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Faktizität und Geltung. Welches Bild zeichnet Jürgen Habermas von Grund- und Menschenrechten?

Titel: Faktizität und Geltung. Welches Bild zeichnet Jürgen Habermas von Grund- und Menschenrechten?

Hausarbeit , 2021 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Malte Scholz (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach einer Einführung in das Thema der Hausarbeit erläutert der Verfasser zunächst ausgewählte Leitbegriffe der Theorie von Habermas: das kommunikative Handeln, die kommunikative Vernunft, die Lebenswelt. In einem nächsten Schritt wird die Stellung des Rechts innerhalb der Theorie von Habermas beleuchtet; sodann widmet sich der Verfasser den Leitprinzipien (Diskurs, Moral, Demokratie, Recht) aus Faktizität und Geltung. Auf Grundlage dieser Darstellungen zentraler Charakteristika der Philosophie von Habermas wendet sich der Verfasser der Leitfrage zu, wie Grund- und Menschenrechte mit Habermas zu verstehen sind. Ausgehend von einem Anwendungsfall – Besuchsverbote in Pflegeheimen während der Pandemie – wird das Grund- und Menschenrechtsverständnis von Habermas sowohl näher erläutert als auch kritisch hinterfragt. Ein Fazit rundet die Darstellung ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlegende Begrifflichkeiten

2.1 Das kommunikative Handeln

2.2 Die kommunikative Vernunft

2.3 Die Lebenswelt

3 Das Recht als Kategorie der Vermittlung

4 Zentrale Prinzipien

5 Grund- und Menschrechte bei Habermas

6 Ein praktisches Beispiel

6.1 Das Szenario

6.2 Betrachtung mit Habermas

6.3 Kritische Betrachtung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen normativer Geltung und faktischen Zwängen in demokratischen Rechtsstaaten anhand der Theorie von Jürgen Habermas. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, wie staatliche Güterabwägungsentscheidungen bei Grundrechten mit dem Habermas'schen Diskursbegriff bewertet werden können und ob eine solche Bewertung sinnvoll ist.

  • Systemtheorie und Diskursprinzip bei Jürgen Habermas
  • Kommunikative Vernunft als Grundlage legitimer Rechtsnormen
  • Die Rolle der Grund- und Menschenrechte bei der sozialen Integration
  • Das Spannungsfeld zwischen Rechtssicherheit und persönlicher Autonomie
  • Analyse der Corona-Pandemie-Maßnahmen als praktisches Fallbeispiel

Auszug aus dem Buch

6.2 Betrachtung mit Habermas

Nach Habermas gibt es kein Grund- oder Menschenrecht im Sinne eines dem Diskurs vorgelagerten Naturrechtes, weshalb auch das Grundgesetz diesen Status nicht beanspruchen kann. Es ist der Konsens einer Gesellschaft, welcher den angestrebten Normen soziale Geltung verschafft und es ist das Recht, welches diese mit einem faktischen Zwang ausstattet. Betrachtet man das Recht auf Leben als Grundrecht im Kontext des deutschen Grundgesetzes, so muss dieses vor allem dem Demokratieprinzip genügen, da das Grundgesetz keine Universalisierbarkeit beanspruchen kann, sondern ein national bindender Rechtstext ist und somit einen begrenzten Kreis von Rechtspersonen betrifft. Das Grundgesetz institutionalisiert die Normen, welche als Ergebnis gesellschaftlicher Diskurse und nationaler Historie als wichtig erachtet wurden. Die Normen erlangen soziale Geltung, indem Staat und Bürger mehrheitlich das Grundgesetz achten und sie erlangen eine faktische Wirksamkeit, indem die Normen verrechtlicht werden und so in der praktischen Lebenswelt Anwendung finden und befolgt werden, sodass sie gleichsam als Teil der Lebenswelt den Diskurs entlasten. Nimmt die Legitimität der Rechtsnormen ab, so ist die soziale Geltung umso mehr abhängig von faktischen Zwängen und der Ausübung von Macht.

In dem vorab beschriebenen Szenario werden jedoch Teile des Grundgesetzes durch den Gesetzgeber relativiert, indem dem Recht auf Leben eine besondere Stellung zugesprochen wird und somit die übrigen Grundrechte unterordnet werden. Es ist ein Handeln, welches versucht, die Verhältnismäßigkeiten von Grundrechten durch positives Recht in Form des Infektionsschutzgesetzes zu definieren. Zwar beinhalten zahlreiche Grundrechte einen Zusatz, der eine Einschränkung ermöglicht, bei der Abwägung von Grundrechten müssen jedoch klare verfassungsrechtliche Grundsätze beachtet werden, wie beispielsweise, dass solche Eingriffe nur durch parlamentarisch beschlossene Gesetze stattfinden dürfen und dabei die Ausstrahlungswirkung der Grundrechte beachtet werden muss (vgl. Fastenrath 2021).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Legitimität von Güterabwägungen bei Grundrechten im Kontext der Systemtheorie von Habermas.

2 Grundlegende Begrifflichkeiten: Erläuterung der zentralen Konzepte des kommunikativen Handelns, der kommunikativen Vernunft und der Lebenswelt.

3 Das Recht als Kategorie der Vermittlung: Untersuchung des Rechts als Mechanismus, um zwischen strategischem Handeln und normativer Geltung zu vermitteln.

4 Zentrale Prinzipien: Herleitung und Differenzierung zwischen dem Diskursprinzip, dem Moralprinzip und dem Demokratieprinzip.

5 Grund- und Menschrechte bei Habermas: Analyse des Verhältnisses von subjektiven Freiheitsrechten, Volkssouveränität und politischer Autonomie.

6 Ein praktisches Beispiel: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das Fallbeispiel der Isolation von Altenheimbewohnern während der Pandemie.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Theorie und Ausblick auf deren Grenzen, insbesondere hinsichtlich technokratischer Tendenzen.

Schlüsselwörter

Jürgen Habermas, Faktizität und Geltung, Diskursprinzip, Kommunikative Vernunft, Lebenswelt, Grundrechte, Menschenrechte, Demokratieprinzip, Soziale Integration, Rechtsstaat, Güterabwägung, Legitimität, Politische Autonomie, Volkssouveränität, Öffentlicher Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Habermas'sche Rechtstheorie mit einem Fokus auf die Legitimation von staatlichen Entscheidungen, die Grundrechte gegeneinander abwägen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die kommunikative Vernunft, die Rolle der Lebenswelt, das Demokratieprinzip und der gesellschaftliche Diskurs im Rechtsstaat.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, wie staatliche Entscheidungen – exemplarisch an der Corona-Pandemie – unter Berücksichtigung von Grundrechten auf Basis der Habermas'schen Theorie bewertet und legitimiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine theoretische Analyse sowie eine Fallstudie (praktisches Beispiel), um die Theorie von Habermas auf reale politische Szenarien anzuwenden und kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Schlüsselbegriffe von Habermas und eine anschließende praktische Anwendung auf die Besuchsbeschränkungen in Altenheimen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Diskursprinzip, Demokratieprinzip, Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit und kommunikative Vernunft.

Warum wird die Isolation in Altenheimen als Fallbeispiel gewählt?

Es dient als praxisnahe Anwendung, um das Spannungsfeld zwischen dem staatlich priorisierten "Schutz des Lebens" und anderen Grundrechten (wie Würde und Freiheit) nach Habermas zu prüfen.

Zu welchem Schluss kommt die kritische Betrachtung?

Die Theorie bietet zwar plausible Erklärungsansätze, stößt jedoch bei der praktischen Idealisierung – etwa bei der Einbeziehung von Menschen ohne Teilhabemöglichkeit – an ihre Grenzen und bleibt vage in Bezug auf technokratische Entwicklungen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Faktizität und Geltung. Welches Bild zeichnet Jürgen Habermas von Grund- und Menschenrechten?
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Philosophie)
Veranstaltung
Seminar: Habermas: Faktizität und Geltung
Note
1,3
Autor
Malte Scholz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1165083
ISBN (eBook)
9783346572417
ISBN (Buch)
9783346572424
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Menschenrechte Volkssouveränität Habermas Lebenswelt kommunikative Vernunft kommunikatives Handeln Recht Grundrechte Corona Maßnahmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Malte Scholz (Autor:in), 2021, Faktizität und Geltung. Welches Bild zeichnet Jürgen Habermas von Grund- und Menschenrechten?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1165083
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Leseprobe aus  20  Seiten
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