In dieser Arbeit wird die Schulsozialarbeit als Arbeitsfeld erläutert und die Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz sowie die soziale Integration erklärend dargestellt. Anschließend wird die fachpolitische Entwicklung der Schulsozialarbeit erläutert. Zum Schluss dieser Ausarbeitung folgt ein Fazit. Die Arbeit ist kein vollständiger Überblick zur Thematik, sondern soll eine erste Orientierung bieten.
Die Entwicklung der Schulsozialarbeit begann in den 1970er Jahren in Deutschland. Diese Entwicklung förderte die Wende zwischen Schule und Jugendhilfe und das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit gewann an Relevanz. Der Ansatz der Ziele in den 1970er Jahren entwickelte die Bildungsreform, im Hinblick auf die offensichtlichen Probleme mit dem bestehenden Schulsystem. Die Schulsozialarbeit soll ein schulunterstützendes Aufgabenverständnis mit sich bringen und die Problematik im Schulsystem mindern.
Zudem sollen die Defizite des Schulsystems durch die Schulsozialarbeit nivelliert werden, da sich die Industriegesellschaft der schnell differenzierten und komplizierten Anforderungen nicht gerecht werden. Bemerkenswert sind hierbei vorrangig wissenschaftliche flankierte Einzelprojekte der Schulsozialarbeit sowohl mannigfaltige Evaluationen, Tagungen, Materialien und Publikationen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) mit Bestandsaufnahmen und Leistungen zur fachlichen Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in Deutschland.
Der Ausbau der Schulsozialarbeit vollzog sich in den 1990er Jahren und widmete sich auf Forschungsaktivitäten in Deutschland und der Schweiz. Der Grund der Entwicklung auf der konzeptionellen Ebene war, die Entfaltung des Aufgabenverständnisses und Problembewusstsein in der Schule und Jugendhilfe, dies erleichterte ebenfalls die Interaktion zwischen den beiden Institutionen. Durch konkrete Förderprogramme zur Schulsozialarbeit stieg die Quantität der Schulsozialarbeit. Gedankengut der Förderprogramme war, dass die negative Ausprägung gesellschaftlicher Transformations- und Veränderungsprozesse für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen auszugleichen und die Probleme und Belastungen zur minimieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung – Einführung in das Thema
2. Schulsozialarbeit als Arbeitsfeld
2.1 Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz in der Schulsozialarbeit
2.1.2 Soziale Integration
3. Fachpolitische Entwicklung der Schulsozialarbeit
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung sowie dem professionellen Aufgabenverständnis der Schulsozialarbeit in Deutschland. Das primäre Ziel besteht darin, das Arbeitsfeld sowie die notwendigen Kompetenzen und fachpolitischen Rahmenbedingungen zu beleuchten, um die Rolle der Schulsozialarbeit als Brücke zwischen Jugendhilfe und Schule zu verdeutlichen.
- Historische Entwicklung der Schulsozialarbeit seit den 1970er Jahren
- Anforderungen an die Handlungskompetenz von Schulsozialarbeitern
- Die Bedeutung von Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz im Arbeitsalltag
- Konzepte der sozialen Integration im schulischen Kontext
- Fachpolitische Verankerung und Kooperationsstrukturen
Auszug aus dem Buch
2. Schulsozialarbeit als Arbeitsfeld
Schulsozialarbeit ist ein universelles Arbeitsfeld für Sozialarbeiter/ innen die sich in den letzten Annos in Deutschland vielfältig konzipiert hat (Potter 2018, S.11). Die mannigfaltigen Veränderungsprozesse der heutigen Gesellschaft stellt für Kinder und Jugendlichen eine große Herausforderung dar (Potter 2018, 15). Die Schulsozialarbeiter/ innen oder Schulsozialpädagogen führen ihre Tätigkeit in der Schule aus (Just 2016, S.18). Handlungskompetenz der Schulsozialarbeiter/ innen beruht darauf, dass die Schulsozialarbeiter/ innen im Mittelpunkt des Schulgeschehens eine direkte unterstützende Position in der Förderung der Bildung von Kindern und Jugendlichen innehaben (Potter 2018, S.15-16).
Desto stärker die Handlungskompetenz ausgeprägt ist, desto durchdachte, effizienter und verantwortlicher können aus Überlegungen und Abwägungen Entscheidungen und Handlungen entstehen.
Da die Schule der gemeinsame Tätigkeitsbereich für Lehrer und Schulsozialarbeiter/ innen ist, resultiert sich in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit der Koordinierung, der Kooperation und auch die Abgrenzung von Aufgabenbereichen. (Aden-Grossmann 2016, S.143)
Desgleichen nehmen die Schulsozialarbeiter/ innen an Lehrer- und Klassenkonferenzen und Veranstaltungen als beratendes Mitglied teil. Als Schulsozialarbeiter/ innen ist die Stelle genau zwischen Jugendhilfe und Schule, dies erfordert demnach ein professionelles Feingefühl, ein Gespür von Wertschätzung und Anerkennung. Die Schulsozialarbeiter/ innen sollen die Fähigkeit entwickeln, als Vermittler und Begleiter zu fungieren. Ebenso müssen die Ziele und die Aufgaben in den Kontext der schulischen Abfolge passen. (Just 2016, S.39) Wann und mit welchem Anlass kommt es zum Erstgespräch bei der Schulsozialarbeiter/ innen? Die dargestellte Tabelle soll einen Überblick über die Anlässe für ein Erstgespräch bei der Schulsozialarbeiter/innen zeigen (Baier 2018, S.15).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung – Einführung in das Thema: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung der Schulsozialarbeit seit den 1970er Jahren und erläutert die Zielsetzung der vorliegenden Ausarbeitung.
2. Schulsozialarbeit als Arbeitsfeld: Hier werden das spezifische Aufgabenprofil, die Notwendigkeit der Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe sowie die professionellen Anforderungen an Schulsozialarbeiter thematisiert.
2.1 Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz in der Schulsozialarbeit: Dieser Abschnitt analysiert die essenziellen Kompetenzbereiche, die für eine professionelle Ausübung der Tätigkeit und die notwendige Selbstreflexion erforderlich sind.
2.1.2 Soziale Integration: Das Kapitel betrachtet die soziologischen Grundlagen der sozialen Integration und deren Bedeutung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
3. Fachpolitische Entwicklung der Schulsozialarbeit: Diese Sektion beleuchtet die fachpolitische Legitimation und die zahlreichen Empfehlungen von Verbänden und Institutionen, die den Ausbau der Schulsozialarbeit in den 1990er und 2000er Jahren vorantrieben.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Rolle der Schulsozialarbeit als autonomes Bindeglied zwischen Schule, Familie und Jugendhilfe.
Schlüsselwörter
Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, Handlungskompetenz, Soziale Integration, Schulsystem, Bildungsreform, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, Schulentwicklung, Beratungsgespräch, Pädagogik, Kooperation, Fachpolitik, Fallarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit widmet sich dem Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit, betrachtet deren historische Entwicklung in Deutschland und analysiert die zentralen Anforderungen an die dort tätigen Fachkräfte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernbereichen zählen die berufsfeldbezogenen Kompetenzen, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe, die fachpolitischen Entwicklungen sowie Konzepte zur sozialen Integration.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, das Handlungsfeld Schulsozialarbeit als professionelle Institution darzustellen und zu zeigen, wie Sozialpädagogen durch Kompetenzaufbau und Kooperation den Bildungsauftrag der Schule unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur und der Analyse relevanter Stellungnahmen und Berichte zur Entwicklung der Schulsozialarbeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Arbeitsfeldes, die Analyse der notwendigen Kompetenzen (Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz) sowie die Darstellung der fachpolitischen Verankerung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schulsozialarbeit, Handlungskompetenz, Kooperation, Soziale Integration und Jugendhilfe charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Selbstkompetenz für die Schulsozialarbeit?
Die Selbstkompetenz ist laut der Arbeit eine elementare Voraussetzung, um das eigene Handeln zu reflektieren, authentisch aufzutreten und professionell in komplexen Situationen zu agieren.
Warum ist die fachpolitische Entwicklung der 1990er Jahre so wichtig?
In diesem Zeitraum fand eine starke Professionalisierung statt, legitimiert durch zahlreiche Positionspapiere und Förderprogramme, die die Schulsozialarbeit fest als Komponente der Jugendhilfe in Schulen etablierten.
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- Sakine Adiyaman (Author), 2020, Das favorisierte Handlungsfeld der Schulsozialarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1163966