von der Antike über Paracelsus bis hin zu Goethes Zeit.

3. Im Laboratorium: Hier wird die Inszenierung der Schöpfung des Homunkulus im Labor analysiert, insbesondere unter Berücksichtigung von Lichtsymbolik und der Beziehung zu Mephistopheles.

4. Die Klassische Walpurgisnacht: Dieses Kapitel untersucht den Übergang des Homunkulus in die Antike, den wissenschaftstheoretischen Streit zwischen Neptunisten und Vulkanisten sowie seine finale Metamorphose.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Rolle des Homunkulus als zentrales Bindeglied und eigenständige Figur im Drama.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Homunkulus, Faust II, Johann Wolfgang von Goethe, Alchemie, Naturphilosophie, Mephistopheles, Klassische Walpurgisnacht, Evolution, Schöpfungsprozess, Lichtsymbolik, Wagner, Transformation, Elementarwesen, Entstehung, Metamorphose.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Figur des Homunkulus in Goethes Faust II und ihre zentrale Funktion für den Handlungsverlauf und die thematische Tiefe des Dramas.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf alchemistische Traditionen, naturphilosophische Diskurse des 19. Jahrhunderts, Licht- und Elementarsymbolik sowie die Interaktion zwischen Homunkulus und Mephistopheles.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Homunkulus über seine Funktion als bloßes Bindeglied hinaus zu einer eigenständigen Figur wird, die das menschliche Dasein und dessen Grenzen reflektiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Faust II mit historisch-wissenschaftlichen Kontexten und zeitgenössischer Sekundärliteratur in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die alchemistische Begriffsgeschichte, die detaillierte Untersuchung der Laboratoriumsszene sowie die Analyse des Übergangs in die Klassische Walpurgisnacht bis hin zur Selbstauflösung des Homunkulus.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Homunkulus, Alchemie, Faust II, Evolution, Naturphilosophie und Lichtsymbolik.

Warum spielt das Verhältnis von Homunkulus zu Mephistopheles eine so große Rolle?

Weil die Bezeichnung „Herr Vetter“ und die gegenseitige Abhängigkeit der beiden Figuren in den untersuchten Szenen Raum für komplexe Interpretationen bezüglich ihrer gemeinsamen dämonischen Natur bietet.

Inwiefern ist die „Laboratoriumsszene“ für die Deutung zentral?

Die Szene stellt den Ausgangspunkt für das Verständnis der künstlichen Lebenserschaffung dar und etabliert die für den weiteren Verlauf essenzielle Verbindung zwischen Wissenschaft und Magie.

Was bedeutet der „Neptunistenstreit“ im Kontext der Walpurgisnacht?

Der Streit zwischen Neptunisten (Leben aus dem Wasser) und Vulkanisten (Leben durch Feuer) bildet den wissenschaftshistorischen Rahmen für die Debatte über die Entstehung des Lebens und beeinflusst Homunkulus’ Weg zur Selbsterkenntnis.

Welches Fazit zieht der Autor zur Figur des Homunkulus?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Homunkulus durch seine künstliche Körperlosigkeit zwar scheitert, aber gerade dadurch die Grenzen menschlicher Existenz offenlegt und als Symbol für die unendliche Schöpfungskraft fungiert.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Prozess der Entstehung des Homunkulus. Johann Wolfgang von Goethes Faust II
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,3
Autor
Katharina Düsterwald (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V1169881
ISBN (eBook)
9783346580856
ISBN (Buch)
9783346580863
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Faust I Faust II Homunkulus Goethe Alchemie Laboratorium Walpurgisnacht Symbolik der Evolution Vulkanisten Neptunisten geistige Entwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Düsterwald (Autor:in), 2017, Der Prozess der Entstehung des Homunkulus. Johann Wolfgang von Goethes Faust II, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1169881
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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